Einzelbild herunterladen
 

'L---UZ2ML tlrtflTauisdje Äüjiemtine Zeitung

^fftföunften nfbinrn an i* Wiksbaden Nr ^rped tian (Wilh, ^nftrtcbhd'f *Bu<t'6a«Munp, Vanqqasi. Är U) auswültS aür Pysrat italkkn Aufstau: d e vier* spaltige Perrrzett^ owr seien Naum 3 fr.

Wiesbaden. 1834

Nr. 146

Samstag, 24. Sunt

Bestellungen auf das dritte G,uartal der Nassauischen Allgemeinen Zeitung werden baldigst erbeten

3u0 den Kammern

Z *f Wiesbaden, 23. Juni. In der heutigen Sitzung der ersten Kammer bat der Abgeordnete Dr. Dicht fol­gende Interpellation in Betreff der den Katholiken seiudseligen Haltung desHerzoglich Nassauischen allgemeinen

JiilelligenzblattcS" gestellt.

Je Bor einigen Monaten stellte ich in dieser hohen Kammer

"an die Rcglèrungscommission eine Anfrage in Betreff der sickt erlassen, nur, den beklagte Unaebührliä Hjel genannte» Temporaliensperre, wobei ich, die Kircken- wävnteu Blattes gelten sollte, ^ de dem . frage scharf und ausdrücklich von der R c ch t s frage scheidend, ! HâMff das seit seiner Entsteh ig bis peye * jene von dem Bereiche der Kammerverhandlüngen auSsckloß ven Interessen des Staates vertrete chMZ w und diese ihm Ein A> trag, wie ich einen solchen in die Rechte der Kirche zu wahren beflissen ist, ei

der von der Regierung gegebenen Antwort zu stellen

beabficktlsite, ist durch eine mittiorweite böchfteu OrteS anqe- ' ordnete Maßregel der Gerechtigkeit überflüssig gewordcu; und Zch komme auf jene Antwort uur zurück, um die verehciiche Meijammluvg, Die Antrag und Er rfiederuiig aus denselben vernommen, darauf aufmeiksam zu machen, daß diese Erwic- deruiig, Die auf jene von mir so nachdrücklick betonte Scheidung ? keinerlei Rücksicht nimmt und Die Interpellation in Den Augen ' jedes Fernestehenden mit sich selbst im Widerspruch erscheinen läßt, Mit dem Ernste Der Stellung der Regierung zu Den

' Kammern keineswegs im Einktailge steht.

Trotzdem, daß ich bei Der erwähnten Interpellation diese ' unerfreuliche Erfahrung gemacht, bin ich dock wieder in Der Lage, in einer andern Angelegenheit an Die Regierung eine Anfrage richten zu müssen , und ich hoffe, daß ich auf Diese genügenderen Ausschluß erb Uten werde. Ich sitze als be­kannt cotaue, daß Die Regierung demHerzoglich Nassauischen allgemeinen Jntelligenzblalt" in Den lebten Wochen eine größere Ausdehnung zu geben angcfangen hat. Seit dieser Zeit ist ' diesiS Blatt/das laut seines Programms sich über den Parteien erhalten will, nach Ausweis seiner letzten Nummern i» einem Geiste redigirt, der ein der katholischen Kirche und k ihren SMeimern höchst feindseliger genannt worden muß.

] Ich erlaube mir, in Kürze Diejenigen Acußnungen zu be« , rühren, Die bereits über dieses neue Unternehmen Der Rc- s tzicruug auS verschiedenen Theilen des Landes nur besannt i fieiDOrS<ir^tntrr'1?t^ , die auch zugleich den vollstäu- digsten Ausdruck meines eigenen Urtheils über DujeS neue ; Blatt enthalten.

I Wäre dasselbe gleich andern,'ein bloßes Privatunternehmen; oder würde eS selbst von Der Regierung noch mit Den Den . selben immer zu Gebote stehenden Mttleln Uliterstützt Die Katholiken könnte» eine solche falscke Politik nur beklagen; Star sie köttnlcn fick' gegen Die Angriffe des Blattes jehüßen, , schlitzen wenigstens dadurck, daß sie eS leibst nicht hielten und Unbefangene vor dem Aboninmeut auf Dasselbe warnten. AVer auck dieses elnfachste Mittel der Abwehr ist ihnrii da= j durch genommen, daß alle Gemeinde- und sonstige B.höide» : dieses von der Regierung erweiterte und begünstigte Matt, für dessen Inhalt Die Redaction sich w hl allein verantwort f lich nennt, wofür aber unter den vorliegenden Verhältnisse» Die Regierung allein vcrantworilich ist, patten müfsen, jo wie Dieselben Der Anzeigen wegen Die GcschâjlSleule des Lan­des nicht entbehren können.

