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Die »Nassauische Slllgemeine Zeitung» erscheint, Sonntag uuSgciwniuicn, täg­lich. Preis: vierteljährig für Wies­baden und den Thurn und Toxischen Postbezirk ^ fl., sonst 2 ft. 24 tr.

N affauische Allgemeine Zeitung.

Bestellungen nehmen an in Wiesbaden die Expedition (große Schwalbacher- straße Nr. 7) auswärts alle Posta, r- stalten. - Inserate: die vierspaltige Petitzeile oder deren Raun, 3 kr.

Wiesbaden. 1 S<51

Mr. 180.

Donnerstag, 3. August.

Zur Situation.

Eine telegr. Depesche derPfälzer Z.« ans Wien vom 2. August meldet: Der Fürst Gortschakofs hat Bukarest am 31. Juli verlassen, und eine Stellung zwischen den Flüssen Argis und Sabar ge­nommen. Diè Artillerie, das Gepäck und die Spitäler ziehen sich nach der Serethlinie (in der Moldau) zu­rück. Die Räumung der Walachei und Buka­rests ist nunmehr gewiß.

Diese Nachricht wäre von großer Wichtigkeit. In diesem Falle würde das vielfach berührte deutsche Inter­esse gewahrt werden können, ohne daß Oesterreich nöthig hätte, gegen Rußland den Krieg zu beginnen. Oester­reich würde die Donanfürstenthümer friedlich besetzen und dadurch eine Stellung gewinnen, woin cs, auf der Grundlage des strengen Rechtes fußend, die Lage be­herrschen und sowohl Rußland als den Westmächten Schach bieten könnte. Was aber in den jetzigen, durch die drohenden Revolutionsausbrüche noch kritischer ge­wordenen Zeit, eine Lebensfrage für sämmtliche deutschen Staaten geworden: die Eintracht zwischen den beiden deutschen Großmächten, welche durch einen Krieg Oester­reichs gegen Rußland leicht gefährdet werden könnte, würde in jenem Falle keine Störung erleiden. Hoffen wir daher, daß Rußland durch Zurückziehung seiner Truppen ans den Fürstenthümern es Oesterreich mög­lich machen werde, den Frieden mit ihm zu erhalten. Denn daß der Kaiserstaat auf alle Fälle seinen Vertrag mit der Türkei halten und die Besetzung der Walachei und Moldau nöthigenfalls erzwingen muß, darüber werden wohl alle Deutschen einig sein.

Der A. A. Z. wird ans Wien vom 28. geschrieben: Der Stand der an der Ostgränze unserer Monarchie ausgestellten Hecrcsinacht hat sich in den letzten Wochen durch starke Zuschübe so wesentlich geändert, daß die Ziffern die wir in auswärtigen Blättern über das Maß der militärischen Machtentwickelung Oesterreichs vor Kurzem gelesen haben, schon jetzt hinter der Wahrheit weit zurückstchen. Und noch dauern die Rüstungen im­mer fort: bespannte Batterien, Regimenter, Remonten, Transporte und Reserven bewegen sich von allen Thei­len des Reichs ununterbrochen gegen'Osten. Man kann füglich annehmen daß die 4te Armee (Galizien, Buko­wina) gegenwärtig auf die Stärke von 160,000, die 3te (Siebenbürgen, Woiwodschaft und Banat) von 170,000, zusammen 330,000 Mann mit zahlreicher Reiterei mid Artillerie gebracht ist, und daß hinter dieser achtunggebietenden Operationsarmee ein Reserve von 70,000 Mann theils schon gebildet ist, theils näch­stens ihre Aufstellungsorte erreicht haben wird: Und damit scheinen unsere Rüstungen gegen Osten noch kei­neswegs abgeschlossen. Dem Vernehmen zufolge ist mau nämlich daraus gefaßt und hat dazu die Einleitungen getroffen, erforderlichenfalls, namentlich wenn eine ge­wisse passive Haltung des deutschen Nordens Dauer- gewinnen solltet in kürzester Frist auf drei Wegen wei­tere 100,000 Mann an die Ostgränze zu schieben. Die Ost-Armee würde dadurch auf eine halbe Million Strei­ter gebracht, und Oesterreich hat dann, wie im Jahr

Die Schwägerin.

