k I vermag. ES hat daher sein Augenmerk auf die rheinische I, Eisenindustrie geworfen, welche ihre trefflichsten Erze aus dem
1 Labngebict bezieht. Im Lahnthal findet in diesem Augenblick T eine so mächtige Ausfuhr von Erzen statt, wie noch nie, in- !! dein die Lahn bisher ziemlich Wasser hatte. An den Haupt- le ! lagerplätzen, wie Weilburg und Diez, werden täglich Tausende ]t ■ von Gulden in die umliegende Gegend für Fuhren des @ifen t. steinS bezahlt. Da eine Fuhr mit mehreren Gulden bezahlt je ' wird, fahren jetzt auch die armen Bauern mit ihren Kühen.
15 [ Ost entsteht ein wahres Gedränge und Hemmiliß auf den m 6 betreffenden Wegen. Drei größere Gesellschaften wetteifern
mit den schon älteren Gewerkschaften an der Lahn und am ;t Rhein im großartigsten Betrieb der Eisenfabrieation. Die
I niederrheinische Eisenfabrication und die Hebung unseres
1 launischen Bauerirstandes gehen Hand in Hand.
I Mainz, 25. Juni. Se. Mach der König Ludwig von j Bechern wird morgen aus einer Reife nach Köln unsere Stadt
e, berühren. Nach der sinnigen Anordnung des TirectorS der '! vereinigten Köln- Düsseldorfer DampfschifffahrtsHèsellschaft, des i Herrn Borenberg, wird morgen früh der Dampfer Goethe Se. 8 M. den König Ludwig bei Ludwigshafen an Bord nehmen 1 I und bis Remagen bringen, wo das Dampfboot Schiller mit t . einer Deputation des Kölner Dombauvereins dem Goethe j ? entgegenfahren und Se. Majestät nach Köln bringen wird.
! I Würzburg, 25. Juni. (N. W. Z) Heute Vormittag ; ; zwischen 9 und 10 Uhr kam die Locomottve „Schweinfurt"
i - festlich geschmückt, mit 2 Güterwagen und 5 Personenwagen, on Schweinfurt hier an. Es war dieß die erste Probe-
I £ fahrt auf der Schweinfurt-Würzburger L a h n- strecke, und soll dem Vernehmen nach das Ergebniß sehr befriedigend ausgefallen sein.
München, 24. Juni. Dem Vernehmen nach hat Se. Maj. der König seinem Flügeladjutant n, dem Oberst 0. d. Tann, den Militär-Max Joseph-Orden verliehen. — Heute wurde die erste Strecke der München-Salzburger Eisenbahn, jene bis nach Großhessellohe, dem vielbesuchten Vergnügungs- L platze der Münchener, rem Verkehre übergeben. — Zur Erinnerung an die bevorstehende deutsche Industrieausstellung hat der f. Hofgraveur, Hr. Löwenbach hier, eine Medaille gefertigt, die uns in sehr trefflicher Ausführung aus der Vorderseite die Ansicht des GlaöpalasteS, auf der Rückseite die Wappen der an der Ausstellung iheilnchmendeu deutschen ; Staaten zeigt.
Luxemburg, 21 Juni. Heute früh um 10 Uhr versammelte sich die neue Kammer, konnte aber keine Sitzung
1 z halten, weil der Regierung noch nicht die nöthigen Vollmachten zur Eröffnung der Session vom Haag zugegangen sink Man schreibt diesen sonderbaren Umstand einem Vergessen des Haager CabinctS zu, und deßhalb hat die Regierung gleich heute einen Courier nach Trier geschickt, um durch den Telegraphen im Haag anzufragen.