Es ist dieß eine Besteuerung, und zwar feit der Erwei­terung und Verschlimmerung des Blattes, eine gegen s r ü- her doppelt hohe Besteuerung mit der man die Gemein­den belegt und Die katholischen Gemeinden somit geradezu

zwingt, ihre eigene Schmähung noch mit ihrem guten Gelde zu bezahlen.

Zu diesen Mißhandlungen der Katholiken durch das er­wähnte Blatt, das bei seinem Beginne schon so traurige Früch c der Unduldsamkeit trâg' daß es, wenn ihm nickt Ein halt gethan wlib, in späterer Zat eine wahre Rüstkammer zur Befehdung der katboliscken Urck-, oder, wie dieses Blatt will, der katholisckenReligionsgesellschaft", werden wird, kommt

noch Die andere, daß eine Verfügung, die, aus Der besten Ab- sickt erlassen, nur Den heüagke Üngebührfickkeiten dcS er- foffte, .^v iDf dem curâlG7KL«W.-cL ! Die confer pari

, wie eS nun auch

die Rechte der Kirche zu wahren beflissen ist, eine dessen Wirk-

filmtest hemmende Fessil angelegt, während sie demIntel

i

ligeuzdlatt" freien Spielraum zu Schmähungen gegen die Ka­tholiken gelassen hat, und ihm nur, wie zwel andern Blättern, verbietet, den Kirchenstreit in dc oberrheinischen Provinz ir­gendwie zu de precken.

Diese Lage der Dinge, wie ich sie angedeutet, nöthigt mich, an die Regierung die Anfrage zu stellen: ob sie ferner den Unfug dulden wolle, daß dieses Blatt, das in ihrem Auftrage und unter ihrem Schutze erscheint mit Schmähungen gegen die Katholiken gefüllt, den katholischen G-memden gegen dop- yvltc Besteuerung aufgcnöthigt, und so gegen die^ Katholiken eine solch schreiende Ungerechtigkeit begangen werde, die alles Rechtsgefühl im Volke zu erstickn und die Autorität der Regierung aufs tiefste zu erstatte > geeignet ist?

Ich bitte um recht baldige Beantwortung dieser Anfrage.

In derselben Sitzung wurde ber die Differenzpuncte in den Beschlüssen der beiden Kamme n bezüglich des GZctzent wurfs die Umbildung der obern Berw al tu n gs be borden berathen. Nachdem der Abg. Billinger Bericht Wer dsise Differeuzpuucte erstatte! hatte, wurde die Frage erörtert, ob die in der Sitzung vom 3. April d. J. gesche- hene Abstimmung als eine definitive zu betrachten, od,r ob, da die zweite Kammer bei der ersten Abstimmung das Ge­setz angenommen, die erste Kammer dagegen dasselbe per werfen halte, dicS in Geinäßbm D&- f. 12 Èi( ELUilLât- 25. Nori 1851 und in Bezug auf §. 61 der GeMästSvrd- iiuog Nicki als Differenzpunct angZehen werden müsse. Die Commisstonsmilglieder waren getheilter Ansicht. Bellinger und v. Eck hielten die geschehene Abstimmung für eine bist liitive, in Folge welcher nicht weiter verpanbell werden könne und ein neuer Entwurf von der Regierung voizulegen g we fen wäre. Höchst und Wilhelmi waren der Ansicht, nach §. 12 deS Gesetzes vom 25. Nov. 1851 die vorläufig geschehene Abstimmung nickt vorgesckriebeu und erst wenn die Definitive Abstimmung nach Erledigung der Diffelenzpuncte stalkgefünden und eine Kammer sich für die Riwlaiumhme eiilschieden hätte, das Gesetz alS verworfen betrachiet werden könne, die vorläufige Abstimmung also ais Differenzpunct be­handelt werden müsse.

An der Discujstenbetbeiligte sich hauptsächlich Graf von Wal derb o rf, welcher desondeiS Dajur sich ansiprach, daß durch die geliehene Abstimmung das Gerep als nicht per I morsen betrachtet werden tönue und die Kammer auf weitere B-ralhung eingehen müsse.

