»,, Nass°»isâe Allgemeine Akitmi« ntorint, Sonn» I <I«|MII»" läali» Pm«! »ierlellâhrift wr « ie«dad-i> mio Den Thur» und Taris'^tN jioftbeurf 2 fl., sonst 2 ff. 24 fr.
Nassauische Allgemeine Leitung.
Bestellungen nehmen an in ®ité6oOfn bis $ro* t;6n Ollilh. ,^>iddn<I>'«t>k Buwdaneiunn, Vonflftjft. Xr 12) au4roärt# alte $oitan|Mtfn — gnffuitr : r e ein» fpaltige Peiuzen« oen tron »luum 3 fr.
Wiesbaden. 1851
Nr. 140.
Samstag, 17 Juni
Bestellungen auf das dritte (Quartal der Nassauischen Allgemeinen Zeitung werden baldigst erbeten.
Deutschland.
♦f Wiesbaden, 16. Mai. »Sitzung der Ständever- ; sammt ung. (Gegenstand der Berathung war das Budget der ; Ministerialabtheilung der Finanzen.)
Im Eingang 'des Ausschußberichtes wird bervorgeboben, daß die im vorjährigen Berichte gedachte Neuerung, wonach die Ausgaben der Sect. I, 11, IV. & IX. in die einer Landes- steuercasse und in die einer Domänencasse abgetheilt sind, und wonach dem Hauptetat für den Fluanzdienfi des Jahres, des Rechnungsjahres 1854 ein besonderer Einnahme- und Aus gabeetat der Landessteuercaffe und der Domâncncasse beigelegt ist, beibehalten worden ist.
Dadurch findet sich der Ausschuß zu der nachstehenden Erklärung veranlaßt: In unserm vorjährigen Berichte haben wir bereits hervorgehoben, daß die c neue Einrichtung dem Staatsrechte des Herzogtbnms widerspreche und wir haben deßhalb die vorgelegten Finanzbudgets in der dergebr achten Weise begutachtet und die Versammlung hat solches nach nn--- sern Anträgen genehmigt. Es hätte hiernach erwartet werden können, daß der Versuch, eine Abäirdcrung der bisherigen Ordnung bei Gelegenheit der Bndgetssests.tznng zu erlang'», nicht wiederholt werden möchte. Da dieß dennoch abermals geschehen ist, und da nach bef Erklärung deS StaatSmiui. sleriums vom 26. April d. J. der Zweck jener Neuerung Mumrhr klar vorliegt, die Siäiideversamurlung von d.r Cvn- trok deS Domänenvermögens durch Entziehung der Elnwit-i liguiig über die Verwendung der Tomanialüberschüsse in einem der wesentlichsten Stücke auSzuschließen; so halten wir eS zur Wahiung der Rechte deS Landes für nothwendig, daß die Ständeversammlung bei Prüfung des jene Neueruirg entbal- teiiben Budgets deS Flnanzministerlunis der Regierung gegenüber die Erklärung abgebe:
daß sie nach b,m b-stehenden Staatsrecht des Herzog- thumS nur eine Staatscasse, und keine davon abgesonderte Domänen- n n d L a n d e S st e u e r c a Me, anerkenne, und daß sie gegen die Bildung einer be sonderen Domänen und einer besonderen Steuercasse Verwahrung endete.
Wir beantragen deßhalb, daß die Versammlung diese Erklärung beschließe und erst dann zur Prüfung deS Budgets des Finanzministeriums übergehe.
Gegen diesen Antrag reden die Abgeordneten Hal bey, Rullmann, Metzler, Schellenberg, Cramer und Re-rchma im» (letztere drei mit der. Verwahrung, daß durch Ablehnung des Antrags den Rechten des Landes am Dvma- malveimögen nichts präjudicirl werben solle.) Für den Aue- schußaiilrag spricht
Rau: Das Budget könne nur gemäß dem bestehenden Staatsrechte geprüft werden. Sollte düß eine Aenderung er- leiden, so könne das nur aus gesetz ichem Wege, nicht aber bei einer Budgetsberathung geschehen. Selbstverständlich dürsten die Rechte des Herzoglichen HanseS nicht im Mindesten verkürzt werden, aber er wolle auch gemäß dem Eide, welchen er bei dem Eintritte in die Sländeveriammlung geleistet habe, die Rechte des Landes wahren. Auf diese Grundsätze sei der Ausschußantrag basirt, und er empfehle ihn daher zur Annahme. Im ähnlichen Sinne sprach der Abg. Trombetta, indem er den Wunsch äußerte, daß möglichst bald eine definitive, alle Rechte währende Feststellung erfolgen möge.
