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Der Wanderer.

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BelletrWchcs Beiblatt zur Naffauischcu Alldem. Zeitung.

1849. .1" 234.

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A Die Circassierin.

Geschichte auS .der Zeit der Regentschaft.

(Fortsetzung)

Die Parabere war in ihrem Schrecken über die au^ gestandenen Gefahren nach Paris zurückgekehrt. Bevor sie in den Wagen stieg, der sie nach Paris zurückbringen sollte, hatte sie Aydie und ihrer Rivalin ewige Freund­schaft gelobt, da sie von deren Unglück und Ergebung lebhaft gerührt worden.

Was Die anlangt, welche FerriolS Flucht endlich von ihrer langen Knechtschaft befreite, so hatte Aydie ihr einen Zufluchtsort zu Roskoff erwählt, während seine Pflicht ihn nach Nantes rief. Dort lebte sie wieder in Ruhe und Freiheit, ohne daß die unversöhnliche Gestalt FerriolS in ihren Träumen erschien.

Aydie wollte Aissa mit sich nach Paris nehmen, als seine Mission in der Bretagne erfüllt war; sie hatte sich jedoch geweigert und ihn gebeten, sie in dem bescheidenen Asyle zu lassen, das sie der Güte dieses edlen Freundes verdankte. Indeß hatte wider ihren Willen von Neuem die Hoffnung Wurzel geschlagen in ihrem Herzen. Un­merklich gewohnte sie sich daran, denjenigen als einen Bruder zu betrachten und zu lieben, dessen Weib zu wer­den sie auf immer verzichtet hatte.

Während nun Aissa in der eben angeführten Weise sinnend dasaß, bemerkte sie nicht, daß die Sonne bereits verschwunden und große Regentropfen vom Himmel fielen. Wer weiß, wie lange sie noch in diesem Zustande geblie­ben wäre, als plötzlich der Pachter und seine Frau, alte Diener des Ritters von Aydie seit langen Jahren, er­schienen, und im bretagnischen PatoiS, das Aissa ein wenig anfing zu verstehen, die Frage an sie richteten:

Woran denken Sie denn, schönes Fräulein? Die Stunde der Abendmahlzeit ist längst gekommen, alle Leute

befinden sich an der Tafel und erwarten Sie. Kommen Sie, eS wird gleich tüchtig regnen."

In der That brach jetzt der lang verhaltene Sturm mit Wuth los, ehe Aissa Zeit hatte, der Aufforderung Folge zu leisten und in die Meierei zurückzukehren.

Wie der Pächter getagt, war daS Abendessen in einem niedern Zimmer aufgetragen. Die Circassierin setzte sich an das obere Ende des TischeS, wo ihr ein Ehrenplatz von dem Ritter von Aydie ausdrücklich bestimmt war. Bei ihrem Eintritte erhoben sich sämmtliche Anwesende, von dem ersten Diener an, welcher der älteste Sohn deS Pächters war, bis zur niedrigsten Magd, und begrüßten sie höflich; sie setzten sich nicht eher wieder, bis Aissa Platz genommen. Die Mahlzeit begann. Als mau den ersten Hunger gestillt hatte, brach Aissa das Stillschwei­gen, daS bis jetzt an dem Tische geherrscht, und sagte zum ältesten Söhne deS Pächters, der einen Tag lang entfernt gewesen, um Vieh auf dem Markte eines großen, sechs Stunden von Roscoff gelegenen Dorfes zu ver­kaufen :

Wie, Jean, sind Sie schon zurück? Haben Sie einen guten Handel gemacht, und was haben Sie Neues gehört?"

Der Handel war nicht schlecht, schönes Fräulein, aber die Nachrichten lauten für unsern armen Adel in der Bretagne nicht gut. Sämmtliche Insurgenten sind bis auf zwei oder drei verhaftet; doch ist man diesen letz­tem auf der Spur, und wehe ihnen, wenn sie sich greifen lassen, denn es gilt ihren Kopf.

Nannte man nicht ihre Namen?" fragte Aissa.

Ich hörte ihre Namen nennen, doch habe ich sie nicht behalten; es sind keine Leute aus dem Lande."

Ach, mein Gott! stammelte die Cirkassierin, in schrecklicher Ahnung, mein Gott, sollte er es seyn?..."

Sie vollendete nicht, denn in diesem Augenblicke