eihe großartige Agitation gegen den Sund roll vorzu- bereiten.
Nach der "Wes.-Ztg.« hat Preußen bei dem österreichischen Hofe es durchgesetzt, daß die Mittheilung an die Westmächte der Conferenz in Wien nicht vor der Absendung officiell vorgelegt wurden; dagegen soll nach dem "S. M.« Preußen durch Oesterreich vermocht worden sein, die russische Antwort auf die Sommation nicht genügend zu finden. Das sei allein der "wahre Hergang der Sache" meint der »S. M.«, und deßhalb bereite man auch auf Oesterreichs Drängen in Preußen die Mobilmachung vor. UeLrigens ist nach der "B.-H." der österreichischen Depesche an die Westmächte am 24. auch eine preußische gefolgt, welche sich au jene innig anschließen und zur Aufnahme friedlicher Vermittelungen dringend einladen soll. Der »B.-H.« wird nun aus Wien vom 26. geschrieben: "Die Rückäußerun gen beider Westmächte sind jetzt hier eingetroffen und lauten, so wie man im hiesigen Ministerium erwartete, daß nämlich Frankreich und England auf Grund dieser russischen Vorschläge sich nicht gemässigt fänden, auf Unterhandlungen einzugehen. Da Oesterreich ganz ihrer Ansicht beistimmt, so wird in den nächsten Tagen das österreichische Ultimatum nach St. Petersburg abgehen — wohlverstanden das österreichische, und wenn man vielleicht von einem österreichisch - preußischen Ultimatum lesen wird, so muß man das dahin verstehen, daß Preußen das diesseitige Ultimatum lediglich durch eine diplomatische Note unterstützen wird.« Dasselbe Journal behauptet, und nach unserer Ansicht mit Recht, daß Franz Joseph fest zum kriegerischen Einschreiten entschlossen sei, wenn Rußlands Antwort keinen dauernden Frieden in nahe und sichere Aussicht stelle. Auch der "K. Z." wird am 27. aus Paris geschrieben, die Negierung habe an diesem Tage von der österreichischen Regierung eine bestimmte Zusage erhalten, daß die Donau- fürstenthttmer demnächst von ihren Truppen besetzt werden sollten. Dieselbe Zusage soll nach dem "Lloyd« auch der Pforte gegeben worden sein.
Wien, 30. Juli. Der »Lloyd« erhält durch die "Oesterr. Correspondenz» aus Anlaß seiner heftigen Artikel gegen Preußen eine Zurechtweisung, zwischen deren Zeilen sich manches herauslesen läßt. Die Regierung, sagt die »Oesterr. Correspondenz«, will dre österreichischen Presse nicht verschreiben, wie sie die Po'itik des eigenen Landes oder fremder Cabinete beurtheilen soll: verlangen aber kann und wird sie von allen Blättern -— um so mehr von solchen, welche ihre Politik in den wesentlichsten Punkten als die richtige anerkennen, — daß von biindesgcnösfrschen und eng befreundeten Höfen nur mit gebührender Achtung gesprochen werde. Die Ungeduld nach einer baldigen Entwickelung der Dinge iu der orientalischen K r i s i S rechtfertigt keineswegs eine unziemliche Sprache gegen die Macht, die in den engsten Bundes- und Freundschaftsverhältnissen zu Oesterreich und unserem erhabenen Kaiserhause steht.