Möller schloß fick demselben an und erlaubte sich noch Borwüifc gegen die Kammer wegen Beanstandung s.üherer Wahlen, die gebührend zurückgewiesen wurden von dem Abo,

Bellinger, der das Verfahren Möllers der Kammer gegen. Über für durchaus ungeeignet erklärt und b. merkt, daß wohl jedes Milglied aus Ueberzeugung handle und seinen Tadel verdiene; er für fei e Person habe bei seinem Spre­chen und Handeln als Kammermitglied sich stets nur von ses- »em Gewissen und seiner Ueberzeugung leiten lassen und werde auch in Zukunft so verfahren; äußere Rücksiate» könn­ten ihn nicht bestimmen. Ebenso von dem Abg, Diehl, der a^s Beiichterstaiter der betreffenden Commissionen d« Ber- fahren der Commission und dMOsÜMer rechts,rnzt und den Tadel Möller: e^ ^ -^.^ ! Ultbegründet erklärt Dellinger und v. Eck vertbeid teil hierauf ihre Ansichten für destnilloe Ablehnung des ©esc S unter Beziehung auf die ven der Re­gierung und der Stâubeversammlung festgesetzte Geschäsisord- nung und das Nooemberedict von 1851 und bemerkten, haß gerade dieses Edict vtele Uiiklarbelten enthalte, wogegen Re- gterungscommissär Bell bracht erwiederte, daß das Gesetz in allen seinen Tbeilca sich sehr klar ausspreche. Der Abg. Höchst erwiederte, daß er derselben Ai,fickt fei, allein die Regierung mache es uuklar, indem dieselbe solches dem Wort- Liut entgegen interpretier, wie solches n Bezug aus die Ver­tretung des Herrn Bischofs in Limburg und in Bezug auf die in Limburg geschehene Wahl des Abgeordnete» Gonrdè geschehen sei. Bellinger bemerkt, daß die Regierung selbst die Unklarheit des angelegenen Ediclet ânerkanul habe, indem

sie ei

e

én in Folge der Verhandlungen in der

' Kammer durch eine ünckt-ägiiche Verordnung zu erklären ge. sucht habe.

Nackbem die Discusstou nun geschlossen, stellte Präsidium die Frage:Ist die in der Sitzung vom 3. Apiil geschehene Abstimmung als eine d.finitive und demnach das Gesetz alt verworfen zu betrachten?" Die Frage wurde mit acht Sinn« men, v. Walderdor f, Möller, Höchst, D ehl, v. M a r s ch a l l, T t o m b e t t a, W i I h e l m i und v. Bock verneint, dagegen mit fünf Stimmen, Kraus, Möller, Hofmann, v. Eck und Bellinger bejaht.

(Schluß folgt.)

1"* Wiesbaden, 22 Juni. (S i ^ u n g der 2 ten

Ki 'II M è t.) Die Pf e & t r» gest e t-br e n A-wrr a g e S

b cs v o m A

flirt ÄTStte befchlièBetl7

die provisoriscken Gef tze vom 25. Nov mber 1851 Mn bei­den Kammern zur vrrfaFungsmäßlgca Prüfung unb Pefä luß. sasstiug vorzuleFb»" lautet:

Die deutschen Völker, deren Tr,ue sprückwörtlich gewor­den, erfreuten sich der berkömmlicken und festen (Siiirut>iung, daß neue Rechte und Gesetze N'ckt ohne ihre Zustimmung erlassen wulden. Dmd) alle Kreise und Abstufungen bindurch hielt man die berathende Tl eiluabm. Mehrer für ebenso beil- sam als nothwendig. Diese Einrichtung hatte Bestand, so lange Tciilscklanb gioß und iflâdmg war. S<it in,bl denn zwei Jahibuudeilei', HZondeiS aber leit der Mitte des sieben» zehnten Jabrh'iudeits veidrängten alliiiäblick üaatsr.cktticke ebepneeh auch bezüglich der Grsetzg.buug deuliches Heikom- nieii, biS cnblid) zur Zeit der FMlè-hellichasc die Laudstände nickt mehr einbetufen oder doch in Schattenbilder verwandelt wurden.

Nach Abwcrfung des fremden JocheS erklärten dagegen die Giundveriräge des deuifae Volk.s das Sintern der landständischen Hier fass iiiig für einen noibwendigeu Bestand­theil der Giundverf-.sstiug eiueS jeden Bnttdesstaateö.

(S. Bundesacte, A>t. 13, Klüber öffentliches Recht deS deutschen Bundes §. 283).

Die Kegelbahn.

