Einzelbild herunterladen
 

fischen filiren, von der man nicht mehr in die Kaserne zurück-

kommt. Der sterbende Solvat kann St. Jean-b'Acre

nicht nehmen, in daS man dreimal mit außerordentlichem Eigensinne eingedrungeu war. Aber die Pest war stärker. Alles war recht krank. Nur Napoleon allein war frisch, wie eine Rose, und die ganze Armee hat eS mit angese­hen, wie er daS Pestgift trank, ohne daß es ihm im Ge­ringsten etwas gethan hätte."

Nun? glaubt Ihr, meine Freunde, daß daS mit natürlichen Dingen zuging?"

Die Mamelucken, die wußten, daß wir Alle im Lazareth waren, wollten unS den Weg versperren; aber Napoleon verstand keinen solchen Spaß. So sagte er denn zu den Burschen, die sich ihm mit Leib und Seele verschrieben hatten, zu denen, die ein härteres Fell hatten als die anderen: Geht hin und macht mir den Weg sauber." Da geht Junot, ein Haudegen von Numero Eins und ein wahrer Freund des Kaisers, her, nimmt blos tausend Mann und fegt Euch mit diesem Korps die Armee eines Pascha, der sich unterstanden hatte, ihm den Weg zu verlegen, auf daS Schönste auseinander. Jetzt kehren wir nach Kairo, in unser Hauptquartier zurück.

ß er bti licke vor :, glch u treffe er ihm wie de mb fein!

an geh -igen 0» 4te, i^

lins« Äâmpft da se-ü ir>lw n Pyw en Em«

so W trinke

Lchwtif ein g« irft fi4 r-ED en M ri/Hreit en di abso» n, utti sonnte

elegeit' führe« in btt Haden, tg W seinen annte, lndien n. Er thren, und

Sun kommt aber eine andere Geschichte. Während Na­poleon abwesend war, hatte sich Frankreich von den elen­den Kerls zu Paris an der Nase herumführen lassen, sie hielten den Solo für die Truppen, ihr Weißzeug, ihre Montirungen, ihre Lebensmittel zurück und ließen sie vor Hunger krepiren. Und was waren das für Leute? Schwachköpfe und Faselhänse, deren einziges Vergnügen es war, dummes Zeug zu schwatzen, statt mit Hand an daS große Werk zu legen. Und nun waren unsere Ar­meen geschlagen, die Feinde standen an den Grenzen Frankreichs, und der Mann war nicht da. Seht, ich sage da, der Mann, weil man ihn den Mann genannt hat, aber daS war eine Dummheit: Denn er hatte ja einen Stern im Himmel und noch andere Eigen­heiten: wir Andere wir waren Männer! Er erfährt, wie eS in Frankreich hergeht, und daS war nach feiner famosen Bataille von Abukir, wo er mit einem Verluste von nicht mehr als dreihundert Mann und mit einer einzigen Division die große, fünf und zwanzigtauseud Mann starke Armee der Türkei besiegt, und mehr als die Hälfte derselben in's Meer gesprengt hat. DaS todt sein letzter Donnerstreich in Egypten. (Forts, f.)

Mo«

über

Da e de« ife, i» e Art

Literarische Rundschau

(Schluß).

Fast noch trüber als im höheren Drama sieht eS im Lustspiel auS. Wir hatten da nie bedeutende Talente,

die leidlichen wie Bauernfeld, Benedir, Feldmann sind erlahmt, Weh l, A de l, Prech t ler leiden an Aufge­blasenheit und Uebertreibung, Deinhardsteinan gründ­licher Langeweile. Wird uns die Wiener Preiskonkurrenz Brauchbares bringen? DaS einzige tüchtige Talent der jüngsten Zeit ist Putsitz, dessen allerliebstes, nur zu breites Lustspiel:Der Salzdirektor" im Jahrbuch für Bühnenspiele abgedruckt ist; Putlitz hat Erfindungs- und Gestaltungskraft, leichten und witzigen, oft geistreichen Dialog, aber er muß sich vor der Flüchtigkeit hüten, der er schon vielfach verfallen ist. Mit vielem Beifall ist ein Lustspieldichter Wilhelmi, Bruder der Dresdner Hof- Schauspielerin, mit einem Lustspiel:Einer muß hei- rathen" begrüßt. Hoffentlich wird sich sein Talent be, wâhren. Im Druck erschienen sind, um das noch anzu­führen , der vierte und fünfte Band von Deinhard- stein'S, der fünfte von Feldmann'S dramatischen Werken.

Indem wir schließlich zu den eigentlich wissen­schaftlichen Werken übergehen, athmen wir freier auf, wir kommen von dürrer Haide auf schöne grüne Weide, und unser Blick erfreut sich schon an den Titeln zahlreicher ausgezeichneter Werke. Die Menge derselben gibt den besten Beweis, daß die Literatur sich von ihrer Niedergeschlagenheit erholt hat; auch der Meßkatalog sieht wieder ganz staatlich aus und beschämt seine mageren Vorgänger, fast kommt er an Umsang dem von Ostern 1848 gleich, der über daS letzte Halbjahr vor der Revo­lution Zeugniß ablegte. Die Geschichte der letzten zwei Jahre hat auch während deS Sommers einer großen Reihe von Schriften ihre Entstehung gegeben, namentlich erhalten wir viele Monographieen über die einzelnen Re­volutionen; wir finden aber nur Weniges, waS der An­führung werth wäre. Die beste dieser Monographieen ist die der preußischen Revolution von Adolph Stahr. Der erste Band derselben ist mit dem vierten Hefte vol­lendet und führt bis zum 11. November 1848, dem Todestage der Berliner Nationalversammlung. Wir weichen zwar in den erheblichsten Punkten von der poli­tischen Ansicht des Verfassers ab, haben unS aber an der klaren vortrefflichen Darstellung sehr erfreut. DaS Buch wird einst eine wichtige Quelle für die Geschichte der preußischen Revolution sein. Eine genaue und gute Uebersicht der Wiener Revolution gewährt eine Geschichte derselben von Nordstein, deren Hauptverdienst in einer gewissenhaften Zusammenstellung der bedeutendsten Akten­stücke aus jener Zeit besteht. Der einst häufig genannte Wiener Deputirte Ernst Vio land gibt einesoziale Geschichte der Revolution in Oesterreich." (Leipzig, O. Wiegand). Unter den Büchern, die der ungarischen Re­volution ihr Entstehen verdanken, ist daS von Czetz,