Der Wanderer.
-lletnstischcs Beiblatt zur Nassauischen Allgcm. Zeitung.
1849. — â 80.
Der schwarze Bettler.
(Fortsetzung.)
DaS ist ja sehr schön!" sagte Carral halblaut, nb Frl. v. Rumbrye unter der Ehrenwache einer in in der Messe ist, fährt die Frau Marquise, ihre utter, mit der Equipage in den Wald, und Herr von ValleeS fährt in dem Kabriolet deS Marquis, Stiefvaters spazieren. DaS ist ganz in der Ord- Der Marquis und seine Tochter müssen unterzu Fuß gehen oder einen Fiaker nehmen."
3 blieb auch in der That kein anderes Mittel, inge Mädchen trat unter die Thüre zurück, und i Blowter setzte mit sehr verdienstlicher Aufopferung ngen britischen Füße auf daS bereits naßgewor- lflaster, um den Wagen herbeizuholen.
Theuerster, sagte Carral, geniren Sie sich nicht; ne mich.«
r trat in daS Zimmer zurück.
e Menge hatte sich verlaufen. Der schwarze stand nur noch an der Kirche.
seltne!" rief kavier leise.
iS junge Mädchen hob die Augen in die Höhe, sie Niemanden mehr auf dem Balköne sah, so sie eine fteudige Bewegung nicht zurückhalten, rach schnell die Worte:
ommen Sie diesen Abend!"
ch rollte bereits der Fiaker schwerfällig über daS der Straße und der unglückliche kavier verstand 7 alb nicht. Er neigte sich vor und lauschte: doch iS. Helene schwieg auS dem ganz einfachen , weil Mistreß Blowter zurückkehrte. Der Fiaker Geöffnet, aber sogleich wieder geschloffen, und fort a schnellen Trabe die keuchenden Pferde, kavier en Ausruf deS Zornes aus.
„WaS hat sie gesagt?" rief er.
Hommen Sie diesen Abend!" sprach die ernste und tief auS der Kehle kommende Stimme des Negers.
„Dank, dank, wackerer Mann!" sagte kavier.
„Wem zum Teufel danken Sie da, Theuerster?" fragte der rückkehrende Karral.
kavier wandte sich um. Der traurige Ausdruck, welcher eben noch sein Gesicht verdüstert hatte, war völlig daraus verschwunden. Ein fröhliches Lächeln öffnete
halb seinen Mund.
„Ich spreche mit mir selbst, erwiederte er. Ei, eS fällt mir eben bei, daß ich Ihnen diesen Abend keine Gesellschaft leisten kann.... Ich gehe in daS Hotel von Rumbrye."
„So!..." machte Don Juan.
„Ich habe eine Einladung erhalten.... Sie wissen... Neulich.... Ich hatte eS vergessen."
Wie thöricht Sie find!... sagte Carral mit affek- tirter und herablassender Güte, Sie geben sich viel Mühe, fich vor mir zu verbergen.... Wissen Sie denn nicht, daß ich Ihre kleinen Geheimnisse ebenso gut kenne, als Sie... vielleicht noch besser als Sie? Sie lieben ein Mädchen, welches ihre Stellung weit über Sie erhebt.«
Die Stirne kavier's umdüsterte fich von Neuem; sein Mund verlor sein Lächeln.
„Sie find kühn!" fügte Carral hinzu."
„Ein Narr! wollen Sie sagen," murmelte Carral mit Bitterkeit.
„Nein, ich habe kühn gesagt. Ihr Spiel steht gerade nicht zum Besten, doch kann man eö gewinnen."
„Ach, wenn ich doch reich wäre!" rief Xavier aus.
„DaS wäre ein Trumpf mehr in Ihrem Spiele, weiter nichts, mein Bester. WaS Sie nöthig hatten, wäre ein schöner Name, ein Name wie der meinige zum Beispiel."