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gegenüber obsiegt, mit wird sich in Erfüllung der hie ranS sich ergebenden Pflichten durch seine entgegen stehenden Erklärungen der Ständeversannnlung beirren lassen.

Deutschland.

* Wltsbgdtll, 23. 3ult. Lluch die gestrige Nummer unsereo Blattes wrnDe von der Polizeibehörde einer vorläufigen Durchsicht unterzogen. Eine Entscheidung über unsere bei Herzog. MimsterialabtheiEg des Innern <higa6«d/te Beschwerde ist noch nicht erfolgt.

§ Wirâdttt, 18. Juli. Kürzlich brachte ihr Blatt tie Nachricht, der BerwaUungorathder Ta un nsbahn beschäftige sich mit der Ausführung verschiedener zu- nächst auf die Herstellung einer engeren Berbindung mit der Mainz LudlvigShafen mit Ludwigs- l'ösen-Bexbacher Eisenbahn gerichteter, gleichmäßig DM Personen-Berkehr, wie den Güter- und Kohlentrans- pert betreffender Maßregeln, worunter besonders die unttleriveile bereits cingeführtc Ausgabe directer Bil­lets und die directe Expedition des Reisegepäcks von 'anbfurt aus nach Paris, Chulons, Nancy und Metz über Mainz und umgekehrt hervor zu he­ben ist, und welcher denmächst die Hcrstellnng einer gleichen directen Verbindung zwischen Frankfurt und Wiesbaden und den bedeutenderen Stationen der genannten Bahnen, sowie der Saarbrücker Bahn wie Worms, LiidwigsHafen, Neustadt, Speyer Saarbrücken rc. folgen sollte.

Diese Nachricht hat hier ungemein befriedigt und überrascht. Ersteres, weil auch wir ter großen Bor- theile theilhaftig werden sollen, welche aus einer ver­nünftigen den Bedürfnissen des PublicumS angepaßten Benutzung der jetzt zu Gebot stehenden Berkehrsmittel hervorgehen, letzteres, weil wir uns dieses Aufschwunges von Seite des Verwaltungsrathcs der seine Interessen bis jetzt nur in einer sehr engherzigen, beschränkt-lo­calen Weise zu fördern gewußt hatte, allen Ernstes nicht versahen, und die Geschäftsführung, welche unter dem früheren Director viel zu wünschen übrig ließ, unter der neuen Direction in dem kleinlichen Haschen nach Ersparnissen ganz zu erlahmen drohte, bei dem ängstlichen Suchen nach Mitteln und Mittelcheu zur Hinanfschraubung der Dividende den klaren Blick für den Weltverkehr ganz verloren zu haben schien. Die neuesten Maßnahmen des VerwaltungSrathes, wenn auch durch die unabweisüchen Forderungen ter Zeit ihm abgedrungen, sind immerhin ein Fortschritt, den wir als den Vorläufer anderer nothwendiger und zweck­mäßiger Anordnungen und Erleichterungen im Gcschäfs- verkehr mit Freude begrüßen; indessen müssen wir be­klagen, daß das Interesse unseres Curorts abermals auf eine nicht zu rechtfertigende Weise vernachlässigt er­scheint. Unser Herzogthum ist von jeher von dem Ber- waltungsrath mit großer Rücksichtslosigkeit behandelt und bei allen Anordnungen hintangesetzt worden, so daß billig Zweisel entstehen müssen, ob die hicrlän- dischen beiden officicll bestellten Mitglieder des Ver- Waltungsrathes auch die $ st chten ihrer Stellung rich­tig anssassen. So ist Wiesbaden mit seinem bedeuten­den Fremdenverkehr des Vortheiles, einer directen Ver­bindung mit Paris, Chalons, Nancy, Metz über Mainz durch hier zu lösende directe Billets und von hier aus zu bewirkende directe Expedirung des Reisegepäckes nicht theilhaftig geworden, Wiesbaden, dieser weltberühmte Badeort, ist unter den Orten nicht genannt, an wel­chen die Besitzer directer Billets für Paris rc. unbescha­det ihrer Ansprüche eine bestimmte Zeit verweilen dürfen. Nicht genug an dem, daß wir bei diesen neuen Ein- richtungcu leer ausgehen, auch frühere im Interesse

unseres Eurortes mit der Cur fremden getroffene Au ordnungen bestehen nicht mehr.

