i
n wird iuf der t eine
in das« g mit Elfen* 1
Regi« )e ZuM PistoM Zlrran-M >er geM "'trag,» n voll'»
Der Wanderer
Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen
1850
JVs 846
O Der Tambour von Wagram.
(Fortsetzung.)
ich denn? ich bin ihm nichts mehr schuldig: wir sind quitt"!
Er stürzte ganz außer sich in die Arme deS Ser-
In der That, die nächste Woche erschien Bonneville i geanten und vergoß reichliche Thränen. Bald jedoch ver- plötzlich mit einem gedruckten Bulletin in der Hand,; lor er das Bewußtsein und versank in lethargische Nie-
ZennM heiter und voll Hoffnung vor Romeuf, der ihn diesmal dergeschlagenheit. tm H M gleich erkannte, asmus
Der herbeigerufene Arzt, welcher ungeduldig den AuS-
„Freund", rief der Sergeant, „endlich ist Ihnen Ge- gang dieser Szene erwartete, sagte nun zu Bonneville: nk vonU rechtigkeit, völlige glänzende Genugthuung widerfahren! „Sie haben hier eine schöne Kur gemacht! die Freund- .SePtW Hier ist das Bulletin der Schlacht bei Wagram, vom j schuft hat Ihnen einen glücklichen Gedanken eingegeben;
siediM Kaiser diktirt, wie es eben in dem Moniteur erschie« : jetzt ist eS Sache der Wissenschaft Ihr Werk zu vollen-
'nr folW nen ist. Hier, lesen Sie, oder lassen Sie mich lieber den, und ich wage, Ihnen zu versprechen, daß deren Be-
' HH W lesen: „Daß die Schlacht bei Wagram gewonnen wurde, mühungen nicht minder glücklich sein werden als die
Hte am»
fit unW baß die Trophäen dieses TageS so vortheilhaft für Frank- orteten! reich ausgefallen, verdankt man dem Tambour der zwei-
Ihrigen".
; hierW kn Kompagnie deS ersten Garde-Jâger-BataillonS , wel- 4er Sr. Maj. dem Kaiser den Plan zu dieser Schlacht > billl-W geliefert, und sich, nachdem er sich als erfahrener Gene- . eal bewiesen, während des Treffens als unerschrockener r ame-B Soldat gezeigt hat" !
300 Romeuf athmete nicht, während Jener laS; seine glicht W klugen, sein Herz, seine Seele, sein ganzes Wesen war
Person K ie gibt» dann»
I, dem um 1.
Zek
bem Bulletin zugewendet, welches Bonneville in der Hand hielt. Als der Sergeant geendet, rief der arme Wahnsinnige, indem er mit zitternder Hand daS eben aus der Presse kommende, feuchte Papier griff:
„ES ist also wahr! ich bin im Angesichte der Armee als der Sieger von Wagram anerkannt! Ach! Herr Bonneville, welche glückliche Nachricht bringen Sie mir da!... Kelche Freude machen Sie mir!. . . Warum kann ich aicht hundert Leben haben, um sie alle dem Kaiser zu weihen, der mir endlich Gerechtigkeit widerfahren läßt!...
der kleine Korporal verdient wohl, daß man sich für ihn schlägt. Ich verdankte ihm schon das Leben, ... ich werde ihm noch mehr verdanken! ich ... Bah! was sage
Der Arzt tauschte sich nicht. Nach einem erquickenden Schlafe erwachte Romeuf ebenso ruhig, ebenso vernünftig , als vor der Schlacht bei Wagram. Mit Genehmigung des Direktors hatte der Arzt ihn während deS Schlafes in ein Privathans deS Dorfes bringen lassen, damit der Blick deS Genesenden nicht seinen traurigen Unglücksgesâhrlen begegne. Als der Tambour erwachte, sah er vor seinem Bette nur seinen Freund Bonneville und seine Uniform. Er betrachtete diese und sagte zu Bonneville:
„Sergeant, eS kommt mir vor, als habe ich einen sehr Übeln Traum gehabt; Sie haben mich demselben entrissen, dafür danke ich Ihnen: Wir sind jetzt auf Leben und Tod mit einander verbunden! So ist meine Manier, die Sache anzusehen".
X.
Der Kreme! und daS Hospital Aur-Oiseaur.
Der Adler Frankreichs thronte endlich auf den vergoldeten Minarets des Kremel; eine schreckliche Schlacht hatte das heilige Moskau dem Besieger Europas über*