Der landesherrliche Commissär Obersteuerrath Herget erklärte, daß die Regierung auch aus der Ablesung deS Com> Misstoiisantragcs keine Consequenzen für sich ziehen werde.
Bei der Abstimmung wurde (bei 33 Anwesenden) der Com mifsionsantlag mit 22 Stimmen (Braun, v. Eck, Eigner, Höchst, Knapp, König, Diehl, Hofmann, Gourde, Lana, Marburg, Müller, Münch, Rau, Schäffer, Schlachter, Schrobt, Schwickert, Sebastian, Trombetta, Ulrich, Wirth,) gegen 11 Stimmen, (Reichmann, Cramer, Schellenberg, — diese unter obiger Verwahrung —, v. Bock, Wilhelmi, Möller, Gödecke, Rullmann, Metzler, Halbey, v. Marschall), angenommen.
Tie in dem Budget der Ministerial - Abtheilung der Finanzen angeforberlen Beträge Sect. I. Centralverwaltung .... 61.100 fl. — fr. „ II. LocalverwalNu g..... 90 152 „ — „ „ 111. Zollverwaltung..... 20,431 „ — „ „ IV. StaatScassenvcrwaltuttg . . 9.950 „ — „ „ V. Lasten und Srvituten . . . 57,155 „ 10 „ „ VII. Verwaltungskosten auf Domanial- Elnnahmen..... 492,511 „ 5 „
„ VII Elltschädigungsrenten für anfge bobene Abgaben . . . 47,241 „ 34 „ „ VIII. Pensionen u. s. w..... 349,671 „ 28 „ „ IX. zur Schuldeulilgung . . . 616 293 „ 27 „ zusammen — 1,744,507 fl. 43 tu wurden mit unbedeutenden Ausnahmen bewilligt.
Bei Sect. VI. Cap. VII, Tit. 6 lit. d. (Zuschuß von 20,000 fl. zur Erhaltung des Wiesbadener Theaters) hatte die Minorität des Ausschusses (nicht blos Abg. Rau, wie die Mittklrhkinische Z. angibt) den Strich der angeforbertin 20,000 fl. beantragt. Zur Begründung dieses Antrages be- meiste Abg. Rau u. A.: Das Theater sei eine Anstalt der Stadt Wiesbaden, aber nicht des Herzogthums Nasi m; wenn daher aus der Staatscasse ein Zuschuß gegeben werden solle, so könne dieser nur auf gesetzlichem Wege für die Stadkge- meinde Wiesbaden, nicht aber für das Theater daselbst be- willigt werden. Was die angesorderle Summe betreffe, so sei diese im Verhältnisse zu dem, was der Staat im Allgemeinen zur Unterstützung für Wisse, schaft und Kunst hergebe, allzu unbedeutend. Auch fei jene Summe zu hoch im Verhältnisse zu den Unterstützungen, welche in jetziger Zeit der Theuerung den Nothleidenden gegeben winden. Ueber das Theater selbst wolle er nichts bemerken, obgleich gegen dasselbe schon gegründeter Tadel geäußert worden sei.
Der Minorlkä.sautrag wurde verworfen, und der ange- forderte Zuschuß für das Theater bewilligt.
