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Ministerpräsident wird zvr Bsgrüßung eim Strecke entgegen-' | É fahren. Der König wurde bei der Dur^reise durch Stäl- lupönen am 17. von dem General AdjuiL»ten des Kaisers | von Rußland, General v. Grünwald, im Aufirage des Kai- , serK begrüßt. General v. Grünwald verweilte fsb.-iliii in Gumbinnen, bis zum folgenden Tage, an welchem der König vvn dort abreifte. Der Prinz von Pleiißeii kehrt von !seiner JnspeciionSreife durch die Provinzc.« Preuße», Posen und Schlesien am 4. Juli hie, her zurück, und begibt sich be­reits den 6. nach Eoblenz. Po» da geht der Plinz am 10. oder 11. Juli nach Cuenbe , und gedenkt am 15. Äugust iS Baden BaLeu eiiizulr.fsen. DasCorr. B." schreibt: Durch eine an Me Regierungen gerichtete Ctrcularverfügling vom tL d. W hat der Herr Mlnifler des Innern eiue ver. schärfte Ueberwachuug der au^ârn^ und Zrit schrlflen- rngcvidvet.

Di« neue Anleihe, von welcher jetzt 15 Million. Thaler ! flüssig gemacht werden sollen, wird nach derN. Z." auf Höbe dieser Sulmne von der k. Skt Handlung negoeiil. Diese hat ihrerseits eine Suöscnptiv» zum Course von 94 pLt. un­ter PergütiWng von 1 pCl. Provision, also zu 93 pEt. u> Moet und es scheint c«je Oyerällon, wenn auch noch nicht voUüândig ausgeführt, doch in ihrem Erfolg gesichert zu. ohargeachiet die letzten Tage das offtic '^enreden gezeigt Moen, den Esurspreußilcher Siaatspapiere unter d.n Emlsfiouscours Lrr neuen Anleihe herabzudrucken.

Herr v. Usedom begibt sich demnächst auf seinen Posten iw Rßm zurück, jedoch, wie eS beißt, nur aus kürze Zeit. Später soll er durch den früheren MtuGev von Schleinitz er setzt werden.

Wie man vernimmt, geht die eine Fraktion der Aclionare der DeutichtN PolksbaUe, welche neulich in der Geueralver- samwlung in derMinorität geblieben , mit dem Plan um, ein neues katholisch, s Zeittlatt zu grüne en. An Mitteln dürfte es nickt fehlen, da Graf Sääöberg, Norsitzeuder des katholische» conjervätiven Prrßverelus, zu dieser Minorität ge­hört. Daß Herr v. Florencourt dann Me R.dacnon dieser Blätter übernehmen winde, unterliegt kaum einem Zweifel.

Dte königfickc Staatsverwaltung hat durch ein in diesen Tagen ergangenes R sMyl der Köln .Minder, er.Eisenbab. ge seUschafi, welü e den Ban einer Brücke über den Rvein, sowie die Anlage einer Eisenbahn auf dem rechten Rheinufer üver- nehmen will, gestattet, dieAmortisation ihrer Actien auf 10, und unter Umständen auf 15 Jahre zu suAendlren, um die hierdurch verfügbar werdenden Fonds als Grundcapital für die neu zu uickernebmend/n Bsuten zu verwenden.

Wien, 20. Juni. Nach den bisherigen Anordnungen werden Ihre Maje,täten der Kaiser und die Kasse.in in der letzten Juniwoche in Pest eintreffen. Die f. k. Hofdienerfchafi geht Montags dahin ab.

