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>r Wiesbaden. 1834 Nr. 147. Montag, 26 Juni.

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, Bestellungen auf das dritte V.uartal der Nassauischen Allgemeinen Zeitung werden baldigst erbeten.

Amtliche Nachrichten.

st Sienttnachrichte».

it Seine Hoheit d e r Herzog haben dem Obristen e ersten habn die Erlaubniß zu ertheilen geruht, dem von e Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland ihm verliehenen I, jf, Anuenoiden II. Classe annehmen und tragen zu dürfen.

Höchstdieseiben haben den Flügeladjutauteii, Major non Zjemiecki und Hauptmann von Bose, die Kilaub« L gnädigst ertheilt, den ihnen von Seiner Königlichen Ho eit dem Kurfürsten von Riffen verliehenen Wilhelmsorden , ii nehmen und tragen zu dürfen, und zwar ersterem das . ßtierkreuz und letzterem das Ritterkreuz II. Classe dieses Or- i ms.

< Seine Hoheit d e r Herzog haben den Königlich iiederiändischen Gesandten zu Paris, Staatsminister von ightenvelt zu Höchstihrew Geschäftsträger am Kaiserlich ranzösischen Hofe zu ernennen geruht.

Dem Pfarrer Stückralh von Nochern ist die Pfarrei Veyer, dem Pfarrer Endres von Niederwallmenach die gartet Nochern, dem Pfarrvicar Ullrich von Espa die benvaltung der Pfarrei Patersberg übertragen, der Pfarrvicar Anthes von Patersberg zum Pfarrer in Niederwallmenach und der Kandidat Brunn von Höchstenbach zum Pfarrer in Eepa ernannt worden.

* Wiesbaden, 26. Juni. Die Samstagonummer unseres Blattes ist abermals mit Beschlag belegt worden. Veranlag sung hierzu gab der Eingang des Berichtes über die Sitzung der ersten Kammer vom 23.. d , in welchem der Wortlaut der von dem Abg. Dr. Diehl bezüglich des Herzog!, nassauischen ZuteUistenzblattes gestellten Interpellation mitgetheilt war. Wir konnten eine zweite Ausgabe dieser Nummer nicht ver­anstalten und haben daher die'wichtigsten Artikel derselben in das heutige Blatt ausgenommen.

3ns den Kammern

f Wiesbaden, 23. Juni. In der heutigen Sitzung der ersten Kammer hat der Abgeordnete Dr. Diehl eine Interpellation in Betreff desHerzoglich Nas lammen allgemeinen Julclligenzdlakcs" gestellt.

In derselben Sitzung wurde über die Differènzpuucte in den Beschlüssen der beiden Kammern bezüglich des Gesetzent Wurfs die Umbildung der obern Ä erw al tu n gs b e Hörden berathen. 9tachbeni der Abg. Bellinger Bericht über diese Dlfserenzpuncte erstattet hatte, wurde die Frage erörtert, ob dw in der Sitzung vom 3. April d. I. gejche- Hene Abstimmung als eine definitive zu betrachten, oder ob, da die zweite Kammer bei der ersten Abstimmung das Ge- fetz angenommen, die erste Kammer dagegen dasselbe ver. morsen hatte, dies in Gemäßheit des §. 12 des Edicls vom 25. Nov. 1851 und in Bezug auf §. 61 der Geschäslsorb- nuog nicht als Differenzpunct angesehen werden müsse. Die Commisfionsmitglicder waren getheilter Anficht. Bellinger und v. Eck hielten die geschehene Abstimmung für eine defi­nitive, in Folge welcher nicht weiter verhandelt werden könne und ein neuer Entwurf von der Regierung vorzulegen gvwe sen wäre. Höchst und Wilhelmi waren der Ansicht, nach 8- 12 des Gesetzes vom 25. Nov. 1851 die vorläufig geschehene Abstimmung nicht vorgeschrieben und erst wenn die definitive Abstimmung nach Erledigung der Dlfserenzpuncte

stattstefnnden und eine Kammer sich für die Nichtannahme enkschied.n hätte, das Gesetz als verworfen betrachtet werden könne, die vorläufige Abstimmung also als Differenzpunct be­handelt werden müsse.

