nen Blick auf seinen Argonautenzug, seine Theogonie, nnen BacchuS-Fries rc. und man wird glauben, die Fi- uren hervorquellen zu sehen. (Forts. folgt.)
Nassau vom 4. März 1848 bis zum 4. März 1849.
(Fortsetzung.)
Von Altona wurden die Truppen rasch mit der Eisen- rhn nach ider holsteinischen Festung Rendsburg beordert. Von hier an aber begann der beschwerliche Marsch der Kropp, Schleswig, Sieverstedt nach Flensburg über nen merkwürdigen Haiderücken hin, der als ein hoher Zall die andrängenden Wogen der Nordsee von dem lurchbruch in die Ostsee zurückhält, ein öder, sandiger andstrich, die Fortsetzung jenes großen europäischen midelandes, das sich in stetiger Linie von Rußland her wch Jütland bis zu der Lüneburger Haide und ostwärts w brandenburgischen Mark ausdehnt.
Das Land ist dünn bevölkert; desto dichter war es tzt mit Soldaten aller Farben übersät. Schon von Rends- irg an fanden unsere Nassauer überall die Spuren des riegszustandes. Zahlloses Fuhrwerk mit Lebensmitteln, Zagen mit Kranken und Genesenden, Militärfuhrwesen, ruppenabtheilungen jeglicher Art, Ordonnanzen rc. deckten unaufhörlich die Landstraße. Da traf sich's denn cht selten, daß es schwer war, Quartier zu finden. Bei ropp wurde eine ganze Kompagnie Nassauer in drei Luser vertheilt und sünfzig Mann mußten in Einem ein- ln stehenden Wirthshause liegen. — Und doch hatte eses hart bedrängte Land die 20,000 Mann starke Armee it vier Monaten vollständig aus blose Requisition verlegt, ohne daß es nöthig geworden wäre, von Außen was zu beziehen, und die schleswig'schen Bauern versierten, diesen Zustand noch ein ganzes Jahr aushalten L können!
Unsere Bauernsöhne waren nicht wenig erstaunt, in esem, am großen Weltmarkt gelegenen Lande auch in ringen Bauernhütten, trotz Pumpernickel, schlechtem ier und abscheulichem Wein, denuoch trefflichen feinen hee, Kaffee und Zucker zu finden. Darin lag freilich n merkürdiger Kontrast gegen den etwaigen Tafel-Lurus n unsern heimathlichen Bauersleuten.
Von Sieverstadt an begann die Selbstverpflegung r Armee. Offiziere und Gemeine erhielten täglich per 'ann 2 Pfd. geschrotenes Brod, V» Pfd. Reis, % Pfd. indfleisch, nebst entsprechender Quantität Salz und , Quart Branntwein. Nun galt es also, den Feldkessel hörig zu handhaben und Kochtalente zu entwickeln.
Bei Kropp begegnete am 17. August der Reichskommissär Mar v. Gagern, unser Landsmann, den nassauischen Truppen. Er war bekanntlich wegen des abzuschließenden Waffenstillstandes in's Land geschickt und befand sich eben aus dem Wege nach dem Hauptquartier Apenrade zum General Wrangel. Er bemerkte den nassauischen Offizieren, daß er an ein Zusammentreffen der braven Nassauer mit den Dänen nicht glaube, sondern an ein baldiges Zustandekommen des Waffenstillstandes.
In der Stadt Schleswig wurden unsere Bataillone mit großem Jubel empfangen, Kränze und Sträuße der Mannschaft beim Einzuge zugeworfen. Sie fanden dort ;
noch einen preußischen Soldaten im Lazareth vor, der in der entscheidenden Schlacht vom 23. April 18 Wunden erhalten und noch 2 Kugeln im Körper stecken hatte. Noch zeigten auch die Häuser der Stadt die Spuren der Kanonenkugeln aus jenen heißen Tagen.
Bereits am 19. August marschirte der größte Theil der nassauischen Truppen in Flensburg ein. Dort trafen sie die weimarischen und franksurtischen Heerestheile bereits vor, welche mit den Nassauern zu Einer Schaar vereinigt und unter den Oberbefehl des aus dem ersten Zeitraum des schleswig-holsteinischen Kriegs bekannten hannoverischen Generals Halkett gestellt wurden. Die Hauptaufgabe dieses auf den Vorposten geschobenen Truppenkorps bestand darin, die Ostküste gegen einen etwaigen Ueberfall der Dänen zu bewachen. So wurden dann die Quartiere zu Ulderup, Atzbüll, Collundrc. bezogen Angesichts der Insel Alfen, jener steten Zufluchtsstätte der Dänen, von wo aus sie unsere Ohnmacht zur See während des ganzen Sommers verspottet hatten.
Obgleich die Nassauer auf der äußersten Gränzwacht standen, so bekam doch der größte Theil der Mannschaft überhaupt nicht einmal einen Dänen zu sehen, geschweige denn, daß es zu einem Kampfe gekommen war. Desto deutlicher aber konnten sie in den Einwohnern der nordöstlichen Küstenstriche des deutschen Landes leibhaftige Dänen erblicken. Es wirkte höchst verderblich auf die Stimmung der Soldaten, daß die Leute, für deren Nationalität sie ihr Schwert ziehen sollten, von dieser Nationalität eigentlich gar nichts Rechtes wissen wollten, sie vielmehr als eine fremde von sich stießen. Denn die Gegend von Flensburg ist von jeher schon wegen ihres Handelsinteresses dem Dänenthum mit Leib und Seele zugethan gewesen und scheidet sich dadurch scharf ab, sowohl von den weiter nördlich gelegenen gut deutsch gesinnten Orten, wie Hadersleben, Apenrade rc. als auch von dem 'südlichen Schleswig. Nicht selten ward der deutsche Soldat unzufrieden bei seinem langweiligen Vorpostendienst und fragte sich, was das eigentlich bedeuten solle, daß er kämpfen müsse für ein Volk, von welchem er für diesen