Wien, 21. Juni. Die officielle Oest. Corr-sip. enthälr Heute foigenMii AMIel:' Mit' fPerwuiiTefunpff?^^ der Frankfurter Coirespondenz eines preußischen Blattes, welch.S täglich versichert, die conservativen Grundsätze vorziigöwe. s zu vertreten, von angeblichen Bemühungen, Oesterreich in der deutschen Presse aus Kosten Pr.ußens und der übrigen Bun desstaaten zu heben und mit Unwillen muß rs vollends erfül­len, wenn die Waffamkeit eines hochstehenden und üllgemein gealteten Diplomaten damit in Berbindung gebracht werden will. Iw einem Augenblicke, wo die glückltche Thatsache der engen Einigung Oesterreichs und Preußens in den allgemein «uropäsichen, wie in den deutschen BundeKangrlcgenh.iken.so offen und unlcugoar constaiirt und begründet ist, wo die Hemcher beider Großstaaten und ihre Cablnette Hand in Hand gehen, um die Jnienssen ihrer Länder, sowie die des gesamm- len Deutschlands in den ernsten Berwick.luogen Europas zu wahren und zur Geltung zu bringen, unter folgen Zeit. Verhältnissen muß ein so schnöder Borwurf mit gebührendem fernste zulückgewiesen werden, wenn auch frühere Insinuationen dieser Art, im Bewußtsein streng loyaler Handlungsweise mit Stillschweigen übergangen werden konnten. Wer gut österrei­chisch ist, der kaun nickt, der kann jetzt weniger als je anto pi iUßifcb sein und wir hegen das Bei trauen, daß das auch

scheint tiefe Angabe no» zu mäßig, der Papa General sagt aber: Man verdoppelt das in St. P.tcrsburg!" Hierauf kommt die ^e« ueralstasel; eS werden nur Unschttttlichter aufgetragen; St. Erc verzeyren allein über iin Dutzend. Das Pariser Publicum brüllt vor Vtigyügen. Der Komiker Graffeau spielt den General )

Die Franzosen werden «.legenheit haben, sich K'vèdt LtMA? , -.. ,. , .... -------- -............... .......... .......

näher auzusehcn, vielleicht daß dort doch nicht alle Russen so in den wnr- um ^ir-t-r-».«, Wochen vor der Hochzeit bei einer Verwandten von

Boden gekrochen sind. Seit zwei Monaten ichwimmen Die englisch.» ....... *-------- ' -------!

und französischen Schiffe in der Ostsee beutin, ohne etwas andere, zu tvun. als friedliche HaudUsschiffe zu kapern und an der Gränze von Lappland (wo - wie es in einem Vaudeville heißt, die Eisbären und die Seelöwen mit einander spazieren geben) Die Holznöße und Theer- schuppcn anzuzüin en -Die Fackel Der Zivilisation im äußersten Tbule. Das kriegslustig gewordene Europa wünscht ihnen andere Zeugen ipitr Tapferkeit, als sie in der Hcimaih rer Renntblcre finden; cs brennt vor Ungeduld, sie vor der Alcrandeischanze und rer Keitenin- sel von Kioiistadt, vor Krouschlott, Peierhof und Oranienbaum zu sehen, es möchte in tiefem Jahr noch erleben, daß Napoleon III. und Victoria ihre Fahnen auf Dem kaiserlichen Winterpalast an Der Newa un» vor der Säule Petcr des Großen aufpstangen, wie Napoleon einst vom Krcmel den französischen Arier blick.n ließ. Den Ezar mö­gen Die Franzoien Haffen unv mit Feucr und Schwert veifolgen das ist per Krieg; Ludwig Napoleon und Nicolaus haben es so ge» wollt, und ist ter Sturm losgelassen, so willder See fein Op'rr haben " Die französische Armee wirD in der Türkei, und wenn das K.iegsgeschick ste nach Bessarabien und Finnlanv führen sollte, autp dort tapfer sein, wie noch auf allen Schlachifctkern, auf Denen sie Die dreifarbige Fahne wehen lassen. Aber Napoleon sagte einmal von dem Tustvcben Solvatcn: er fällt nicht, wenn er auch Die Kugel in der Brust bat; man muß ihn um stoßen I Das werden auch Die Soldaten des Neffen erfahren, unv wenn er selbst feine ganze junge Garde hin. einstbiite Die Speichellecker dieses Neffen aber sind am wenigsten berufen, am Czar irre Bravour zu üben, wie ste eS täglich in Den Pariser Blättern thun. (Schluß folgt.)

Zur Tagesgeschichte.

