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belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem
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1850
â 161
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Edelmann und Bauer
Novelle nach A. Acha
(Fortsetzung.)
Als sie die bevorstehende Heirat!) des Fräuleins von
SâGâme erfahren hatte, fühlte sich Klärchen von einer s SHoßen Bewegung ergriffen, oder vielmehr sie wurde über
ElwvaS recht ärgerlich. Es schien ihr, sie habe auch das er
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ter, sich zu versagen; sie war ja 17 Jahre alt. Jeder r einig, sie hübsch zu finden, und Johann mußte einen
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iStaiRt schlechten Geschmack haben, wenn er gar Nichts da-
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SänWi bemerken wollte. Vom Aerger kam sie in die Hitze, iirenkWte ihre Hände in die Taschen, und mit gerunzelten anti ”
)lg!^ bald!
Mgenbrauen wie eine Königin >m Trauerspiel lief sie |r «in Stück Spiegel, das eine vergessene Lampe in
t irgWer Ecke beleuchtete. Der Anblick ihres Gesichts , für
DiesW Staffage einer Landschaft wie ausgesucht, machte sie vidlEfhen, und lachend zeigte sie im Spiegel eine doppelte
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tihe von Zähnen, die wie auS Elfenbein gemeißelt ten. Diese Entdeckung beschleunigte ihren Entschluß; glättete mit ihren runden Fingern ihr kastanienbraunes
laar, ordnete ihr Halstuch, rückte unmuthig ihren Kopf- tüü'Gb zurecht und ging in den Hof hinab, fest entichlosien,
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Der Pächter ging auf der Seite mit kummervollem l"litz auf und ab; er fühlte sich einsam, ein großes
vaiBN" w auf und ab; er fühlte sich einsam, ein großes >e. brannte in der Küche und ließ einen ungeheuern lat 8"schtvpf brodeln, in welchem das Essen für den ganzen kochte. Die Arbeiter saßen um den Heerd her- ' ""^ warteten, daß aufgetragen würde. Der Lärm $ seihte aufgrhbrt.
Der Weg, den Peter Guillard kam und ging, war durch den Wiederschein dieses großen Feuers ®r sich nicht aus, als wenn er an's Abendbrod und man sah seinen schwarzen Schattenriß bald
sich in der Dunkelheit verlieren, bald wieder im Bereich des Lichts auftauchen. Klärchen lief auf ihn zu, pflanzte sich kühn mitten in diesen Lichlstreif, das Gesicht gegen daS Feuer gewendet, das durch daS offene Fenster leuchtete, und die Stirn gehoben, und fest auf ihren kleinen Füßen stehend, roth wie ein Franzapsel, in den Wangen Grübchen, die ein unmerkliches Lächeln verriethen ; so hielt sie den Pächter an.
„Sehen Sie mich mal an"! sagte sie stürmisch.
„WaS soll ich Dich ausehen; bemerke ich Dich etwa nicht"? antwortete der Pächter, den KlârchenS Mienenspiel etwas betroffen machte.
„Das ist einerlei, Sie sollen mich ansehen"! wieder- holte das Mädchen.
„Nun und dann"?
„Wie finden Sie mich, Herr Peter" ?
„Hübsch wie daS hübscheste Landmädchen! Man kann Dir das sagen, weil Du nicht gefallsüchtig bist, wie so viele, die den Burschen den Kopf verdrehen".
„Also Sie finden auch, daß man nicht allzu Unglück, lich wäre, wenn man mich heirathete"? rief Klärchen, die immer vor dem Pächter stehen blieb mit der entschlossenen Miene eines jungen KampfhahnS.
„Unglücklfch? Wenn ich zwanzig Jahr alt wâre„ wollte ich keine andere Fran als Dich! Du bist brav".
„Das ist wahr".
„Du hast ein gutes Herz".
„Zu gut. Ich konnte durch'S Feuer gehen für Un-- dankbare, die mich nicht einmal anfehen".
„Du bist thätig und arbeitest mit Deinen zehn Fingern wie eine Fee".
„Da Sie so von mir denken, würden Sie eS wohl zugeben, wenn ich Ihre Schwiegertochter werden wollte?"
„Du weißt, daß das immer mein Wunsch war, kleiner Schlaukopf".