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3 Der Wanderer.

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«Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung,

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1850. M 177

Linz â Edelmann und Bauer. rnLhâ Novelle nach A. Achard.

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(Fortsetzung.)

DodÄ Die fünf Kammeraden des Stellmachers sahen sich so r on, aber Keiner rührte sich.

' dikWMachen wir doch nicht so groß Geschrei um einige ' Paar Brode, die wir von den Schloßleuten verlangen wollen"! erwiederte der Wagner.Aber Du, der Du hochtrabend sprichst, was thust Du denn, wenn Du, ^lwaè Dir ziemlich häufig passirt, Hirsche tobtest, die dem legenhKinig gehören" ?

«'j »Wenn ich das thue, so thue ich Unrecht".

An gut, so wollen wir auch Unrecht thun! Laß .j^Jun6 *^**cn' so sind wir quitt"! Die Freunde des Stcll- [ ein^lhers fingen an zu lachen.

UhiM »Er nimmt das Fleisch", sagte Einer,wir nehmen !llde!. das Brod; jeder nach seinem Geschmack". Das Wort '. *m ganzen Haufen ein großes Gelächter.

l'ewiè^ â"ug" , sagte der Wagner,Du willst daS nicht dieÄ^ man Dir vorschlägt: das Recht hat Jever. Nur btt Äst Du Nichts von dem sagen, waS man Dir vertraut s^^MWillst Du's nicht mit unS halten, so sollst Du'S ^"^'SstenS auch nicht mit ihnen halten"!

] angÄ "^a"' schrie einer der Kameraden,Johann muß auöâ schworen, Nichts zu verrathen"!

nhaltM »Ja, ja, er muß schwören,,! schrien die Andern.

. »sind wenn ich nicht schwöre"? sagte Johann.

$'e Gegner sahen sich zögernd an.

»Dann", sagte der Kühnste,werden wir Dich da- * iwingen",

k »®itst Du Der sein"? erwiederte der Wildschütz, ^ versuche eS einmal"! Und seine Flinte gegen einen b" lehnend stellte er sich mit gekreuzten Armen vor Schwätzer. Die große Gestalt deö Nimrod machte

den Arbeiter doch stutzig; er schwieg und schlug vor Jo, Hann's Blick die Augen nieder.

Hört, guten Freunde"! fuhr dieser fort;Ihr seid Eurer Fünf, aber ich habe zwei Hände, die für zehn gel, ten; haltet Euch ruhig, ich rathe eS Euch".

Nun, waS giebt eS denn", sagte der Stellmacher, der den Unterhändler spielte,muß man sich gleich schla­gen , wenn man nicht Einer Meinung ist? Johann wird Nichts gegen seine Freunde unternehmen, Jeder geht seinen Weg. Und überhaupt scheint ja die Sonne für Jeden".

Diese Rede, die gar Nichts sagte, bewies nur, daß der Stellmacher das Gespräch abbrechen wollte. Man trennte sich, ohne noch ein Wort hinzuzufügen.

Während dieser Unterhandlung war die Nacht herein- gebrochen. Die Gegenstände schwammen in der ungewiss sen Dunkelheit, die mit ihren durchsichtigen Schleiern Felsen, Haide und Wald bedeckte. Johann hörte noch einige Minuten die Schritte der Bande, die auf ben.Kie- seln des AngerS schallten und sich bald in der Nacht ver­loren.Es ist klar", sagte Johann mit halber Stimme, daß sie Furcht haben, und gern ein muthigeS Herz und einen tapfern Arm an ihrer Spitze hätten"! Nach einer Weile stummer Betrachtung dachte Johann daran, in einer Köhlerhütte, wo er schon oft die Nacht zubrachte, einzukehren.Sie haben den Trieb zum Bösen", sagte er zu sich,aber sie haben nicht die Kraft dazu. Hunde, die bellen, beißen nicht"!

Er mochte eine Viertelstunde im Wald seinen Wess fortgesetzt haben, als Wolf plötzlich still stand, die Luft schnoperte und im Augenblick bellend fortlicf.Hier, Wolf, hier"! rief der Wildschütz. Kaum hatte er dies gesagt, als ein Blitz den Waldsaum streifte und sein Knall die Stille unterbrach. Die Kugel zerbrach einen Eichenzweig und schlug platt an Johann's Flintenkolben.