Einzelbild herunterladen
 

Partie», aus deren Mitte sich ein mächtiger Spring­brunnen erhebt.

Limburg, 8. Juli. Endlich scheint sich mit dem Preise des unentbehrlichsten aller Lebensmittel, des Brodes, zum Bessern gestalten zu wollen. Nachdem in Folge des üppigen Standes der Saaten die Zufuhr zu dem in voriger Woche zu Diez abgehaltenen Frucht- markte so ungemein stark gewesen war, daß gegen 300 Malter unverkaufter Frucht ausgestellt werden mußten, war der Andrang von Berkäusern auf dem gestrigen Markte wiederum ein so enormer, daß bei der sehr ge­ringen Anzahl von Kauflustigen der Preis deö Kornes einen bedeutenden Rückgang erfuhr und sich zuletzt zwischen 11 und 12 Gulden für das kleine Malter feststellte; das Geschäft in Waffen war fast gleich Null. Fast ganz unerklärlich war uns die Erscheinung, daß während gegen alle seitherige Erfahrung der Preis des 4pfündigcu Laibcö Schwarzbrod in Wiesbaden und Mainz niedriger war als in unserem gesegneten Lahn- und Aarthale und selten 20 Kreuzer überstieg, man bei uns das Brod derselben Quantität und Qualität mit 24 Kreuzern bezahlen mußte, bis es heute endlich einen Abschlag von ein epi Kreuzer erfuhr. Das fast andauernde Regenwetter der letzten Tage hatte auch gestern wieder die Besorgniß hervorgerufen, es würden sich mir wenige Verkäufer in Diez cinfinden und die Preise sich auf ihrer Höhe erhalten, allein wir über­zeugten uns von dem erfreulichen Gegentheile. Es scheint ein panischer Schrecken in die Besitzer der noch immer sehr bedeutenden Massen lagernder Brotfrucht gefahren zu sein, der es ihnen als das Rathsamste er­scheinen läßt, mit ihren Vorräthen anfzuräumen, ehe noch der vorranssichtliche Ausfall der Ernte das Ge­treide wieder auf seinen Normalpreis herabdrückt, für welchen der Producent es liefern und der Konsument cs kaufen kann. Mag der gelehrte Nationalökonom der "Mittelrheinischen Zeitung» iu seinen hochgeschraub­ten Artikeln über die Theuerung sagen was er wolle, cs ist nicht zu verkennen, daß die Ursachen des gegen­wärtigen Nothstandes, abgesehen von andern Zufällig­keiten, die außer dem Bereiche menschlicher Berechnung liegen, zum großen Theil in der unchristlichen und ge­winnsüchtigen Speculation einiger Weniger zu suchen find, denn ein wirklicher Mangel war nicht vorhanden. Hoffen wir, daß die fchlimmsteu Zeiten überstanden sind und Fälle, wie der, den ich Ihnen zum Schluffe mitthcilcn will und dessen Augenzeuge ich war, nicht mehr Vorkommen werden. Ein Mann von dem zwei Stunden entfernten Görgeshausen hatte vor einigen Wochen eine Last Holz hierher auf den Markt zum Verkaufen gebracht. Kaum dort angelangt, fiel er vor Hunger und Entkräftung bewußtlos zu Boden. Sein kleines Töchterchen, das bei ihm war, erzählte, der Vater habe in 48 Stunden noch keinen Bissen Brod ge­nossen. Man brachte den Armen in einem Tragstuhle in das St. Vincentiushospital und die menschenftcund- lichen Krankenwärterinnen der Anstalt hatten ihre liebe Noth, bis sie den geschwächten Magen des Mannes wieder an eine kräftige Speise gewöhnt hatten. Diese erschütternde Episode bildet einen schlagenden Beleg zu dem Urtheile, welches ein hiesiger Correspondent Ihres Blattes vor einiger Zeit über die Unvollkomm lheit der Armenpflege in so vielen Dorfgemeinden unseres Landes gefällt hat.