Berlin, 25. Juni. (F. P. Z.) Die heutige Nummer der „N. Pr. Ztg." enthalt einen Artikel, der darum Aufsehen erregt,,weil ci> der sonstigen rückdaltenden Gewohnheit dieses Blattes entgegen, nun der Möglichkeit einer Verständigung Rußlands mit den FiiedeusMundeu das Wort redet. Die prägnante Stelle des Artikels lautet: In Rußlands eigenem, wie in dem Interesse Deutschlands muß man wünschen, daß die Antwort (auf die österreichische Summation) eingehend sei, selbstverständlich unter Bedingungen, die der Ehre des mächtigen Staates entsprechen. Solchen Falls könnte der Rest des Somwers leicht mit Unterhandlungen verlaufen. Lautet aber die Entgegnung schlechthin ablehnend, so bleibt jetzt dem österreichischen Cablnette nichts übrig, als das in Siebenbürgen versammelte Heer die Grenze überschreiten zu lassen. — Sie finden in diesen wenigen Worten die Ansicht unserer untere richtelsten Kreise gleichsam zusammengeb ängt. In der That scheinen hier Nachrichten eingetroffen zu sein, welche die Bereitwilligkeit des russischen Kaisers, ohne weiteres der österreichischen Sommation nachzugeben, wieder mehr in Frage stellen» Ich bemerke auSdlückUch, daß in den der Kreuzzeitung nahe stehenden Kreisen diese Nachrichten nicht coursiren. Dort vielmehr hat man weniger als je aus dem Glauben Hehl, daß
geheime Unterhandlungen zwischen Rußland und Frankreich im Gange seien, und daß der russische Oberst v. Kowalewski beauftragt sei, zu ihrer Weiterführung sich direct mit dem Kaiser der Franzosen in Beziehung zu setzen. Allen diesen Aussichten gegenüber, in denen vielleicht Lieblingswünschc vorschnell in Thatsachen verwandelt sind, wird von anderer Seite bemerkt, daß Rußland in diesem Augenblick neue Truppen« massen gegen die Donau dirigirt und in W>eu hat erklären lassen, daß eS „bis zum letzten Hauch von Mann und Roß" für die Aufrechthaltung eines religiös politischen Protectorats kämpfen wolle, in dem die Wurzeln seiner Existenz als Groß macht ruheten. — Die Ankunft Sr. Maj. des Kaisers von Oesterreich wird auf Ende Juli hier erwartet, und eS sind zu diesem Ende die großen Manöver des Gardeeorps dahin verschoben.
Der wirkliche geheime Rath Graf v. Bernstorff, welcher sich während der Abwesenheit Sr. Maj. des Königs auf einige Tage auf s Land begeben hatte, ist hier wieder einge- t.offen. Wie wir hören, wird sich derselbe auf seinen Posten nach London begeben.
Berlin, 26. Juni. Die Preußische Correspondenz meldet heute, daß die übrigen deulschen Bundesstaaten durch ihre Beitrittserklärungen das österreichisch-preußische Schutz- und Trutzbündniß vervollständigen.
Die russische Antwort auf die Aufforderung Oesterreichs, die Donaufürstentbümer zu räumen, soll entschieden verneinend ausgefallen sein. Unter diesen Umständen bleibt auch uns nichts Anderes übrig, als zu mobilisiern.