Erzählung von Levin Schücking.

f Tili stand noch am offenen Fcnster als ich die Thüre aufschloß f , ich war atbnnloö von Erregung und Bcsocgniß.Gott sei Dank!

rief fix, meine beiden Häiwe »affuiv ,Golt fei Dank, Sie sinv's, »un ist alles gut!" Daß mit ihr allrs gut war, sah ich wirklich an ihren pellen Aug n. Sie erzählte mir mit geflügelten Worten, Der Graf habe sie, statt in meine Zimmer, hierher führen lassen, unv fei dann seiest hier gewesen unv habe ihr gesagt, sie Dürfe nicht abrei en. Als sie Darauf bestauben, sei er erst e^ürnt gewesen, rann habe er spöttisch gelachl unv gesagt:Du wirst schon bleiben." Dann habe k Semanb an ber Tdürc gehopft unv ihn abgerufen. Er sei gegangen mit tem Bcisprcchcn wiebcrzukommen, »achtem er rie Tcürc verschlvs- fm. Nun habe eine töbtliche Angst vor seit er Rückkehr sie überfallen unv sie sei fest entschloffen gewesen, zum Fenster hinaus zu springen, wenn er wiever ins Zimmer komme unr sie nicht fortgehen lasse. Er

L sei nun, naebrem er ziemlich lange ausgedlitben, wieder gekommen, I vk habe am Fenster stehend ihm gesagt, sie werde hinabspringen, wenn Ztr nicht augenblicklich gehe unv rie Thure offen lasse; oberer habe gc-

lang unv gesagt:Du hast wohl Die Geschichten von Deiner Groß- Wi'te gehört, laß Die Späße; im neunzehnten Jahrhundert springen

Mäbchen nicht auS rem Fenster;" Darauf fei er vorwärts gc- kvwmen. Da bube sie siw wirklich hinabstürzen wollen. als plötzlich braunen die GräfinTili!" geschrien. Als der Graf Die Stimme fei» ; n« Gemahlin vernommen, sei er schnell zum Zimmer hinausgcstüizt habe aber ro» Den Thürschlüssel mitgenommen.

Die Gräfin wu' tc wohl vurch Sw, raß ich hier war?" frug Tili fiter,tonst konnte sie mich roch unmöglich hier oben im Dritten

bei Mondenschein erkennen?"

M 3» zuckle Die Achseln. Das Geld keS Grafen wies Tili fest und «niianeren imück. Ich beschwor sie, ihr,in Kater Den entsetzlichen Aus-

V m ^^' M* versawcigki, und morgen übereilen, Dann bat ' V" 7""'"eister, Der vor all' rem Lärm im Schlosse nicht eiirfdrla» K'S "r mir auf Dem Gange beg gmte, das arme Kind

D â^u bringt n, was er gern trat.

otr Graf stieß eine Verwünschung aus, alâ ich ihm Die beiden

Schlussel zurückgab unk dabei sagte:Das Gelo napm sie nicht, es liegt in jvreiii Schicibtlsche."

Die Giafiu aber war noch immer ohne Bewußtsein und man hatte einen reitenden Boten nach dem Arzt gischickt. Der Arzt kam un brachte die Gräsiu wohl wieder dazu, baß sie Die Augen aufschlug, aber sie erkannte uns nicht, ein glüvendes Fieber wühlte in lyrein Hirne sie sprach Iinztlsamuienhangeud, nannte aber so oft die Kegelbaon, raß der Graf, der ibr Beti nicht verließ, da er in f inem en Gewissen ihre Krankheit wovl für eine Folge res Sch.eckens uver Tili's Absicht sich zu lörten, hielt, zuletzt aufii.eiNm wurrc und mich aussrug.

Ich tagte ihm nun alles was ich wußte, denn ich hielt es jept doch nicht Mkht für erlaubt zu schweigen.

Der Graf war außer sich.

Waium gingen Sie mit ihr, wenn Sie selbst das Fallen der Ke- gel gchöil^ Sie hatten sie abhalten, mich rufen ollen!"

Bedenken Sie, Herr Graf daß wir uns nicht dem Glauben ver­schließen können, rie Gräfin vabe dort eine Mittheilung uver $mo Absicht, sich zu tosten, erha ten. Ohne solche Mittheilung lebte das Mino nicht meor , und Sic hâiien ihr Blut auf der Secle."

Ah, bau!" tagte verächtlich der Gias.

, ^ö war $ih0 Ernst, sie hat eS mir geschworen."

Also wicklich wie ihre Urgroßtante." Wetter zeigte er um des Ma chens wegen keine Neue.

