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öMUWboik.

11

gesucht.

IFÜr Februar wird tin W

Mm liliiig bei c ufern Lohn für JJg fluche und Haus ne* rag

Der Magistrat.

Weiten!, durchaus znu-r»

lätig-s

1U70

I.

wird tu folgender

Keßler,

12

18

Um ga6I«<6?e Erscheinen rotrb gebeten.

11467

teilnehmen.

Universitäts-Tanzlehrer K. Brandt, Jägerstraße 3.

schärt»st d. vi.

10

werden cm gekauft.

14

HuSbilf« nach eit Marburgs

42 IL 43

44 X. 45

in allen Arbeiten erfahren, Kochen nicht erforderlich,

46 lt 47

48 U. 49

für sofort gesucht.

Sirftr. efranM**» ffidbtjk

1. Freitag, de, 3. Zaxxar:

vormittags 8%12 Ahr, Brotkartenbezirke nachm. 1144 14 Hbt, Brotkartenbezirke

2. Sonnabend, den 4. Januar:

vormittags 81412 Ahr, Brotkartenbezirke

Gier-bis fünf-

mit Küche u. ZubehSr, i« bes­serem Hause von älterem Ehe­paar gesucht. 11350

Angebote mit Pre saag. unt.

B. 10 an hie Beichft. erdeten.

M. Ke&ler, Pferdemefcger

Gießen.

i Der Berkaus von Kommisbrot i weise fortgesetzt:

"Freitag, den 3. Januar, vormittags von 14910 Ahr, für die Bezirke 1113

Freitag, den 3. Januar, vormittags von 1012 Uhr, ' für die Bezirke 1416

Freitag, den 3. Januar, nachmittags «SX 24)4 Ahr, für die Bezirke 1720

- Sonnabend, den 4. Januar, vormittags von 14910 Uhr, für die Bezirke 2123

Sonnabend, den 4. Januar, vormittag» w* 1912

Ahr, für die Bezirke 2426

Sonnabend, den 4. Januar, nachmittag» von 2414 ' Uhr, für die Bezirke 27-30

Montag, den 6. Januar, vormittags von 14910 Uhr, für die Bezirke 3133

!Montag, den 6. Januar, vormittags von 1012 Uhr, für die Bezirke 3436

Montag, den 6. Jnauar, nachmittag» von 2414 Ahr, für die Bezirke 3740

«Dienstag, den 7. Januar, vormittags von 14910 Uhr, ' für die Bezirke 4144

Dienstag, den 7. Januar, vormittag» von 1012 Uhr, ! für die Bezirke 4548

Dienstag, den 7. Januar, nachmittag» von 114414

Uhr, für die Bezirke 4953.

Das Kommisbrot kostet das Pfund 20 Pfg. Auf den "Kopf der Bevölkerung werden 2 Pfund abgegeben und ^>ar gegen Abgabe der Lebensmittelkartenabschnittes mr. 2 für Januar. Das Geld ist unbedingt abgezählt »ereit zu halten.

Tüchtiges, otbenti. alleres

Mädchen

sowie em 11466

JederWahlbsrechtigte iiberztM sich selbst rechtzeitig davon, ob sein Name in der hiesigen Wählerliste verzeichnet ist.

Freitag, de» g. Januar, im Rathaussttzungrsaal, ' Vxxrtiergelderauszahlung

von 814 Uhr vormittag» «6 an die Bewohner der Straße Am Grün

von 11 Uhr vormittags ab an die Bewohner von Rr. 1 bis einschl. 20 der Bahnhofftratze

von 3 Uhr nachmittags ab desgl. Bahnhofftratz« von Nr. 21 ab

Im übrigen verweisen »h auf unsere Bekannt. inachung in der Zeitung vom 3t Dezember 1918.

Marburg, den 2. Januar 1919. 20

IL

Morgen, Freitag, den 3. d. Mts., vormittags 814 bis 12 Uhr, in der Wurstfabrik, Wörthstratze und Turn­halle am Barfühettor Verkauf mm Grünkohl.

III.

Fvettag, den 3. und Sonnabend, den 4. Januar, in der Wurstfabrik, Wötthstratze, Verkauf von Kartoffeln an Inhaber von Bescheinigungen und blauen Kartoffel­karten der nachstehenden Brotkartenbezirk«:

.ardur- ttufc Umgegenr.

Marburg, 2. Januar.