Berlin, 8. Juli. Es bestätigt sich, schreibt m i der Köln. Ztg., daß die beiden Missionen nach Wien und Petersburg Statt finden werden. Nach Pe­tersburg geht der Graf von Königsmark, früherer Ad­jutant des Prinzen von Preußen. Die ostensible Auf­gabe ist, der Kaiserin von Rußland zum Geburtstage

SSE3®®^?ä®aSHH5SEaE!EE3

esse sein, eine ausführlichere Darstellung der Begebenbeiten zu lesen, deren blutige Spur zuletzt auf das Schaffot führte. Am 7. September 1848 kam barfuß und schlecht gekleidet, jedoch das Haar nach der Mode gekämmt und pommadisirt, ein Mensch an das hallische Thor in Leipzig. Der Wachthabende Polizeidicuer forschte nach seiner Legitimation. Der Fremde hatte keine, auch verwirrte er sich in seinen Reden und suckte sich einigen Anschein von Blödsinn zu geben. Er wurde also in Gewahrsam gebracht. Er nannte sich Friedrich Müller aus Cunnersdorf bei Frankfurt an der Oder, gab sich für elternlos aus und wollte seit seiner frühesten Jugend auf einem Segelschiffe zwischen Hamburg und America hin und her gefahren seiu. Alle Bemühungen der Po­lizeihörde, um die wahre Persönlichkeit des verdächtigen Fremden zu ermitteln, blieben ohne Erfolg, so daß er endlich bis aus Wei- leres am 5. Januar 1849 in die Versorgungsanstalt zu Colditz obgeliefert wurde. _ Am 1. September 1849 wurde er wieder aus derselben entlassen; da ihn jedoch die Leipziger Behörde fort- wahrend für einen gefährlichen Menschen hielt, so wurde er nach seiner Äuknnft in Leipzig in dem als Arbeitsanstalt dienenden Georgenhause befchäsligt und unter Aufsicht erhalten. Mittler­weile (im Mar 18ol) sand die Polizeibehörde, daß in den Mit­theilungen der Berliner Sicherheitsbehörde ein Steckbrief hinter einem SchneBergefellen Karl August Ebert aus Drosseu noch unerledigt war Dieser Ebert, wegen Zkanbmords, Brandstiftung und mehrerer Diebstähle bei dem Gerichte in Drossel, in Unter­suchung gewesen, war am 24. August 18-18 aus dem Gefängniß entsprungen und mußte nach der Beschreibung seiner Person mit dem am 7. September 1848 in Leipzig eingewanderten und fest­genommenen Friedrich Müller auffallende Äehnlichkeit haben. Es wurde also nach Drossen berichtet, allein die dortige Behörde ging nicht darauf ein, iveil zufälliger Weise zur selben Zeit in Franksurt a. M. ein Landstreicher Namens August Müller ver­haftet worden war, dessen Lichtbild unverkennbare Äehnlichkeit mit Ebert zeigte und dessen Transport nach Drossen, auf Grund die- ser Äehnlichkeit hiu, verlangt wurde. Allein der lebendige August Müller fah ganz anders aus als der photographirte, unb viele lerfonen, bie den Ebert genau kannten, sagten übereinstimmend aus, daß dieser August Müller unbedingt nicht der gesuchte Ebert

