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Der Wanderer.

Belletristisches Beiblatt zur

. Zeitung.

1850. JV» 116.

Arthur Wendennis.

(Fortsetzung.)

Zswölftes Kapitel.

In welchem eine Ausforderung auf Pistolen erfolgt.

Der Major kam von seiner Zusammenkunft mit dem Kapitän in solch einem Zustande angesammelter Wuth zurück, daß es geradezu schrecklich war, sich ihm auch *hur zu nähern.Dieser unverschämte Lump", dachte er, wagt es, mir zu drohen! Untersteht sich's, von seiner Erlaubniß zu schwatzen, die er zur Verheirathung seiner verdammten Costigans mit den Pendennissen geben will! Will mirne Ausforderung schicken! Wenn der Kerl irgend Jemand zum Kartellträger kriegen kann, der etwas nach einem anständigen Menschen aussteht, so hab' ich die größte Lust von der Welt, ihn nicht vom Platze weggehen zu lassen. Schauderhaft! was sollten die Leute sagen, wenn ich mit einem versoffenen Prahlhanns loSgehen wollte, wegen eines Zanks über eine Schauspielerin, die in einer Scheune ihre Kunststücke macht"!

So kam's denn, als der Major den Doktor Port­man sah, welcher sich ängstlich nach dem AuSgange des Kampfes mit dem Drachen erkundigte, baß Mr. Pen- dennis den Geistlichen von dem großthuerischen Beneh- men des Generals nicht in Kenntniß setzte, sondern nur bemerkte, daß die Sachen sehr übel ständen, höchst unan­genehm verwickelt und noch nicht im Entferntesten beige­legt wären.

Er verpflichtete sodann den Doktor und die MrS. Portman, über die Angelegenheit zu Faireaks nichts zu sagen und kehrte in sein Hotel zurück, wo er seine Bos­heit an Mr. Morgan, seinem Kammerdiener abkühlte, indem er mitDamm michs und Hol michS die Treppe 'nauf und 'nunter raste", wie dieser Gentleman sich dar­

über gegen Mr. Fokers Bedienten aussprach, in dessen Gesellschaft er diesen Nachmittag im Domestikenzimmer deS George sein Essen einnahm.

Der Bediente trug die Nachricht seinem Herrn zu, und Mr. Foker, der um diese Zeit d. h. um zwei Uhr Nachmittags mit seinem Frühstück fertig gewor­den war, erinnerte sich, daß er ein Interesse daran habe, das Resultat der Unterredung zwischen seinen beiden Freunden zu erforschen, und nachdem er sich nach der Nummer vom Zimmer des Majors erkundigt, ging er in seinem Brokat-Schlafrock hinüber und pochte an.

Major Pendennis hatte ein Geschäft in Betreff. ineS Pachtkontrakts der Wittwe, über welchen er den alten Mr. Tatham, den Advokaten, zu befragen wünschte, der die Geschäfte seines Bruders besorgt hatte und zu Clave­ring ein Zweigbureau hielt.

Dieser Gentleman und sein Klient waren jetzt in Berathung, als Mr. Foker in seinem prachtvollen Schlaf­rock und seinem gestickten Hauskâppchen sich an Major Pendennis' Thür zeigte.

AlS er den Major mit Papieren und rothen Bänd­chen beschâft und neben ihm einen alten Mann mit einem weißen Kopfe sah, war der bescheidene Jüngling dafür, sich zurückzuziehen und sagte:Oh, Sie sind fleißig komme schon ein ander Mal wieder".

Aber Mr. Pendennis lag daran, ihn zu sprechen, und so bat er ihn mit einem Lächeln, einzutreten, wor­auf Mr. Foker den gestickten Turban oder Fez (es war von der Hand der zärtlichsten der Mütter) abnahm und herzutrat, indem er sich gegen die Herren verbeugte und ihnen holdselig zulächelte. Mr. Tatham hatte nie zuvor eine so glänzende Erscheinung erblickt, als diesen brokadirten Jüngling, welcher sich in einen Armstuhl setzte, seine karmoisinrothen Schöße auseinander schlug und mit einer ungemein freundlichen und ungenirten