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Der Wanderer
Messtisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung
1850
Edelmann und Bauer.
Novelle nach A. A ch a r d.
(Fortsetzung.)
I Inmitten solcher Volksaufregung, die sich durch's Mt> verbreitet, wie sich auf einem See durch einen Cteinwurf Wasserwirbel erzeugen, schreiten dann Män
ner mit Unstern Gesichtern, Männer, die immer in Zei- lraf-lVii der Bewegung und der Bürgerkriege auftauchen, und '^Wk^Eüther verbittern, die schon gereizt genug sind. ^Verleumdungen werden gesâet, Uebertreibungen zwischen- ste, riefen; blinder Haß geht in den Herzen der Land- nbortWte als wucherndes Unkraut auf. Der Neid, immer selbe in^er Tiefe lauernd, tritt offenkundig heraus; man ' span nicht Verwünschungen gegen die großen Pächter ^â«d die Besitzenden, beschuldigt sie alles Uebels, stößt genvW^ngen gegen sie aus. Unermeßliche Haufen Land- die sich unaufhörlich vergrößern, verbreiten Un-
M in den Pachthöfen und Weilern. Man hat Karren Mder Straße angehalten, Mühlen zerstört und Feuer ueulM^"reidc geworfen. Das Wort Hungersnoth kehrt cheiiWtr wie eine dunkle Todtenglocke in den Abendgesprä- >alid!M wieder und beunruhigt die gelassensten Seelen. Die ist da, aber Furcht und Angst steigert sie bis zur Wichen Höhe. Und wie es immer in großen Nöthen man beschuldigt die Menschen, wo die Elemente hOir "buchen begingen. Die Reichsten sind dann die daß gk"tafwmdigsten; der Haß macht sie für Aller Leiden s Sonderbarer Weise aber sind eS nicht eiibklâ sehnigen, die am meisten leiden, welche sich am laute#
1 beklagen. Wenn die Gesellschaft in ihren Grund, NE" to8nft, erheben sich schlechte Leidenschaften auf allen Wen, wie Stürme, die während eines Erdbebens aus Voden bersten. Es ist günstige Zeit für niedere heimliche Ränke und verborgene Feindschaften;
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der Aufruhr hat seine Führer, und während er die Thü- ren der Bäckereien erbricht, nach Brod schreiend, werfen die wüthendsten der Empörer, von Branntwein trunken, mitten in der Hungersnolh Säcke voll Mehl in den Fluß. Unter denen, die das Feuer am meisten schüren, sind kleine eifersüchtige Besitzer, die die reicheren erschrecken wollen, Dorfkrämer und Handwerker, denen Nichts fehlt als der Lurus. Diese rufen Plünderung und Brand zu Hülfe. Ihre Hoffnung geht nicht just bis zur Theilung der Güter, aber sie geht gewiß bis zur Möglichkeit, einige Morgen Landes von einer großen Domaine loS- zureißen und um einen Spottpreis zu kaufen.
An den Ufern der Loire, zwischen Tour und BloiS, in jenen glücklichen Gegenden, die für den Frieden gemacht schienen, war die Aufwallung allgemein. Alle Gewohnheiten waren wie von einem Schlage gelähmt. Die man bisher verehrt hatte, verachtete man; Haß und Neid traten an die Stelle früherer Bewunderung. Alle niedrigen Gefühle kamen an den Tag, eS gab keine Liebe, keine Dankbarkeit, keine Rechtlichkeit mehr. Der Zorn gährte, der Aufruhr wuchs, erbitterte Szenen häuften sich von Tage zu Tage.
Johann lebte in den Wäldern ganz einsam. Er schoß Wild, so viel er zu seinem Unterhalt brauchte, mischte sich aber nie in das Geschrei, den Tumult und die Zusammenkünfte der Dorfschaften; der Ruf seiner Stärke und seines Muthes war dadurch keineswegs gefährdet. Eines Abends beim Sonnenuntergang, als er sich in einer Wgldlichtung befand, kam ein Trupp Men, schen auf ihn zu. Wolf warf sich nach seiner Gewohnheit voran, seinen Herrn zu decken, hob den Kopf in die Höhe und zeigte sein Gebiß.
„Ruf Deinem Hund zu, wenn Du willst, daß man mit Dir reden soll" ! rief ihm einer der Männer zu, seinem Stand nach ein Stellmacher, gelegentlich aber auch