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Stftfüunflrn nehmen an .n W'eShneen fit ikrped i »n (WtH. ^"eeridi'fijf BuiMjanrlurm. > anqAasi. sr> l<> èudrvati# alle 'Ponanü Iren — Inskrair: re vier« fpaltige j>e riien- orr ceiri. ,*aum 3 ti
Wiesbaden. 1834
Nr. 142.
Diensta,;, 20 Juni.
Bestellungen auf das dritte Guartal der Nassauisch«; Allgemeinen Zeitung werden baldigst erbeten.
Der Letzte Hirtenbrief des Srzbischoss v^u | Freiburg !
(Schluß.)
So sehr das Christenthum, die katholische Kirche, den Ge- borsam gegen die Staatsgewalt einschärseii, so sehr sie auf die Heiligballung der eidlich veschworenen Treue dringen, so gehen sie doch nie und nimmer zu, daß dieser Gehorsam auf Dinge sich erstrecke, die einzig und allein der Kirche unterworfen sind. So wenig die Kirche in das Gebiet des Staates Uebergnffc machen darf, ebensowenig steht es dem Staate zu, solche in das Gebiet der Kirche zu machen.
Meine Verfügung vom 5. Mai b. I., um die es sich zunächst bandelt, und welche den gewaltigen Sturm der weltlichen Gewalt gegen mich und meinen treuen CleruS und meine treuen Diveefaneii herbeigeführt, — erstreckt sich einzig und allein auf das O r t S-K ir ch e n ve r mo ge n, also aus das Vermögen der katholischen ReligivnsgcseUjchaft, wie eë' zerstreut in den einzelnen KirchspieiSgemcinben sied versinket. Auf die Verwaltung und Verwendung dieses Kirche »vermögens hat nun der Staat keinerlei Recht; eS ist dasselbe eine heilige und unantastbare Domäne für die Kirche und die Verwaltung d.ssclbe» muß ausschließlich den dazu bestellten kirchlichen Vorständen überlassen bleiben. Von den apostolischen Zeiten an ward die kirchliche Verwaltung und Vciwen- dung des Kirchengutes mit großer Entschiedenheit in Anspruch genommen, die Kircbengcsctze fassen jeden Eingriff in das kirchliche Vermögen stets als ein schweres Verbrechen auf; mehrere derselben bezeichnen Denjenigen, der sich dessen schuldig macht, als einen Todtschlâger mit dem Beifügen , daß, wer Gott, seinen Vater, der ihn geboren werden ließ, und die Kirche, seine Mutter, die ibn durch die Heilige Taufe wiedergeboren hat, beraubt und betrügt, als solcher zu erachten sei; am gebräuchlichsten ist aber für einen Solchen der Ausdruck: „sacrilegus“ d. h. ein GotteSiäuber.
Daraus, Gcliebteste, könnt ihr auch am klarsten erkennen, unter welch' schwerer Sünde der Bischof verpflichtet ist, das Kirchenoermögeu der Stiftung und der Bestimmung gemäß zu verwalten und zu verwenden, und wie empörend der Vorwurf ist, als beabsichtige ich durch die kirchliche Verwaltung und Verwendung des Kiichengut.s Euer Oltshrchenvermögeu Eueren Gemeinden zu entziehen, zu fremdariigen Zwecken zu verwenden, inS .Ausland zu verbringen, oder Damit Den Kir chcnstaat zu bereichern, während doch meine einzige Absicht, der Bliebt eines Bischoss gemäß, keine andere war und ist, als das Kirchenvermöge» als solches zu erhalten, und darüber zu wachen, daß cö auch wirklich nur zu kirchlichen und stif- luiigs mäßigen Zwecken auf Die beste Weise verwendet werde.
Auch erwäget wohl, Geliebteste , daß ich die Verordnung Dem 5. Mai b. J. wahrhaft n o t h g e d r u n g e n erlassen habe und zwar erst, nachdem Die weltliche Gewalt selbst ihre bis- herigcu Anordnungen über Verwaltung des SliftungSver- Mögens abgeändert, Die Pfarrer von der Vorstandsstelle im Sliftungsraihe verdrängt, und der st i f t u n g S m ä ß i g e n i Verwend» ng des Kirchengutes Hemmnisse h e- | reitet hat. Nur eine böswillige Verläumdungssucht konnte ! zu oben berührter Verdächtigung führen, um dadurch Euch, | Geliebte, mit Unwillen gegen mich zu erfüllen, und Euch zum Ungehorsam g.gen mich auszureizen, unter dem Vorwand, daß Euer Interesse und der Eifer für Erhaltung Eueres Orts, leecheiigiites dies erheische.
