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bDedigèliden Aufsâssilß erhalten haben soll. Es wurde ein Ministe'rconseil gehalten und an den Prinzen die Weisnng ab- geschickt, jede Gelegenheit zu vermeiden, welche zu Mißverc; stäudttissen Veranlassung geben könnte. Auch einem andern Wunsche des Herrn v. Hübner, wegen Entfernung mehrerer politischen Flüchtlinge von französischem Gebiete ist sofort ent­sprochen worden. Die Ausweisungsbefehle, welche unverrüg- ltch auSgefertigt worden , beziehen sich hauptsächlich auf Wie­ner Flüchtlinge. Mahler, der schon oft ausgewsisen wurde, aber immer wieder hier verweilen sonnte, hat jetzt abermals Befehl erhalten, Frankreich zu verlassen. Der in die rus- KM Angelegenheit verwickelte Dr. Rode befindet sich noch immer in Mazas in geheimer Haft. Die neue Kaisergarde erhält nun auch eine orientalische Abtheilung, die Garde-Kaby- len, 300 Mann zu Pfeid, unter einem eingeborneu Hänpt- jM, Sie werden aus den vornehmsten Familien genommen und eine sehr glänzende, im orientalischen Geschmack gehaltene Uniform traten.

DerEiiphrate" legte auf der Fahrt von Cönstantinopel nach Marseille auch im Piräus an. General Forey und die Truppen, welche er befehligt, waren daselbst noch nicht cin- getroffen. Es hieß, der König sei bereit, das Ultimatum an- zunehmen, welches ihm von den R-präscutanten Frankreichs und Englands zugestellt worden, und er verspreche die Bil­dung eines Cabinettes, mit Hru. Maurokordato an der Spitze, wenn die Occupaiion widerrufen würde; im entgegen geilsten Falle aber würde er die Regierung in das Innere des Lau- des verlegen und sich von den nationalen Truppen dahin be- L gleiten lassen.

Die 60,000 Mann von dem sogenannten Lager von St. Omer, werden, wie dem St.-A. f. W. berichtet wird, in drei verschiedene Armeecoips von nahezu g'eicher Stärke unter den Generalen Baraguey d'Hilliers, d'Arbonville und Pelissier (letzterer jetzt in Africa) getheilt lind was allerdings auf­fallend wäre, von B o u l o g n e bis Straßburg echelouirt. Jedermann müßte versucht' sein, eine derartige Disposition al« eine Kundgebung des Mißtrauens gegen die deutschen Mächte zu betrachten, und man wird sich fragen , welches ist der geheime Grund dazu in dem Augenblick, wo diese Mächte daS letzte Wiener Protocoll unterzeichnen? Es ist aber­mals stark von Hrii. v. Persigny's Ausscheiden auS dem Mi- uisterium und seiner Ersetzung durch Hrn. Baroche die Rede, objchvu vor 8 Tagen der ganze, rein persönliche, Zwist bei- gclegt hieß. Einen politischen Shstemwechsei würde dieß Er­eigniß indessen nicht zu bedeuten haben und nicht bedeuten sönnen, da der Kals r seine Regierung mehr und mehr in sich selbst personificirk. Nicht einmal der ebenfalls angekündigte Tausch zwischen Hru. Drouyu de l'HuyS durch den Baron Tbouvcuel, wobei ersterer als Gesandter nach London und der Gras Watewski als Gesandter nach Coustautiuopel gehen wurde, kann auf das geringste Schwanken der Pläne und Entschlüsse in den höchsten Regionen schließen lassen.