*t Wiesbaden, 14. Juni. (Sitzung der ersten Kammer.) Zu §. 7. (Der Ausnahme beziehungsweise der Zulassung zum Aufnahmeexamen geht, vorher: a) die Untersuchung des Asspiranten durch die Asseiitirungscommlssion, bei welcher derselbe körperlich ganz tüchtig befunden sein muß; b) die Ein lirferuug von 400 fl. an die Schuldirection, welche sein Eigenthum bleiben und die Bestimmung haben, eintretenden Falls zur Offiziersequipirung verwendet zu werden. Im Falle er nicht zum Offizier ernannt werden kaun, erhält er diese Summe zurück; c) das schriftliche Versprechen der Eltern oder Vormünder, daß die Unterhaltungskosten für den Schüler vierteljährlich pra< nunierando ein gezahlt werden; d) die Vorlage des Tauf- und ConfiimationS.cheinS, sowie eines Zeugnisses über die Fälligkeiten, das Betragen und den Fleiß in den besuchten Schulen oder Anstalten) wurde bei pos. b der CommsisionSantrag: „die Zinsen dieses Depositums werden für Schreib- und Zeichenmaterialien rc, der Militärschule verwendet" angenommen, bei lit. c. nach den Woiten „der El
tern oder Vormündee" der von der CoMmiiston bcanliagte Zusatz: „die auf Verlangen ihre Zahlung?,ähigkeit besonders nachzuweijen habe»" ebenfalls angenommen; zu lit. d. war von dem Abg. Bellinger der Antrag gestellt, statt der Worte „in den besuchten Schulen und Anstalten" zu s'tzen: „von der Schule, welche sie zuletzt befuchl haben. T icp.argen Aspiranten, welche ihre Voibildung durch Privatunterricht sich erworben haben, müssen Zeugnisse von ihren Puvallehiern beibringeli. Diese Zeugnisse müssen von dem betr.ffeNdea Schulvorstand und Sdiulh.jp ctor beglaubigt sein " Die beiden eisten Anträge wurde» ohne Tisenssion angenommen. Der Abg.ordnete Bellinger rcchtferligte seinen Antrag. Diehl spricht sich ebenfalls dafür aus, wogegen v. Eck uüb RegierMNgSkowMisiär Werren sich gegen die Beglaubigung der Zeugn, sie durch den Schulvorstand Und die Sdmlinip cnou aussprachen. Der erstere Theil des Antrages bis „biiimn- gen" wurde angenommen, der zweite: „diese Zeuguiffe" mit 7 gegen 6 Stimmen abgelehnt.
Bei §. 8 (Für jeden Miiitärschüler sind für feinere Mon lur, Kost, Unterricht 200 fl. Taschengeld jährlich eiuzuzavleu, für Ausländer 350 fl.; (von letzterem Betrag fließen 150 fl in einen zu creirenden Reserv.fonds der Militär schul ). Ferner'haben die Eltern oder Vormünder sich veibindlich zu ma» dien, dem Schüler, sobald er die Anstalt als Offiziersasspi- ranl verlass. u bat, bis zu seinem Eintritt in die O fiziers- Gage jährlich 100 fl. Zuschuß zu gewähren) war von dem Abg. V. E ck beantragt die Worte, „von letzteim Mirage fließen 150 fl. in einen zu creirenden RZervZouds der Militär- Ichule" zu streichen, und spiicht sich überhaupt gegen die Bildung eiiitS Fonds für die Militärschule aus. Die Majonlät der Commission empfiehlt die Beibehaltung jener Worte und ll'üutragt weiter, daß, nachdem S e. H o b e I l de r H e r z vg bereits genehmigt, daß der Theil des Reieivefönds Nr frühe- im Militärschule, der Privateigentllnm Sr. Hoheit gewesen (Wakerloograiifieativn des Höchstseligen Herzogs Wilhelm), im Betrage von 4971 fl. 32 fr. dem nun zu creirenden Re- jervefonds als Geschenk zufließen solle, auch das übrige baare Vermögen der früheren Cadettenschule im Betrage von 9668 fl. aus dem Cenlralstudikusonds wieder ausgeschie en und dem neuen Reservefonds wieder hingewiesen werde. Für Ne Bildung eines Fonds sprachen: Bellinger, Dieh( Wilhelmi. Der Antrag des Abg. v. E ck würde gegen 4 Stimmen verworfen, dagegen der Antrag der Majorität der Commiision angeuvMmin.
§. 9 (Für Söhne' von verdienten Oifizieren und Civil- dienern, welche das Vermögen nicht t^ETrrprrnr'üTrm Zahlungen leisten zu können, )omie für unbemittelte Unter- Offiziere und Soldaten, welche dnich Fälligkeiten, Fleiß und gutes Betragen sich besonders auszeichuen, wird, wenn sie überhaupt zur Aufnahme befähigt sind, die Militärbehörde die ganze oder lheilweise Verwilligung NS erforderlichen Beitrags (§. 8) sowie der OffizierSeqmpirungSgelber aus dem Reservefonds oder Militärbudget beantragens war von den Commis- sionöniitgliedern v. Eck und Kraus zum Stil beantragt. Von Ersterem eveniuel weiter, daß die Bestiinniung des Gesetzes vom 28. Dez. 1850: „Für unbemittelte Uuieiojfiziere und Soldaten, welche sich durch Fähigkeit, Fleiß und gutes Betragen besonders auszeichnen , wird Ne Milikäibebö de die ganze oder lheilweise Bewilligung NS erforderlichen BttkragS, so wie der Offiziersequipiruiigsgelder aus Staatsmitteln beantragen" wieder ausgenommen werde, L.tzl'rer dagegen, deß §■ 9 folgende Fassung erhalte: „Für den Fall, daß die Mili-
Der Pechmüller.
