ri» Waff«ulf*e Maimeint 3eihmk erwelnt, 5n-in« UR auHflfnommen lä«I t» ?«i«t »iertHia^ tur M tfbateu uns rrn Thurn und Tar.-'iLen Po-beurl " 2 ft., sonst 2 fl. 24 fr.
Nassauische Allgemeine Leitung.
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Wiesbaden. 1834
Nr. 132.
Donnerstag, 8. Juni.
Oesterreichs Stellung.
Sonderbarerweise treten verschiedene Blatter mit großer Beharrlichkeit den Nachrichten über die Anhäufung russisch.r Streitkräfte an der nördlichen und östlichen Grenze der ösier- reichiichen Monarchie entgegen. Ein Wiener Korrespondent der A. A. Ztg. erinnert daran, daß ein Theil dieser Blätter selbst die Nachricht gedruckt', General Rüdiger, dess n Hauptquartier in Warschau ist, habe über eine Armee von ungefähr 160,000 Mann (Bagatelle!) zu „disponiren", welche in der Linie von Riga bis an die österreichische Grenze ausgestclli sei und daß Rußland in diesem Augenblick 560,000 Mann activer Truppen ausgestellt hat. Ein beträchtlicher Theil stehe wie bekannt an der Donau, der größere Theil dieser Herres- macht aber in Kurland, Polen, Podolien und Bolhyuien, während Liefland, Ehstland, die Umgebung von St. Peters burg und endlich Finnland von dem kleinern Reste derselben belegt ist. Man wird, bemerkt dieser Correipondent, angesichts solcher Verhältnisse z lgebeii müssen, ss.ß das kaiserliche Handblllel an den Freiherr» v. Bach, das 95,000 Mann un» ter die Waffen ruft, und in dessen Folge- Galizien und Siebenbürgen in Vertheidigungsstand geft^t werden, ein sehr zeit, gemäßes war. Ober soll Oesterreich bei den Streitmassen die Rußland anfbietet, die der Großherr im Felde hat und welche die Wcstmâchte bereits auf *en Kriegsschauplatz geworfen haben, unthätig zusehen? Hannibal ante porlas! Andrerseits sind die Versuche, den Frieden zu vermitteln, noch nicht zu Ende, aber es ist nachgerade die Zeit gekommen, wo nur die Form das aut-aul diese Versuchen einen vernünftigen Anstrich geben kann. „Und folgst du nicht willig, so brauch' ich Gewalt". Der eine oder ter andere Fall muß in kurzem gesetzt sein. Ich habe schon einmal an dieser Stelle die Meinung abgegeben , daß es nicht möglich sein bürste, sich im vorhinein ein Schema aller Wechselfälle für den kommenden Krieg zu ma d)en. Anders verhält es sich mit dem politischen Ziel, das jede der im Streite begriffenen Mächte verfolgen will. Es muß dieses beim Beginn des Kampfes festgesetzt sein. Auch Oesterreich hat das sei enge, und die Kriegsmacht, die es (lufbieten kann und wirklich aussteUt, ist ihm Bürge, daß ihm kein Resultat aufgezwungen werden wird, welches seinen Staatsprincipien fremdartig, seinen Interessen schädlich wäre. Ich spreche von Oesterreich; wer aber möchte in dieser ^rage und in büfer Zeit Oesterreich von Deutschlaud getrennt sich denken? Wer könnte heute noch zweifeln, daß Oester» reich mit seiner ganzen Existenz und durch die Bedingungen seiner politischen Existenz der Hüter Deutschlai ds gegen die Gefahren ist die ihm jetzt im Osten drohen? Wer könnte Henie noch an den Frieden für Deutschland glauben, wenn Oesterreich seine Banner entfaltet und gegen den Feind in's Feld rückt? Und wer könnte läugneN, daß Feind ein Oesterreichs auch der Feind Deutschlands ist? Wir wissen und wir sehen es täglich, daß wir die öffentliche Meinung Deutschands für ui 6 haben bei jedem Schritt, den wir im Sinne zur Ver- mflid'ung der Wiener Conferenzprotocolle machen. Oesterreich ist nicht leichtfertig zu Werk gegangen. Man überlege. Die aegenwâitige Verwicklung Europa'S begann mit einem Aci Rußlands der die österreichischen Interessen nicht nur auf das schwerste bedrohte, sondern sie thatsächlich verletzte. Und welche Sprache führte Oesterreich gegen Rußland? Es war die Sprache des Alliirten, die Sprache der woylmeineuten Rathschläge. Rußland ließ marschireu, Oesterreich entwaffnete Es glaubte und hoffte dadurch die allgemeine Besorgnisse wegen der ferneren Erhaltung des Weltfrirdens zu beschwichtigen, denn es galt ja als ein Ax om in der orientalischen Frage, daß Europa beruhigt sein könne, so lange Oesterreich ferne
Ein eigenhändiger Brief Napoleons.