. inMeMntcr Fäll kam vor den Wfm des Departements «rriège vor. Die Ang.klagte war ein junges Mädchen von 19

gegsv'eitig der Fall ist. Des Mia unmotivirte Ausfall bei o cichneteu Blattes wird ab dieser wohlbegründeten Mei­nung nicht beirren.

Die Oesterreichische CerreSpondenz bringt ferner folgenden HitM: Bei den Unterhandlungen über den im Februar 1853 mit Preußen geschloffenenHandels- u n d Z o l l- oerirag" mußte die Nothwendigkeit anerkannt werden, daß die Zölle in Betreff welcher die contrabirenden Staaten sich effugen würden, in denjenigem Gelde zu entrichten seien, des. kn W.rlh am wenigsten vepäuderlich ist, nämlich in der Me- taUrttü- ze ein. S H den Staates. Die in einem Handelsver­träge beabsichtigte Lcmeffnng der Zölle wäre gestört, so wie der wirkliche Werth des Geldes, in welchem sie ni dem einen Lande bez hlt werden dürfen, wesentlich von dem Standpuncte abweicht, den er inne hatte, als die Bemeffung Start fand. Um jedoch die Entrichtung der Zölle auch in Papier eld zu erniögstchkn, wurde dem Berkrage mit Preußen in dem Schluß. plvtocoUe zu den Art. 3 Ui d 5 des offenen Berlrages unter der Nummer 6 folgende Erklärung beigegeben:Sollte in einem der coiitiabueuben Slâaten das Papiergeld gegen die Silberwäbrung auf die es lautet, im Couise verlieren, so ist der betreffende Staat verbnuyen, solches Papieigcld bei den ZZWevcsteltew entweder von der Annahme äuszuschließen oder für bi sieii Annahme BefWnilfftmch ur^ treffen . woduick eine Ungleichheit der ZoUzahluugen in Papier gegen die Zollzah- langen in Silber velmiedcu wird. Oesters ick wird in Mehrn Falle den Werth, in welchem das bei ihm coursirende P plei- gklo bei seinen Zollhebestellen angenommen werden löst. tu j.dcm Monate für den nächstfolge,iren Monat nach bau bmd)- su Uttchch.n Staube des Wiener WechselcourseS aus Augsburg in dem nach stov, angegangenen Monate bestimmen." In Foige dieser Stipulationen wurde bei Antritt der BertragSp r ode Ms Aufgeld, gegen welches die Zölle in Österreich auch mit Papiergeld bezahlt werden konnten, für jeden Monat im Bor- auS kundgemacht. Es wurde zu diesem Zwecke der Durck- ichnitk des Couiies auf Augsburg, um Mr Wirktichk-it mög- lickst nahe zu bleiben, von der Mille deS abgelaufenen bis zur Milte deS lauf.ndkN Monates berechnet. Obgleich nur in den letzten Tagen ein lv.jenlliches Herabgehen der Weckfelcurse auf das Ausland bei unS Stall gefunden hat, io ergibt sich den- rod; nach den bestehenden Normen, für die Berzollniigen des Monats Juli der Durchschnitt von 35 Procent in dem Course auf Augsburg und würbe das Aufgeld für den nâck» ften Monat demgemäß besannt gegeben. So wie bisher bei steigendem ^Überpreise es vorlheilbaiter war, die Zölle in Papiergeld mit dem stets früher b>stimmten Aufgelde zu ent lickten, ist dagegen nun der Fall ein jetteten, daß die Berzol- 1 l»in gen in Münze einen wesentlichen Borlheil Darbieten und haben daher neuetlhl p bei dem Wiener HaupkzoUamte, sowie Kübrscheinlich auf anderen Puncien bet Monarchie, die Zab- luiigen in Münze Statt gefulide». Wenn üuu die ^chf>.,^. we'ck': zum Behufe der BerzoUungen nach Münze Statt findet, auch das weitere Herabgeben des Silberpreises und der Wech selcourse etwas verzögern kann, so wird dasselbe dadurch nicht verhindert werden, indem ja die Beträge, für welche Münze bet den Berzoüungen verwendet werden können, nur von mäßi­ger Höhe find, und sie von den Bewegungen des Handels, diese aber wieder von vielen anderen Berhaltnissen abhängen. U-brigens wird die bet den BerzoUungen verwendete Münze nur aus den Händen der Privaten in die deS Staates, dann in die Eassen der Nationalbank übergehen und bietbu^d) an. dererseils wobltbälige Wirkungen hervorbriugen.

