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Der Wanderer.

Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung.

©taub

1850. M 865.

Die Galeere des Herzogs von Vivonne

Novelle aus dem Französischen von Fr. Bouffier.

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(Fortsetzung.)

Der reiche Goldschmied hatte in der That viele Nei­der. DaS rasche Glück, welches er gemacht hatte denn im 17. Jahrhundert wurde ein Kaufmann, der in einer Zeit von 25 Jahren 15 biS 20,000 LivreS zusammenge­bracht hatte, als sehr vom Glück und von der Vorsehung begünstigt betrachtet, die beständigen Verbindungen, die et mit dem Hofe und den großen Herren unterhielt, der !uruS, der in seiner Wohnung, in seiner Kleidung und elbst in seiner Bedienung herrschte, hatten ihm viele feinde zugezogen. Und man muß gestehen, daß die Handlungsweise Chouquet'S nicht sehr geeignet war, die- migen zu entwaffnen, denen seine Reichthümer ein Dorn m Auge war.

Die Hosluft hatte den Goldarbeiter ganz umgewandelt; er war eitel geworden, ehrsüchtig, voller Stolz undUeber- muth. DaS alte Herkömmliche aus seinem väterlichen Hause, die einfache Haltung und das bescheidene Benehmen seiner Vorfahren ganz vergessend, hatte er nur die großen zerren nachzuäffen gesucht. Nicht, daß die Eitelkeit des Goldarbeiters sich in der Unverschämtheit eines Hofman- neS gezeigt hätte, der sich nur mit seiner Abstammung and den Verdiensten seiner Familie brüstet, äußerte er nnen gewissen Stolz, der geringschätzend auf Andere her- »bsieht und Alles sich nur selbst zuschreibt.

Selbst unter der Zahl derjenigen, die sich dem Un- Im'uchungsmagistrate beigesellt hatten, sand sich mehr als Einer, der nicht heimlich den Wunsch für den Fall "nes den Sitten und den vernünftigen Vorrechten seines Landes abtrünnigen Mannes gehegt hätte.

Der Zuwachs in feinem Vermögen hatte natürlich »dem Goldarbeiter auch den Durst nach Ehrenstellen

geboren werden lassen. Er hatte sich um das Schöffen­amt beworben, um dadurch in den Adelstand zu ge­langen und auch der Wahl zu versichern gewußt.

Chouquet besaß eine Tochter, nur eine einzige Toch­ter, die ebensosehr durch ihre Schönheit als ihren Reich­thum gesucht war, und die Marquise von Montespan hatte nicht wenig bei der projektirten Heiraih Fanchet- tenS mit einem ihrer Hofkavaliere, dem Marquis von Allainvall, einem armen, aber hübschen jungen Mann, der durch die allmächtige Gunst der Favoritin auf AlleS Anspruch machen konnte, die Hand im Spiele gehabt.

Dieser doppelte Erfolg brachte den Goldarbeiter fast vor Freude außer sich; fast in einem einzigen Tage sollte sich der Traum seines ganzen Lebens verwirklichen. Aber dieser Traum mußte unwiederruflich verschwinden, wenn die Justiz bei ihm irgend eine Schuld antreffen würde.

Der Kommissär, die Bevollmächtigten deS Münzho­fes und ihre Begleiter hatten sich auf die Einladung deS GoldarbeiterS beeilt, ihre Nachforschungen anzustellen. In einem Augenblicke verbreiteten sie sich über alle Theile des HauseS. Der Laden, die Werkstätten, selbst die Ge­mächer ChouquelS unterlagen den genauesten Untersu­chungen.

Jede Silberarbeit, vollendet oder nicht vollendet, je­der AmboS, jede Esse wurde mit Sorgfalt geprüft, wäh­rend der Goldarbeiter, auf seine Tochter gestützt, die her­zu gesprungen war, mit einer vollkommenen Gleichgültig­keit den Durchstöberungen der Beamten folgte und sich mit ruhiger Miene und glatter Stirne mit einem seiner Kollegen unterhielt, als sei er selbst als Neugieriger bei einer so gefahrvollen Expedition zugegen, wo seine Ehre und sein Glück auf dem Spiele standen.

Alles war beinahe beendet, und schon schickten sich der Kommissär und die Bevollmächtigten deS Münzhofes an, sich zurückzuziehen, nachdem sie einige schmeichelhafte