Nachtstück aus dem Thürinzerwalve von Ludwig Bechstein.
Foriiexui^.)
„Ein verflüchtig Lolament!" sprach der Führer; „aber sicher und morgen thut's wohl gut, das finstere Kâ'terchen! — Sonst wußt' ich wert und breit ke n Lersteck."
Der Jung ing schauderte. Hier im Schoße der BergeStiese sollte er bleiben , in einer kleinen, engen Keuche, ganz allem, im Finstern verlassen von aller Welt, gleichsam ein Gefangener, sitzend oder liegend auf hartem Fels , ohne frische Luft, ohne Lichi, ebne Decke?
.... »Warum hier bleiben?" fragte er. „Ich habe geglaubt, der Gang tuhre ru das Freie, in den Wald?"
.. «Droben ist der Wald, zwanzig Klafter über uns!" antwortete fast höhnisch 6ir Pechmüller. , Wcnn's dem jungen Mosjcu hier unten nicht fleialit, tonnt’ Er's gleich sagen, was läßt Er und den langen Gang tappen? Allons! Kehrt, vorwärts marsch ! Wilder vor, in die
i.Unv in t>en Wald!" bat mit flehender Stimme der Jüngling. fPrt", Iln den Wald! In den Piison!" höhnte der Pechmüller. „De- "ueur in ten m„son!"
«•oreaangfi ftbuttclte den Armen, er faßte den Führer am Gewände, len ~ lt') bleibe hier - o nicht verrathen mich! Um bald ru- auch , k ^11 Flucht in den freien Wald! — Ja? Guter Mann, ich mven will all' mein Gold und mein Vater soll geben noch mehr!" Jo/benV ° ^t die Sache Händ' und Fuß'!" sprach der Pechmüller, den in ^ ^t>e z aus, den er an hatte, und gab diesen dem Zagen- fdmm.» ^^"k gegen die Kälte, beleuchtete noch einmal die Fellen« lieb ift’d f116 ^"üte: „Das Ding sieht schlimmer and, als cd ist. Erst. Uns ^'streiken, zweitens geht dahinten ein Luftloch in die Höhe, waischi/?r" r“$ ^^^ Tages, sobald die Franzosen zum Tempel hinaus vstd k» ,b' komme ich wieder und bringe Früostück. Meine Frau filver KV' ^ ro^ gutes Warmes folgen. Und Abends, wenn es ©ntt/m R 1' b" g^^ auf Schlupswegen in die Wälder, hinauf zum zum Neubau, — da ist Er geborgen wie in Abrahams ^n erunD ^unu kann Er mit ihm reifen, wo- litg^” PZniüller ging, verwahrte die kleine Thüre sorgfältig und armen Armand du Lenoir in Nacht und Grauen eiugeschlos»
fen zurück. Aber der Hoffnung strahlendes Gestirn leuchtete noch in , tiefe Bergeshöhle. Der werante an den treuen Later, der ihm na« hen werde, und an den Later im Himmel goß Trost in das zagende Herz eines sungeu Menschen, der erst 19 Jahre zädlte, dem Ersah, rung und Menschenkenutuiß gänzlich mangelt.», der nur lieble, boffte und verlraute. Der Posthauch der Irrellgiöfiiat, den die fignzösi'che Revolution aus ihrem Schauer'chlund über das Land geströmt, hatte das Ellernhaus des Jüng ings nicht berührt, auch balle das Naro- leon s klarer Sinn gar wohl erkannt, wohin es ein Volk führt, wenn die Unvernunft die Vernunft auf den Thron der Gvilocil hebl und hatte den Dämon des Uusin >>s gebändigt. Armand konnte noch fromm und gläubig Nten und im Geber entschlummerte der Mude zu Träumen von Heimath uno Glück.
An dies m Tage war ein kreisender mit einem Kutscher und einem eleganten Reilewagen nach Rerchmannsd0if gekommen. Auch tufed Dorf wimmelte von Einquartierung, kaum, daß der Fremde ein Unterkommen fand. Im Gastvof waren die Offiziere der Compagnien einquaitirt, sie saßen beim sauern Bier des Wirths und zogen sauere Gesiwler. Die deutschen Biere, zunial auf Dörfern, nehmen im Herbst einen äußerst grämlichen Eharakier an, sie machen keine Seele mevr froh. Die Offiziere riefen nach Wein Der Wirth, ein Krämer, wie viele Insassen des Marktfleckens , erflärte, daß er keinen Wein habe, was über seinem Haupte die Donner vieler Sacres zusammen og, allein von D nncrwe.ttern fährt zwar die Milch im JMler zusammen, aber k in Wein aus dem Keller, zumal wenn erst keiner darin ist.
