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Der Wanderer.

Belletristisches Beiblatt zur Ruffauischen Allgem. Zeitung.

1849. M 38.

* K ö rr i g Arthur.

Auf St. Michaelis Berge

Hoher Himmel niederschaut; Dorten ist aus festen Quadern König Arthurs Schloß erbaut, König Arthurs, der gesessen Droben manche lange Nacht, Der mit Lancelot dem Ritter, England manches Hoch gebracht.

Hausten auf St. Michaelis Ritter einst der Tafelrund;

Alle Zwölfe sind gebettet In der Erde kühlen Grund. Nur Arthur, der Königsritter, Schlâfet in des Berges Schacht, Ueber ihm St. Michaelis Hält mit ehr'nem Schwerte Wacht.

Auf dem Berge in Lormoallis Thront Dein Schutzgott, Angelland; Und von Arthur, Deinem König, Ist die Sage wohlbekannt.

Darum blähen Deine Segel Sich auf Meeren weit und breit, Darum hast in fremden Landen Kühn den Wilden Du gefeit.

Droht der Feind Dir einst Verderben, Meerumgürtet Angelland, Führt zum Mund die Weltposaune Michael mit mächt'ger Hand.

Und Arthur aus seinem Schlafe Springt, wie Kaiser Friedrich auf, Schaut sich um und greift gerüstet Nach des Schwertes blankem Knauf.

Laß drum kreuzen Deine Schiffe, Meerumgürtet Albion; Deinen Widersachern allen, Deinen Feinden spreche Hohn. Auf dem Berge in Lormoallis Hält St. Michaelis Wacht. Bei der ersten Töne Schmettern König Arthur ist erwacht.

Franz Lacy.

^Luzienne.

(Fortsetzung.)

Die Gräfin besaß, wie man bereits hat abnehmen können, eine blinde, übermäßige Gutmüthigkeit, aber sie hatte auch eine fast männliche Starrheit des Charak­ters. Sie ließ die Hände auf die Knie niedersinken und sprach mit dumpfer Stimme:

Ich sage Ihnen, es ist unmöglich! Gestern noch war er da, jung, stark, voll Hoffnungen für die Zu­kunft. .. Er nahm Abschied von uns. Sein Verdienst, seine Dienstleistungen waren anerkannt worden; eine hohe politische Mission war ihm anvertraut: er reiste nach Konstantinopel. Und heute, an demselben Platze, elend gemordet! Durch wen? durch wen? Er hatte keine Feinde; er war beinahe fremd in diesem Lande, ausge­nommen uns, die wir ihn wie einen Sohn liebten. Es war kein Räuber, der ihn töbtete, es war auch kein Edelmann. Wer hat ihn denn getöbtet? Er war ein Freund des Volkes und ein Kämpfer für die Freiheit! Wer hat ihn denn getödtet?"

Die Gräfin sprach immer lebhafter, plötzlich erhob sie sich uud rief mit lauter Stimme;