So ging vor einigen Jahren noch im Sommer je­den Freitag um 372 Uhr ein Extra-Zug von hier Nach Mainz, mit welchem tie hiesigen Curfremden, welche tie Freitagsconcerte in den Mainzer Anlagen besuchen wollten, rechtzeitig dort eintreffen konnten, während sie mit den jetzt abgehenden Zügen um 2 Uhr 15 Minuten und um 5 Uhr 35 Minuten entweder zu früh oder zu spät dort ankommen. Solche Berkehrs- crleichterungen können nur einen günstigen Einfluß aus die Rentbarkcit der Bahn äußern. Welche Ansichten jedoch bei dem Verwaltnugsrath in dieser Beziehung zu herrschen scheinen, geht ans den Gebühren hervor, welche für die Benutzung des kürzlich dem Privatge- branche übergebenen Telegraphen festgesetzt wurden. Be­zeichnend ist ferner, daß der Preis des gedruckten Tarifs, der mit 3 fr. schon überzahlt wäre, auf 12, sage Zwölf Kreuzer gestellt ist. Der Erlös ist allerdings dem Pensiouöfond der Diener zugewiefen; nach unserer Ansicht aber bleibt es gleich, zu wessen Vortheil man übervortheilt wird.

Frankfurt, 19. Juli. Dem "N. C." wird geschrie­ben: Gestern Wend trafen Depeschen hier ein, welche ganz unertvartet tie Meldung überbrachten, daß Oester­reich und Preußen sich über die Form der Vorlage des Bündnißvertrages vom 20. April an die Bundesversammlung nunmehr vollständig geeinigt haben. Diesen Depeschen mar tie gemeinschaftliche Erklärung Oesterreichs und Preußens, welche diese Vorlage nebst der Einladung zum Beitritte begleiten wird, beigefügt. Wie verlautet, sind nur zwei Gesandtschaften noch nicht im Besitze ihrer Instructionen zur Abstimmung über diesen Gegenstand, dürften dieselben indeß wohl noch heute aus telegraphischem Wege erhalten, und in diesem Falle wird schon morgen der endgiltige Bundesbeschlnß für den vorbehaltlosen Beitritt der Gesammtheit des Bundes zu bem österreichisch - preußischen Schutz- und Trutzbünduisse gefaßt werden. Jedenfalls aber würde derselbe in der nächstfolgenden Sitzung definitiv zu Stande kommen.

In der Sitzung vom 20. wurde bereits dem Dun- destagsausschuß die Aufgabe zu Theil, den Antrag auf das schleunigste zu rebigireu, auf Grund dessen der Beitritt des Bundes zu dem österreichisch-preußischen Schutz- und Trutzbündnisse beschlossen werden soll. Der­selbe hat am nachfolgenden Tage bereits 511 diesem Zwecke eine Sitzung gehalten.

Unter denjenigen Staaten, welche ihre Vertreter am Bundestage zum Beitritte zu dein österreichisch-preußi­schen Vertrage vom 20. April iustruirt haben, befindet sicherem Vernehmen nach sich auch Würtemberg.

Der bekannte Fürst Radziwill war dieser Tage hier anwesend und hatte eine längere Conferenz mit tem Bnndespräsidialgesandten Frei Herrn Prokesch v. O st e m

Das "Fr. I." enthält folgende Bemerkung: Zu den neuesten Zeitungsenten gehört auch die jüngst ver­breitete Nachricht, daß der Commandant bau Sweaborg grobe Veruntreuungen begangen habe und zu lebens­länglicher .Werfer strafe verurtheilt sei. Die erwähnte Nachricht ist gänzlich aus der Luft gegriffen und die Wahrheit ist, daß weder der mehrjährige Commandant von Sweaborg, General Altvater, welcher im April b. I., wegen eines ihn befallenen Augenübelö, mit Be­lassung seines vollen Gehalts, einstweilen vom Com- mando entbunden worden, noch dessen Nachfolger das Geringste des dem einen oder anderen Angeschuldigten begangen haben.