Nicht umsonst habe ich in der Verordnung vom 5. Mai
ausdrücklich und entschieden erklärt: Wir wollen insbesondere verhüten, daß die katholischen Orts kirchenfonds geschmälert, oder gar auS den be. treffenden Gemeinden entfernt werden," unddiUt- li* habe ich es ausgesprochen, daß die berührte Verfügung getroffen wird: „damit daS Ortskirchenver mö ge n in den einzelnen katholischenKirchsp ielsgemelII- Den stlftungSgemäß erhalten werde."
Wie kann man nach solch' klaren, bestimmten Erklärungen Dem katholischen Volke Die Besorgmß cinflößen > es möchten Die einzelnen Gemeinden ihr OrlSkirchcnvcrmögen durch die kirchliche Verwaltung verlieren - — Mögen auch schwächere Gemüther durch solche Einflüsterungen etwa schwankend geworden sein, — Der g ößte Theil meiner Heerde hat gewiß mit Entrüstung das Obr von solcher Verdächtigung ihres Ober- Hilten abgcwendct, und ist Der Ueberzeugung treu geblieben, daß jedenfalls das OrlSklrchenvermögeu unter Der Verwaltung des Bischofes, welcher durch die strengsten Kirchengesetze zur stifluttgsgeiuäßen Verwendung des KuchcngutrS verpflichtet ist, gesichert ist gegen Schmälerung und Entfernung.
Man sagt ferner Euch, Geliebteste, Die großherzoglichc Regieiung habe mit dem heiligen Stuhle Unterhandlungen angeknüpft, um Die kirchlichen Angelegenheiten in der Erzdiö cese zu ordnen, und ich hätte wäbrend Der Dauer Der Ver Handlungen von der Ausübung mein erzbischöflichen Gerechtsame abstehen sollen.
Gcliebteste! Aus Liebe zum Frieden und im Geiste der Versöhnlichkeit habe ich mich gleich im Anfänge des Jahres bereit erklärt, tineii Zwischenzustand emtrelen zu lassen; allein eS wurden, um diesen herbeizuführeu, von Seilen Der groß- Herzoglichen Regierung an mich solche Bedingungen gestellt, die ich nie und nimmer hätte erfüllen können, ohne mein Gewissen und die Pflichten meines bischöflichen Amies schwer zu verletzen. So chctterte» diese Bestrebungen, einen Zustand deS Friedens zu begrünten.
Die großherzogliche SlaatSregierung schickie in der Pe.son des erlauchten Grafen Lein in gen einen auß lordeuilicheu Gesandten nach Rom, machte mit zwar hievon Anzeige, kei neSwegS aber eine Mittheilung seiner Instructionen , und er klärte, daß sie auf ihrem bisherigen Slankpuncte verharre, erließ an Die großherzoglichen Aemter Weisungen, denen zufolge Die bischöfliche Amisthättgkeit und namentlich das Kir chenvermögen Der weltlichen Gewalt unterworfen wurde. Es war somu meine heiligste PfUcha, Zrr cher ÄuSübnug meines oberhirtlichen Amtes einzig und allein das Dogma und die Verfussupg der Kirche zur Richtschnur zu nehmen, umsomehr da ja Der heilige Vater wiederholt und in neuester Zeit DaS gulgevelßen, was ich gethan und mich aufgefordert, in derselben Weise fortzufahren, keineswegs aber in meinem Verfahren einen Meineid oder ein sonstiges Verbrechen erblickt. Solange der heilige Vater mir demnach keine andere Richtung des Handelns gibt, kann und darf ich den betretenen Weg nicht verlassen.