Historische Erinnerung aus der Ä a i f e r j c i t.
.gottfteunß )
^ verdrießliche Miene des Monarchen, dessen Ge- . selbst beim Anblick der Damen nicht erperterie, die in Kalr- ^7-".,^^3agb folgten. Er vatte gewünscht, daß der GroßmarschaU in ' 0,1 ds" er oft ganz leise, a!ö ob er er fürchte gehört ran»-^i>"' ■ öen dichtete. Die ganze Jagdgesellschaft fühlte die üble t r -Napoleons ; Einer betrachtete und beobmbtete unruhig den An- uitb sich lroh zu scheinen, wo es der Gebleier nicht war, Liide, ■ ""Ate man sich, ob schlimme Nachrichten aus Nor en oder titifrhp £ln9elr°ffen, ob vielleicht der Kaiser von Oesterreich durch po- Navoienn^^wrkerungcn , die das Cabinet der Tuilerien nicht erwartet, nun« von ""'"gieren gemacht, oder die neue Kaiserin bei der Teen, legt 2 @ Familie ein allzu großes Bedauern an den Tag ge- 2iehc unt A ^rmulhungen kreuzten sich, während man Damhlriche, ^^ichgüuch^^n schoß. Der Kaiser aber zog sich, nachdem er einige bei der ^ampe gethan, um nicht ganz unbeteiligt ober fremd Fürsten Eurov" ^incn , zu der die Steilv^rireter der bedeutendsten Ich Klaren waren, früh in feine Gemacher zurück. Der ®roßmLbr^' f‘1site cr lächelnd leise zu Duroc.
s unterziehen itoUt “ wußte, welcher Art von Arbeit der Kaiser sich I bemerkt davon""' nachdem er ihn verlassen, machte er sich un- U fürchtete Fragen, mit denen er überschüttet zu werden W fricdiauna der N^en. Und diese Vorsicht Duroc's vereitelte die Bc- Noch um vieler Höflinge. sers. — "lernacht bemerkte man Glicht in dem Cabinet des Kai- "er der Sec^?- A^gen um sieben Uhr wollte Hr. Menneval, ei» btegne befand 7 , Joleons, der sich auch bei dem Gefolge in Com. I juer kintiktkn 111 C1” 011 b^S Cabinet res Kaisers stoßendes Zlin- I Peern ft[n "'. die Eceretäre, die immer zur Verfügung ihres W "er rufen ’ arbcitctcn' «lS er sich cinigemale von einem Dietz. Firmin? fragte der Sccretär.
■ _ Wie! Majestät arbeitet schon.
M Menneval übcr^dâ^ «"^;'; si"^ Sie dessen gewiß? fragte “we die frühe Anwesenheit des Kaisers erstaunt.
Besorgnisse hege. Es g >b damit auch den größten und sprechendsten Beweis seines Vertrauens in die Mäßigung seines bisherigen Verbündete». Man vergleiche und beurtheile unparteiisch die Ausgleichungsvorschläge, die unter Mitwirkung Oesterreichs gemacht wurden und die Forderungen Deutschlands an denen sie scheiterte«. Man wäge das Recht, bin Wortlaut der Verträge ab. Man rechne den Gang der Verhandlungen und der Zeit nach um zu wissen, wie Oesterreich nur nach und nach und genau in dem Maß rüstete als Rußland immer thatkräftigere und umfangreichere Anstalten traf, um die Forderungen dnrwzn ietzen, durch welche es seine Macht aus Kosten der übrigen vergrößern wollt. Doch genug. Kehren wir zu den Verhältnissen Oesterreichs und Deutschlands zurück. Wir seien die Fragen, die wir eben stellten, thatsächlich durch das Bündniß beantwortet, das die beiden Mächte Deutschlands am 20. April schlossen, und wir zweifeln nickt, baß dies Bündniß ein Gemeingut Deutschlands werde. Seit der Entstehung des Bundes ist ihnen nun zum erstenmal Gelegenheit geboten Deutschland als Gesammtmachl auf dem Schauplatz der europäischen Ereignisse austreten zu lassen. Er kann es, im Gegensatz zu den träumerischen Bestrebungen der jüngst vergangenen revolutionären Epoche, in legitimer und legaler Weise thun. Gewiß, die Veranlassung dazu ist die nahestehende Gefahr einer allgemeinen Kalamität als Gesammtmacht tritt, und die Idee die dem Bunde zum Grunde liegt, verwirklicht, auch die Kraft dieses letzter« zeigen wird, indem eS auf die Wendungen und auf das Re- fultat der Kriegspcriode einen entscheidenden Einfluß nehmen muß.