zu gratuliren. Die Note nach Wien ist bereits erlassen; sie befürwortet den Inhalt der russischen Antwort unb wünscht, daß auch Oesterreich die Befriedigung theile, welche hier diese Antwort Hervorgenffen hat. Ganz Präcises ist über die russische Antwort noch immer nicht zu erfahren. Die Diplomatie ist in Verzweiflung, um so mehr als der Minister-Präsident sich heute wirklich aus das Land begeben hat und somit ihren Nachforschungen aus dem Wege gegangen ist. Die Differenzen zwischen den verschiedenen Angaben über die russische Antwort, der der N. Pr. Ztg. und der der officiösen Dementis, die bis aus einen gewissen Grad auch von diplomatischer Seite her unterstützt werden, sticht man nun mit der Annahme auszugleichen, daß eben so wie die Wiener Sommation bestimmter war, als die preußische Note vom 28. Juni, so auch die Antwort Rußlands nach Wien mehr in die Details eingeht, als die hierher gesandte. Ich habe Ursache diese Annahme für gegründet zu halten. Ob die wei- tergeheude Voraussetzung, daß sowohl hiehcr als nach Wien zugleich eine vertrauliche Mittheilung erlassen sei, thatsächliche Begründung hat, wage ich heute noch nicht zu entfcheideu. Rußland hat seine Antwort mit allerlei freundschaftlichen Formen begleitet. Oberst von Manteuffel hat eine prächtige Tabatiere zum Ge­schenk erhalten, wie sie sonst nur diplomatischen Agen­ten höheren Ranges zu Theil wird; für den Prinzen von Preußen hat er einen besonderen Gruß mitge­bracht; selbst Alexander von Humboldt soll nicht ver­gessen sein. DaS Berliner Corr.-Bureau erfährt aus sicherer Quelle, daß die Puncte der bon Petersburg ergangenen Antw orts-Note weder genau noch er­schöpfend in den bisherigen Versionen der Presse ent­halten sind. Ein Hauptpunct insbesondere sei uner­wähnt gelassen, welcher für sich allein ein Eingehen auf die Bedingungen des Petersburger Cabinets fast unmöglich machen dürfte. Die russische Antworts-Note verlange nicht nur die bereits bekannt gewordenen Ga­rantien, sondern sinne den Regierungen von Preußen und Oesterreich noch die Uebernahme einer Gewähr- schaft dafür an, daß, wenn Rußland genöthigt sein sollte, mit den Westinächten den Krieg allein fortzu- führen, bei einem eventuellen Friedensschlüsse Frank­reich und England keine Bedingnng vorschreiben dürften, welche für Rußland . ie Einbuße an Ländergebiet in- volviren würde. Preußen und Oesterreich sollen sich mithin nicht bloß jetzt befriedigt erklären, sondern auch für einen künftigen Fried i zwischen Rußland und den Westmächten, welchen Ausgang auch der Krieg zwischen diesen Parteien für Rußland nehmen möge, gewisser Maßen ein Schutz-Bündniß mit Rußland gegen Frankreich und England schließen f??].

Herr Assessor Wagener, ehemaliger Redacteur der Kreuzzeitung, hat sein Patent als Rechtsanwalt beim Ober-Tribunal in der Tasche; er tritt aber diese Stellung noch nicht an und sucht vorläufig einen Stell­vertreter.

Wien, 8. Juli. Der »Pf. Ztg.» wird geschrieben, die russische Antwort sei keineswegs von der Art, um den Faden kurzweg durchzuschnciden, sondern sie lasse Raum genug, um auf dem Felde der Verhandlungen noch den Austrag der obschwebenden Frage zu bewirken. Man erzählt von dem russischen Diplomaten, daß er auf seiner Reise in den Fall gekommen sei, Jemanden in seinen Dienst zu nehmen. Als er sich unter den verschiedenen Bewerbern für einen entschieden hatte, fragte Dieser in aller Bescheidenheit, wie lange wohl der ihm zu gedachte Dienst in Wien dauern werde, j Darauf antwortete der Fürst rasch: »Drei Tage oder , drei Monate!» Was unsere Regierung über die i