An der Discussionbetheiligte sich hauptsächlich Graf von Walderdorf, welcher besonders dafür sich aussprach, daß durch die geschehene Abstimmung das Gesetz als nicht ver woifen betrachtet werden könne und die Kammer auf weitere Berathung eingeben müsse.

Möller schloß sich demselben an und erlaubte sich noch Borwülfe gegen die Kammer wegen Beanstandung fiüherer Wahlen, die gebührend zurückgewiesen wurden von dem Abg. Bellinger, der das Verfahren Möllers der Kammer gegen­über für durchaus ungeeignet erklärt und bmerkt, daß wohl jedes Mitglied aus Ueberzeugung handle und keinen Tadel verdiene; er für sei e Person habe bei seinem Spre eben und Handeln als Kammer Mitglied st cd stets nur von sei­nem Gewissen und seiner Ueberzeugung leiten lassen und werde auch in Zukunft so verfahren; äußere Rücksichten könn­ten ihn nicht bestimmen. Ebenso von dem Abg. Diehl, der als tkuebterftathr der betreffenden Commissionen das Ve>- fahren der Commission und der Kammer rechtfertigt und tun Tadel Möllers vollkommen unbegrüitM erklärt Bellinger und v. Eck vertheidigten hierauf ihre Ansichten für definitive I Ablehnung des Gesetzes unter Beziehung nur die m n der Re- ! gieruug und der Ständcversammlung festgesetzte Gcschäfisord- , nung und das Novemberedicl von 1851 und bemerkten, * gerade dieses Edict viele Unklarheiten enthalte, wogegen Ne- gierungScommissär Vollbracht erwiederie, daß das Gesetz in allen seinen Theilen sich sehr klar anSipreche. Der Abg. Höchst erwiederte, daß er derselben Ansicht sei, allein die Regierung mache es unklar, indem dieselbe solches dem Wort­laut entgegen inieipietm, wie solches n Bezug auf dle Ver- I irelung des Herrn Bischofs in Limburg und in Bezug auf die in Limburg geschehene Wahl des Abgeoiduxten Gourde geschehen sei. Bellinger bemerkt, daß die Regierung selbst die Unklarheit deS angezogenen Rötetet anerkannt habe, indem sie eine Selle desselben in Folg der Verhandlungen in der Kammer durch eine nachträgliche Verordnung zu erklären ge- sucht habe.

Nachdem die DiScussion nun geschlossen, stellte Präsidium die Frage:Ist die in der Satzung vom 3. April geschehene Abstimmung als eine definitive und demnach das Gesetz als verworfen tu betrachten?" Die Frage wurde mit acht Stim­men, v. Walderdorf, Möller, Höchst, D ehl, v. Marsch all, Trom b etta, Wilhelmi und v. Bock verneint, dagegen mit fünf Stimmen, Kraus, Möller, Hofmann, v. Eck und Bellinger bejaht.

Bei der Abstimmung über die einzelnen Difserenzpunkte wurde nach dem Anträge der Commission dem Beschluß der zweiten Kammer zum Eingang des Gesetzentwurfs dahin lau­tendda das Gesetz über die Organisation der Centlalbe Hörden vom 17. Oct. 1849 den gegenwärtigen Verhältnissen nicht mehr entspricht" beigestimmt.

Zu 8. 1 waren zwei Differenzpunkle. Der erste betraf das Personal des Stagksministecinins, der zweite die in den Gescl äflskreis des Staatsministeriums reiorlireuden Gegenstände.

Was das Personal anlangt, so war in der eisten Kam­mer die Mittisterial-DirectorsteUe gestrichen, dagegen beschlos­sen worden, statt 3 Ministerialräthe, 34 Mmistenalräthe oder Assessoren zu setzen.