Vor einigen Tagen, schreibt ein Wiener officiöser Corrcspondent der »A. A. Z.«, hatte ein sonst ernsthaftes Berliner Blatt den seltsamen Gedanken, die Aufschubs in dem Vorgehen der beiden deutschen Großmächte dem österreichischen Cabinet zuzuschieben. Wer daö Gegentheil behaupte, führe eine österreichische Feder, oder folge österreichischen Inspirationen; selbst »Times« u. «Chronicle«, »Patrie« und »Constitutionnel« schöpften aus dieser Quelle. Die Behaauptung ist fürwahr allzu pfiffig, um gescheidt zw sein. Was alle irgend bedeutenden Organe der öffentlichen Meinung in Deutschland, England und Frankreich übereinstimmend
berichten, beruht auf Thatsachen und nicht auf Kunststücken, ist eine ernste, bedeutungsschwere Angelegenheit, zn Scherzen schlecht geeignet. Ueber 300,000 Mann auserlesener österreichischer Truppen stehen, vollständig kriegsgerüstet, an unsern Ostgrenzen, und die von dem obersten Kriegsherrn bestellten erprobten Heerführer cr- warten nur die Befehle ihres Kaisers, Ätit einem in der Geschichte Wohl noch nicht erhöhten Aufschwung drängt sich die Bevölkerung aller Kronländer hinzu, das große nationale Anlehen zu vervollständigen, welches zumal die Landeswährung wieder herstellen und unserm kaiserlichen Herrn auch diesen Nerv der Kriegsführung zur Verfügung stellen wird. Die Kriegsreserven für 36 Regimenter, zusammen etwa 32,000 Mann, sind in den letzten Tagen vollends eingerückt, alle Berpflegungs-, Transport- und Niedicinal-Anstalten sind getrosten und beendigt. Jede Zögerung kostet Millionen, ein völliger Aufschub würde die gebrachten Opfer als vergebliche, mindestens als unnütze erscheinen lassen. Gebe Gott dem Kaiser Nikolaus Gedanken des Friedens, aufrichtigen, dauernden Friedens, bei welchem Europa sich befriedigt finden kann und der Oesterreichs und Deutschlands Interessen für die Zukunft sicher stellt; gern und freudig wird das Kaiserreich auf Kriegstrophäen, dem alten Freunde abgenommen, verzichten! Aber die Zeit drängt, und sie ist jetzt, da der Sommer schon seinen Höhepunkt erreicht hat, der Verbündete Rußlands. Man muß sich entscheiden, wenn nicht in St. Petersburg, so doch endlich zu Berlin. Hier in Wien, seien Sie dessen versichert, ist man entschieden. Es ist zu erwarten, daß die Haltung Oesterreichs in kurzer Zeit sich sehr scharf zeichnen wird. Die neuerdings selbst von der Berliner »Zeit« so ängstlich bevorwortete Integrität Rußlands steht, so wie die Dinge erscheinen, doch wahrlich nicht in Frage, daß man Garantien dafür haben müßte, daß der Uebermachtige, der seine Stärke mißbraucht, immer noch, komme was da wolle, ein Großmächtiger bleibe. Es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel, und die Flügel des doppelten, des einfachen wie des gallischen Adlers nicht bis Moskau wachsen. Der Leopard verträgt kaltes Klima ohnehin nicht. Wer sich tüchtig fühlt, sorgt vorab für das was ihm jetzt obliegt, und traut seiner Kraft und seinem Willen auch noch das nöthige Maß zu, um durchzusetzen, was die Zukunft etwa fordern mag. Das, so bandst es mir, schützt mehr als Brief und Siegel.
Wien, 31. Juli. (Tel. Coursbericht an das Frankfurter Börsensyndicat.) Man versichert, die Russen seien beordert, gegen den Pruth hin sich zurückzuziehen. —' Auf das neue österreichische Anlehen waren bis heute 218 Millionen gezeichnet.
Triest, 30. Juli. Die Zeichnungen für das neue Anlehen überschritten gestern den Betrag zehn Mill. Gerüchte vom Auftreten der Cholera im Kirchenstaate wurden amtlich widerlegt.
Frankreich.
Paris, 30. Juli. Aus Biaritz erfährt man, daß der Kaiser täglich ausreitet und auf dem Damme, so wie im Flecken spätren geht, wobei ihn am Abende die Kaiserin begleitet, die während des Tages häufig in ihrem Pavillon von Port-Vieux die frische Seeluft genießt. Wie verlautet, beabsichtigt das kaiserliche Paar den Ankauf oder den Bau einer Villa am Meeresufer.
— Dieser Tage wurden wieder mehrere Personen eingezogen. Um was cs sich handelt, weiß bis jetzt Niemand. Unter den Verhafteten werden bis jetzt keine I Namen von Bedeutung genannt.