Infolge neuer bedeutende« Lohnsteigerungen som 1. Januar dieses Jahres ab find wir gezwun­gen, den Preis für Unjcigen von heute ab zu er­höhen. Es kostet nunmehr die 8gefpaltene Klein- geile 30 Pfg., für auswärts 40 Pfg.

Verlag derOberhefsischen Zeitung-. ! , . -__

Die Kandidatenliste der Deutschnationalen Volkspartei sowie der Deutschen Volkspartei für Hessen-Nassau veröffentlichen wir im politischen Teil (Wahlbewegung).

* UniverfitSt. Die Gesuche um Zulassung zur ärztlichen und zur zahnärztlichen Vorprüfung find bis zum 18. Januar im Univerfitätssekretariat am Plan Nr. 3 einzureichen.

* Auszeichnung. Dem Angestellten unserer Zei­tung Offiz.-Stellv. A. Eaßmann wurde das Ver- bienstkreuz für Kriegshilfe verliehen.

' * Verkauf von Kommitzbrot und Weizenmehl. Die Stadt ist in die Lag« versetzt, durch Uebernahme von der Militärverwaltung an die Bevölkerung der Stadt 2 Pfund Kommitzbrot auf den Kopf abgeben zu können. Die Abgabe erfolgt im Saalbau in der varfüßerstratze nach der vom Magistrat vorgeschrie- venen Reihenfolge. Diese Reihenfolge ist unbedingt einzuhalten, damit der Verkauf in ordentlicher Weise vorgenommen werden kann. Eine Verteilung auf mehrere Verkaufsstellen ließ fich nicht ermög­lichen. Das Brot kostet für das Pfund 20 Pfennig. Es wird dringend darum ersucht, das Geld abge- zählt bereit zu halten, damit durch das Umwechseln feine Stockungen eintreten. In der nächsten Woche wird die Stadt in der Lage sein, ausnahmsweise »hne Anrechnung aus die Brotkarte Weizenmehl abgeben zu können. Die Abgabe erfolgt durch Kauf­leute und Bäcker. Die nähere Bekanntmachung hier- ,Lber wird im Wochenplan veröffentlicht. Das

mit etwas Land oder Garten zu kauten ob. packten gestickt, qie'ch woh. Änqeb e 11430 J. Hehn, freut kfnrt a. W., Schöner. 23, Erda., H.

Gedränge vermieden wird.

Grüne Ausweiskatte ist vorzulegen. Der Zentner kostet 7 JH; unter einem Zentner da» Pfund 8 Pfg.

Marburg, den 2. Januar 1919. 19

9n «ngiftrnt:

Mueller.

nachm. 114414 Uhr, Brotkartenbezirke

Die Reihenfolge Ist unbedingt einzuhalten, damit

Geschäftsstelle: Neustadt 16. Fernruf 433. 17

Wr ßseldebesitzer.

Laui Verordnung des Kriensernätzrnngsamtes vom 14. Juni 1918 bfirfen ^ch1adih>cerle nnr an foldie Perkonen verkan t werden, eine amtliche Bescheinignnq vorzriaen kfinne«. Zuwiderhandlungen werden bestraft: M8 1 Jahr Ge­fängnis. event. 10000 Mk. Geldstrafe.

Trotzdem werden im Kreise Marburg. Kirchhain und Wttter Pferde zum Ccklachim a« Unbefugte verkauft.

! Ättiislht KchMtiiiihmska.

lieber di« Wieder einlSsung der unterm 11. Oktober 1918 ausgegebenen städtischen 10 Mark-Kriegs-Rotgeld» j Scheine wird diesseits Bekanntmachung längsten» «m !1. Februar 1919 ergehen.

Die Scheine behalten als» bi» auf »eitere» ihre Amlausgältigteit.