Karlsruhe, 20. Juli. (Bad. Bl.) I. k. H. die

Prinzessin Louise von Wasa, geb er ne Prinzessin von Baden, ist zur großen Trauer der gesaminteu großher- zoglichen Familie mit Tod abgegangen. Sie war die älteste Tochter Sr. k. Höh. des Großherzogs Karl und J. k. Hoh. der Großherzogin Stephanie, geboren 5. Juni 1811 und vermählt mit dem Prinzen Gustav von Wasa.

FÜrsteNthnitt Lippe, 10. Juli. Der Landtag ist nach einer vierwöcheutlichcn Session bis zum September vertagt. Nach der "N. Pr. Z." wären die Ncgicrnngö- propositionen abgelehnt worden. Man behauptet, daß zu ernstlichen Conflicten gekommen sei. Unter An­derem sollen die Stände wegen der einseitigen gesetz­geberischen Thätigkeit der Regierung sich verwahrt, da­rauf aber eine entschieden zurückweisende Antwort er­halten haben.

Berlin, 20. Juli. Nach Mittheilungen ans Wien schreibt das "C.-B." ist es dort vorwiegend die Ansicht, an Rußland ein Ultimatum zu expediren, welches einen Präclusiv-Termm für die Räumung der Donau Fürsten­thümer festsetzt und ebentuet den gewaltsamen Einmarsch der Oesterreicher androht. Die mibebhigtc Räumung der Donau-Fürstenthümer ist auch preußischerseits bis­her immer gefordert worden, es fragt sich nun, ob Preußen auch zu einer kategorischen Aufforderung an Rußland gewillt ist, oder ob es zunächst eine solche Oesterreich allein überlassen wird. Die Rück-Ant­wort der Westmächte über die russische Antwort wird dieser Tage in Wien erwartet.

Berlin, 21. Juli. Die Erzherzogin Sophie wird erst nach der Rückkehr des Königs unb der Kö­nigin von München hier eintreffen. Der Staats- anzeiger verkündet heute amtlich die Abberufung des Ritters Dr. Bunsen vom diesseitigen Gesandtschafts­posten zu London, die Wiederbesctzuug des letzteren durch den Grafen von Bernstorfs und die Ernen­nung des Freiherrn von Werther zum diesseitigen Gesandten am Hose zum St. Petersburg.

Dem " C. B." zufolge wird sich der König im nächsten Monat zum Gebrauch der Seebäder nach Putbus begeben. Dieselbe Lithogr. meldet, daß Herr b. Bismark- Schönhausen den König auf der Steife nach München begleiten werde.

Nach einer tel. Depesche der "Fr. Bl." aus Berlin vom 22. Juli wäre der Ankauf der zur Bcobil- machung der preußischcn Armec nöthigen Pferde beschlossen. Demnächst werde die Cavallerie und die K r i c g s st ä r k e gebracht.

Berlin, 22. Juli. Die zum 24. b. M. bestimmte Abreise Sr. Maj. des Königs dürfte in Folge des heute Abend zu erwartenden Eintreffens Sr, Ncaj. .des Königs von Portugal nicht stattfinden.

Dresden, 20. Juli. J. f. k. H. die Erzherzogin Sophie ist gestern Abend von Reichstadt in Pillnitz eingetroffen.

Wien, 19. Juli. Der englische Gesandte Lord Westmoreland hatte gestern eine längere Besprechung mit dem französischen Gesandten Herrn v. Bonrqneneh; wie man hört, beabsichtigen die Westmächte, bei dem eventuellen Zusammentritte der Wiener Conferenz nicht nur die für ungenügend erkannten russischen Propo^ sitiouen einfach abznlchnen, sondern auch von tem preu­ßischen Vertreter eine offene Erklärung über die künf­tige Haltung Preußens zu verlangen. Die «Times" und auch der Pariser Corr, des St.-A. f. W. sprechen von Coercitivmaßrcgeln gegen Preußen durch eine Blo- cabe der preußischen Ostsceküsteu falls Preußen dabei beharren sollte, die jüngsten russischen Eröffnungen als annehmbare Grundlage zur Einleitung von Unter*