; Der ehemalige Araberhäuptling Bu Maza hat sich I am 26. d. zu Marseille nach dem Oriente cingeschifft-
Er wird ein Commando unter den Baschi-Boruks übernehmen.
Spanien.
Die sonderbaren Zustände in Madrid, schreibt der Pariser Corr. des Staatsanz. f. W., gehen ihrer Entwicklung entgegen. Sonderbar waren diese Zustände am 24. noch in der Tbat: denn die Stadt war ruhig, aber auf der einen Seite waren die Truppen noch unter den Waffen, obwohl dem von der Königin förmlich ernannten Kriegsminister San Miguel gehorchend, auf der andern Seite stand das Volk noch bei den Barrikaden, mit einer Art Mißtrauen der Wendung der Dinge eutgegensehend. Obschon die Truppen nach und nach das Gewehr gestreckt und sich mehr oder minder freiwillig für die Jnsurrectiou erklärt hatten, so waren sie dennoch zur Vertheidigung der Königin bereit, in deren Palast gleichzeitig noch die Königin Christine und sogor die alten Minister versteckt sein sollten. Die Junta hatte ihrerseits einen Augenblick den Vorschlag diScutirt, den Palast mit Allem was darin war, Königin, Wiener und Camarilla, mit Gewalt räumen zu lassen. Dieß erklärt wohl daö fortwährende Auf-den- Bemen-bleiben der Truppen sowohl wie der Insurgenten. Bei letzteren circulirten auch allerlei Gerüchte von einem Flucht-Project der Königin, wornach sie sich in eine Festung werfen, ein treues Heer um sich sammeln und alles Zugesagte wieder zurücknehmen wollte, welche Gerüchte, wie besondere Informationen verbürgen, keineswegs so unbegründet waren. Denn der Chef-Redacteur des Clamor pnblico, derselbe, der der Königin die Forderungen der Junta überreichte, hatte einen anonymen Brief erhalten, der ihm ein geheimnißvolles Stelldichein gab; man machte ihm dort die Mittheilung (wahrscheinlich von einem Anhänger der Aufstandspartei bei Hof), daß allerdings ein derartiger Plan auf dem Tapet war. Die Umstände schienen dazu nicht einmal ganz ungün- slig: Blaser, weit entfernt, nach Portugal entflohen zu sein, sollte auf Madrid marschireu; Furo», der bei Aèadrid hielt, hatte sich noch nicht pronuncirt und man sagte nur, er sei nicht abgeneigt, San Miguels Befehle anzunehmen; über O'Donnell herrschte fortwährend die uuffallendste Ungewißheit. So kam es denn wohl, daß Truppen und Volk, obivohl nicht mehr feindlich einander gegenüberstehend, doch eine gewisse mißtrauische Haltung bewahrten. Den letzten Berichten zufolge hatte das Volk abermals an einem Polizeibeamten Namens Chico, dem Chef der geheimen Polizei, Lynchjustiz geübt und ihn füsilirt. Ich glaube, daß die hiesige Regierung wegen des Laufs der Dinge in Spanien in einiger Besorgniß ist.
RâH Madrider Privatbriefen vom 25. Juli gab die Königin an dem Tage dem General Salazar, der ihr Espartero's Bedingungen überbracht hatte, im Beisein des Kriegsministers San Miguel m ü n d l i ch ihren Entschluß zu erkennen, daß sie dieselben acceptire, worauf jener sofort abreiste. Worin die Bedingungen bestehen, ist noch nicht bis in's Einzelne bekannt; doch scheint so viel fcstzusteheu, daß die constituircuden Cortes und die Verbannung der Königin-Mutter zwei Hauptpunkte sind. Die Barrikaden waren immer noch nicht wcggeräunit, aber man fing wenigstens an, lvas bei einer außerordentlichen Hitze sehr nöthig wurde, den Unrath aus den Straßen sortzuschaffcn. In den Hospitälern solleu sich 800 Verwundete vom Civil- und Militär besindeu. Die" Junta besteht aus 29 Mitgliedern, worunter 4 Generale, dann Bankiers, Kaufleuten, Grundbesitzer, Advokaten, Ingenieure, ein Professor der Rechte, auch ein GasthauS-Eigenthümer und 4 Journalisten.