DieC. Z. C." schreibt: In hiesigen maßgebenden Krei^ sen verlautet, daß man nach den bisherigen Andeutungen aus eine ausweichkude Antwort Nnßlands über die Auffviderung Oesterreichs zur Räumung der Fürstenthümer gefabt sei, die filbe aber den Gang der Ereignisse nicht hemmen werde, da Hierorts der Beschluß festsieht, auf eine ausweichende Anlwo t ohne Verzug das Ultimatum nach Pelersbuig adzusenden, in welchem die Räumung, der Fürstemhümer in kurzer Frist ge­foltert wird.

In hi.sigtn unterrichteten Kreisen ist man der Ansicht, der russische Geschäftsträger Fürst Gortschakoff werde sich bei sei­

Jahren, Margarethe Maria, der Kläger ihr früherer Bräutigam, Anglade, blind, in Folge von Schwefclsaurc, welche feine Braul ihm

in'o Gesicht gegossen hatte. Man schaudert vor der That, doch man höre. Margarethe M rrra war Die Verlobte Anglarc'S, sie öffeutliaien An zeigen bei Der Mairie waren schon geschehen. Der Bräutigam bc« rercle st , ihre Stellung als Dienstuiä erben zu St ZdarS zu verlas»

Lm j» wohnen. Dies toat sie, und ihr Bräutigam benutzte die rort günstige Gel gcnhcit, sie zu versühren. Nach der Toat erklärte er ivr,

er werde sie n cht beiratbcn. Jetzt geriete das Mädchen au er sich: stb beschwor ihn mit Sitten und Tbiä. cn. Alles umsonst. Da ver­üble sie in Der Verzweiflung Die That Der Vergeltung. AIS der Er­blindete ihr vor Gericht gejenübertrat, brach ste in heftige Tbrancn aus und rief :Glaube mir, Anglade, ich leide mehr als Du, Dich in diesem Zustande zu sehen! Das Unglück habe ich nicht gewollt! Ich wollte Di. die Säure nur auf Die Wangen spritzen. H irathe mub jetzt! Du weißt, ich bin gesund, arbeitsam, ich will Lich ernähren und pflegen." Aiiglare aber wies sie zurück. Vom Siebter über fein schändliches Benehmen gaa.cn daS Mädchen befragt, ei starte er:Sie sei eine Plaudertasche, Die Alles w.eoer erzähle, was sie Beide sprä, eben und thaten; DeSbqlb habe er sie nicht heirathen wollen und woue sie auw jetzt nicht; nach einer bereiten Vertheidigung des unglücklichen Mädchens durch ipren Rechtsbeistand sprach die Jury sie völlig frei. Alle Mädchen, Die in Der èipung m egen waren, umgaben ste und wünscht, n ihr G ück Sie blieb in Thränen und konnte sich von dem treulosen Bräuiigam, testen durch sie verschuldetes Unglück sie lief febm-r.te, kaum losreißen

** Der verstorbene General v. Scharnhorst hinterläßt eine Landkar tn-Sammlung, die man zu Den vollständigsten und bedeutend­sten zahlt, welche eristiren, und deren Werth auf 30,000 Thlr. ge. schätzt wirv.