Wien, 19. Juni. Die Besserung unserer Landeswährung machk überraschende Fortschritte, überraschend in Beziehung auf Zeit und Verhältnisse, unter denen sie eintrat, und, wie es allen Anschein hat, sich nachhaltig und im stetigen Fortschritt entwickelt. Bekanntlich war es unserer Fiffanzverwaltung gelungen, im Anfang des verflossenen Jahres, durch Maßregeln, deuen man das Verdienst richtiger Auffassung und zweckmäßiger Durchführung zuerkennen muß, den Unterschied zwischen der Bank- und Silbervaluta auf ein minder fühlbares Maaß zurückzuführen, und ehe die orientalische Frage eine bedrohliche Gestalt angenommen hatte, stand daö Siiberagio hier auf 8 Procent. Im Verlauf der Krisis zeigte sich die Erscheinung, daß die Kriegssurcht, die auf auswärtigen Geld- märkten Staats- und Privatpapiere herabdrückle, hier vorzüglich in einem dem Verkehr empfindlichen Steigen der Course fremder Währungen ihren Ausdruck fand. Die schleckte politische Witterung wirkte zunächst auf den kranken Theil des Staatsorganismus, Silber stieg allmählich bis 42 Procent, und hielt zuletzt einen durchschnittlichen Standpuncl von etwa 35 Procent ein. Jetzt, wo wir am Voiabend der Entscheidung stehen, wo Oesterreich eine weit bestimmtere Stellung zur S che eingenommen hat, und in der orientalischen Frage tiefer als je beteiligt ist, wo hierländische Interessen durch die Verkehrsbemmungen an der untern Donau beträchtlich gc« litten haben, und die Mobilmachung des größten Theils der Armee den Staalsanfwand bedeutend erhöh! hat — sehen wir innerhalb weniger Wochen den Cou:s der fremden Wechsel und des Metallgeldes in so rasier Folge sich fast um 10 Procent günstiger gestalten, daß in der Geschäftswelt sich bereits Besorgnisse vor einem zu rapiden Fallen geltend machen. (Als ob nicht die Besserung deS Ganzen die einzelnen Nachtheile Hunderlsack' ausgliche!) Man kann sich übrigens der Wahrnehmung nickt verschließen, daß das Vertrauen auf Besserung der Landcsvaluta keineswegs auf diesseitige Kreise beschränkt ist. Unzweideutige Thalsachen weisen darauf hin, daß auch die auswärkigen Börsen, die mit dem hiesigen Markt in Verbindung stehen, auf das Sinken be8 Silberagio speculircn; ihre Dispositionen stehen sichtlich unter dem Einfluß der Voraussetzung, daß hier noch ein weiteres Weichen der Course fremder Geldwährungen zu erwarten stehe. Unsere Handels» und Gewerbekammer hat aus dem Stande der Industriellen und Kaufleute des Kammerbezirks 115 Candidaten als für das Amt von Beurtheilungstommisfär^i für die allgemeine deutsche Industrie-Ausstellung in München vorzüglich geeignet,
empfohlen; der Vorschlag ist durch das Centralcomite dieser Tage an das k. k. Handelsministerium geleitet wprden.
Wien, 24. Juni. Dem Vernehmen nach wird der Or» ganismus des mobilen Armeecommandos dahin abgeänbert, daß die bisherige Eintheilung in Sechonen auszuhören hat, statt deren dasselbe in eine leitende Abtheilung, nev; Gene» raiadjutanlur, Generalstab, die Feldariillerie- und Feldgenie- dircclion gehören, und in eine verwaltende zerfällt, welche von dem Armeegeneralcommando gebild.t wird. — Der Graf von Chambord ist gestern nach Dürnkrut abgereift, um daselbst mit dem Herzog von Nemours zusammenzutreff, u.
Die Nachrichten aus Ungarn über die Bereitwilligkeit, mit welcher sich die stellungSpstichtige Jugend der Asseatiriing unterzog, lauten aus allen Gegenden gleich befriedigend. Beinahe in allen Städten wurde das Conlingent gleich am ersten Tage abgeficllt, 'm mehreren fand gar keine Losung statt, da sich eine größere Anzahl Freiw.lliger meldete, als das Contin- gent betrug, so z. B. in Debreczin, welche Stabt 85 Mann zu stellen hatte, wogegen sich 149 Freiwillige hervordrängten. — Die Bestellungen, welche auswärtige Häuser, insbesondere englische und französische, in neuester Zeit in Ungarn und Galizien auf Talg gemacht haben, sind sehr bedeutend. Bis jetzt haben England und Frankreich ihren Bedarf an Talg bekanntlich aus Rußland bezogen.