Madrid, 24. Juli. Die Zweifel am guten Einvernehmen Espartero's und O'Douncll'S sind völlig be
dem Großen wie dem Kleinen Rechnung getragen ist. Dient die Locomotive den Völkern und Nationen, überbrückt sie die Alpen wie jenes für den Semmering bestimmte Werk, so ist der zierliche Wagen wieder dem Einzelnen, dem Individuum Unterthan, und bringt die Sonveränetät der Person zur Geltung, die unter den riesigen Dampfapparaten verschwindet. Soll ich das Heer dieser offenen und geschlossenen Wägen, dieser Eguipagen aller Art bis zum Phaeton herab, dem ein künstliches Pscrd in Naturgröße vorgespannt ist, Revue passiren lassen? Das würde vorläufig etwas lange dauern, und so begnüge ich mich, dort zwei Prachtexemplare von Gallawägen hervorzuheben, davon der eine in allen seinen Bestandtheilen würtembergiscbcn Ursprungs ist, während der andere, wie ich glaube, Hessen augehört, und sich namentlich durch einen schön gearbeiteten, mit Hermelin ansgeschlagenen Boden anszeichnet. In diesem Equipagenranme kann man gewiß sein, immer die eleganteste Damengesellschaft zu finden. Reizende Gestalten, gewohnt, ihr halbes Leben in Wägen znzu- bringen, mustern die zierliche Bauart der Fuhrwerke, prüfen mit feiner weißer Hand Sammt und Seide der Sitze, entscheiden sich bald für diesen, bald wieder für jenen Wagen je nach dem Ge- schmackk. Ich habe distinguirte Gestalten beobachtet, welche von allen weiteren ' Ausflügen in die Tiefe der Ausstellungsräume immer wieder nach diesem Mekka der Eleganz zurückkehrten, um sich nur schwer von ihm zu trennen.
An die raffinirte Eleganz der Wägen schließt sich wieder ein simpler Urstoff an, der Thon. Ihm zur Seite liegt Schiefer aus Tirol und Sachsen-Meiningen. Der Thon manifestirt sich zn- nächst in Krügen rohester Construction, in Zuckerformen, und steigt langsam zu Pseifentöpfen und Figuren ans, bis er seinen Höhepunkt in den Ocfen der verschiedensten Fapon erreicht, die da herumstehen , einfach und gowüberzogèn als Zimmer- und Kalköfen im Modell. Den Mittelpunkt bildet ej^e Base von Marmor auf hohem Sockel, riesig groß beides und aus einem Stück, ein würdiges Seitenstück zu der an zwölf Fuß hohen Salzsteinfäule, die sich an einem anderen Orte, gleichfalls in einem Stücke aus der Erde befördert, befindet, dann zu dein ungeheuren Stücke Leingarn, das neun bayerische Ellen breit ist, so wie schließlich zu dem colossalen Fußteppich, der einen Saalboden
zur Genüge bedecken mag, und zu seinem Collegen, dem Riesen- quadrat von Wachstuch. (Forts, folgt.)
Zur Tagcsgcschichte.