MiSc el Ien

** Veränderung deS Clima'S in Aegypten. Marschall Marmont erzählt: Jedermann weiß, daß es in Cairo sonst fast gar nicht und nur zuweilen ein wenig in Alerancrien geregnet rat. Alle noch lebende Personen, die zur Armee des Orients (179« unter Bo­naparte) gehörten, können dieses versichern. Gegenwärtig aber regnet es jedes Jahr 30 bis 40 Tage und zuweilen hält der Regen im Wiu-

ner Ankunft einer bessnLers' günstigen Aufnahme nicht zu er­freuen haben, da man Denselben, wenn nickt für den Stifter, dock für einen der eifrigsten Förderer der Bamberger Con« ferenz hält. Fürst Gortschakoff soll für seinerseits Uebernahme des Gesandtsckaflspostcns in Wien bi stimmt sein und denselben gleichsam in Anerkennung seiner durch die Bamberger Eoufe- renz dem russischen Hofe geleisteten Tlenste erhalten.

LrunkreMt

Paris, 22. Juni. Der heutige Moniteur enthält zwei kaiserliche D.llete vom 17. Juni DaS eine betrifft Anord­nungen für das Personal der öffentlichen Bauten, das andere die Eliifetzuug von Ersenbabniu'pectoren, welche die Eisen- babnhnien zu bereisen haben. Ihr J.ihresgehalt beträgt 10,ß00 Fr.

Wählend der Urlaubsreife des M-nisters des Innern, de Persigny, welche derselbe unveiweilt anzuireten beabsichtigt, wird sein Department- nicht, wie eS Ursplüglick bestimmt war, von dem Justizminnter Aöbalueci , sondern von b<ui Llacus- ralhöpiäsideilteu Barocke verwaliet werden. Im Publicum zieht man daraus die Folgerung, daß Letzterer in einigen Wochen b.finiliv zum Minist. r des Innern ernaiuuartibjx PciMNY Mit einem ander«. Hohen Posten bin aut waFcn trsiibe. Der kaiserliche Oberbosm.mckall ist «ach BialP gereist, um daselbst Wohnungen zur Aufnahme der Majestät.n eilnicklen zu lassen. Es heiß', daß die Kaijeiiu, bei ba sich j tzt eine nahe Verwandte, die neapolitamfd e Herzogin L.le- fani, zum Beinch befindet, weuigstenS einen Monat in den Pyrenäen v.rweileu weide. Zu, BZchwiLtiguna der übri­gens wenig erb.blicken Uurubeu in D>uain, im Nordd.p.r- lemeol , sind 200 Küraisiere und biet Jufauleilervmp.lguicen von L lle abakichickt wo>den.

DerMoniteur" bringt auch Uebersetzungcu zweier ser­bischen Oden eines Professors am Belgrader Lvceum Hr. Mathieu Ban, der, wenn wir nicht ganz irren, derselbe Bel> grabet Lycealprofessor (ein eiugcwanderler Engländer) ist, der sich dillch seine Poesien derartig comprommtttirt laue, daß er abgesetzt werden mußte. Die eine Hymne an Abdul Medschid ist ein saftiger Unsinn vom Ailöruck einer neuen Weltgeschichte, der vom Throi.e OSmaus ausgebe. Die an­dere Ode trägt die Ueberschriftan die Napoleonische Dynastie. Bom großen Kaiser wird darin gesagt: ^Gott mit seinem Finger schrieb auf deine Stirn tiefer als auf irgendeine an- bete die Furche großer Geschicke. Wie oft wird die Welt ihr Knie vor Deiner Glorie beugen, die ihr Haupt bis an die Wolken reckt! . . . Gekrönte Häupt.r bücken sich, wen« Du daher schieltest, und erwarten einen Spruch aus L beu und Tod von Deinen Lippen, und die Cohorleu bet Völker fliegen hinter Dir drein zum Mahle der Freiheit, Italien ruft Dir Beifall so gut wie die Kinder Polens und Illyriens, die Hoffnungtiuukenen!" Folgt ein Seufzer über St. Hel.ua und .über hm. ll»t,rga«g d.s M»,<a,«tzE ^M^o ..pz«^.tcv monn" die Könige von den Thronen auf wo sie eingeschlafcu, und mit bleichem Schrecken betrachten sie das S.fhni Napoleons, wie es aufsteigt am Horizont, neu erglühend!" Endlich schließt der Belgrader Schulmeister:Laß aus dem (revolukiouâreu- Cbaos einen neuen Tempel aufsttigen, zügle die Gewalt durch das Recht und kröne die Freiheit, die heilge Tochter der Götter, mit ewigem Frieben! Das ist dein großer, dein herrlicher Beruf, du hast ihn ergriffen, führ ibn zu Ende und dann lasse dich majestätisch nieder in den Sckooß dei­ner Scköpfung, nm die Puldigungeu d.r Menschheit zu emp- fangen." Wir hatten das Machwerk nickt erwähnt, wenn der Moniteur cs nicht mit seinen großen gestern auSuezcichr net hätte. Daß natürlich solche Gefühle auf serbischem Boden ganz fremd find, versteht sich von selbst, aber man taun fest überzeugt seyn daß, wenn jemand in der Esqu inan; Sprache ein Gedicht auf Beglückung der Menschheit durch die Franzo­sen und auf die Sehnsucht der Eisbären nach Pariser Ciilnir machte, pMr Franzose ein solches Poem für äckt erklârew würde, weil schon der Inhalt den Stempel bei Wahrheit an sich trage.