Die zweite Kammer war dem Regieruiigsentwurf beige

treten. Ein Mitglied der Commission, Wilhelmi, bat beantragt, dem Beschluß beizntrrten ; ein anderes Mitglied des Ausschusses, Höchst, erklärte dagegen, er würde diesem An- trag nur dann beitret« n, wenn der Eventualantrag der Majorität der Commission, welcher im ersten Beria te zu §. 14 gestellt gewesen, wonach die Besoldung deS Ministerial- Directors auf 25G0 fl. und 500 fl. Slandesaufwand erbat ten solle, noch zur Abstimmung kommen und angenommen« werde Geschehe dieses nicht, so würde er sich b«m Antrag der übrigen CoinmtsfionSmitgli. der, Bellinger und v. Eck, den Beschluß der ersten Kammer aufrecht zu cihilten, an. schloßen.

Der Antrag deS Abg Höchst wurde als nicht mehr zn- lässig angefochten. Derselbe vertheidigte sich dagegen, berief sich auf den ersten Bericht, in welchem derselbe gestellt gewe­sen und obgleich die DireciorsteUe gestrichen worden, dennoch zur Abstimuin g hätte gebracht werden müssen, indem man nicht hätte wissen können, welchen Besaluß die zweite Kammer in dieser Beziehung fassen wurde.

Nach Schluß der Discussion wurde zuerst der Antrag des Abg. Wilhelmi zur Abstimmung gebracht, nach des­sen Verwerfung der Antrag des Abg. Höchst und nach ; dessen Ablehnung der Antrag des Abg. Bellinger und I v. Eck. Der Antrag der beiden Letztgenannte», welchen sich I auch der Abg. H ö ch st nach Verwerfung seines Antrags i angeschlossen hatte, wurde angenommen.

Den zweiten Differenzpunct, nämlich die Aufzählung der Geschäftsgegenstäude aulaugend, wurde der Antrag der Mehrheit der Commission, den Beschluß der ersten Kam­mer beizubehalten angenommen.

Bei §. 2 bestanden sowohl bei pos. 1 als auch bei pos.

2 Differenzen in den Beschlüssen beider Kammern. Die I pos 1 war von der zweiten Kammer nach dem Entwurf angenommen, während die erste Kammer beschlossen hatte.

1) Die Gesetzesvorschläge nebst den Landi sexigenzetats der Prüfung und Begutachtung des Staatsraths zu unter­breiten, ehe dieselbe der Ständeversammlung vorgelegt werden;

2) die Note in Absatz 2 der pos 1

und für Ausfertigung der gefaßten Beschlüsse mit sei­ner Namensunterschnft zu sorgen hat. Die Beschlüsse des Staatsraths werden uns vor deren Bckanntinachung oder Vollziehung zur Genehmigung vorgelegt,", zu streichen und dafür ;u setzen:

Die gefaßten Beschlüsse mit seiner NamenSuuterschrift versieht nah Uns zur Genehmigung vorlegt."

Eben so war pos. 2 des Paragraphen von der zweiten Kammer nach dem Entwürfe angenommen mit dem Zusatze : Der Staatsminister bestellt einen Referenten und erforder­lichen Falls einen Korreferenten; der Vorstand deijenigen Ab­theilung, gegen deren Beschluß recumrt wird; hat bei der Entscheidung nicht mitzustlmmen."

Die erste Kammer hingegen hatte beschlossen, diese pos. ganz zu streichen und bei §. 1 als pos. 8 aufzunehmen:

Die Entscheidung von Recursen gegen Verfügungen der dem Staatsministerium unmittelbar untergeordneten Verwal­tungsbehörden. Bei diesen Entscheidungen bilden die M t- glieder des Staatsministerlums ein Collegium unter dem Vor­sitze des Staatsministers, die bei Stimmengleicbheit die ent­scheidende Stimme hat. In Abwesenheit des Ministers führt der älteste Ministerialrath den Vorsitz mit entscheidender Stimme bei Stimmengleichheit."

Die Kegelbahn.

Erzählung von Veoin Schücking.

(Schliß.)