Paris, 25. Juni. Der Moniteur enthält folgende Nachricht in seinem amtlichen Theile: „Der Kaiser hat beute (24.) in besonderer Audienz den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Sr. Maj. des Königs von Griechenland, Maurokordalto, empfangen. Derselbe hatte sich um die Ehre einer Ahschiedsaudienz b«i Sr. Majestät beworben, bevor er nach Griechenland zürückkebrt, wohin er berufen ist, um die Prä deutschast M Ministerraths zu übernehmen. — Man versichert, daß die officielle Herstellung deS Adels in Frankreich mit nächstem erfolgen weide.
An der kleinen Börse auf dem Boulevard wurden heute fast keine Geschäfle-gemacht.
Zu Rhetel und Denain haben, namentlich unter den Bergleuten, in Folge der Lebensmittel Tbeuerung einige unruhige Auftritte Statt gehabt. Von Valenciennes ward ein Regiment zur Herstellung der Ordnung berufen, die vorübergehende Auf- regung hat jedoch keine ernsten Folgen gehabt.
In Chaumont ist eine epidemische Krankheit ausgebrochen, welche in wenigen Tagen so schnell um sich griff, daß mehrere Aerzte durch den Telegraphen dorthin berufen werden mußten. Zur Pflege der Kranken eilten auch 10 barmherzige Schwestern von Troyes nach Chau-: ont.
Paris, 26. Juni. Der „Moniteur" veröffentlicht heute eine telegraphische Depesche aus Belgrad, 25. Juni, welche besagt, daß die Belagerung Silistrias von den Ruffen wirk< lich aufgegeben, Giurgevo von ihnen geräumt worden ist, und daß sie sich hinter den Pruth zurückziehen.
V^oßbrrranmen.
London, 24. Juni. In der gestrigen Sißung deS Un« terhauses kündigte Mr. Layard an, daß er bis nächsten Donnerstag dem Hause den Vorschlag machen werde zu erklären: daß es kein Vertrauen zu Lord Aberdeen habe. Graf Aberdeen dagegen erklärte im Oberhause, daß er sich bis Montag rechtfertigen werde und hat somit dem gegen ihn beabsichtigten Angriff schon im Voraus die Spitze abgebrochen. Beide Erklärungen machen großes Aufsehen.
Italien.
Turin, 19. Juni. Nach diesigen Blättern hätten einige schweizerische Soldaten mit Sack und Pack über die toska- Nische Grenze zu desertiren versucht, wären aber dort von Gendarmen festgenommen und entwaffnet worden. Nur einem Unteroffizier, welcher sich an ihrer Spitze befand, sei eS geglückt, zu entwischen.
ittußtanv.
Warschau, 20. Juni. Der General der Infanterie, Prinz Peter von Oldenburg, ist heute Nachts mit Frau Gemahlin aus Petersburg hier, eingetroffen.
Zeitungsprcffe Stolz uns Jubel erregt. Ihr nehmt kein Blatt zur Hand, ohne darin ein paarmal dem Frembausdruck zu begegnen, der so großartig und gehrizunißvoll klingt, durch unser ehrliches keusches Wort „Aufforderung" zwar vollkommen wiederzugeben — aber wahrscheinlich so nicht vorneh» genug wäre. Da läuft durch die Bequemlichkeit eines Depeschenüderietzers oder durch die Beschränktheit eines Halbvchlomaten ein solches Wort einmal über den Tcleg>aphcndraht und sechs Woch n hindurch wiederholen cs alle deutschen Zeitungen mit einem gewissen Behagen, nicht weil sie des deutschen Ausdrucks unfähig sind, sondern weil sie mit dem französischen mehr zu verbluf- hn und der Menge besser Sand in rie Augen zu streuen hoffen. Bon den unklaren und widersprechenden ZcitungSnachrichlcn, die schon mo
natelang untere Blätter füllen, geht jedem Leser ohnedies ein Mühl, rad im Kopf herum —, und dazu noch diese vornehm sein sollende Sprachverwirrung! Oestreichs Macht, seine gesunde Politik und feine Stellung lassen vermuthen , daß es an Rußland eine dem Geiste nach putsche, entschiedene und kräftige Aufforderung wegen Räumung der dürstknthümer gerichtet hat: also nennt die Sache beim rechten Namen sprecht es mit dem Schnabel aus, der euch gewachsen ist — nicht aber wie Gimpel, die eine fremde Melodie nachpfej-cn!