Marburg, den 2. Januar 1919. 22

Der Magistrat.

| sich !mnS vorstellen, daß «ttzerhaw fdneS endete« * Vaterlandes die protestantische Lehrerschaft m den -rotzen Städten vielfach nichts vom ReltgwnSnnter- uicht mehr wissen will. Darum ist es auch schwer, ihm klar zu machen, welche Gefahr mtt Einführung des religionslosen Unterrichts droht. Unter fernen I Umständen darf es bei uns dazu kommen. Wir »erlangen Religionsunterricht, und zwar besser, alS - r bisher gegeben wurde. Der Geistliche hat keine 'Leit dazu. Lehrer müssen gefordert werden, aber \ solche, die mit allem Ernst ihr Fach studiert haben. >Us schwinden manche Fesseln, die bisher störend wirk» tlnt. Me geistliche Schulaufsicht wird schwinden, dte HiSher Lehrern und Pfarrern eine Last war, der Zwang Air jeben Lehrer, Religionsunterricht zu geben und der Rtoang, die Dissidentenkinder darin zu unterrichten, -wird fallen . Um so mehr kann dann der Religwns- Unterricht als das schönste Recht der L-Hrer empfunden werden. Das ist gewiß tute schwer zu erfüllende Kodierung, aber es gibt bei uns noch genug Lehrer, die den Religionsunterricht als die Krone des Unter, rechts ansehen. Eine andere Frage ist, »b der telt- qionslos gewordene Staat noch den Religionsunter­richt fordern kann. Diese Frage zu beantwotten ,st aber nicht hier der Platz. Rur so viel kann man sagen: Hat der Staat eine Sache als notwendig er> kannt, so wird er auch einen Weg finden dafür zu fernen, sonst aber mutz eine andere Instanz dafür ein» gerichtet werden. Dr. H.

nach Süden gehende Seenreihe angelehnt. Das Hauptquartier befindet fich in Schneidemühl, wo Truppen aus Berlin und Dresden zufammengezogen werden.

Sozialdemokratie und Spartakusbund in Ober- fchlesien.

Sleiwitz, 1. Jan. Nachdem am Sonntag die Mehrheitssozialisten in Gleiwitz eine große Kund­gebung für die Regie"ung Eberl-Scheidemann ver­anstaltet hatten, an der weit über 12 OGO Personen teilnahmen, versuchen jetzt die Anhänger des Spar­takusbundes, ihren Einfluß in Oberschlesien auszu­breiten. Alle Anzeichen deuten daraufhin, daß fie mit ihrer Bolksverhetzung trotz der unsicheren Zu- tände in der hiesigen Gegend wenig Erfolg ,aben werden. Am Montag hatten die Spartakus- eute in einem der größten Säle der Stadt eine Fersammlung einberufen. Zu diesem Zwecke waren mehrere Spartakusführer in Gleiwitz eingetroffen. In dieser Versammlung erschienen aber auch die Führer der Mehrheitssozialdemokraten mit großem Anhang, und schon bei der Vürowahl stellte fich her­aus, daß die Cpartakusbündler erheblich in der Minderheit waren. Es entstand darauf ein Tu­mult, der in E ch l ä g e t e i e n ausartete. In kur­zer Zeit war es den Mehrheitssozialisten gelungen, die Spartakusanhät.ger an die Luft zu setzen. Zahl­reiche weitere Versammlungen des Spartakusbun­des sind nach einer Meldung der Polizeibehörde auf Anordnung des Arbeiter- und Soldatenrates ver­boten worden. Gestern ist der Volksbeauftagte Landsberg in Beuthen eingetroffen. Er wird in einer großen Versammlung sprechen, und man nimmt an, daß sich diese Versammlung zu einer gro­ßen Kundgebung für die Regierung entschließen wird. Sonst herrscht in den Städten des oberschle- fischen Bezirke verhältnismäßig Ruhe, und es ist nirgends zu größeren Ausschreitungen gekommen.

Beilegung des Ausstands in Oberfchlefieu?

Breslau, 1. Jan. Die Verhandlungen der Berliner Regierungsvertreter Landsberg und Hirsch haben zu dem Ergebnis geführt, daß die Arbeit am 2. Januar wieder ausgenommen werden soll. Die Forderung auf eine einmalige Zulage von 800 auf den Kopf soll mit den Zechenbefitzern in Ver­handlungen zum Austrag geb-acht werden, die spä­testens am 18. Januar beginnen müffen.

