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er kratzte sich blos den Kopf, machte linköum und schritt verächtlich von dannen. Ein anvermal waren die Rei­fenden Zeugen einer sehr bequemen Fortbewegungsme- thode. Auf einem siebenhundert Fuß hohen Eisberge saß ein Bär, welcher auf seine Schinken sich nieder­kauernd und dann mit den Vordertatzen sehr umsichtig sich steuernd mit rapidester Geschwindigkeit zu Thal fuhr. Sir James kam nach vierzigtägiger Abwesenheit, fast ohne Proviant wieder bei den Schiffen an, wo er bei. nahe schon verloren gegeben wurde. Man empfing ihn und seine Gefährten mit lautem Jubel.

Im Juni begann man mit dem Aufeisen, aber erst am 28. August erreichten die Schiffe mit unsäglicher Mühe freies Fahrwasser. Sie segelten nun nordwärts auf Melville-Eiland zu, am 1. September aber fanden sie sich plötzlich bei stürmischem Nordwinde ganz von Treibeis eingeschlossen und trieben nun vollkommen hülf- los, in steter Gefahr, vierundzwanzig Tage lang zwischen den Schollen. Endlich am 25. September gelang eS ihnen aus dem Eis loszukommen und die beiden Schiffe begrüßten sich mit lautem Hurrah, als sie dem nahen Untergange so glücklich entronnen waren. Von nun an segelten sie südwärts und gelangten ohne Unfall am 3. November nach England.

DaS Resultat der außerordentlichen Anstrengungen, durch welche diese merkwürdige Erpedition möglich ge­macht wurde, hat freilich den Hoffnungen nicht ent­sprochen, mit welchen Sir James Roß von England ab­segelte. Man hat von der verschollenen Expedition Frank- lin'S keine Spur gefunden; allein ganz ohne Ergebniß ist das gefahrvolle und preiswürdige Unternehmen darum doch nicht geblieben. Einmal hat es die Gewißheit ge­liefert, daß an der Ostseite des Polarmeeres, welche Roß auf das genaueste durchforscht hat, bis jetzt von Franklin noch kein Versuch zur Rückkehr gemacht worden ist; eine Gewißheit, welche zu der Hoffnung berechtigt, daß der kühne Seefahrer noch irgendwo westlich von der be­zeichneten Region mit seinen Schiffen sich befindet. Und dann ist wenigstens die beruhigende Ueberzeugung ge­wonnen, daß alles, was in Menschenkräften steht, auf­geboten worden ist, um ihm die Rückkehr auch an der Ostseite der arktischen Gewässer zu erleichtern. Eine Un­zahl von Buchten und Vorgebirgen der unwirthbaren Küste ist von Sir James Roß und seinen Leuten besucht worden und an allen diesen Punkten sind bedeutende Magazine von Kohlen und Lebensmitteln zurückgelassen worden. In Port Leopold hat Sir James sogar ein vollständiges hölzernes Haus ausrichten lassen, dasselbe mit Proviant und Kohlen auf ein Jahr angefüllt und daneben die mit einer Dampfmaschine ausgerüstete Scha­luppe seines Schiffes zurückgelaffen, welche groß genug

ist, um Franklins gestimmte Mannschaft nach den nächsten bewohnten Häfen zu bringen.

Wünsche für erweiterte Wirksamkeit der Gesellschaft von Freunden bildender Kunst im Herzogthum Nassau.

Bon einem Kunst- und Geschichts-Freunde.

(Schluß.)

Wenn sich die angeregten Verhältnisse regeln ließen, was leicht geschehen kann, sobald nur von allen Seiten klare-Einsicht der Zwecke und fester, redlicher Wille und Gemeinsinn zu ihrer gleichmäßig geordneten Förderung herrscht; so wirb auch die baare alljährliche Unterstütz­ung, welche der historische Verein bisher aus der Lan­dessteuerkasse cn bloc und im vorausgesetzten Vertrauen zu anderweitiger gehöriger Vertheilung und Verwendung für alle seine, aber in sich verschiedene, Zwecke erhielt, neben den Beiträgen der Mitglieder als hinreichend er­scheinen können. Der historische Verein erhielt nämlich in den 12 Jahren 18381849 aus der Landessteuerkasse allein zusammen 11,000 fl. (schreibe Eilftausend Gulden), also alljährlich regelmäßig fast 1000 fl. Seit dem Pro­tokolle vom I. 1842, wie oben nachgewiesen wurde, er­schien von diesem Vereine keine gedruckte Nachricht. Die willkürliche Einladung zu den Generalversammlungen, welche 1846, 1848 und 1849 statutenwidrig ganz aus­gesetzt wurden, erreicht nie die auswärtigen Mitglieder zeitig genug, und schneidet ihnen daher alle Gelegenheit ab, dazu zu erscheinen, wie S. 9 f. derVorschläge" genau nachgewiesen wird. Jene Protokolle enthalten aber auch sehr selten eine Angabe über die Verwendung der Gelder, und so erfahren die entfernteren Mitglieder davon im Laufe der Zeit gar Nichts, die bei General­versammlungen anwesenden haben aber keine Zeit, die vorgelegten Rechnungen einzusehen und, worauf es eben ankommt, die Vertheilung der Verwendungen nach den verschiedenen Zwecken, in wenigen Minuten kennen zu lernen. Der Kunstverein, was seine gedruckten Jahres­berichte zeigen, handelt nach ganz andern Grundsätzen der Offenheit und größten Spezialität, wie es für alle Vereine moralische Pflicht ist und sogar die Klugheit anräth.

Die gegenwärtigen Vorschläge und Wünsche, welche einzig und allein aus Liebe zur Sache fließen und nur aus geregelte Arbeiten zur Erreichung der ausgesprochenen oder naheliegenden Vereinszwecke gerichtet sind, werden hierdurch der Oeffentlichkeit übergeben, absichtlich ohne Namen ihres Verfassers, um sie von jedem Scheine einer Persönlichkeit fern zu halten, und nur die entwickelten