Ein Bild aus dem schwäbischen Volksleben.

(Schluß.)

D'e Männer hatten indeß die Vorbereitungen vollendet, und der erste Axthieb fiel in den Baum. Margarethe stand in eini­ger Entfernung und blickte unverwandt nach der Tanne. Noch stand diese hoch und fest; das ernste Haupt stand unbewegt in die Morgenlüfte empor. Endlich bebte sie leise im Gipfel, als durch­zuckte sie ein Schauer des Todes. Margarethe traten unwillkür­lich die Thränen in die Augen. Eine Bäuerin gibt nicht leicht ein Stück Vieh, das ihre Hand gepflegt hat, aus dem Stalle ohne wehmüthiges Gefühl. Eine ähnliche Empfindung hegte Margarethe für den Baum, aber es war ohne Beimischung von Unwillen oder Empfindlichkeit gegen ihren Mann ; sie fand gerade recht herzliche Befriedigung darin, um seinetwillen etwas aufgeben zu können, was ihr lieb geworden war.

Jetzt neigte sich der Wipfel stark auf die Seite, erst langsam, dann rascher. Immer noch hingen die Blicke des jungen WeweS an ihm, als sie plötzlich durch den Warnungsrns der Manner aufgeschreckt ward. Die Tanne hatte im Stnrz eine, andere Richtung genommen, als man vorberechnet hatte. Margarctbe vermochte so schnell nicht anszuweichen, als nöthig gewesen wäre; die stweige erreichten sie im Fallen und schlugen sie tu Boden.

Man brachte sie eiligst nach der nahegelegenen Sagemühle; sie war nur wenig verletzt, aber der Sturz hatte sie tm Inner­sten erschüttert. Ehe der Tag sank, war der junge Bauer Vater eines Mädchens und Wittwer. Sie war bei vollkommenem Be­wußtsein gestorben, hatte ihr Kind noch gesehen und Gott anbe­fohlen; ihren Mann hatte sie vielfach um Vergebung gebeten für alles, was sie etwa könnte versäumt oder versehen haben, und hatte ihm zu wiederholten Malen versichert, daß sieJhm nichts nachzutragen habe oder je hätte nachtragen rooHut. Seine Hand fest in der ihrigen haltend war sie verschieden.

Hansjörg hatte all seine gewohnte Fassung verloren; jetzt erst, da er sie nicht mehr hatte, ward ihm recht bewußt, was er an ihr gehabt, und wie lieb sie ihm gewesen. Jacob hatte am Mor-

1849, 700,000 Mann auf den Beinen. Sie sehen also aus unsern gewaltigen militärischen Rüstungen und finanziellen Vorbereitungen daß es Oesterreich mit sei­nen Entschlüssen Ernst ist, und daß man in Wien nicht im Entferntesten im Sinn hat sich durch Bedenken, die gern von Berlin aus hier octroyirt werden möchten, ein Bleigewicht an die Füße hängen zu lassen.