Tarnowitz, I.Jan. Die Arbeiter derFrie- ben§gru6e", die am Samstag in den Ausstand getreten sind, hatten den Direktor Busch durch Todesdro­hungen gezwungen, ihre Forderungen zu bewilligen. Die übrigen Beamten der Grube knüpften darauf Ver­handlungen über die Wiederaufnahme der Arbett nut den Arbeitern an, die erfolglos geblieben sind. Als am Montag erneute Lerhandlungen zwischen den Berg­werksbeamten und den Sicherheitsbeamten der Arbei­ter erfolglos blieben, erklärten die Bergwerksbeamten, nun auch ihrerseits zu streiken, um die Arbeiter zur Widieraufnahme der Arbeit zu zwingen. Bezeichnend für das Vertrauen, das die Sicherheitsmannschaften der Belegschaft ihren eigenen Genossen entgegenbrtn- aen, daß sie sofort, nachdem die Bergwerksbeamten die Werke verlassen hatten, die Kasse sowie das Maschrnen- haus besetzten, um sie vor Plünderungen und De­molierungen zu bewahren. Daraus fuhren die Arbener am NachmittaM wieder ein und förderten nur 400 Wagen gegen 1500 an den sonstigen Tagen. Ange- sichts dieses schlechten Ergebnisses begaben sich die Stcherheitsmannschaften der Belegschaft zum Direktor

Weizenmehl ist als Notstandsmehl als Ersatz für die sonstigen ausgebliebenen Nahrungsmittel der Stadt überwiesen worden. Da durch die Verteilung von Brot für die nächste Zeit bereits eine Sonderbeliefe- rang erfolgt ist, werden die Haushaltungen im eigensten Interesse handeln, wenn fie das Mehl auf- paren.

Juristisch«. Dem Geh. Justizrat v. Boxberger wurde die nachgesuchte Dienstentlassung mit Ruhege­halt erteilt.

Die Reitjahrsnacht. Unter Glockenge läute hielt das neue Achr auch diesmal hier wieder seinen Einzug. Da, hätte vollständig genügt, besonders in diesen Zeiten, die fich ernster gar nk&t denken lassen. Aber leider kam « anders, denn bald setzte eine Schießerei ein, wie wenn sonst was los sei. Als ein Wunder ist es zu bezeichnen, daß es ohne Unglücksfälle abging, beim vielfach wurde auch scharf geschossen. Was mit diesem Unfug bezweckt werden sollte, ist schwer zu be­greifen. Der Neujahrssonntag brachte bei Harem blauem Himmel frühlingsartiges Wetter, das viele Einwohner veranlaßte, wenn es auch schmutzige Schuhe gab, einen Gang in die nächste Umgebung zu unter­nehmen. Vergangene Nacht stellte fich wieder Schnee. Regen und Sturm ein und dies« unangenehme Wetter hielt heute früh noch an.

Herr H-fkvnstler Bellachiai macht darauf auf­merksam, daß nicht er, sondern sein Sohn ht der Ver­sammlung der Demokratischen Pattei da» Wort er­griff« hat.

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Hessen-Nassau imd Nachbin-aeMete.

Frankfurt a.M., 31. Dez. Der direkte Fern­sprechverkehr mit Süddeutschland wurde unterbrochen, da die Franzosen die Leitungen bei Langen durchschritt- tat haben. Die Frankfurter Nervenheilanstalt aus der Hohenmark, die zum Hieil ui das Brückenkopfge- ISnde fiel, wurde auf Bitten der Stadt im Interesse der Kranken freigegeben. Der Magistrat kündigt weitere bedeutend« Einschränkungen des Verbrauchs von Gas und Elektrizität an. Vorerst dürfen Wirtschaften nach 9 Uhr abends nicht mehr Verdoppelung der tödlich verlaufenden Falle sprechen.

SteW Nachricht-«.

Die deutschen Truppen räumen Posen. Die Heimatschutztrappen in Enesen gefangen genommen.

B e n t s ch e n, 1. Jan. Das 6. Grenadier- und das 20. Feldartillerieregiment in Posen haben der Uebermacht gegenüber gestern morgen die Kasernen geräumt. Das Erenadierregiment marschierte mit Gewehren, aber ohne Maschinengewehre und Mu­nition nach Schneidemühl ab. In Selasch und La- wica kam es zwischen Pionieren und der polnischen Bürgerwehr zu Straßenkämpfen. Auch in Enesen fand ein Gefecht zwischen Truppen des Hei- matschutzes und polnischen Soldaten statt, wobei der Heimatfchntz gefangen genommen und im Triumph mit Musik durch die Stadt geführt wurde. Die Städte Schlimm und Grätz sind in pol­nischen Händen. Die .^Ostdeutsche Rundschau" und dasPosener Tageblatt", deflen Leiter gestern ver­haftet wurde, sind geschloffen worden. Die Posener Neuesten Nachrichten" erscheinen'unter Kontrolle des polnischen Volksrates. Die Züge von hier nach Posen und zurück verkehren noch fahrplanmäßig. In den letzten Tagen find hier und in der Umgebung größere deutschen Truppenmafsen ein- ; getroffen. Der Grenzschutz ist an die von Norden

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zur Bedienung der Züge flt» mcht. 11466

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Sonnabend, 4. Januar: Borabend 4,30 Uhr. Born». 830 Uhr. Rach«. 3 Uhr. Ausgang 5,30 Uhr.