Till stand noch am offenen Fenster als ich die Thüre aufschloß ; ich war awemlos von Erregung und Besorgniß.(Sott sei Dank!' rief sie, meine beiden pânre fassend,Eott sei Dank, Sie ftnoO, nun ist alles gut!" Daß mit ihr alles gut war, sah ich wirklich,an ihren Hellen Augrm Sie erzählte mir mit geflügelten Worten, der Graf habe sie, statt in meine Zimmer, hierher führen lassen, unv sei ann selbst hier gewesen und habe ihr gesagt, sie rürfe nicht abrei'en. Als sie darauf bestanden, sei er erst er,ürnt gewesen, dann habe er ' spöttisch gelacht und gesagt:Du wirst schon bleiben." Dann habe Jemand an der Thüre geklopft und ihn abgerufen. Er fei gegangen mit dem Versprechen wiederzukommen, nachdem er die Thüre verschlos­sen. Nun habe eine tödtliche Angst vor seiner Rückkehr sie überfallen unv sie sei fest entschlossen gewesen, zum Fenster hinaus zu springen, wenn er wieder inö Zimmer komme und sie nicht fortgeben lasse. Er sei nun, nachdem er ziemlich lange ausgeblieben, wieder gekommen, fie habe am Fenster stehend ihm gesagt, sie werde hinabspriogen, wenn er nicht augenblicklich gehe und die Thüre offen lasse; oberer habe ge» lâcht und gesagt:Du hast wohl die Geschichten von deiner Groß, tunte gehört, laß die Späße; im neunzehnten Jahrhundert springen »ie Mädchen nicht aus dem Fenster;" darauf fei er vorwärts ge«

I »owmen. Da habe sie sich wirklich hinabstürzen wollen, als plötzlich . draußen die GräfinTili l" geschrien. Als der Graf die Stimme fei» : «er Gemahlin vernommen , sei er schnell zum Zimmer hinausgestürzt habe aber roch den Thürschlüssel mitgenommen.

Die Gräfin wußte wohl durch Sie, raß ich hier war?" frug Tili Leiter ,sonst konnte sie mich doch unmöglich hier oben im dritten «soes bei Mondenschein erkennen?"

Ich zuckte die Achseln. Das Geld des Grafen wies Tili fest und entich.cren zurück. Ich beschwor sie, ihrem Vater den entfcpiüten Auf- t dieser Nacht zu verschweigen und morgen abznreisen, Ognn bat den Rentmeister, der vor all dem Lärm im Schlosse nicht cinschla- ten konnte und der mir auf dem Gange beg gnete, das arme Kind nach der Müole zu bringen, was er gern toat.

Der Graf stieß eine Verwünschung aus, als ich ihm die beiden

Schlussel zurückgab unk dabei sagte:Das Gelo nahm sie nicht, es liegt in Ihrem Schreibtische."

Die Gräfin aber war noch immer ohne Bewußtsein und man hatte einen reitenden Boten nach dem Arzt geschickt. Der Arzt kam uns brachte die Gräfin wohl wieder dazu, daß sie die Augen aufschlug, aber sie crkaiiule uns nicht, ein glühendes Fieber wühlte in ihrem Hirne sie sprach unzusammenhängend, nannte aber so oft die Kegelbahn, daß der Graf, der ihr Bett nicht verließ, da er in hinein böwn Gewissen ihre Krankheit wohl für eine Folge res Schreckens über Tili's Absicht sich zu todten, hielt, zuletzt aufmeikmm wurde und mich aussrug.

Ich sagte ihm nun alles was ich wußte, denn ich hielt cs setzt doch nicht mehr für erlaubt zu schweigen.

Der v» raf war außer sich.

Warum gingen Sie mit ihr, wenn Sie selbst das Fallen der Ke­gel gehört? Sie hätten sie abhalten, mich rufen ollen!"

Bedenken Sie, Herr Graf daß wir uns nicht dem Glauben ver­schließen können, die Gräfin habe dort eine Mittheilung über Tricks Absicht, sich zu tödten, erhalten. Ohne solche Mittheilung lebte das Kind nicht mehr, und Sie hauen ihr Blut auf der Seele."

Ah, bao!" sagte verächtlich der Giaf.

, Es war $thä Ernst, sie hat es mir geschworen."

Also wiikllch wie ihre Urgroßtante." Weiler zeigte er um des > chens wegen feine Reue.

Am folgenden Morgen saß ich mit dem Pfarrer an dem Bette der Gräfin. e>ie schien in einem tiefen Schlummer zu liegen; er frug mich mit flinterne, wie alles gekommen und ich sah keine Ursache, dem allen würdigen Manne den Hergang zu verschweigen; ich erzählte ^m mit Vifer Stimme alle Begebenheiten der Schreckiuisnacht.