Detgie»

Brüssel, 18. Juni. Das Lager zu Bcvcrloo wird in ter, nach der Hâllte o>s Detobeuv itiuf bis sechs Tage unuaemo bea an. W.nn sonst in Cano wlbst eunue Trep'en 'a-on eine S. lteiib.it waren, so bat man jetzt freu Winter 15 bie 20 Regentaqe. Man erklärt biete Beränderung des Elima's durch die ungeveae.cn kinestan- zuiigen ree Bodens, welche an- Bescvl res "Paschas gewacht worden sind. Die Zahl der un erbaib iLano auS.piepini Baume wird auf 20 Mlliöiikn angeschlagen. Was ür diele Erbleernng spricht, ist dre^ umgefeorte Wokang, welche man sch n leit langer Z.rt in über« meqypten als Folge der Zerstörung der Baume beobadnet bat. Wie bekannt, regnet es jetzt niemals in diesem Tveile von Äegypicn. Elle- mals ater war es ganz anders. Ein Greis von 122 Jabren , den ich in Theben kennen lernte, und der noch seine - ollen seiftet fräste besag, sagte mir, daß es vor achtzig Jahren sehr oft in Ober-Äegvp« teil geregnet habe, daß aber damals die lydischen und arab.scheu Beige zu bei etn Seiten des Nels mit Bäumen und Weideland beredt ge­wesen seien, wohin die Araber ivre Heerde,i gebrach, hätten. Seit­dem aber wären die Baume zerstört wer en unk die Regen hatten aufgehört. Auch mehrere bejahrte Türken in Séné traben mir daS Nämliche erzählt, wie sie es von ihitn Tätern gehört haben. Endlich berufe ich mich noch auf Pocccke, welcher diese yânecr 1731 bereiste und sagt, daß er bei seine. Reise in Ober-Aegypten oft durch Regen­güsse ausgchal'en worden sei.

** Nach einer neulichen Angabe kommt auf je 19 Berliner Einwoh­ner schon ein Eremplar einer Zeitung. Ehedem gab es roit nicht so viele ZellungShailer. Denn um das Javr 1606 becretirte z. B. der Magistrat zu HildeSveiin: .baß, da man in Enabrung gebracht, daß der Kaufmann Tappe ffch eine Zeitnnq halte, man mit ibm 'pre« eben un» ibn ersuchen wolle, dieselbe cem Magist.atr gegen Erstattung der halben Kosten zu communisiren."

Charivari.

* Ans der Leipziger Messe, so erzâblt der Berliner Zuschiuer, kam ein Berliner Stutzer zu Dem berüomtcn Schnewermclster PaueraiiuS Schmidt unv wünschte einen FrackNach welcher Fayon" , tagte Pancraiius,ist er Ihnen gefällig, nach franzöK>mer, nigivtber o-er deutscher?" Der Berliner, wel er bei feiner der Großmächte anstoß.n wollte, erwiderte rasch:Machen Sie ihn neutral."