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Der Wanderer.

Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgcm. Zeitung

1849. M 56.

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Cabrera.

(Fortsetzung.)

Zwischen dreißig und vierzig Mann von denen die reisten wie Bauern aussahen, obgleich einige wenige ein alb militärisches Kostüme, und fünf oder sechs von ihnen 'leider trugew, welche zeigten, daß sie zu einer besseren 'lasse, als der größere Theil ihrer Gefährten, gehörten, ,gen zwischen englischen Hyacinthen und andern wilden Humen, welche am Rande eines kleinen Baches blühten. He waren alle theils mit Musketen und Büchsen, theils it escopctas (Flinten) bewaffnet. Einige Mitglieder eser Gesellschaft hielten ihre Siesta, andere dampften re nie ausgehenden Cigarritos, und wieder andere Hal­il sich um zwei Männer geschart, welche mit schmutzi- n Karten um Pesetas spielten; aber bei dem Erschei- n Serrador's sammelten sich Schläfer, Raucher und pieler um ihn her.

A las armas, muchachos! (Zu den Waffen, ursche!) rief er, die Schiffe sind da. In einer halben tunde werden die Marranos (schmutzige Kerle, ein Pottname für die Portugiesen) im Engpaß seyn; es Zeit, daß wir uns zum Angriff aufstellen. Ein junger auernbursche, der sich bei der Bande befano, wurde genblicklich zu Cabrera geschickt, um ihn von dem Her- schwimmen der Schiffe zu benachrichtigen.

Cabrera rückte mit vier Bataillonen von £erta heran r portugiesischen Legion entgegen, die etwas unterhalb : Einsiedelei San Bernabe gelandet war. Borso hatte l Fehler begangen, alle seine Streitkräfte, 2500 Mann, szuschiffen, zum Schutze der Schiffe aber Niemanden ßer ein paar Matrosen zurück zu lassen.

Kaum hatten Serrador und seine Bande dieses von Höhe des Felsens herab bemerkt, so ließen sie erst ; Borso'sche Korps vorbei nach $erta marschiren, dann

kletterten sie wie Katzen von dem Felsen, der sie den Au­gen der Portugiesen entzogen hatte, und fielen über die hart am rechten Ufer liegenden Schiffe her. Sie nahmen sie und steuerten mit ihnen auf das linke Ufer zu. Wäh­rend dessen waren auch die beiden Armeekorps auf ein­ander gestoßen. Es war ein kurzer Kampf. Die Portu­giesen konnten dem Ungestüme der Spanier nicht wider­stehen. Diese warfen und trieben sie wie Schafe der Gegend zu, wo sie gelandet waren, und machten eine große Menge Kriegsgefangene. Als die Uebrigen auch die Schiffe in Feindesgewalt sahen, verloren sie vollends den Muth; kaum tausend entgingen dem Schwerte der Carlisten und suchten in wilder Flucht, Alles von sich I werfend, Tortosa zu erreichen. Borso selbst, der wie ein Löwe gekämpft hatte, wäre beinahe den Karlisten in die Hände gefallen.

Dieser kurze Kampf eigentlich an und für sich von wenig Bedeutung war für das carlistische Erpe- ditionsheer von der größten Wichtigkeit. Die vier dem Feinde abgenommenen Schiffe wurden die Retter dieses beinahe zur selben Stunde dort anlangenden, gänzlich erschöpften Korps.

Cabrera ließ sich augenblicklich an das linke Ufer übersetzen und ging seinem Könige entgegen, der ihn wie einen Sohn empfing und gleich mit ihm auf einem der gekaperten Schiffe auf das rechte Ufer überfuhr. Die Ueberschiffung der Armee währte bis Mitternacht, und kaum war sie bewerkstelligt, so zeigte sich auch die feind­liche Armee unter Baron de Meer auf derselben Stelle, wo die Einschiffung stattgefunden hatte. Die Christinos begnügten sich damit, einige Granaten in das gegenüber liegende Lager der Karlisten zu schicken, und zogen sich dann wieder zurück. Hätte Serrador sich nicht der Schiffe bemächtigt, so würde das Erpeditionsheer am Ufer des Ebro seinen Untergang gefunden haben und Don Carlos