sei. August Muller wurde also von Drossen nach Frankfurt am Main zurückgcbracht. Sei es nun, daß die Polizeibehörde in Drossen hinsichtlich des Leipziger Friedrich Müller eine ähnliche Täuschung befürchtete, oder sei es aus andern Ursachen: kurz, nach Leipzig gelaugte keine Mittheilung mehr, daß der Steckbrief hinsichtlich Ebert's unerledigt geblieben sei, die Leipziger Polizei­behörde glaubte also, in jenem August Müller sei der gesuchte Ebert gefunden worden, und so mußte sie denn den Friedrich Müller am 16. November 1852 aus dem Georgenhause wieder entlassen, behielt ihn jedoch unter polizeilicher Aufficht. Sieben Wochen später, am 7. Januar 1853, verbreitete sich plötzlich die Knude in Leipzig, daß die in der Georgenstraße wohnende Wittwe Friese auf entsetzliche Weise ermordet und eines Theils ihrer Habe beraubt worden sei. Das Haus, in welchem die Friese wohnte, lag ganz versteckt in einer Sackgasse in der Nähe des Schützenhauses, wo namentlich im Winter nur sehr wenige Men­schen verkehren. Mehrere Personen, die am 5., 6. und 7. Jan. zur Friese wollten, fanden immer die Wohnung derselben ver­schlossen, und man wendete sich endlich an die Polizei. Diese ließ die Stube öffnen, und man fand die Friese entseelt in der­selben. Sie lag, Kopf und Gesicht mit Blut bedeckt, völlig an­gekleidet, mit dem Rücken auf einem Stuhle; der Kopf hing herab, beide Hände berührten ausgestreckt den Bodeu, und die rechte hielt ein scharfes blutiges Messer. Quer über den Hals lief eine lange, weit klaffende Schnittwunde, und eine Lache dicken, geronnenen Blutes tränkte den Fußboden. Der Schädel zeigte sich an mehreren Stellen furchtbar zerschmettert, und allmählich entdeckte man 16 mehr oder weniger bis ins Gehirn dringende Wunden, die augenscheinlich mit einem harten, stuinpfen Instru­mente bewirkt waren. Die Friese war als eine wohlhabende Frau bekannt gewesen, man fand in ihrer Wohnung mehrere Gegenstände von Werth, namentlich auch Dokumente und Schuld- verschreibungen, dagegen nur wenig baareS Geld, obwohl die Friese erst wenige Tage vor ihrem Tode eine beträchtliche Summe an Zinsen, in Kasscubillets und Zweithalerstücken, erhalten hatte. Eben so fehlten Riuge unb Busennadeln; die ersteren hatte die priese gewöhnlich, an einen Faden gereiht, in ihrer Kommode liegen gehabt. So sprach denn Alles dafür, daß die Friese unter

Gortschakofflsche Botschaft beschließen wird, dürfte sm'^ Erste von der Darstellung des Freih. v. Heß abhän gen, welchen man in etlichen Tagen von seiner Armce- Jnspcetionsreisc zurückerwartet, und cs scheint hiernach gerathen, gegen frühere bezügliche Enthüllungen auf her Hut zu sein, da sie wohl nur aus Conjecturalpolitik oder specnlativer Erfindung ihren Ursprung ableiten können. Alle Hoffnung auf Frieden dürfte aber vor der Hand noch in seinem Falle verloren sein.

Der »Köln. Ztg.» wird in einem Schreiben aus Wien bestätigt, daß das beabsichtigte Einrücken österr. Truppen in die Walachei schon vor der Ankunft des Fürsten Gortschakoff und der von ihm überbrachten Ant­wort des Ezaren zn Einwendungen von Seiten Preu­ßens Veranlassung gegeben habe. Diese Einwendungen sollen in der Gestalt eines formellen Protestes dem hiesigen Cabinette mitgetheilt worden sein, und zwar mit dem Beisatze, daß, wenn die Besitznahme des wa- lachischen Gebietes von Seiten Oesterreichs Statt fin­den sollte vor der officielten Mittheilung des Entschlus­ses des Kaisers von Rußland, Preußen sich aller und jeder (?) der von ihm im Bündnißvertrage vom 20. April übernommenen Verpflichtungen entbunden erach­ten würde. Da die Mittheilung, welche in Wien einen unangenehmen Eindruck hervorgebracht haben soll, durch Herrn v. Arnim mündlich geschehen, so verlangte Gras Buol, daß sie ihm schriftlich gemacht werde. Die Pro­testation ist nicht in der verlangten Form erneuert worden, und da mittlerweile Fürst Gortschakoff au­gekommen ist, so erwartet man, daß der Schritt von Seiten Preußens ohne weitere Folgen bleiben werde.

Der "Oesterreichifche Soldatenfreund», dessen rus- sensreundliche Haltung in letzter Zeit gerechtes Aufsehen erregte, bringt mit Beziehung auf diesen Umstand in seiner stummer vom 8. d. folgende Erklärung:

»Der "Soldatenfreund», wie jeder ehrliche Oester- reicher, muß einen Krieg zwischen Oesterreich und Ruß­land für ein Unglück halten. Er glaubt, daß man kein ehrenhaftes Mittel unversucht lassen dürfe, um ein sol­ches Unglück abzuwendcn. Die aufgeregten Leidenschaf­ten zu beschwichtigen, indem man ihnen ein nüchternes Urtheil entgegenstellt, ist eines dieser Mittel. Dieser Grundgedanke leitet den "Soldatenfreund». Er war beflissen, die militärischen und politischen Verhältnisse in unparteiischer Weise anfznsasfen. Da er übrigens militärische Nachrichten nicht erfinden konnte, so hat er natürlich authentische Berichte über die Kriegsope­rationen von mehreren Seiten sich zu verschaffen ge­sucht. Mit der Zusammenstellung und der Anffassungswcise hat sich aber Niemand be­faßt, wie die Redaction d. Blattes». Vom Kriegsschauplätze an der Donau meldet das ge­nannte Blatt, daß die rückgängige Bewcgtmch' dcr rus­sischen Armee langsamer stattsindet, als man es früher vermuthet hatte. Die verschiedenen Corps haben, wie es scheint, vorerst an der Jalemitza Position genommen. Der linke Flügel, Lüders, bei Hirsowa; das Centrum, Dannenberg, bei Urzhczcuh; der rechte Flügel, Lipraudi, bei Plojesth. Bei dieser achtunggebietenden Stellung der Armee fand die Forffchaffung des Materials und der fünftausend bulgarischen Familien, die mit ihrem Hab und Gut nach Rußland übersiedeln, obgleich be­schwerlich, doch ihren geregelten und ungestörten Gang. Die Türken hatten nirgends einen Versuch gemacht, die Donau zu überschreiten. Wie sich die Lage weiter ge­stalten, ob und wie bald eine fernere rückgängige Be­wegung der verschiedenen Corps bis an die Szerethlime i stattfinden würde, von wem und wann das von den , russischen Truppen verlassene Gebiet besetzt werden I möchte, schien man nach den Berichten aus dem rusp-

Mörderhand ihr Leben ansgehaucht unb daß ihr Mörder mit raffinirter Bosheit das erschlagene Opfer in eine Lage und Stel­lung gebracht habe, die den Glauben erwecken sollte, als Have die Friese mit eigener Hand ihrem Leben ein Ende gemacht.

(Schluß folgt.)

Zur Tagesgcschkchte.

** Bei der bevorstehenden Reise des Kaisers von 9iiiß(anb Kiew dürfte es nicht uninteressant sein, einige merkwürdiges zelheiten neuerdings in's Gedächtniß znrückzurufen, die jene vernementsstadt zu einem russischen Dtetka steinpeln, wohsw jährlich Tausende von Menschen zu den Grabstätten ^vcm s Wladimir's pilgern. Der Anblick der Stadt vom rechten Dmff ufer ist wahrhaft majestätisch, und es gibt wenige Rußland, die man damit vergleichen kann, etwa Nischm £ gorod. Das Höhlcnkloster in Kiew zählt zu den Merlw o leiten des Reiches. Kloster und Kirche sind neu imd 1 '

Weise wie alle russischen Kirchen der Art gebaut. Die a Gebäuden brannten mehrmals ab, zuletzt 1728. Die "Ni ­schen Gänge haben ungefähr das Ansehen von Bergwerrol sie sind selten über 7 Fuß hoch und 45 Fuß breit, uw » * sich in labyrinthischen Windungen in zwei Abtheilungc mehr als eine halbe Stunde weit in dem Felsen, wo,a Berg besteht umher. Alle 20-30 Schritte ist rechts oder > eine Nische auSgehaueu, worin ein Steinsarg ausgearre ( Hier liegen die alten Einsiedler, welche sämmtlich als g ehrt werden, begraben. Die Körper verwesen in dwff - Zicacn nicht, sondern trocknen nur zusammen. Sämmtliche Mon offen in ihren Mönchsgewändern in diesen steinernen ausgestreckt. Ueber jebent ist eine prächtige bnntsewene gestickte Decke ausgebrütet. Einer der Heiligen hatte i / ^ dig bis an die Schultern in die Erde eingraben laste,' ' ^. nur der Kopf hervorragte, und war auf diese Wem ^ Auch dieser ist mit einem goldbestickten Tuche bedeckt, r tin< wieder sind kleine Zellen neben den Gängen in ben » Llt ge- eingehauen, welche von den mönchischen Einsiedlern v