Deutschland
t Limburg, 7. Juni. In dem Saale des Herrn Joseph Menges fand heute die Versammlung Nassauischer Naturforscher statt. Nach der um 10 Uhr erfolgten Eröffnung der Versammlun., warb Apotheker Dr. Rudio aus Weilburg zum Vorsitzenden, Dr. Forell zum Sckufnüdrer und Bergverwalter Rahl aus Holzappel zum Dirigenten der mineralogischen Abtheilung erwählt. Da die Zahl der Erschienenen nicht sehr bedeutend war, so trugen die Berathungen mehr den Character einer vertraulichen Conferenz. Dr. Fridolin Sandberger hielt die Eröffnungsrede; nach ihm sprach Professor Kirschbaum über den zoologischen Reichthum Nassau's. Hieran reihten sich noch einige inter- -ssanle Vorträge mehrerer Mitglieder der Versammlung, nach d.ren gegen 1% Uhr erfolgten Schlüsse ein heiteres Mahl im „Nassauer Hofe" die Gäste versammelte. Eik für heute Nachmittag beschlossener Ausflug nach Schloß Schaumburg mußte unterbleiben, da der Bibliothekar Sr. kai'. Hoheit des Erzherzoges Stepban auf einer Reise abwesend ist und die reichhaltigen, wissenschaftlichen Sammlungen des Schloss.s noch nicht geordnet sind. Dafür wurde eine Excursion nach Diez und Fachingen unternommen. Die zweite Versammlung wird morgen früh um 9 Ubr in demselben Locale stattfinden.
L Aus dem Schöffergrunde, A-nfang Juni. Im benachbarten Großherzogthum Hessen tragen die Bürgermeister und deren Stellvertreter bei Vornahme von Amtshandlungen Dienstzeichen, welche aus einem silbernen Medaillon von der Glöge eines Bereinsthalers bestehen nnb an einem rothen Bande um den Hals, uver der Brust getragen werden. Auf der vorderen Seite des DienstzeickenS für die Bürgermeister befindet sich das Bild des Landessürsten und auf bem für d e Stellvertreter das LandeSwappen erhaben geprägt und bet beiden ist auf der Rückseite der Namen der betreffenden Gemeinde eingravirt. — Durch unsere vorgeschobene Lage zwi-
Ja mein Herr! ich zündete ihm selbst Feuer an.
Sol das ist ein Anderes. Machen Sie mir auch Feuer, denn es ist heute nicht warm.
Ich muß Sie noch aufmerksam machen, daß Seine Majestät auch in Ihrem Zimmer war, und sich dort noch länger als eine Stunve aufoielten.
Seine Majestät war schon vor Tag auf?
Seit sechs Uhr, oder noch früher.
Und Seine Majestät verlangte mich nicht?
Nein, was mich sehr in Erstaunen setzte.
Scheinen Seine Majestät unzusrieren ?
Auch das nicht.
Zünden Sie mir jetzt Feuer an, besonders aber vermeiden Sie jedes Geräusch.
Herr Menneval, der leise mit dem Dienrr gesprochen und noch leiser den Schluss! ins Schloß gebracht, trat in sein kleines Arbciisca- biuet, wo er mit Erstaunen wabrnahm, daß Papiere, Die auf dem Pult gelegen, zerstreut und unordentlich am Boren lagen. Er las sie auf und bcmcikie auf Denselben unzusammenhängende Worte; an Dem unschuldigen Gekritzel die schuldige Hand. Es scheint, sagte er zu sich selbst, als habe sich Seine Majestät, während Sie mich erwartet, un- terhalten; der Kaiser scheint übel gelaunt, wie konnte ich aber vermuthen, daß er so frühe aufstehen würde; warum ließ er mich auch nicht wie gewöhnlich rufen?
