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Der Wanderer
^Mlletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allqem. Zeitung,
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1850. — M m.
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[i4 ” J Edelmann und Bauer, ^l Novelle nach A. Achard.
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In (Fortsetzung.)
RlW Noch denselben Abend setzten sich die Gensd'armen ^äugW Bewegung. Klaudius führte sie; seine Kenntniß der rdthH^bgend befähigte ihn dazu. Heimlich bewegte ihn auch S mir” Wunsch, Johann in seinem Versteck aufzuscheuchen, rgeeiWnen Zusammenhang mit den Wilddieben auSzuforschen, welM" einzufangen oder wenigstens zu nöthigen, die Gegend dattW verlassen. Klaudius wußte zu gut, daß KlärchenS, g ^lstines WeibeS Herz, noch immer heimlich dem wilden Wimod, wie er den Bruder nannte, zugethan war. Er Mst aber, der sich für einen guten Abel hielt, wollte er Bruder vielleicht zum Kain werden?
Drei, vier Wilddiebe waren eingefangen; die Ver-
WM, durch diesen Erfolg ermuthigt, verdoppelten ihre a aniWâligkeil. In ihren Schlupfwinkeln aufgescheucht, in uch Erwerb gestört, aber durch die Gefangennahme mer Gefährten zur Rache getrieben, zogen sich die Ver- langsam zurück, schossen aber, wie die Partei auf derW ^Iu^t' ^us dem Gebüsch hinter sich ihre Büchsen ab. tcinkW "ster Schuß fiel, zwei, drei andere folgten, ein GenS- beit,^MA bekam Schrot in den Arm, einem andern durch, âsW"te eine Kugel den Hut. Dies war das Signal zum^ Xi®'^ Angriff; der ganze Wald hallte wieder vom erssW^^ienseuer.
-ken^ Johann hielt treulich das Wort, das er seinem Va< tungs^ âkgeben hatte. Er vermied das Gefecht; aber der
^ar umzingelt; eS kam darauf an, ob man ihn Rudel der Wilddiebe fangen, ihn zur Nothwehr zwin«
»« ^"de. Allgemein bezeichnete man ihn als den Füh- I & bct Dube, obschon er nicht eigentlich zu ihnen ge, ^â/' ^u ihrem Handwerk nicht bekannte, was er zum und aus böser Laune getrieben, konnte jetzt ver.
I hängnißvoll für ihn werden. Jedenfalls wollte Johann ' daS Zusammentreffen mit dem Bruder vermeiden.
Der Hinterhalt war geschickt gelegt. Die Gensd'armen mit der Muskete in der Faust bewachten alle Ausgänge, es war keine Flucht mehr möglich als auf der Seite nach der Zwergerhaide, deren äußerste Spitze die ; lichte Waldstelle berührte, auf der Herrn von Puiseur'S I Pferd getödtet war.
Dort erwartete KlaudiuS die Flüchtlinge. Sobald sie sich am Saume des Waldes zeigten, verstreut und wie ein Zug Rebhühner aufgeschcucht, kam ein Trupp reitender Gensd'armen hinter den Zwergsteinen hervor und griff die Fliehenden an. Alle warfen sich der Waldlichtung zu.
ES handelte sich jetzt nur darum, ob die Gensd'armen oder die Wilddiebe zuerst den Abgrund erreichten, der für Pferde unzugänglich, für Menschen lebensgefährlich zu pas, siren war. Die Gensd'armen schlossen bereits einen Halbkreis um die Lichtung.
Johann vertraute feiner Gewandtheit und richtete seinen Lauf gerade dem Abgrund zu. Eben wollte er auf die Gefahr hin, den Hals zu brechen, hinunterfprin, gen, als ihn ein neugieriger Wunsch dazu trieb, sich zu verstecken, um zu sehen, wie die Verfolgung enden würde. Er ließ seine Büchse in einen Dornenstrauch gleiten unt> stieß einen Stein hinunter, der biö in die Tiefe deö Abgrunds rollte. Während dessen Gepolter die Wachen glauben machte, er habe den Sprung gewagt, duckte er sich in den hohlen Stamm eines großen Baumes dessen Wurzeln sich bis zur Rückseite des Abgrunds erstreckten.
Klaudius kam zuerst an und faßte, die Büchse in der Hand, auf einem Felsstück Posto, das weit vorgestreckt lag, so daß er von da auS den Schauplatz übersah. Die Wilddiebe krochen auf dem Bauch zwischen den Steinen die Schluft hinunter. „Hier, hier! Feuer, Feuer!" kom-