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zu diesem zu spät. In Folge der schrecklichen Ueberrei- zung bei jenen Auftritten der jähen Leidenschaft hatte er sich durch Verletzung eines Blutgefäßes den Tod zuge­zogen. Er starb in der Woche nach Pfingsten, wie er es vorhergesagt hatte. Und weil im vergangenen Wmter und Frühjahr eine verheerende Epidemie in dortiger Ge­gend geherrscht hatte, so traf sich's auch, daß die Gräber auf dem Kirchhof bis zur letzten Reihe vorgerückt waren, und man machte ihm sein Grab an den Ort, welchen er selber bezeichnet hatte, dicht neben den Marmorstein des freiherrlichen Familienbegräbnisses.

Der Pfarrer soll seit dieser Zeit sehr nachdenklich geworden seyn über jeneandere" Erkenntniß, von wel­cher ihm einst Veit gesprochen, die den Menschen bei Nacht überschleiche, wie der Thau die Wiese, die in Thier und Pflanze und allen Wesen geheimnißvoll webe, die manchem Thier eine dunkle Vorahnung leihe und man­chem Menschen ein Helles Voraussehen, ob sie gleich vom Verstände nicht begriffen werden mag.

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(Fortsetzung.)

In dem Maaße, als der Ritter sich Milon näherte, betrachtete er ihn mit mehr Aufmerksamkeit, und beobach­tete ihn genauer, als dies sonst bei Reisenden, die sich begegnen, der Fall zu seyn pflegt. Er blickte lange auf das Gesicht des Bürgerlichen, dann auf den Brief, den er in der Hand hielt, dann auf dessen Gefährten, und als er an ihm vorbeiritt, legte er stillschweigend die Hand an seinen Hut, und grüßte ihn zuerst. Sogleich setzte Milon seinen Hut, den er bis dahin in der Hand behal­ten hatte, aus sein Haupt, indem er weiter ging.

Der Fremde schien darüber weder erstaunt noch be­leidigt. Er hatte das Ansehn, blos etwas nachdenklich zu werden, indem er seinen Weg weiter verfolgte; dann plötzlich umkehrend jagte er den beiden Fußgängern nach und ritt an ihnen wieder vorbei, ohne diesmal zu grüßen und selbst ohne sie anzusehen. Als er fünf oder sechs Schritte vorausgeritten war, hielt er sein Pferd an, stieg ab, und erwartete sie. Dann machte er Miene, neben Milon herzugehen, indem er sein Pferd am Zügel hielt. Milon lächelte verächtlich.

Der Fremde nahm das Wort und sich mit großer Leichtigkeit ausbrückend, sagte er:

Ich täusche mich nicht. Sie sind Herr Milon von Saint-Jean-Du-Cardonnay?"

Ja, mein Herr.

Ihre Mutter ist eine Pächterin des Schlosses von Remalard, und folglich eine reiche Pächterin. Sie sehen, daß ich Sie so ziemlich kenne."

Und Sie, mein Herr, wer sind Sie?"

O! Ich! ich nenne mich Aubry d'Orizelle. . . Ich wohne im Schlosse von Remalard, auf der Höhe dieses Gebirges. Die Gräfin ist meine Verwandte. . . Ich ge­höre zu den philosophischen Edelleuten, zu den Neuerern, wie man sagt. So wie Sie mich sehen, bin ich drei Jahre in England gereist, habe mich fünf Jahre in Amerika geschlagen. . .

Sie müssen sehr in der Mode seyn."

Sie wollen lachen! Aber ich habe den König Georg aus dem Lande mit seinen Pachtern sprechen hören, wie ich cs nun mit Ihnen thue. Ich habe Washington ge­sehen . . ."

Herr, ich hasse die Fremden."

Nach Belieben. Aber Diejenigen, die diese großen rivalisirenden Nationen besucht haben, bringen die Lösung des Räthsels mit, das uns quält. . . Uns mit dem dritten Stande zu vermengen, ihn unseres Ruhmes thetl- haftig zu machen, die Menschenrechte zu proklamiern..."

Herr, ich hasse die Politik."

Parbleu! Sie rühmen sich da Ihres größten Un­glücks. Aber wir sind es, die Ihnen das angethan haben. Heutigen Tages gibt uns der Despotismus eine derbe Lehre. Sie werden uns zu seinem Sturze beistehen."

Gut! gut! Ich habe die Geschichte gelesen, ich kenne Ihre fire Idee." (Forts. folgt.)

I k a r L e n

DieTimes" theilt nachstehendes Schreiben mit, welches ein junger Mann, der die Vortrabserpedition der Kommunisten nach Jkarien (Teras) mitmachte, aus dem Spital in Neuorleans unterm 16. Nov. an seinen Vater in Frankreich gerichtet hat. Früher ein vertrauter Korrespondent Cabet's und sein eifrigster Schüler, hatte er vor den Juniereignissen sein Bischen Vermögen ge­sammelt, den größeren Theil an Cadet abg'liefert und sodann die Reise nach Jkarien angetreten. Das Schrei­ben des betrogenen armen Menschen lautet:

Theuerster Vater! In großer Eile schreibe ich Dir einige Zeilen über meine Lage. Mit Mühe den Klauen des Todes entkommen, liege ich seit unserer Rückkehr aus der Gegend, wohin der abscheuliche Cabet uns schickte, um uns zu vernichten, als Patient im hiesigen Spitale. Ach! Ach! Als wir jenen tödlichen Platz erreichten, (denn Alles, die Elemente sogar eingeschlossen, ist dort giftalhmend und pestartig), starben von den 90 Mann, woraus die erste Abtheilung bestanden hatte, neun unv alle übrigen erkrankten binnen vier Tagen nach der An­kunft.

Nach einer Woche war ich dem Tode nahe und ich