Die Großbeizogliche Staatsrcgierung hat, wie Ihr wisset, mich Den weltlichen Gerichten überliefert, deren Zuständigkeit ich in dieser rein kirchlichen Sache und über meine bgchöfliche Amtsthätigkeit durchaus nicht anzuerkennen vermag, da diese weltlichen Gerichte blos über weltliche Angclegenheücn zu entscheiden haben. Wie immer Der Ausspr uch der Gerichte ausfallen mag, so wird dadurch nichtdas A l l e r g e r i n g st e an meinen bischöflichen Pslich - ten und Rechten geändert: Darüber hat ein anderer
Richter zu entscheiden, dessen Uilhcil ich gcnoi't erwarte — Der heilige apostolische Stuhl, der schon unzähligem«! ai- Recht Der Kirche und als Pflicht Der Bischöfe bezeichnet, tvaé man mir zum Verbrechen anrechiiet. Ist Der göttliche Hci land den Gerichten überliefert und von Diesen veru>theilt wol- Den, und gleich einem Verbrecher zwischen zwei Misseldät.rn am Kreuze gestorben so muß cs Der Diener nicht besser haben wollen, alS Der Meister, vielmehr sich Darüber stellen, daß er gewürdigt wird, dem Herrn nachzufolgeu.
Haben sie Jesum Christum einen „Aufwiegler des Volke- genannt", so ist's nicht zu verwundern, daß man Den Diener auch so nennt. Ich bin mir vor Gott bewußt, Nichts ge- lhaii zu haben, was das Volk hätte aufreizen können, im Gegentheil , ich habe eS stets zur Ruhe und zur Ordnung ermahnt. Sind Auftritte anderer Art vorgefommen, so haben es Die zu verantworten, welche durch ihre Gewaltthaten die Gemüther erbitterten, durch ihr Einschreiten gegen Priester die Herzen Der Gläubigen verwundeten, und durch Die Bedrückung Der Kirche sie betrübten und fransten. Allerdings soll der Christ in solchen Augenblicken beweisen, daß Der Geist Dessen ihn belebt, Der geschlagen nicht wieder id lug, Der geswmähl Nicht wieder schmähte, Der am Kreuze hlulend für seine Mörder zum Vater rief: „Vater, verzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie thuen;" weßhald ich auch irieterholt Euch, G.li.b. teste, ermahne, nur Die Waffen des Gehcies und Der guten Weise zu ergreifen, und Euch du-ch Gehorsam gegen die Obrigkeit in allen weilllchen Dingen als wah>c Kinder Der katholischen Kirche, dieser Säule und (SruuDfefte Der Wahrheit, des Friedens und Der Ordnung zu bewähren.
Im Uebrigen, Hochwürdige Bruder, gelteb teste Diöccsancn, haltet standhaft und mutbig fest am Dellien fatholijepen Glau den und an allen meinen oberhirtlichen Anordnung'», da sich ja Die Ungehorsamen rbaifdchLch aus Der Kirche ausschlüßen. Erinnell Euch an das Wort M großen Ignatius, des heiligen Bstchofs und Märtyrers, Saü-rs des heiligen Apostels Johannes: „ W o Der Bischof ist, ist die f a t h o 1 1 I d) e Kirche", und erkennet daraus, daß Die, welche Euch von Euerem rechtmäßigen Eezvlichof los^ureißen suchen, Euch den katholilchen Glauveii neu mm wollen. Habet Vertrauen auf Die Gereerltgirtt u>.D Helligkeit meiner Sache, Die eine Sache der ganzen kaiholiseven Welt geworden. Leide» und T'übiale haben der Aude stets nur Siege und Triumphe bereitet. Am Kreuz-- värrgend hat Der Sohn Gottes Die Herder der IKeuta-eu-au-Rtp gezogen und erobert. So ifl’« ai.cp Die in ihren Borsteh-r» beDidiigte, geschmähte, verfolgte Kirche, welche unzählige, bisper uuenf» fchiedeire, maufeuDe, laue, innerlich abgefallene Seelen wie. er gewinnt. Mächtiger Denn je hebt sich zur Zeit Der <erfol» gung daS katholische Bewußlseln. Durch die ganze katholische Well emvsindel man Die Wunden, Die der Kirche in Baden geschlagen werden. Die ILbdJ, Die man nur, einem Bischof der katholischen Kirche, zugefügt, trifft alle futholifaen HerzeII, sie empfiuDen Den Schmerz und leiden mit mir und mit Euch und beten mit mir und mit Euch. Ja, Millionen Hände erheben sich zum Throne Der göttlichen Eibaimung, auf daß Hilfe komme vom Allmächtigen Der schwer bedrängten Kirche Badens. Und sie kommt von Ihm, Der gesagt hat: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und aus Erde», siche, ich bin bei Euch alle Tage bis an's Ende Der Welt."
Zu ihm, dem ewigen König der Kirche, wollen wir alle die heißesten Gebete emporjenben, inj Andacht anrufen Die
Der Pechmüller.