Der heutige Moniteur, schreibt man der A. A. Z. unterm 27. b., sucht in einer schwächlichen Note den öfierieich preu- ßischen Vertrag als daS Coiollar des euglischffrauzösischeu I Vertrags darzustellen; wir wollen sehen, wie lange man vor dem Publicum diese lächerliche Comöbie wird fortspielen kön­nt». Es ist offenbar das, obwohl Preußen und besonders Oesterreich, Rußland zu einer moralischen ober materiellen. Vergrößerung nicht behulflich sein wollen, sie doch auch nicht geneigt siud, unter die Fahne Lord Palmerstons und des von polnischen und ungarischen Revotutiousheldtn umgebenen Prin­zen Jerome Napoleon ihre Heere zu stellen. Ein anderer Korrespondent dieses Blattes behauptet, daß die Wahrschein- I lichkeit einer friedlichen Ausgleichung mit Rußland näher liege, als eS vielleicht gewisse Parteien und Blätter uameutlich englische wünschen. Wir selbst, sagt derselbe, gehören übri­gens nicht zu jene» Optimisten, die da wähnen, daß die l>tz- ten ernstlichen Vorstellungen Oesterreichs unb Preußens am Petersburger Hose dermaßen Eindruck gemacht haben, daß man sich dort zum &nlcuUu entschlossen. ' Aus Brussel mcl- bet -zwar ein Privatjchreibeii, daß Rußland auf einen W 'ffen-

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den-im Unikr. eilten die Junger her- .vuiig perbet unb rvetiiWtcsss concertwtrn, die auscrl sine Speise recht schmackhaft und prachtvoll aufzmlschen. Man gab Concerte wegen der Musik, fegt wacht man Musik der (fonc.rte wegen Em Concert hruizutage glei. t einem Pick­nick, man jagt nach Äbwwchslnng; feier gibt was er für zweckmäßig Hali; oft gleichen die Concerte aber leider den Co rcten'; jeder gibt was er eben bat. Bon et. ein gemeHWa-ttichen Zusiinimerwiiken zur Aufführung großer Tonwerke ist selten: mehr b.e Rede; eben fp f Iren la 1 sich ein fiüii lèr herbei, irgend etwas Neues emzustnchiren D.e- - ser LasffMt haben wir es zu ranken, daß sich eâs Jrionsrad unserer

Eonterty cgraniine stets um rte eigene Achse onut, oo e von r r ^t-Pe zu kommen, daß der Gesichlskleis beo musica ischen Hkpelioire's io beschrankt bleibt, daß die Eonccnatber eben nur in den ange chla- - gdnen Schachlen der musirali'chrn Schatze hernwwüoten, zugleich aber n'ru entfernt die Herolde und Per Mittler der musiealischrn T gesüle- tdtnr zu sein, ter Zeil nachhinken unb uns oft mit Nenigkellen be- mtrtjen, tu ihren Weg schon auf die Dreborg ln, in rie Mil.tarmu- r^nuub Tanzorchtster gefunden haben. Dieser'stgfeit bansen wir die Masse Troinpiterstuckchen, mit denen der Künstler die > ett

durwzwht, zind sich fei» futter ki karrt, die rrblicbcii-e claven und tuernen Kühe ber Concertprogrammc, dieser Lässigkeit danken wir,.

^Vir in den Co rett^aal wandelt und daß wir eine eigene Eoi cer nmRf gar nicht nicor haben.

ono^08 stuAgchable, von dem Schauspieler Herrn Rösch ver« èna ^c'urert br. tbté unter der Olin potrida lle »es Prog ammes

ben' 7 unserem Ideal eines Concertes eher entspricht, unter Nkuc wummern der zahlreichen Milwii keiiden zugleich etdlgeS tag >w" doch weniger bekannte. Wir bedauern die vierhändig für meister^"okorlc arrangirte Tannhâuserouveriure des Herrn Capell« zu buben1 ""^ i""ks Schülers, des Herrn Carl Pa l lal veriâulnt sein der r ll'ftllf Figuren mögen wohl rechl kräftig hervorgctreic» sann* aber n l'äU dmnnbeode, schnell verllwgenre Ton des Claviers barmo.n- " -^"^üentn langgehaltenen Iustiumentalsätzen rer Blech teil & yAhtÖ genügt haben, abgesehen davon, da'.- bie reizen- ronaemÄe^'«"- ^Wagner zur Belebung und Ccarakiensirunq seines «lilnv^n x X ".'Ntterbas! qnzuwe»d«i wußte, in dem uniformen den tön' ^ss ^isenaiknngerschlagtonkastens pichtwirderaegeb.il wer- SCaiuibä'iCrr '^d) oje oon Vrn. Ltadlse'd versuchte Bearbeitung der bot dw sonst öM^.ffi'^ ^^[^1 bedeutende Schwierigkeir. n und

