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belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung
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Der Wanderer
1850
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Frau von Brabantane. | „Ich erwarte ihre Befehle".
-velle von Alfred de M e n c i a u x. Das waren die einzigen Nichts sagenden Worte, i die der Herzog vor Ueberraschung hervordringen konnte.
(Fortsetzung.)
Um icine verlorene Sicherheit wieder zu erlangen j von Brabantane fort. „Sie wollen eine neue Thorheit iS"« a!"^ humoristischen Ton, in der Hoffnung, | begehen, wollen Ihre alte Mutter zur Verzweiflung brin- Pam Besten zu ermuthigen. „Gnädige Frau",! gen und wieder nach Afrika gehen"?
b* ., „wie i» mit 1®.»«™.. f*. bmmt hur j .«-"-,-» «“ mich , gnädig- ^u! « » d,n andern zu besehen; Sie scheinen leidend wahr ; °- wir« ein Abmarsch °°rb--°i,--. NN--- Schwa. delbkliH« ^^» ;s oron soll vervollständigt werden, der Befehl des Mar-
U »Ach nein, mein Herr", erwiederte Frau von Bra- , mit sanfter rührender Stimme, „ohne Zweifels
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il! Sie mein Aeußeres dies glauben. 24 bin nicht Astig genug, ich tanze zu viel, das ist 'Alles .
,Ä diesem Falle, .gnädige Frau, gefallen Sie sich Mer Gefahr zu trotzen. Denn wenn mein Gedacht- «ch nicht betrügt, so haben Sie ja noch große Ball-
' drüber ich mich sehr freue, da ich es ja diesem verdanke, daß Sie mir die doppelte Ehre er#
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^n' ^i einem afrikanischen Anzug meinen soldatischen
zu Rathe zu ziehen, während hierbei der Ge- ^ eines Künstlers nach Ihrem eigenen allein com# int wäre",
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»Nein, Herzog, ich habe eS ausgegeben, ich gehe auf diesen vermeintlichen Ball", antwortete die '»k Frau mit Anstrengung. Hierauf schwieg sie, er« E eine kleine Zange und begann in den Kohlen zu
^r tivi ane kleine Zange und begann in den Kohlen zu diesesMW indem sie die Gluth ungeduldig aus einander
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»3ch muß es Ihnen wohl gestehen" , sagte sie nach Wiesen sichtbarer Verlegenheit, „daS algierische Ko- " ^«t nur ein Vorwand, ich wollte, ich mußte Sie le Verzug sprechen, ausführlich und freimüthig. Auf Ball rvâr' es unmöglich gewesen; deßhalb ersuchte W zu mir zu kommen".
„Reden wir frei, Herr von Lairville"! fuhr Frau
schallS ruft mich, die Ehre macht es mir zur Pflicht".—
„Dem ist nicht so" ! rief Frau von Brabantane mit entschiedenem Tone. „Ihre Entlassung ist angenommen, mein Schwager, der Freund deS Ministers, sagte es mir vor vierzehn Tagen".
„Nun wohl, es ist so, ich gestehe eS; aber was nicht minder wahr isi, ich reise doch nach Afrika, verlasse Frankreich, wo Nichts mich zurückhâlt".
„Haben Sie auch die Folgen eines solchen Entschlusses erwogen, Herr von Lairville"? fragte die junge Frau mit strengem und kaltem Blick.
„Vollkommen, gnädige Frau; wir sind nicht verur- theilt, ewig zu leben".
„Aber wissen Sie, Herzog, ob Sie das Recht zu sterben haben" ?
Diese kraftvollen Worte warfen einen Freudenstrahl in Lairville's Augen; was er hörte, war es nicht ein halbes Geständniß?
Frau von Brabantane fuhr fort: „Ich habe jetzt den Muth, Ihnen Alles zu sagen. Schon einmal, Herr von Lairville, gingen Sie fort, und setzten damit eine Frau den unwürdigsten Verleumdungen aus. Gott sei Dank, der Himmel hatte Ihr Leben erhalten und mich vor den Beschuldigungen der Welt bewahrt, die unaus- hörlich auf mich gefallen waren. Was hatte ich verbro-