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Belletristisches Beiblatt zur Naffauischen Allgem. Zeitung.

1850. J£ S28.

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(Fortsetzung und Schluß.)

Endlich kam der Tag, wo Harcourt sich entscheiden mußte. Er erhielt zu gleicher Zeit einen Brief von He­lenen und einen Brief der Königin. Die Erstere mel­dete ihm ihre Abreise von Stockholm, und versprach ihm, bis um neun Uhr seiner zu harren , wenn er sie noch in dem Grade liebe, um sie von ihrem Vorhaben zurück zu halten. Die Letztere lud ihn zu einer vertrau« lichen Besprechung über eine wichtige persönliche Ange­legenheit ein. Von der einen Seite vernahm er den letz­ten Ruf der verzweifelten Liebe, auf der andern Seite winlte ihm die seit einem Jahre erwartete Gelegenheit, sein Herz einer eben so drängenden als geheimnißvollen, Leidenschaft zu öffnen. Dort lächelte ihm an dem Bu­sen der bewährten treueu Freundin das reinste, harm­loseste, nicht durch Gewiffensbiffe getrübte Glück ent«

. Hand ihm eine Krone auf das Haupt setze. Beide, die Königin und der Günstling, waren erblaßt, und einige f Augenblicke sprachen nur ihre Blicke zu einander. End­lich ergriff die Königin eine mit ihrem Wappen verzierte Brieftasche, das Zeichen der höchsten Gewalt, die sie zu

! übertragen wünschte, reichte sie dem jungen Manne hin, j und sagt zu ihm:Wollen Sie sie?"

Unter dieser Frage schien, wie sich der Graf aus dem : Lächeln der Königin erklärte, eine andere verborgen zu Zein. Nämlich die: Lieben Sie mich? Erglaubteste zu verstehen, und ließ sich auf ein Knie nieder, um sie i zu beantworten.

Ja, ich liebe Sie," rief er,eben so heiß, wie ich ' Sie verehre und bewundere. Mein Herz gehört Ihnen : allein, und meine Ergebenheit wird Ihrer Gnade glei- ! chen. Ja, ich bin ganz der Ihrige, und nur Sie allein ; werben über mein Dasein gebieten!"

Genug!" unterbrach ihn Christine mit einem Tone,

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gegen; hier erwartete ihn Macht und Ruhm, und alle jene reizenden Gefahren, welche ihm der Thron und das Herz einer großmüthigen Monarchin versprachen. Gleich heftig von der Erinnerung an die Reize einer bescheidenen stillen Vergangenheit, als von den Bildern einer glänzenden und bewegten Zukunft bestürmt, schwankte, schmerzlich ergriffen, der arme Graf. Endlich ließ er die Gräfin abreisen und begab sich zu der Königin.

Als Harcourt angemeldet wurde, befand sich der Mi« Nißer-Rath bei der Königin versammelt. Sie konnte ein Zwistes Schauern nicht unterdrücken, als sie deS Gra- !m Namen nennen hörte, und machte zugleich ein Zei­ten, daß sie mit Harcourt allein zu sein wünsche. Je­der bückte sich ehrfurchtsvoll vor der neuausgehenden Hvssonne, und der Graf zitterte vor innerer Bewegung, fli6 er die eine Hand der Königin an seine Lippen drückte gleichsam als hätte er gefühlt, daß sie mit der andern

der daö Blut in den Adern des Günstlings erstarren machte.

Der Gras versuchte zitternd, sich zu erheben, aber die Königin deutete ihm an, seine Stellung bcizubehalteü.

Endlich!" sagte sie heftig und richtete die Augen fest auf ihr bleiches Opfer,endlich habe ich Sie bis hierher geführt, und jetzt schlägt die Stunde meiner Rache."

Das Gesicht deS jungen Mannes überzog sich mit Blulröthe, stumm erhob er sich, sank aber gleich in einen Lehnstuhl nieder.

O! ich wußte eS wohl, daß Sie mich liebten", fuhr die Königin mit vernichtender Stimme fort;aber ich wollte, daß Sie es mir sagen sollten, wie dies so eben geschehen ist. Jetzt bin ich befriedigt, und ich kann Ihnen von meinetwegen sagen, daß ich Sie verachte."

Ich Unglücklicher!" stammelte Harcourt, vernichtet von dem härtesten Schlage, der ihn jetzt getroffen.