Während Firmin mit aller ihm zu Gebot stehenden Vorsicht, um von dem Kaiser nicht gehört zu werden, das Feuer anmachle, fand Herr Menneval, der die Ordnung auf seinem Büreau wiederherstel- len wollte, Drei oder vier Blätter Papier, die Dem Kaiser alö Zeit, vertreib gedient, und auf welchen er mit Erstaunen die drei Worte: „Mein Herr Schwiegeivatcr!" wahrnahm. Für den Secrctär war dies ein neues Räthsèl.
Plötzlich erscholl im Nebenzimmer eine Stimme. Sind Sie's Menneval? rief der Kaiser.
Ja, Sire! antwoitete der Secretä,r.
Er schickte sich zugleich an, in daS Cabinet des Kaisers zu treten, als dieser in Schlafrock und Pantoffeln, tn Der einen Hand eine Fe- der, in ter anderen Papier, selbst die Thüre öffnete.
Ah! sind Sie da Herr Faullenzer, sagte lächelnd Napoleon - während ich arbeite, schlafen Sie?
schcn Preußen und Hessen kommen wir vielfach mit den Un- tertbauen dieser Staaten in Berührung und haben schon öfters zu bemerken Gelegenheit gehabt, daß es sehr gut wäre, wenn unsere Ortsregenten ähnliche Dienstzeichen besäßen, wodurch sich ihre Autorität auch dem Fremden (z. B. bei Kirchweihen re.) von selbst kund gäbe.
Im nahen Orte Ebersgöns wurde vor einigen Tagen ein 6jähriges Mädchen, während der Vater im Bergwerk arbei- tete, von der Mutter, welche im Backhaus zu thun hatte, zur Bewachung des eigenen Hauses zurückgelassen. Als die Frau nach einiger Zeit heimkehrte, fand sie daS Kind, welches unterdessen an den Feuerheerd gerathen war und dessen Kleidchen dabei Feuer gefangen haben mußte, im HauSgange dergestalt schrecklich verbrannt liegen, daß es alsbald verschied.
Frankfurt, 5. Juni. Das Presbyterium der deutsch» katholischen Geuleinde protestirt „feierlich" gegen einen kürz, lich erschienenen Aufruf von Johannes Ronge an das deutsche Volk, um etwaigen Verwechselungen und Mißdeutungen zu begegnen. Auch ersucht das Presbyterium die Mitglieder der Gc. meinde, falls dem Einen oder dem Andern Ex-molare dieses Aufrufs zukommen sollten, im wohlverstandenen Interesse der dcutschkatholischen Sache selbst, solche dem Presbyterium zu- stellen zu wollen.
Aus Baden, 3. Juni. In Betreff des Processes ge» gen den Erzbischof ist der letzte Bericht dahin zu mod'ifi- ciren, daß die Verhandlung, nachdem sie auf den 26. Juni schon festgcsitzt war, wieder verschoben wurde, so daß dieselbe also erst den nächsten Monat stat finden wirb!
Herr Caplan Wieser in Heidelberg b. findet sich wieder auf freiem Fuße. Die gegen ihn aufgerufenen Zeugen («ei» stenS subalterne Angestellte) konnten keine ungünstigen Aus» sagen deponiren, so daß sich der aufreizende, die „öffentliche Ruhe uub Orblinng gefährdende" Inhalt der iiiciiniiiiirtcii Predigt am Ende darauf reducirt, daß dadurch verschiedene Personen zu Thr â n e n-g e r üb r t w u r de n ! Diese Art von Aufreizung steht gewiß noch in keinem Criminalcode;.
Das Mainzer Journal bringt in einer Korrespondenz auS Mannheim vom 4. d. auffallende Andeutung.n über die Stellung, welche dermalen der Gesandte einer großen deutscheu Macht im babseten Kirckenstreite einnehmen soll. Man sagt, derselbe muntere zu immer weiterem Woranschreiten gegen die katholische Kirche auf; „in seinem Lande bedauere man eS genug, b aß man der katholischen Kirche sv viele Concessionen gemacht habe." Dem entgegen kommt uns die Nachricht zu, daß der österreichische Gesandte, aus Gründen, sich von Karlsruhe e n t f e r n t habe. Das Nähere müssen wir abwarten.