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zu suchen. Leider waren alle Wirthshäuser besetzt, ais ich aber mit trauriger Miene zu meinem Bivouac zurückkehrke, begegnete mir ein großer starker Bauer, eine Blouse am Leib, ein Schlas- mNtze aus den Kops, und eine Laterne in der Hand.Suchen Sie vielleicht ein Nachtquartier?" fragte er mich.Ja wohl," antwortete ich, freudig überrascht. Folgen Sie mir." Mein Mentor führte mich zum Ort hinaus vor ein kleines niedriges Haus, zog einen Schlüssel aus seiner Tasche, öffnete die Hausthür und trat mit mir in eine kleine Stube, wo ein Bund Stroh mit einem Leintuch bedeckt mich zu erwarten schien.Hier," sagte mein Wirtb,werden Sie schlafen wie ein Prinz." Der Mann schien sich keine hohe Idee von: Luxus der Großen gemacht zu haben.Ich danke"; erwiderte ich. Er schien ganz überrascht, fing an zu brummen, nahm sein Licht aus der Laterne und sagte: Danke, danke wollen sie mich denn gleich damit bezahlen?" Entschuldigen Sie, ich dachte"Was konnten Sic denken?"Nun gut, was verlangen Sie für das Streb?', Fünf Franken."Fünf Franken?"Ja wohl;" hier nahm der Kerl eine drohende Stellung an und brummte:Findet Ihr das zu viel? Dian bat Euch (seid genug gegeben, um das Volk zu massacriren, es werden Euch wohl fünf Franken geblie­ben sein, um mich zu bezahlen." In St. Cloud hatte man kurz vor dem Abmarsch jedem Gardisten hundert Frauken Steife» gelb gegeben, da wir sonst mit unserem Gehalt von hundert Franken monatlich nicht ausgekommen wären. Der Bauer, der mich nicht aus den Augen ließ, machte einen Schritt vorwärts, während ich mich zurückzog. Ich slirchtete, er könnte mir den Kopf an den Steinen seiner Hütte zerschlagen, bevor ich Zeit hätte meinen Säbel zn ziehen. Jmnier näher ans mich" los rückend rief er:Nun wird's:" Zu gleicher Zeit senkte er das Licht bis zur Mitte seines Körpers, wahrscheinlich damit ich nicht seine Gedanken in seinem Gesicht lese; da gab ich ihm einen so tüchtigen Fußtritt, daß er bewußtlos liegen blieb. Ich nahm meine Beine auf den Rücken und erreichte mein Bivouae. Am anbern Morgen war ich nicht im Stande die Bauernhütte mit ihrem artigen Bewohner wieder zu finden.

In Mellerault ging das Gerücht, der Herzog von Orleans und General Lafayette, jeder an der Spitze feiner Partei, seyen

an einander gerathen, der eine um die Monarchie in seiner Person fortzufetzen, der andere um die Republik ciuzuführcu.

(Forts, folgt.)

Aus München.

in.

Mau muß hier wiederholen, was schon so oft von London aus gesagt wurde: daß eS für ben gebildeten Geschmack keinen reizvollern, manichfaltigern und großartigern Genuß giebt, als eine umfangreiche Industrieausstellung, und in der That ist die Münchner eine solche. Wer sie gestern, am 17. b., dem ersten Tage zum wirklichen öffentlichen Besuch, wiedersah, begreift kaum, was in Bezug der Ausstellung binnen aebtuudvierzig Stunden von Menscheuhäiideu geschehen und im wahren Sinne des Wor­tes geschaffen ist. Der Besucher befindet sich hier in einem bunt schimmernden, liebenswürdigen Labyrinth, in dem die Gruppen der Aussteller die elstausend Zimmer und seine. Schaulust ben rothen fabelt der Ariadne »erstellen. Er wird in diesen Räu­men noch einmal jung, denn er bat wieder die frohen, naiven, neugierigen Empfindlingen der Kinder, welchen eine überraschende Weihnachtsbescheerung zu Theil wird. Auch fehlt cs unter An- derm für äußerst kleine Knaben und Mädchen nicht an Schaukel­pferden, Blechsoldaten, Pappcnrnstuugen, Putzstuben, Gelenkpupp.cn und Feucrrüpeln, wodurch sich bcsoudcrs ein Tisch aus Sachsen sinnreich Hervorthut. Wer diese Imitation von Nünibergcr Tand sieht, wird dem Fabricantcu die Freude gewiß nicht "versagen, ihm Lord Bhron'S großen Stoßseufzer zuzurufen:

»Ach! könnt' ich rückwärts dreh'» des Lebens Nachen »Bis zu dem ersten Weine», erste» Lache»!«

Da ein großer Menschenandrang zu sürchten war, so hat mau in der ersten Woche das Eutrse auf 30 Kreuzer gesetzt. In der übrigen Zeit wird es wirklich nur 12 Kreuzer betragen, unb blos Montags und Freitags soll jener Satz von einem halben Gulden festgehalten werden. Allerdings hat man hiesigen Orts das Alünch- uer Publicum besser gekannt als im Auslande, wo man auch bei jenen Höbern unb für Norddeutschlaud immer noch sehr geringen

Preise ein stilles Erdrücktwerden fürchtete. Die Thatsache hat nun gelehrt, mie Medusen hast diese 30 Kreuzer hier auf den hie­sigen Bürger, auch ben wohlhabender», wirken, der höchstens ge­willt ist, eine solche Summe zu »erbiereu. Das Local war mir schwach besucht, unb von ben 10,000 Menschen, die es faßt, sah mau kaum 2000 je noch zusammen. Sehr ermünfebt würde die­ser mäßige Besuch für den Genuß des Einzelnen in Bezug auf das Wetter sein, denn die jetzt hier herrschende Sonncnglnth und angenehme Beständigkeit des Himmels bringt in beut Industrie- gebäude eine ziemlich tropische Temperatur hervor. Es ist dies auch gar nicht anders denkbar, denn ein Glaspalast ist weiter nichts, als ein gigantisches Gewächshaus, dem nur die antebtlu» »ionischen Palmen und Farrukräuter fehlen, um in einen künst­lichen Garten verwandelt zu sein. Bewunderungswürdig^ >st P architectonischer Beziehung die Leichtigkeit, Zierlichkeit und Schlank­heit der eisernen Sauleu und eisernen Tragbalken, die sämmtlich aussehcn, als müßten sie jeden Augenblick zusamunmbrechen, unb die doch mit ihren unberechenbaren Lasten von Waaren und Men- schcn unerschütterlich seststehcn. Dabei sind diese 40 und 60 <zmß hohen Eisenmasten von circa 11 Zoll im Quadrat noch anherdem hohl und haben nur die Stärke von einem Fiitger. Das Eisen ist berufen, in der Baukunst eine immer größere Rolle zu spielen, und diese seine Verbreitung geht mit dem Holzmangel unserer modernen Welt höchst zweckmäßig Hand in Hand. Zum Ver­druß vieler Eorrespondentcn regnet es jetzt nicht mehr durch int Industriepalast, da wir ganz heitern Himmel haben.

Wer zum ersten Male, mit dem vortrefflichen nur 24 Kreuzer kostenden Katalog des Herrn Dr. v. Herrmann versehen, diese seenartigen Staunte durchwandert, bleibt weit davon entfernt, irgenb mit gutem Gewissen in seinem Urtheile eine Uebersicht ge» bett oder auf Einzelheiten ciugchen zn können, da er nicht fähig ist, diese mit andern ähnlichen ihm noch nicht zu Gesicht gckom- mencn Singen zu vergleichen unb eS überhaupt eine psychologische Unmöglichkeit bleibt , so zahlreiche Eindrücke neben einander im Kopfe klar und rein zu erhalten.

Eins ist es aber vor Alleni, das sich dem Beschauer alb un­bestreitbare Thatsache aufbräugt und ihm ben frohen unb schönen Gedanken über die Bildungssähigkeit der Menschen noch einmal