__" ' lâsmche Aufführung teiselten in-ul iciUiii

ftiörianb einzugcben nicht abgeneigt sei. Die nächsten Tage werden zeigen, ob an all diesen Behauptungen wahres ist.

Der AlgiererAkhbar" vom 16. d. meldet, daß der Bund der Zuana, der aus den widerspäustigstcu und hartnäckigsten Stämmen Großkabyliens besteht, endlich, und zwar freiwillig, sich der franz. Herrschaft unterworfen hat.

Dänemark.

Kopenhagen, 28. Mai. Drei engl. Dampfer haben die vorgeschobenen Forts von Hangoe zerstört. Napier schickt sich an, das Haupiforis anzngreifen. (Die tclegr. Nachricht von der Zerstörung des Forts GustavSväru war somit ver­früht, indem dieses Fort das Hauptfort von Hangoe ist. Die Nachricht, welche sich durch vorstehende von dem StaatS- Anz. f. W, zuverlässige Depesche und durch eiue Correspou- denz im Cvronicle als falsch erweist, war aus Stockhvrin, wo die Verschickung von telegraphischen Depeschen von dem Kriegsschauplatz an der Ostsee von englischen Agenten geübt wird, die nur Nachrichten zu Gunsten der englischen Flotte

versenden.)

GrsßbrNanmen.

London, 29. Mai. Lord John Russell hat heute im Hause der Gemeinen den Empfang des neuesten W ie u e r Prolocolls vom 23. Mai ongekruikigt. Dasselbe enthalte nicht den Artikel des Aprilvertrages, durch welchen Oesterreich und Preußen sich gegenseitig verpflichtet haben, einem Angriff auf ihr Gebiet von irgend einer Seite her ge- meinschafilich zu widerstehen. Frankreich sende Truppen ab zur Besetzung des Pireäus und werde, wenn nothwendig, auch Athen besetzen.

Julien.

Vom Pv, 25. Mai. (St -A.f.W.) Gegen die Tbeil-

nehmer an dem jüngsten wahnsinnigen Unternehmen, welches Mazzini bei Spezia aufführen ließ, ist ein Prozeß eingeleitet

Es wurden an verichiedenen Orte» noch mehrere in

worden.

Gebüsch, C>rpeUen und Ruinen versteckte Individuen verhaftet,

und es leidet gar keinen Zweifel mehr, daß Mazzini der

Urheber ist. Wenn man bedenkt, daß dieser Mensch

alleinige

aus jämmerlicher Eitelkeit, nur um ein. Zeichen seines Eln- flusses, des Daseins seiner Partei (d. b. fanatischer Indivi­duen , denen der Meuchelmord als Waffe dient) zu geben, alljährlich eine nicht uudelrächiliche Zahl von Mensche» in die Kerker und auf die Blutgerüste liefert, so muß die Verachtung seines Treibens den höchsten Grad erreichen und diejenigen Regierungen unb Behörden der schwerste Vorwurf treffen, welche ihm selbst ein Asyl gewähren oder seine Anwesenheit Limmrcu. (Die mazffnischeItalia e Popolo", welche zu Genua erscheint, hofft bei Gelegenheit deS Putsches von Spezia auf eine mit Riesenschritten heraneilende bessere Zeil," Die­ses Blatt drückt offen seine Freude darüber aus, daß grohe Heeresmaffeu aus dem Westen hafb dem Clip ziehen und der Revolution unter der Fahne: Gott und das Volk! den

lebten wir eine

Pfad ebnen !) Seit 1844, wo die Gebrüder Bandrera in Kalabrien dem mazziuffchen Schwindel zum Opier sielen, er- ...... .:.._> lauge Reihe von Verschwörungen, Paijcheii,