Verleger und fiir die Echriftitlttmg verantworttich: Dr. phil. E. Hi tz « r o t h in Marburg.

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BuW, «m Hit zu ÄSerl, die Beamken' M'MMerarff» nähme der Arbeit zu veranlassen. Die Arbeiter wür­den dann die Arbett auch wieder aufnehmen. Nutzes dem erllSrten sie sich bereit, den Direktor Busch um Verzeihung zu bitten. Dieser veranlaßte daraus die Wiederaufnahme der Arbeit durch die Beamten, wo­rauf die Gcsamtarbeit aus derFriedensgrube" wieder ausgenommen wurde.i

Die Lebensmittelversorgung. '

Berlin, 1. Jan. Die Deutsche Waffen still« standskommifsion gibt bekannt: Die Frage der Der» orgung Deutschlands mit Lebensmitteln wird gegenwärtig dnrch eine Kommission der Ver« b'"'ndeten geprüft, die ihren Sitz in London hat. Das Oberkommando der Verbündeten teilte der Deut­schen Waffenstillstandskommisfion mit, die Beschlüffe der Lebensmittelkonferenz würden der Deutsche« Waffenstillstandskommission in Spaa übermittelt, werden, falls diese für die Lebensmittelversorgung für zuständig erklärt werde. Daraufhin gab Staats« ekretär Erzberger in Spaa die Erklärung ab, daß die Deutsche Waffenstillstandskommission auch für die Inangriffnahme der Lebensmittelversorgung zuständig ist.

Mitteilungen au» »em Selertrelie.

Von vielen Seiten ist schon darüber gellagt worden« daß die öffentlich ausgelegte Liste der Wähler zur Nationalversammlung nicht vollständig ist. Um so mehr wird es sich empfchlen, daß die Wähler möglichst bald zujeyen, ob ihre Namen etwa nicht eingetragen sind, und dann sofort die nachträgliche Eintragung veranlassen. D.

Zu dex Zeitungsnotiz aus derKieler Zeitung" möchte ich als Teilnehmer der Internierung unsere« Flotte folgendes erwidern: In der Tat haben sich die Engländer in Schmähungen und Verleumdungen über die Zustände an Bord unserer Schiffe ergangen. Durch die Natur der Sacke war nicht alles so sauber bei untz, wie es hätte fein sollen, die Schmähungen der Eng­länder waren jedoch bei weitem übertrieben. Ich werde an anderer Stelle noch darauf zurückkommen. Den An­laß zu dem Gerücht über rin Bekränzen unserer Schiffe auf der Fahrt gabDerfslinger", der bekränzt aus dem Hafen schleuste. Die Bekränzung wurde irdoch aus höheren Befehl am nächsten Tage entfernt, und ket« einziges Schiff ist geschmückt hinübergefÄren, was hiermit ausdrücklich betont wird. Die Marjeillaffe wurde oft gespielt, und zum Abschied rüst man in üb­licher Weise drei Hurras; dieser Umstand hat also [eine Richtigkeit. Die Gerüchte über begeisterte Em- pfange desHerkules" sind, wie so viele, aus der Luft gegriffen. Daß Bcattu erklärte, der erste Mann, der mit rotem Abzeichen fein Schiff betrete, würde auf* gehängt werden, ist nach dem ganzen Verhalten der Engländer gegenüber dem Soldatenrat usw. sehr wohl glaublich, und Beatty hat von seinem Standpunkt aus ganz Reckt, denn er wollte es auf jeden Fall vermeiden, daß bolschewistische Gedanken durch die deutschen Matrosen unter die englischen Leute gebracht wurden. Aus diesem Grunde wurden wir dort oben in Schottland auch so abgeschlossen und von de« Außenwelt ferngehalten.

H. Bartels, Fähnrich zur See,

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