Rachtsiück aus dem Tbüringerwalve von Ludwig Bechstein.
(Schluß.)
Zmmer schwärzer werden Armairrs verzagende Gedankeu. Er ist mer fv ganz allein, lebendig betraten. — Niemand kennt dieses Lcr- als nur der Müller, sein Wirth; wenn nun diesem Maune plötzlich ein Unglück zuüößt, wenn der Schlag ihn rühri, ja wenn er nur gezwungen wird, den Truppen als Wegweiser zu dienen — und wenn nun der treue Vater naht und vergebens nach dem Lohne späht — Pimmel, Hinlmei!
Die Tiuppenabtheilling konimmt an. Wachen umstellen die Mühle, alle Psade; der Nuterlieutenant, ver hiervcr enrsendet ist, zeigt sich rauh und barsch. , Ou est le böte ? (der Hauswirth) ou est le de- •wteur? Tonnere!“
b 7m PcchmüUer steht zitternd vor ihm, der Offizier packt ihn an and schüttelt ibn , die Kolben flirren, der Sohn will ren ber ien °0" ver Mißhandlung der brutalen Franzosen, ein der- mens "k>'s Gesicht und ein Kolbenstoß auf die Blust werfen ihn v £'e Müllerin kreischt — tie Wöchnerin Höri's, hört all' den zum Tove tau^tn Stimmen, das Klirrcn der Waffen und alterirt sich den a°m de Dieu ! Ou est le deserteur?“ Der Offizier zieht der m droht den PechmüUer nievcrzustoßen. Kreideweiß fällt
Mhmuller vor dem Offizier auf seine Kniee.
™ ~ Gott verläßt mich nicht! Es nahen Tritte! Mein Ret- l'ibelt in seiner Bergest,efe Armand du Lenoir.
schlieSe" sülchen öffnet sich — der PechmüUer, bleich und zitternd, 2 a“i>., im Schimmer des Lichtes glänzen vor Armand'S Augen
Knöpfe, Epaulettes, blitzt ein Degen.
man dieu! mon dieu!“
"Deserteur ! Arrestant!"
ÄM verrathene Opferlamm geknickt zur Schlachtbank.
er ruJ; Tma? vorüber - Unruhe treibt den Reisenden umher - keine ^k pohen - er sucht den aus, dessen Na-.ienoausruf heute tarf i>im,^"^vlgte. In das Thal hinab darf er sich nicht wagen, durch Fragen Verdacht erregen.
«'dera une.°'-k'"°^stub, mit den beiden ersten Compagnien ist von Son- g 'Nb Judenbach in Grafenthal eingetroffen, nach f ühem Aufbruch.
Die Gegend um die Mühle belebt sich kriegeriich, die Compagnien rücken aus, sie schließen auf ter Mühlwiese ein Viereck. Mitten auf dem Wieienplan sammeln sich um den Cominandeur des Bataillons der Slabsauditor, zwei Hauptleute, zwei Ober- und zwei Uuteriicu. tenants, zwei Unteroffizi,re uns noch ein Auditor. Zwei Trommeln auf einander gestellt bilden den Ti ch.
Man hält über den Deserteur ras csnseil de guerre prevötale — man lieft im livret sAbrechnungöbiich) des Arretuten, daß er bereites einmal, noch in Frankreich, einen Fluchtversuch gewagt uud be« guarigt worden sei — schon dies ist — ein Todeüuityeil. Der Ange- srbuldigte wirb vorgesührt — er bekennt, daß er seinen Wirth geb • ten, ibn zu verstecken mit dann zur Flucht zu verhelfen, — er wird wieder zur Seite geführt, nachdem noch in seiner Gegenwart tie Richter ihren Richtereid geleistet. Der StabSauritor gibt sein Gutachten ab — tie Richter treten zusammen, berathen sich, geben ihre Stimmen — der Auditor faßt das Urtheil — tie Stimmen alle lauten überein — da leugnet fein Stern ter Gnade; der Borstand unterzeichnet das Urtheil, zwei Hauptleute bringen es dem Commandirenden. Dessen Blick ist ernst und finster — er unterzeichnet ras Papier und gibt es ten Offizieren zurück — diese bringen cs raschen Schrittes dem Vorstand. Das Gericht tritt wieder zusammen - bange Tovesstille lagert sich über tie ganze Versammlung , die Compagnien stehen laut- los, die Herzen pochen — stärker als vor einer Schlacht - es ist etwas Fürchterliches um das Standrecht. Lieder wird ter Deserteur vorgeführt, ihm das Urtheil vom Sta sautttor vorgelesen.