In diplomatischen Kreisen, schreibt man derAll­gemeinen Zeitung« aus Berlin, hat man bereits den Gedanken ausgegeben, daß cs in diesem Jahre zu einem entscheidenden Act auf dem südlichen Kriegsschauplätze kommen werde. Von dein Ostseegeschwader ist ein An­griff auf Aland und Dargo, vielleicht auf Reval zu erwarten; dagegen kann in diesem Jahre schwerlich mehr davon die Rede sein in der Krim zu landen und Se- bastopol von der Wasser- und Landseite anzugreifen, zu­mal dieser Platz nach authentischen Nachrichten trotz großer Tcrrainschwierigkeiten, die sich in' kurzer Zeit nicht überwinden lassen, auch von der Landscite befestigt wird. Schon jetzt muß man sagen, daß die diploma- ttsche Episode, welche durch die Sonimation und ihre Beantwortung sich eingeschoben, die Hoffnungen der Westmächte für die dießjährige Kriegsführung vollstän­dig erschüttert hat. Ihr Vertrauen auf Oesterreich ist bis zur Stunde ungebrochen, namentlich wird es vom französischen Cabinet in unbedingter Weise gehegt; und sie bieten alles auf nm die peinliche und für sie so überaus nachtheilige Zögerung dadurch zu erklären, daß Oesterreich zuvor seine Rüstungen completiren, den Er­folg seines Nationalaulehens überschauen und sich des Beistandes der deutschen Bundesstaaten versichern muß, bevor es seiner mit der Pforte geschlossenen Convention nachkommen kann. Es ist ein Factum, daß man in Paris und Loudon den Zeitpunkt nach Wochen berech­net, in welchem Oesterreich mit den Seemächten coope- rirt. Auf die österreichische Note, welche dem Londoner Cabinet Kenntniß von der russischen Rückäußerung gibt, ist vor der officiellen Antwort durch den Telegraphen eine vorläufige Mittheilung an Lord Westmoreland in Wien ergangen, derzufolge die Action der Westmächte durch die bekannten Concessionen' Rußlands nicht ent- ferur ausgehalten wird. Ohne Zweifel hat der englische Gesandte in Wien das dortige Cabinet in Kenntniß ge­setzt. Lord Clarendons Note wird in wenigen Tagen nachfolgen.

Sicherem Vernehmen nach berichtet die Köln. Ztg. aus Berlin unterm 31. Juli sind jetzt von Seiten Frankreichs und Englands bei dem hiesigen Cabinette Erklärungen eingegangen, welche ein Eingehen auf die in der russischen Antwort-Note gemachten Vorschläge ab lehnen. Hiernach kann von neuen Verhandlungen wie sie Rußland, um Zeit zu gewinnen, gewünscht hat, nicht mehr die Rede sein, da jede Aussicht aus ein Re­sultat derselben fehlt. In derselben Note, in welcher von Preußen den Westmächten das Eingehen auf die russischen Vorschläge empfohlen- worden, ist zugleich die Aufforderung enthalten gewesen, daß Frankreich und England sich über die Bedingungen erklären möchten, unter denen sie geneigt wären Frieden zu schließÄ. Aus diese Aufforderung ist jedoch bis jetzt noch keine

gen des Unglückstages einen Gang über Feld gemacht, von dem er erst spät Abends zurück kam; Christme aber war auf die Kunde des Unglücks noch zum Sterbebette gekommen und hatte Margarethe schluchzend gedankt für alle Mutter- und Schwester- treue, die sie an ihr bewiesen. Margarethe aber hatte abwehrend gelispelt:Du hast mir nichts zu danken; leb' nur immer gut mit deinem Mann ! Traget einander nichts nach, und lasset nie etwas zwischen euch kommen!"

Diese Worte, so wie die Versöhnung Margarethen's mit ihrem Mann, die sie mit ansah, machten tiefen Eindruck auf Christinen; sie dachte daran, wie ihr wäre, wenn Jacob eben so schnell auf's Todtenbett käme, und gelobte der Sterbenden und sich selbst neue Liebe und Geduld. Das Kind aber, dem im Trauerhanse wenig Pflege zu Theil werden konnte, nahm sie mit sich. Einfältig berichtete sie den ganzen Hergang dem Manne, als dieser den Abend spät heimkehrte. Der Eindruck auf ihn war tief und gewaltig und schien ihn mit einemmal zum ernsten, gereistem Manne umgewandelt zu haben. Zuerst ging er, um seinen Bruder zu beruhigen, und sein Wesen zeigte hiebei so un­gewohnte tiefe Festigkeit, daß Hansjörg, der ganz dahingeworfen war, wie ein willenloses Kind ihm gehorchte.