** Die Ruffeufresserei — auf dem Papier — gebt in Paris noch immer ihren Gang, und die Art und Weise wie sie in einer so polizeilich geordneten Presse getrieben werden darf, ist bezeich- nend genug. Da bringt eine der neuern Nummern des Charivari wieder eine Reihe von Skizzen, Ein erstes Bild zeigt uns zwei würdige St. Petersburger Bürger. Ich bin so eben, erzählt der eine, dem Czar begegnet, und er hat mir die Ehre erzeigt mich anzureden. Was hat er Dir denn gesagt? fragt der andere. Er hat zu mir gesagt: Leih mir 10 Rubel. Ein zweites Bild trägt die Unterschrift: Der Kaiser von Rußland sucht eine Anleihe zu negociiren, und man sieht den Czar einsam auf der Straße stehen, seine getreuen Unterthanen fliehen in gestrecktem Galopp. Auf einem dritten Bild liegt ein unglücklicher Russe entkleidet auf der Erde, seine nackten Füße sind über ein Feuer gezwängt, daS ein kosakenähnliches Individuum mit dem Blasebalg ansacht, und der Czar beugt sich mit freundlicher Miene über ihn und spricht: „Nun mein lieber Freund, wollt Ihr mir Geld für meine Anleihe geben? Thut Euch keinen Zwang an, es geschieht alles ans freien Stücken; wenn Ihr nicht wollt, fo behaltet Euer Geld. Auf einem vierten Bild steht der Czar, die großen Stiefeln an den Füßen, den Helm auf dem Kopf, sonst aber in tiefem Neglige vor einem kleinen Spiegel um sich zu rasiren, und wendet stich zn der Kaiserin, welche hinter ihm die Hände ringt, um mit den Worten : Was zum Henker soll ich denn machen? Ich babe kein Geld und keinen Credit mehr, und da muß ich mich schon anfs Sparen legen. Ein sünstes Bild endlich spielt in' Kalifornien; der Czar hat Helm und Uniform abgethan und nur noch die Kanonenstiefet au, und ist in Hemdsärmeln beschäftigt Gold zu graben!
** Aus München, vom 27. Juli, berichtet der Schw.Merk.: Der gefeierte Künstler Grunert aus Stuttgart, leider nur Zu schauer bei dem hiesigen Gcsammtgastspiel, hat hier gleichwohl
reu allen Seiten sich großer Auszeichnungen zn erfreuen, wie dies feine hervorragende Stellung in der deutschen Kunstwelt mit sich bringt. So hatte unser kunstsinniger König Max die Gnade, ihn in besonderer Audienz zn empfangen und zu befehlen, daß er zuut Diner gezogen werde, welches Allerhöckffiderselbe den Künstlergästen geben ließ. DaS Festmahl beehrte Se. Dias, selbst längere Zeit ütH Ihrer Gegenwart. Unter den Tischreden zeichnete sich die des Intendanten Dingelstedt und Gustav Kühnes aus. Einen nicht minder lebhaften Eindruck erregte der Trinkspruch Grunert's, schon durch des Künstlers unvergleichliche Rednergewalt, noch mehr aber durch die ächte Kuust- Weihe, welche feine Worte athmeten, die denn auch hier in vielen Abschriften circuliren. Grunert sprach in diesem Trinksprnch seinen tiefen Schmerz aus, durch ungünstige Berhältuiffe an dem Dlitwirken bei den Mustervorstellnngen sich verhindert zu sehen, und beglückwünschte die andern Künstler, denen cs vergönnt gewesen, bei diesem Unternehmen priesterlich dem deutschen Geiste zu dienen.
** Als Beweis außerordentlicher Fruchtbarkeit wird angeführt, daß auf dem Gute des Hammerwerkbesitzers Hrn. Windorfer in K ö tz i n g bei Passau ein Kornhalm mit 16 Aehreu gefunden worden ist. Im Dorfe Wehlheiden bei Kassel fand man einen Kornhalm mit 9 Aehreu.
** Am Kaiserstuhl im Breisgau gibt eS bereits reife Traube n.
** In Hamburg ist der UeberfahrtspreiS nach America (Zwischendeck) von 54 auf 45 Thlr. beruntergegaugen.
** Herr und Frau Schönfeld vom großherzgl. Hoftheater in Karlsruhe eröffnen mit der heutigen Vorstellung („D e r Ball z u E l l e rb r n » n" von B l u m) einen Gastrollen- CycluS an hiesiger Bühne. Diesem Künstlerpaar geht ein bedeutender Ruf voraus, so daß die Erwartung dasselbe auch in größeren Partien im Schauspiel zu sehen, wohl gerechtfertigt scheint Dem Bernelnneu nach wird uns ans Veranlassung dieses Gastspiels eine Novität, ein kleines beliebtes Lustspiel das allenthalben mit vielem Beifall anfgcnommene „S a l z d e r E h e" vorgeführt werden.