Auf den Werften von Scott Russell u. Comp. bei Woolwich wird eben das rickigste Dampfungeheuer, das je auf dem Wasser ichwanim, gebaut. Dieser ganz aus Eisen gebaute Dampfer wird getrennte Kessel- und Maschinenapparate haben, deren einer zur Bewegung der Schaufelräder vcrw ndet rpird, während der zweite unabhängig die Schraube ririgiren soll. Es ist Dieß der erste ^much, beide Principien der Fortbewegung auf einem und demselben dUorzcug zu vereinigen, damit rie eine Maschine ihre Thätigkeit bc- wenn die andere in Unordnung gerathen sollte. Theils dadurch, »s lerer unwillkürliche Aufenthalt mißfällt, theils durch die verbesserte Mart des Kieles erwarten die Unternehmer, mit diesem Schiffe 15 ™ ^" Stunde zurücklcgcn, Indien um’a Cup herum in 30 / Australien in 33 bis 36 Tagen erreichen zu können. Dieses ‘ würdige Schiff, das bestimmt ist, eine mächtige Concurrenz gegen te»-n . Ueberlundpost zu eröffnen, wird 500 Kabinen der clegan- Sobbn^V t Raum für 5000 Tonnen Fracht und so viel Raum für a^ Aur Hin- und Rückfahrt nach Australien nothwendig I : er Wieat Eylluver der Maschine siebt im Guß vollendet da; bei ^ d" größte Dampfcyliudcr der Welt und da- “uilierpaft gegossen.
** Bor einigen Tagen ist der Director Wilh, v K a u l d a ch wieder in Berlin cingetroffeii, um die Ausführung der nach feinen Cartons und Farbenskizzen auszusühreiiden Malereien im Treppenhause des Neuen Museums zu überwachen und an den Entwürfen für die noch fehlenden Coniposirionen weiter zu arbeiten. Insbesondere ist es der Fri ü und dre Zwischenbitder der südöstlichen Wand, welche rre^Tda« ter des berühmten Künstlers, der sein Aicli.r in den oberen Sälen des Neuen Museums aufgeschlagcn bat, zunächst in Anspruch nehmen werden. Was die Ausführung der Wandgemälde betrifft, so ist als Pendant zur „Sage" und „Geschichte", welche letzteren beide sich bekanntlich über den beiden Thüre - an den Enden der vollendeten langen Wand befinden, die Figur der „Wissenschaft" über der Tdür der südwestlichen Wand vollendet, und die grobe daran stoßende Eonipo fitton „die Hunnenschlacht", als viertes großes Hauptbild, zur Halste ebenfalls bereits ausgcführt.
** Die Europäer werden doch, wie das „Ausland" in einem wis« senschastlichen Bericht aus Amerika miltyeilt, von den Amerirauern weit überboten. Während erstere cs höchstcns bis zu Ausstellungen von Hornvieh und dergleichen gebracht haben, wu.de kürzlich das Comite der südlichen Ackerbaugeselischast autorisirt, fotgenbe Prämien für eine nächstens zu Augusta im Staate Georgia statlsindence Simder ausstellung zu offrriren: 1. Prämie: ein silberner Krug, 50 Lollare an Werth, für daS schönste Kind, zwei Jahre alt. 2. -1 rämie: ein silberner Krug, 25 Dollare an Werth, für das schönste Kind, 1 Jahr alt. 3. Prämie: ein silberner Becher, 1v Dollare an Werth, für das schönste Kind, sechs Monate alt. Alle Kinder müssen tn heimische Stoffe gekleidet sein und die Prämien werden von dem Erecutivcomiie »ertheilt.