Aus dem Ta über grün de vom 31. Mai bringt der „Schiväb. Merk." einen Bericht, welcher weder von einem durch den Stadtpfarrer Rombach organifirtcu „'örmlichen Aufstand", noch von einer Verhaftung dieses Geiitlichen, wovon die „Bad. LandeSztg." unterm 28. aus Tauberbischofshelm gemeldet hatte, das geringste weiß. Es seien zwar zu Bischofsheim auS Anlaß der „Vorladung" des DecaiiS vor daS Amt und in Grünsfeld beim Besuch des die Gegend bereisenden Regièrungscommlssärs Fieser einige Dinge vorgekommen, „die besser unterblieben wären"; die seien jedoch nicht einmal so bedeutend wie die im Anfang deS Kirchenstreits vorg falle» neu, welche Zuziehung von Militär zur Folge hatten, daher anzuiiehmen sei, daß die Verlegung von Militär in die dortige Gegend mehr die Verhüiung etwa zu befürchtender alS die Bestrafung bereits vorgefallener Unordnungen bezwecke
Stuttgart, 7. Juni. Das „D. Volksblatt" ist in voriger Löoche vier Tage hinter einander confiscirl worden.
Von der Werra, 5. Juni. Am 3. Juni nahm der
Sire, ich legte mich gestern sehr spät zu Bette, um ras zu been» digen was nur Ew. Majestät aufgetragen ....
Schon gut, mein Herr, unterbrach lebhaft der Kaiser den Secre» reiär, ich weiß was Sie sagen wollen; lassen wir das, heute vankelt eS sich um eine viel wichtigere Sache. Der Kaiser legte Feder und Papier nieder, nahm eine starke Prite, und das Zimmer freut und quer durchsa-reuend, wie er zu thun pflegte, wenn er seinem Secre- târ etwas Dictiren wollte, hieß er Menneval sich setzen
Der Secretär setzte sich. Sie haben bei ihrem Eintreten einige Un- ordnung unter Ihren Papieren wayrgenommen?
Ja, Sire! . . . .
e° daß Sie vermutheten, ich sei dagewesen; auch bemerkten Sie bekritzele Blatter, an denen Sie meine Schrift erkannten?
Ja, Sire!
Run, mein Lieber, ich übte mich gestern Abend und heute Mor- gen , um meine Hand wieder an das Schreiben zu gewöhnen, da ich di. Uebung ^erkoren ; ick glaube jedow Fortschritte gemacht zu haben; betrachten Sie diesen Entwurf eines Briefs, er kostete mich mehr als eine Stunde Mühe und Aufmeikiamkeit, und gesteden Sie mir offen, wäre ich im Stande, Ko nma, Puncte und spnstige Zeichen auegenom» men, mit Denen Sie mir zu Hülfe fommen mußten, eine beinahe le» ferlube Abschrift zu Tage zu fördern?
Napoleon legte Menneval seinen Aufsatz vor, Der ihn aufmerksam prüfte. Sire, antwortete er, es sind merkliche Fortschritte vorhanden , wenn Ew. Majestät Zeit und Geduld bätten ....
Noch ein Buch Papier zu bekleren, so wurde ich wohl besser schreiben. Aber ich habe genug, ich entsage dem Schülerstanve. Es handelt sich jetzt, diesen Brief rein zu schreiben.
Erlaubt mir Ew. Majestät eine Bemerkung?
Sprechen Sie Lieber sprechen Sie!
Bedarf Ew. Majestät meiner nicht mehr?
Wer sagt das? Ah! iw errathe .... Der Kaiser lachte herzlich. Sie qlau cn also, lieber Menneval, ich dächie Sie in den Ruhestand zu verletzen, und mich in Zukunft keiner S-cretare mehr zu bedienen Golt bewahre mich! Im Gegentheil, nie waren mir ihre Dunste nö- thiger. Da Sie nun Den Entwurf des Briefes, den ich Ihrer Beur. thkilung vorgelegt, gelesen haben, wissen Sie auch, für w n er be» stimmt. Es handelt sich um eine Hcraus-orderung, um eine Art Wette, denn man -agt an etlichen Höfen, ich könne nicht schreiben. Ich will diesen lügenhaften Behauptungen eine Widerlegung geben. Dann bah