„Armand tu Lenoir aus M arcuil , Derart, meni Marne, Soldat der 4. Compagnie, des 4. Bataillons vom 3. Regiment der Reserve- Jnfanierie, angeklagt und geständig, in ter Absicht, sich dem Kriegsdienst zu entziehen, unv zwar im Wiederholungsfälle, einzeln, n,cht im Complot, im Dünst für sich, nicht als Stellvertreter, mit Verkragung seiner Monttrungestückc und seiner Armirung gegen ten Feind — der Desertion in bad Ausland , wird nach rem Gesetze zum Tove durch Pulver und Blei veruriheilt, von Rechtswegen!"
Des Jünglings Knie brachen, fast brachen auch feine Augen. Ueber seinem H.iupie knickte der StabSaueitor ein Stäbchen, das Viereck öffnet sich. Ein F^ldrriester tritt zu Armand du Lenoir, feine Beichte zu hören - er hält ihm ein Cruzisir zum Küssen hin, er abfoloirt und segnet ihn — dann führt ihn ter Profoß an eine andere Stelle, enitleitit ibn der Obergewänder, verbindet ihm die Augen. Acht Man i treten vor, laden scharf, daS ^ommandvw.rt schallt, die Schüsse knal»
len — Armanv ist tobt.
Droben vom Berge gellt ein Jammergeschrei — daS Echo seine- TovesschreieS — ober war es eine anoere Stimme?
Ach, eS war des Vaters Stimme. Heuleno unv wimmernd rauft sich vioben unter ven Fösren ver Vater veS Gerichieien raS Haar, wirft sich zu Boveri unv wüplt in der Verzweiflung MooS und S,dr vom Boven aus.
Die alle Müllerin liegt in Ohnmacht - die Wöchn rin krei'cht im Silber auf, als sie ven Knall hört, uns ven dumpfen Trommeiwirvkl, ver ihm folgte, und darauf entsetzliches Geschrei ihres Schwiegervaters, benn dem PechmüUer läßt der Commandirenve 25 Hiebe aufzay. len für seinen Vorwitz. einem Deserteur zur Flucht behülflich sein zu wollen, unv läßt ihm sagen durch einen Solbaten , ver etwas veutsch kann, er möge Gott bansen, so gnädig bestraft zu werden, denn wenn der Commanvirenve gewollt, so habe er ihn gleich mit erschießen lassen fönten, das Recht habe er vazu.
Die Compagnien ziehen ab, bte Sameraben graben mit deS Müllers Spaten dem Erschossenen auf ver Sielle, wo er fiel, ein Grab und seiden ihn hinein, in ein Leintuch gehüllt, vas vie Müllerin her. gibt, die untröstlich ist, ber der Schmerz das Herz fast bricht über den Tod des armin jungen Menschen.
Balv ist's still — rechl still, schaurig still. Am Abenv ist eine Leiche in der Müble, rie Wöchnerin »at' von ver schreckenvollln Gemüthsbewegung das Kinvbcltcrinnenfiedcr bekommen und ist schnell daran gestorben.
Unv wie rie Mühle in ven Schleiern ter Nacht liegt, und das einsame Grab auf der Wiese so tuns l da liegt mitten im noch frischen Grün - da kniet ein Mann voraus unv erfaßt eine Hautvoll Dieser Erve, sie mit zu nehmen nach seiner Hkimato unv vaS iS Alles, wat er nebst feinem unfä.iucben Schmerz nntb ingt unv von seinem geliebten Soviie ver treuen Hausfrau, der hoffenden T? tter.
Und bann erhebt er sich unv streckt tie Hanv gegen die Mühle aut und murmelt Verwünschungen. *
Unk wonvett berg hinein, gesenkten Hauptes , durch ken Hohlweg untrr'm Wespeiisteitt binauf unv irrt ab vom Weg und schreitet vor auf einen Gipfel, wo er ren Schauplatz seiner Qual und das Berg, starteten übersieht und sein Herz ist von Schweiz erfüllt, feine Brust ist voll grimmer 'Dein.
Unv er abbentt k-r Hoffnungen , mit Venen er heute früh nach tiefem Ort von Reichmannseorf herüber gewandelt. Bou Reichmanns-