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Der Wanderer

Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen AUgem. Zeitung.

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1850

ZlF S49

O Der Tambour von Wagram.

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(Fortsetzung ) XL Der Geächtete.

, sichtsfarbe, an seinem ganz eigenthümlichen Benehmen, an ! seinem festen Blicke, und mehr noch als Alles dies, an ; den Narben, womit sein Gesicht bedeckt war, leicht einen l jener alten Soldaten, welche zwanzig Jahre lang Europa ! als Sieger durchzogen hatten. Plötzlich erhob sich dic-

An einem frischen Seplembermorgen im Jahre 1815 ; fer Mann , trat zu dem Neuangekommenen, legte die irrte der General Michelin, den Napoleon während deS ! Hand auf militairische Weise an die ergrauenden Haare, ruhmvollen Feldzuges 1813 zum DivisionS-General und i welche seine Stirn bedeckten, und sagte halblaut:

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Großoffizier der Ehrenlegion ernannt hatte, in den Umge­bungen Straßburgs umher, da er nicht wagte, die Stadt zu betreten und Gelegenheit suchte, über den Rhein zn kommen. Mit in die Ordonnanz vom 24. Juli einbe.

selbf ßtiffen, welche den größten Theil der Großoffiziere deS Kaiserreiches in die Acht erklärte, war eS dem tapfern

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und ehrenwerthen Michelin glücklich gelungen, sich den Nachforschungen zu entziehen, welche man nach ihm an­stellte. Gänzlich ermüdet und vor Hunger halbtodt war er entschlossen, in der ersten Wohnung, die ihm aufstoßen

Vergebung, mein General; aber nach meiner Ma­nier, die Sache anzusehen, steht Ihnen Ihre jetzige Uni­form nicht so gut wie die frühere".

Da Michelin sich erkannt sah und für seine Freiheit fürchtete, so legre er die Hand an die in seiner Tasche befindlichen Pistolen.

Bleiben Sie ruhig, mein General", sagte der kleine Mann, der seine Absicht errieth;Sie haben Nichts zu besorgen. Doch thun Sie mir den Gefallen, mich ein­mal genau anzusehen, und Sie werden leicht erkennen.

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würde, um Aufnahme zu bitten. Gegen Abend kam er wen Sie vor sich haben".

endlich an eine Art einzelnstehender Herberge, zwei Flin- >In der That, mein Herr", sagte der General, wel- tenschüsse von einem Fischerdorfe, Md ihm ziemlich groß ; cher Zeit gehabt, seinen Gegner zu eraminiren,mir schien. Der Geächtete blickte erst um sich, dann betrach- ' kommt Ihr Gesicht nicht unbekannt vor. Sollten Sie ikte er das Haus, horchte, und als er nichts Beunruhi- nicht ein alter Soldat der Garde sein? Habe ich Sie

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gendes vernahm und durch die Scheiben nur Individuen mit harmloser Miene sah, entschloß er sich einzutreten. Indem er seinen Dialekt in Uebereinstimmung mit seinem ^ssâssischen Kostüme brachte, verlangte er in einem fran« jösijch-deutschen Kauderwälsch ein Abendessen und ein Nachtlager; dann setzte er sich an einen leeren Tisch, »hne erst die Antwort des Wirthes abzuwarlen. Wäh­rend jedoch der Wirth einer Aufwärterin Befehle er# teilte, glaubte er zu bemerken, daß ein an einem benach­barten Tische sitzender Bauer, der eben seinen dritten Schoppen Bier leerte, ihn neugierig ansah. Dieser Mann ^r klein, doch erkannte man an seiner gebräunten Ge-

nicht bei Waterloo gesehen"?

Ihre Manier, die Sache anzusehen, ist ganz aus­gezeichnet. Ich gehörte zur Garde, darauf bin ich stolz! Ich habe, wie Sie sagen, bei Waterloo tüchtig mitge­wirkt, und noch anders wo", setzte er hinzu, sein Kinn streichelnd.

Sie gehörten zu dem unerschrockenen Carre" . .

Ich gehörte", unterbrach Romeuf,zu dem ersten Füsilier-Gardebataillon, aus dem ich nach meinem Un­glücke zu Schönbrunn trat . . . (der Tambour bezeich­nete nie anders als mit diesen beiden Worten den Wahn­sinn, den er gehabt). Doch, fuhr er stolz fort, hinderte