So eisern sich aber Jacob nach außen zeigte, so tief war Herz und Gewissen ihm erschüttert, denn er sah Gottes Gericht in diesem Falle. Niemand konnte er sich anvertrauen, bei Niemand Trost suchen; aber wohlthuend berührte ihn in dieser Seelenstimmung der aufrichtige Schmerz, den sein Weib über der Schwägerin Tod kund gab, und noch mehr zog ihn die zärtliche Sorge zu ihr, mit der sie das verwaiste Kind derselben pflegte. Er war, wie erst in der Folge sich recht bewies, von Grund ans ein anderer geworden; sein unstetes Wesen war mit der Wurzel ausgerissen uud ein tiefer Ernst an dessen Stelle getreten. Dèit der'vollen innern Stärke seines Wesens, das vergeblich Befric- dignng in jugendlicher Luft, wie im Umtrieb von Hab und Gut gejucht hatte, strebte er sich in Gott zu finden. Sein Weib be­handelte er, im Bewußtsein seiner nur Gott bekannten Berschul- dnng, mit schonender, unermüdlichen Nachsicht, und suchte sie auf denselben Weg zu leiten, den er nun erwählt hatte. Man kann oft die Erfahrung machen, daß eine tiefere religiöse Bewegung

Antwort erfolgt. Von Oesterreich ist eine Aufforderung wie die eben erwähnte, an die Westmächte nicht gerich- tct worden, woraus sich wohl mit Bestimmtheit schlie- ßen läßt, daß es dem Wiener Cabinette zunächst darauf ankommt, sich mit Rußland ins Klare zu setzen wegen der Räumung der Donau-Fürstenthümer.

Nach derBreslauer Ztg.« ist in Berlin am 29. d. Mts. eine vertrauliche Rückäußerung Englands und Frankreichs augelangt. Folgende Bedingungen solleu die Basis neuer Unterhandlungen bilden: Sofortige Räumung der Donaufürsteiithümer, gemeinsames Pro- tectorat über dieselben, wobei Oesterreich die Executive zufällt. Ferner gemeinsames Protektorat über sämmijiche Nichtmuselmänner der Türkei nach Maßgabe des Palmsonn- tagsprotocolls. Freie Schifffahrt auf der Donau und dem schwarzem Meere nebst einem Freihafen am schwarz. Meere. Ersatz der Kriegskosten.« In einer spätern Mittheilung gibt dieBresl. Ztg.« noch einen ergänzenden Zusatz. Es wird nämlich an einem noch näher zu bezeichnenden Küstenplatze des schwarzen Meeres nicht nur ein Frei­hafen verlangt, sondern bemerkt, daß derselbe zugleich als gemeinsamer Kriegshafen dienen soll. Dieß würde den im britischen Palarmeut geforderten mate­riellen Garantien entsprechen.

Aus Wien berichtet man der Köln. Ztg. unterm 30. Juli. Unsere Regierung hat unterm 9. Juli in einer Depesche an ihren Gesandten in Petersburg dem russischen Staatskanzler eine Antwort auf die Rückäu­ßerung desselben in Betreff der Sonimation ertheilen lassen. Sie bedauert in diesem Acteustücke, daß vom Petersburger Cabinet keine befriedigende Antwort auf die österreichischen Anträge ertheilt sei, da Bedingungen gestellt wären, deren Erfüllung außerhalb des Belie­bens Oesterreichs läge, ivelches nicht Willens sei, die- serhalb sich in einen Krieg mit den Seemächten zu ver­wickeln. Das kaiserliche Cabinet habe nichts desto we­niger die von Rußland gemachten Vorschläge den Hö­fen zu Paris und London vorgclcgt und werde diescr- halb mit denselben noch besonders in Beziehungen tre­ten. Sollten dieselben indessen eine ablehnende Antwort ertheilen, jo-sehe sich das taqerlicpe Cabinet gcuöthigt, seine in der Sommation ausgesprochenen Förderungen nochmals entschieden zu wiederholen. Graf Ester­hazy, welcher dieser Tage sich nach Berlin zur Vertre­tung Oesterreichs während der Abwesenheit der Grafen Thun begibt, wird dem Könige von Preußen ein ei­genhändiges Schreiben des Kaisers überbringen. Fürst Gortschakofs soll definitiv zum Gesandten in Wien jetzt bestimmt sein.