Das in San Francisco erscheinende, ven Dr. Löhr und J. A. Reichert herausgegebene deutsche Blatt California Democra« dringt eine haarsträubende Schilderung über die Leiden, welche die vor einigen Jahren über Bremen nach Peru auf Contracl gelieferten Deutschen in ihrer peruanischen Knechtschaft zu erdulden haben. Wenn man Dem, was dort erzählt wird, Glauben schenken darf, so haben sich die armen Deutschen in einen Zustand hinein verhandelt, der schlimmer ist, als ras Loos der schwarzen Sclaven uns mit rein der chinesischen Coolieü, dieser PariaS unter ten Sclave» , ungefähr auf einer Stufe sicht. Angestrengte, der Grsuiidhcii feindliche Arbeit (z. B. 12 Stunden täglich in einem Reißfelde bis an die Brust im Was
ser stehend), schlechte Kost, Peitschenhiebe und Setten machen das Leben des in die harte peruanische Dienstbarkeit gcraihenen Deutschen aus.
*” Man erzählt sich in Paris folgende originelle Duellgcschichte: Ein Engländer und ein Preuße waren beim Spiel aneinander gerathen, und die Dache forte durch Pistolen abgemacht werden. Beim Stelldichein erhielt der Engländer den ersten Schuß und fehlte; alS der Gegner nun schießen wollte, rief jener: „Halt, halt, ich kaufe Ihren Schuß!" Dieser unerwartete Ausruf erregte sein geringes Befremden, aber als man die Sache näher ansah, nethen die beiden See n- banten zur Annahme. Der Engländer war sehr reich, fein Gegner nicht, aber vmür ein sehr gefährlicher Schütze, so daß sein Schuß mindestens 25,000 Fr. wcrth erschien. Dieie zahlte der Engländer döchlich erfreut und beide Theile verließen versöhnt und vergnügt den Kampfplatz.
** Die Stadt San Salvador in der Republik gleichen Namens (Central-America) ist durch das Erdbeben, das vom 13. bis 16. April dauerte, vollständig zerstört. Bon den 28,000 Einwohnern wurden viele erschlagen oder begraben; viele retteten sich durch zeitige Flucht nach den ersten Erdstößen. In der unglücklichen Stadt hat sich auch nicht ein einziges Sebäure aufrecht erhalten.
** Die Engländer sind bekanntlich leidenschaftliche Raritätensamm« kr, und so wird denn auch die angeblich erste russische Kugel, welche bei dem Bombardement von F oiffj auf ein britisches Schiff fiel, auf der Börse in Liverpool aufbewadrt. Sie ist 28 Pfund schwer, töitcte den Matrosen Slater, und schlug dann in die Brüstung deS „Terrible".
** Der Engländer John Blackwell hat in Begleitung der Füh-er Balmat aus Coamounp und C. Bläuer von Griuvelwalo, nebst vier Gemsjägern, rie höchst Sritze des Welterborus erstiegen und daselbst eine eiserne Farne aufgepstanzt. — Bon Kußnacht ist ein neuer, be» quemer Weg auf den Rigi angelegt worden.
** Dr. Brunnow, Assistent bei der k. Sternwarte zu Berlin, hat einen Ruf an die Universität Ann Arbor im Staate Michiaan als Professor der Astronomie und Direc or der dortigen Ste-nwane er* halten, und gedenkt schon in nächster Woche die Reise zu seinem neuen Wirkungskreise anzutreten.
** In Spaa finden am 28. und 30. Aug. große Pferderennen statt.