Auch er war tief erschüttert uno frug rann:Wissen Sie, was es für eine Bewandnuß mit Tili's UrgroStante und dem wilden Kegel» spieler hat, den Sie für den Grafen Peter gehalten haben?"

Ich vern i >te. Nun e>zäblte er mir, daß in dem Archiv des Schlos­ses die ganze schauerliche Geschichte des Grafen Bruno aufbnv.-hrt werde, aber nur der Graf kenne sie und er, da er sie von seinem Vor­gänger im Pfarraime mügetbeili erhalten habe, doch feue er nicht c n warum nicht ich, nachdcin ich selbü bereits so viel erfahren, sie auch vernehmen solle.

Er erzählte dann immer im gekämpften Tone, um kie Gräfin nicht zu stören, Folgendes:Grai Bruno, ter Urgroßvater des Grafen Peter, mit dessen Bildniß Letzterer so viel Aehnlichkeit zeige, habe nach

zahllosen Liebesabenteue n auch einmal seine Augen auf die schöne Toch­ter des Schloßtnüllers geworfen Das Mädchen war die Braul des Jägers und Förste, s im gräflichen Dlenste, Meinhaid, eines guten und bt anen Burfchen, der nur zuweilen eimn bösen unv tollen Rausch Halle. In solchem Rautche mürbe er einst von einem feiner Kamera­den damit aufgezogen, raß der Graf seinem Mädchen nachgche, wo. rauf Meinhard gräulich zu fluchen begann uno drohte, dein »Eafen seinen Hirschfänger durch den Leib zu rennen, wenn er nicht die Ge­danken an das Mädel aufgebe.Es sei denn", setzte er plötzlich la» chtnd hinzu,daß er sie mir im Kegelspiel abgewinnt "

Meinhard war nämlich ein eben so leidenschaftlicher Orgelspieler wie der G-af; nur übertraf er Letzteren bei Weitem und war schon durch feine außerordentliche körperliche Kraft febr im Vortheil gegen ibn. Dein Grafen wurde unglücklicherweise tiefe Rece dinierbracht. Er ließ Meinharv kommen, uno nachdem r ihm Allerlei zu trinken vorsetzen l ssen, mahnte er ihn an seine Worte vom Kegelspiel.

Meinhard ging daraus ein, unv ließ es auch seinem Maeel sagen, daß er mit dem Grafen um sie spielen weree.

Zur Nachtzeit spielte der Hochgeborene, sonst so stolze Gras, der vermählte Man», der Vater niedrerer Kinder, mit hinein eigenen För­ster Kegel um ein unschuldiges Mavwrn um eine verlobte Braut Und dies uneorlime Kegelspiel war an sich nicht einmal eerlub, venn Mein­hard war betrunfen und der Graf nücht. rn.

Der Gras gewann. Meinhard schnürie sein Bündel und schickte dem Mädel seinen Ring mrück. Als der Graf zur Mühle schickte, um sie als Schaffnerin wie er feuern Diener auf trug - in« Schloß holen zu lassen, fand er eine Leiche; vas Mädchen hatte sich, als sie den Ausgaug erfahren, zu ihrem Kammerfenster hinaus in den Mühlbach gestürzt. Von ten Steinen zerschmettert. von den Schau fein zermalmt, so mte Niemanv ras schöne Kink wiever erfen e». Glück- liebenvet e waren ihre E tern schon to;t unv erlebten den Grau - nicht, aber der Graf ließ ihrem Bruder sagen, er werde ihr in der Schloß- kirche ein schönes Denkmal setzen lassen - doch selbst das geschah nicht, d nn der G,af kam bald darauf bei der Jagd um. Man glaubte, Meinhard sei heimlich hier in die Gegend zu ückgekehrt , uno a(« er den Tod feiner Braul vernommen, habe er den Grälen aus dem Dickicht erschossen. Dem fei nun, wie i'm wolle, die Sage gebt, der G af I und Mcludarb müßten seit hundert Jahren um mitternächtige S^unve I Kegel schieben, um ihr sündig Kegelspiel von damals zu küßen."