Zeichen geschehen und dennoch, sagt die Pffz. Ztg. will der gute Michel nicht glauben, daß die Umsturz- partei, welcher auch diesmal wieder der Liberalismus und sein Troß zum Werkzeuge dienen, nur deßhalb so geschäftig in die Kriegsflamme gegen Rußland bläst, weil sie hofft, in der Verwirrung eines allgemeinen Weltbrandes die Throne stürzen und auf ihren Trüm­mern die rothe Fahne aufpflanzen zu können. Während in Polen sich neue chimärische Hoffnungen regen, in Italien der Boden vulkanisch zittert, in Frankreich die : Revolutionsesse zeitweise unheimlich aufleuchtet; wah-

auch in stumpfen Menschen ein regeres Geistesleben weckt und Fähigkeiten zur Entwickelung bringt, deren Keime bisher tief ver­hüllt ruhten. So war's auch bei Christinen. Die Beschäftigung mit der kleinen Waise trug hiezu ebenfalls wesentlich bei, und mit ihrer Entwickelung schien die der zärtlichen Pflegerin fortzu­schreiten. An Jacob schloß sie sich mehr und mehr mit aus­schließender, dankbarer Liebe an, als an die einzige Stütze, die seit Margarethens Tod ihr geblieben war. Sogar ihr Aeußeres war angenehmer geworden; der stille Frieden ihres Innern ver­lieh ihren Zügen etwas Anziehendes, und ihre Kleidungsweise, so wie ihr Walten im Hause hatte viel von Margarethens ge­fälliger Art angenommen. Im Dorfe wunderte man sich höchlich über die friedliche Einigkeit des so ungleichen Ehepaares, Jacob aber bauchte es nach Jahr und Tag, als ob'die innige, demüthige Anhänglichkeit Christinens sein heftiges Gemüth glücklicher mache, als der Besitz eines Weibes wie Margarethe es gethan hätte, der eine mehr selbständige Weise eigen war.

Auch bareilt, daß sie ohne Kinder blieben , schickte sich Jacob ohne Murren; hatte er doch Frieden im Herzen und im Hause bekommen, die höchsten Güter, für die er Gott demüthig dankte. Christine aber war glücklich im Besitz der kleinen Waise, die in ihr eine Mutter liebte, und die in all der Mühe und Sorge, die sie auf ihre Pflege gewendet hatte, ihrem Herzen wie ein leib­liches Kind geworden war. Hansjörg überließ ihnen daS Kind willig, denn er hatte sich wieder verheirathet und mehrere söhne in zweiter Ehe erl-alten. Seine Umstände hatten sich bedeutend verbessert, da ihm sein zweites Weib ein nahmhaftes Vermögen zugebracht hatte. So lebte er denn zufrieden als ein wohlhaben­der und rechtschaffener Hausvater. Aber dennoch flüchtete er gerne am Feierabend ans dem Geräusche des Hauses in seines Bruders stille Wohnung hinüber. So manches in dem Gehaben ferner Schwägerin gemahnte ihn an sein verstorbenes Weib, und im An­blick seines Töchterchens, das unter sorgsamer Pflege und Erzre- bung sich lieblich entfaltete, schloß sich sein Herz mehr als ge- wöhnlich auf. In solcher Seelenstiminung war er dann auch den Einwirkungen seines Bruders zugänglich, der seinen Sinn vom alltäglichen Treiben der Welt aus ein höheres und wichtigeres Ziel zu lenken strebte.