Am folgenden Morgen saß ich mit dem Pfarrer an dem Belte Der Gräfin. Sie schien in einem tiefen Schlummer zu liegen; er frug mich mit flüstern, wie alles gekommen und ich sah seine Ursache, rem alten würdigen Manne den Hergang zu veischweigen; ich erzählte ihm mit l.tfer Stimme alle Begebenheiten der Schreckenenacht.

Auch er war tief erschüttert und frug raun:Wissen Sie, wa£ eS für eine Bewanvmiß mit Tili's Urgroßiante und Dem wilden Kegel- spieler hat, den Sie für den Grafen Peter gehalten haben?"

Ich vcin t.ite. Nun e>zähUe er mir, raß in rem Archiv des Schlos­ses Die ganze schauerliche Geschichte des Grasen Bruno aufbl wahrt werde, aber nur vcr Giaf kenne sie und er, ra er sie von seinem Bor­gänger im Pfarramie niiigeiheili erhalten habe, doch feoe er nicht e n waiuni nicht ich, nachdem ich selbst bereits so viel erfahren, sie auch vernehmen solle.

Er erzählte dann immer im gerümpften Tone, um rie Gräfin nicht zu stören, Folgendes:G^ai Biuno, rer Urgroßvater deS Grafen Peter, mit dessen Blldniß Letzterer so viel Aehnlichkeit zeige, habe nach

zahllosen Liebesabkiiteuk n auch einmal feine Augen auf die schöne Toch­ter des Schloßmüllers geworren Das Märchen war Die Braul des Jägers und Försteis im gräflichen Dien»», Mcinha.d, eines guten und d aven Burschen, Der nur zuweilen ein n bösen und tollen Rum» baue. In solchem Rawche wuive er einst von einem seiner Kamera- ven damit aufgezogen, raß rer Stof (einem Märchen uachgchc, wo­rauf Meinhard gräulich zu fluchen begann unr Probte, Dem Grafen fernen Hirschfänger rurch Den Leib zu rennen, wenn er nicht ric Ke- danken an Das Mävrl aufgrbe.ES fii denn", f.pte er plëtz ich la» »end binzu,raß er sie mir im Kegel picl abgewiuui "

Meinhard war nämlich ein eben so leidenschaftlicher Orgelspieler wie rer G>af; nur übertraf er Letzteren bei Weitem und war schon durch seine außerordentliche körpcrliwc Krart fevr im Bortheil gegen ibn. Dein Grafen wurde unglücklicherweise riefe Rerc huuerbratht. Er ließ Mcinparv kommen, und nachdem r ihm Allerlei zu trinken Vorsitzen l. ffen, mahnte er ihn an seine Worte vom Kegelspiel

Meinbarb ging rarauf ein, und ließ es auch feinem Marel sagen, baß er mit Dem Grafen um sie spielen werre.

Zue Nachtzeit spielte Der Hochgeborene, sonst so stolze Gras, Der vermäolte Mann. Der Kater mehrerer Kinder, mit Einem eign fn För­ster Kegel um ein Uttschulbigeg»Mabwrn um eine verlobte Braut Uno kies uneorlidje Kegelspiel war an sich nicht einmal e.rlich, Denn Mem- haid war betrunken und Der Graf nüchtern.

Der Gras gewann. Meiuharv schnürte sein Bünvel und schickte Dem Mädel seinen Rmg mrück. AlS der Graf zur Mühle febufk, um Re als Schaffnerin wie er seinem Diener aufintg - in's Saloß boten zu lasse», fanD er eine Leiche; vas Mädchen hatte sich, als Re Den Ausgang erfahren, zu ihrem Kammer,enster hinaus in den Wühl fad? gestürzt. Kon een Steinen zerschmettert , von ven Schau­feln zermal.ut, konnte Niemand cas schöne Kind wieder erken e >. Giuck- licherwer e waren ihre E teru schon fort und e-lebten den Grau- nicht, aber der Graf ließ ihrem Bruder sagen, er werde ihr in der Schloß- kirche ein schönes Denkmal seyen lassen - doch selbst das geichaa nicht, v nii der ®iaf kam bald Darauf bei Der Jagd um. Man giauöte, Meinhard sei heimlich hier in Die Gegend zu uckgek.Hrt, u >d ils er ren Job feiner Braul vernommen, habe er Den Gra-en aus Dem Dickicht erschossen. D m sei nun, wie i'm wolle, die Sage gellt, der K.af unv Meindarv müßten seit hundert Jahren um mitternächNge Stunve Kegel schlebcn, um ist sündig Kegelspiel von ramals zu c üpen."