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Der Wanderer.
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AMtriMches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. „
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1850. — M 204.
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D"M Frau von Brabantane.
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(Fortsetzung.)
Heinrich verstand sogleich, welchen Vortheil er von Waffen ziehen konnte, die ihm der Feind selbst in
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âütt That, gnädige Frau," seufzte er, „ich leide
iM Hebel, daS ich für unheilbar halte."
Neilbar, mein Herr? Ich verzweifle nicht, wie M der Weisheit unserer berühmten medizinischen
!ch zweifle eben so wenig, wie Sie, gnädige Frau, Weisheit unserer Aerzte , denn an unserer Fakultät ’, heißt noch halb an sie glauben; ich glaube aber 1 sie, also kann ich auch nicht an ihrer Weisheit ^-Glücklicherweise kenn' ich ein Mittel, mich ihren Öligen zu entziehen; die heißen Länder sind mir $; ich kehre nach Afrika zurück."
' diesen Worten warf die junge Frau einen bei» Wen Blick auf Lairville, schlug dann die Augen Ad schwieg einen Augenblick. Endlich nachdem sie Wenig erholt hatte, warf sie den Kovf zurück nud W einer meisterhaft verstellten Gleichgültigkeit: Herzog, da Sie entschlossen sind, uns so bald Wnicart zu entziehen, so erlauben Sie wohl, 'wenigstens so lange noch Ihre Hülfe in Anspruch Tie, der Sie Afrika so genau kennen, können d'ß bei einem afrikanischen Kostüm, das ich auf E des englischen Gesandten tragen will, guten "heilen. Haben Sie die Güte, morgen zu mir zu '■ 3$ erwarte Sie, wenn Sie nichts Besseres zu »«n.» um 2 Uh-."
I Ne zu Ihrem Befehl, gnädige Feau," sagte e' ^ lief verneigend.
Diesen Abend machte Montbryon keinen Vorschlag zu zu einem Trauerflor; im Gegentheil sprach man davon, sein Haus mit bunten Lampen zu illuminiren.
Der Herzog verlor sich nicht weniger in eiteln Muthmaßungen. Was bedeutete diese morgendliche Einladung, eine Einladung die mit lauter Stimme in Gegenwart der alten Baronin von Brabantane gemacht wurde, der Schwägerin des verstorbenen Generals , deren Haus die junge Wittwe bewohnte. Was sollte er glauben? War der Augenblick seines Triumphes gekommen? War diese Aufregung keine Komödie? Hatte er den rechte Fleck getroffen? War er geliebt? Over hatte seine erfahrene Geg, nerin nur ein neues artiges Kunststückchen aufgeführt? Wie dem auch sein mochte (und er hütete sich wohl, diesen Umstand seinen lustigen und skeptischen Genossen einzugestehen) — Frau von Brabanlane's Blick, wahr oder gespielt, hatte sein Herz aufgestört, er hatte eine Erregung zurückgelassen, die freilich vorübergehend war, aber der er sich doch nicht erwehren konnte. Seit einem Monat zum ersten Mal kam ihm der Gedanke, diese Frau könne ihn wahrhaft lieben, und sein Betragen gegen Sie sei un, würdig, verwerflich. Aber die Erinnerung an die Vergangenheit entgegnete ihm bald, es sei unmöglich, und die Stimmen seiner Freunde genügten, alle seine Bedenken sogleich zu ersticken. Er schloß damit, seine Schwäche bitter zu belachen.
Den andern Tag um zwei Uhr Hielt ein Wagen mit zwei Vollblutpferden von ausgezeichneter Schönheit vor dem Thore des Hotel Brabantane. Der Herzog v. Lairville, in eleganter Morgentoilette, stieg aus. Er war noch bleicher, als gestern, und selbst etwas Aufregung schien sich in seiner Haltung zu verrathen. Frau v. Brabantane bewohnte allein Vie untere Etage. Ihre Schwägerin, die sie zärtlich liebte, hatte ihr ein reizendes Gemach entrichten lassen, ein anserleseues Nest von