Meuchelmorden

und Blit'ciiltückeu , welche alle fcin AgUalor aiibèimfallen. Als gelter be« jüngsten Putjchrs- scheiueii Lr-

ßnt Ricci, Piva, Simoni aus Ancona, Mobena, Fl^snz und Bologna baiteben. Für die, piemoutesische Regierung ist dieß Ereigniß ein sehr unaii genehmes. Die FlüchtiiiigSpresse tadelt jedoch viel weniger das Ereigniß selbst, als den Umstand, daß Mazzini die coustitutiouelle Regierüiig PiemoulS compromit- liren wollte.

Gaübaldi soll der Sache nicht nur fremd geblieben sein, sondern auch die Absicht haben, in einer öffentlichen Erklärung seine Mißbilligung über diese wie alle ähnliche» von Mazzini ausgehenden Versuche auszusprechen. Nachrichten aus Turin vom 28 Mai zufolge, hatte die Ankunft Garibaldi's in Nizza daselbst keinerlei Kundgebungen veranlaßt. Der Ge­neral wollte biö Wiederherstellung seiner Gesundheit bei seiner Familie verweilen.

Ein Journal von Annecy versichert, die bestimmte Mit tbeilung et halten zu haben, daß Mazzini sich seit einiger fort in der Schweiz befinde, und daß fejn gewöhnlicher

Goncerte asti Äursâal stellenweise viel Lückenhaftes, insbesondere dort , wo den Klarinetten, den großen und kleinen Flöten die Bioliostguren : und das langalvmige Tremolo zugemuthel wird. Die Aus-u -iung I des erwähnten C lasierst lidi^ wurce uns als vorzüglich geschildert; insvesoncae soll Hr. C. Pallal unter der umst'wtiae» .Leitung 'ei > Vevruiklsters erstaunliche unb viel versprechende Fortschritte gemacht haben. Bon Jni.resse war es auch, die erfreulichen Fortschritte wahr« zunevmen , welche Frl. ^.Ytereman n , wie bekamst eine Schule,in des Hr. CaprUmeisters S ch i n d e l m e i i s e r, ui ter,legten Zen ge­macht. Jure Stl.miue bat an Starke uns Wpolklang, ihr Bortrag an Feinheit und Jnmgklit g--woi>nen Etwas in>yr Licht uno Debatten hätte die Wirkung ibrei tièoeiooi träge erhobt; ein finger Gebrauch ihrer schönen mezza loco wirs hier was beste thun und rte UleutooUe Novize st er den eigeiitiuben Senb der ihr zu Gebot steorudeu Mille ii bele. r. n, FMk Stork ist als Concerlsängerin durch die Innigkeit und Corgrclyelt ihrer Lorträge stets ungcroeillen Beifalls ft-Der. Fr!. M o lcndo cistwickelle tu ihren VuKrooriragett viel E .ganz und Geschmack. Ein sonst gelungen vorgetragenes Mäüneiauattett von C M. v. Weber erhittt lerer durch die geringere Leichtigkeit in t welcher der erste Tenor sich in der Höoe bewegte, einen leichien Makel, c. ie vi elte Äothei.ung füllten gelungene Lievervonräge der HH M i ii e t t i uno T oele n. Hr. Röhr ha te. ein Lies (eln Stro« ptest l.etij gewählt. Die nichtssagende Coinposiiisn wurde durch bie be« saunte Manier heS Säugers ni nichts beeinträchtigt. Den Schluß des Conceues bileeie ein Duett aus derSchonung" aekunq-n von Frl. Stork uno Hru. Thelen, rew Glanzpuiic, des Concerrrs je« roch bte Bioliii'antasie über Mot-ve ausErnaiil" von B riirtemps, welche Hi. Fischer tun. unbe.rrt rost dem weiten Griff-r.tt uno den Appsicaiuren ».r Biola, der er ex prafesso Suldigi mit seltener Bravour, Siwerdcit uub Reinheit $oihug! Das Concert glängte durch unverdiente L>ere.