„Messieurs!“ sprach der Fremde, der an einem Nedent.schc sich einen Imbiß schmecken li.ß, ein Mann in den besten Jahren, der zugleich daS beste Französisch sprach: „Messieurs, wenn ich die Ebre haben sann , Ihnen ein Glas Wein aniuNeteti — von meinen Proben; ich reife für das Haus Duc de Monte bello in der Champagne."
„Vive In maison de son Altesse le Duc de Monte bello!“ riefen die lustigen Capitanc und rieulenants der 3. Compagnie vom vierten Bataillone des 3. neserve-Regiments. „Voila ! Deus ex inachina!“ - in der gvldhellcn Hoffnung auf einige Becher voll ihres auf dem Marsche durch das Thüringer Walogebirg ganz entbebnen heimathlichen Nektars — und der Fremre ging und holte aus seinem Wagen die Flaschen und ließ diese in Ermangelung von Eiö in kaltes Wasser stellen
Ein Wort gab das andere — der Marsch, die Rome — nach Saalfeld, durch das Loigiland — nach ©red.cn — nach Warschau — die
Zahl der Compagnien des Bataillons, der Stab mit den beiden er- sten Compagnien in Sonneberg, die trifte hier, die vierte im Valle des Comtes — wie sie Gräfenthal u e, setzten — der R.st auf den kleinen Dörfern. Das alles kam zur Sprawe und der Reiwude, der das scvöne Frankreich später ve,lassen, wie die Truppen, mußte vom Hcimathlande erzählen.
Er gab von seinem Weine, so viel er vermochte — und dann fragte er den Wirth in gutem D> utsch , wie der Weg nach Grareutaal sei.
„Halsbrechenv — mit dem Geschirr und bei der Nacht kommen Sie nicht hinüber!" versehe der Wuth - denn damals, 1812, war noch kein Gedanke an eine Kunststraße auf Diesen Waldwegen.
„Ich m ii ß aber hinüber, versetzt? der Kaufmann. Können Sie mir einen zuverlässigen Boun schaffen ? Recht früh, vor Tagesa b u b mein Geschirr bleibt hur, ich saure vielleicht m»r en A end erst w.i- ter, wir haben ja Mondschein und Mut eher und Pferde ruhen auf}« w.ilen auS."
„Recht gern und alles was Sie b fehlen ," sprach der Wirth. „Ich will gleich nach eimm Boten schicken "
Der Mond schien noch hell, als der fremde lästige Mann das Gasthaus zu Reichmaiiuskorf mit semem Führer in aller Sülle durch ein Hiiiterpsöitcheu, durch eine Scheuer uno durch Den Gailen verließ, nm Die vor Dem Hause stehende Schildwache nicht zu stören Gleich hinter dem Or e schlug der Führer e.nen Fußweg ein, der Nähe hat er, unD bald umgab schweigender Föhrenwalv tie früh n Wanderer.
Der Führer war eine von den ger ichrechenden Staturen , traulich und zutounlich, ein ächter Waldner. Er eröffnete, nach Art lolcher Leute, Die Canäle seiner Rcdsttiak.it mit Fragen.
„Sie fiiid wodl nicht aus diesiger Gegend? — Woher kommen Sie mit Lerlaub denn?" — und so fort.
D r Fremde, dessen Seele voll Unruhe u>d S rge war, der auch manche Frage gar nicht verstand - gab einst bige kurze Antworten, aber er gab doch Antworte» und rad war f imm Führer schon genug. Dieser zog ba'd ein F äschchen aus der Tastche. trat zuerst einen derben Schluck und bot Daiselbe da-n vertraulich d m Gele,leien, mit einem herzlichen: „Wohl befomm’o Ihnen!"
Der Fremde nahm . trank und t aufte.
„Gell? Der ist gut! Tausend Schwerenolh , Der hat einmal ein Feuer." U d nun ergoß sich immer im*dr,itesten Waldeialecr Die Schleuse der Unterhaltung, denn den zu Ge eltenden zu unl rhalt n, schien dem Führer eine heilige, unerläßliche Pflichl; er glaubte, der