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Der Wanderer
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^ Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung
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42,1
1850
^ 160
Edelmann und Bauer.
Novelle nach A. Achard.
wer» nette, eschil- Hayti
Lor gelten enorm
(Fortsetzung.)
Herr von Fontaine, der sie als geschickte Reiterin
? tonnte, ließ sie gewähren; ein Sah entzog sie seinen Blicken. Bekkha, einmal im Galopp, wollte am Nußholz vorbei, als ihr Pferd einen so gefährlichen Seitensprung that, daß eS ihrer ganzen Kunst und Gewandt-
sheit bedurfte um sich im Sattel zu erhalten. Sie zügelte ^Hhr Pferd, daS sich schleunig zur Seite wenden wollte, zwang es, auf dem Platz zu bleiben, und sah nach den Bäumen hin, vor denen eS scheute.
Am Saume des finstern Schattens, der sich auf die Ebene verbreitete, stand ein Mann mit beiden Händen auf seinen Flintenlauf gestützt. Bertha erkannte ihn und
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zitterte. Es war Johann. Der große rothe Hund bellte
hnuiiM'lterte. Es war Johann. tyer große rothe Hund Deute elchsauMleise vor sich hin, die Schnauze zwischen die Pfoten ge-
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.steckt. Bertha hielt auf Johanns Seite ihr Pferd an.
»Was thun sie hier zu dieser Stunde"? sagte sie
und
Sie
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zwang sich, ihre Stimme zu befestigen.
»Ich"? erwiederte Johann, ich erwartete Sie, mit Herrn von Puiseur vorbeireiten zu sehen". Bertha sah forschend dem Jäger ins Gesicht,
um
^Mjwei oder drei Schritte aus dem schwarzen Strich ' .'MBaumschattenS getreten war.
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„ Er war bleich wie
Todter. Als er den Kopf nach der Seire hin wandte,
■Wo der Vater und der Bräutigam des Fräuleins her- Ukamen, hatte sein Blick einen solch rührenden und zugleich Zucht ^schrecklichen Ausdruck, daß Bertha entschlossen ihr Pferd _______ -^ouf ihn zulenkte.
loczek.
»Johann", sagte sie D, auf den Hass ihres Thieres gelehnt, „ich muß Sie sprechen, kommen Sie morgen Mittag nach der Zwergenwiese".
„Ich komme", sagte Johann.
Fräulein von Fontaine ließ ihrem Pferde die Ziegel schießen nnd verschwand in die Nacht Hienein. Johann und sein Hund kehrten in die Schatten der Nußbäume zurück; Herr von Fontaine ritt mit Herrn von Puiseur zurück; ihre Diener folgten ihnen und Alles versank in geheimnißvolle Sille. —
Eine Stunde nach diesem Gespräch tratt ein Mann durch das Thor des Pachthofes, den daS Schweigender Nacht umgab. DaS Abendbrod war vorbei, alle Arbeiter hatten sich zurückgezogen und schliefen. Als er bei der äußern Thüre war, kehrte Johann, den er war es, um, und blieb einige Augenblicke unbeweglich stehen, die Augen auf die leuchtenden Punkte von Roche-blanche gerichtet; dann ging er in den Hof, erreichte eine Scheune legte sich auf einige Strohbündel und schlief ein. Der große rothe Hund legte sich zu Füßen seines Herrn und folgte seinem Beispiel.
Dieser Scheune gegenüber, hinter einem mit weißen Vorhängen gezierten Fenster, brannte eine Lampe vor einem großen Bilde der heiligen Jungfrau; zu deren Füßen kniete betend eine junge Bäuerin. Es war Klärchen, die für Johann betete. — Klärchen war eine von den ungekünstelten und glücklichen Naturen, Die noch Befriedigung in sich tragen. DaS blühende Lächeln ihres Mundes, die Heiterkeit, die ihr auS den Augen leuchtete, erweckte ungesucht in Jedem, der sie sah, gleiche Empfindungen. Der Refrain irgend eineS ländlichen Liedes schwebte ihr immer auf den Lippen, Die die Farbe einer blühenden Granate hatten. Thätig, beweglich, zu Allem fertig, frisch und hübsch wie ein Tausendschön, stand sie mit den Lerchen auf und man hörte ihre Stimme lachen und trällern bis zur Abenddämmerung. Jeder im Pachthof liebte sie und betrachtete sie wie das Kind vom Hause, wiewohl sie kaum die Großnichte vom Pächter Peter Guillard war und noch in ihrer Art und Weise