Zur Tagcsgcschichte.

** Ein englisches Provinzblalt, derEtgin Courier", enthält die Notiz, daß ein Handwerker ei>e merkivurdrge Ze^störungSmaschi^c er funden babe und vom Zeugamt änrgesoroctt worden sei , jie in Wool- ^''miuuowa?' l^<.'. e'ü'i^â. ^;',' ,^ ^)<(-!^H" ^^' F-oirnir ,. .,

Aufenthalt in Lausanne sei; von dort begebe er sich bald nach Genf, bald nach anderen Städteu der Schweiz.

Lurker

Constantinopel, 13. Mai. DieK. Z." bringt fol­gende Warnung: Seit Monaten strömen auf Land- und Seewegen neben Soldaten aller Nationen in Constantinopel auch viele Deutsche, alte und junge Krieger höheren und nie­deren Grades, zusammen, alle in der Hoffnung, mit ihrem guten Willen und guten Kenntnissen rasch einen Platz in den türkischen HeercS-Abiheilungen zu finden. Die große Mehr­heit hat sich bis jetzt in ihren Hoffnungen getäuscht gesehen und irrt nun trostlos und hülflos in dieser fremden Ferne umher. Manche, die nicht au den Rückzug gedacht, wie sie als gute Soldaten vorsorglich hätten thun ivlleii, sind gerade­zu dem Elende verfallen. Man kann di.se traurige Lage der Dinge Niemanden als ihnen und ihren sauguuuschen Hoff- n uii gen zum Vorwurfe machen; die liukijche Regierung ist unschuldig, wie sehr sie auch von den Getäuschten augeklagt wird. Nach den Gesetzen des Korans und den spcciel Ulikl- schen Bestimmungen daif kein Christ in der gläubigen Armee angestellt werden, und man hat diese Gesetze im Grunde bis zum heutigen Tage nicht verletzt. . Manche Christen haben wohl bedeutende Commando's, aber forme! st hm sie nur einem Muselmanne zur Seite, von welchem die Befehle un­mittelbar bin Soldaten zu komme». Solche formelle Um­gebungen kann man sich bei den Spitzen, nicht aber bciEom- pagnieen und kleinen Abtheilungen erlauben, und es ist na­türlich, daß diese wenigen so zu vergebende» Steilen längst alle besitzt sind und gleich zu Anfang besitzt wurden, entwe­der mit Instructoren , die schon früher in türkischen Diensten gestanden, oder mit anderen Ossizieren, die sich zu Anfang des Krieges in der Türkei vorfaitd.n. Die Stellen, die jetzt noch zu vergeben sind, werden, wie natürlich, an Soldaten der aUlirten Länder, an Franzosen und Engländer, vergeben, welche neben dem günstigen Umstande der Allianz noch durch ihre mächtigen Gesandten unterstützt werden.

Konstantinopel, 18. Mai. Heute schon geht die Felbherren-Reise nach Varna vor sich. Den Generalen St. Arnaud, Lord Raglan und dem Seraskier Riza Pascha schließt sich noch der Kapudan Pascha an. Die Trupveneiuschiffung fand letzten Dinstage nicht statt, obwohl Alles dazu bereit war: denn Lord Raglan meinte: eS komme auf wenige Tage nicht Ji» (vgl. Napol.ou I), und cs sei jedenfalls besser, wenn er Varna vorher in Augenschein genommen und nufie, wohin er die Truppen zu senden habe. Der FunouS hat dieser Tage an der Donaumündung ein Schiff mit Munition , für die Russen bestimmt, aufgebracht; cs stellte sich heraus, daß das Schiff ein jonisches gewesen , und der FuriouS war in Verlegenheit , wie er diesen Schutzbefobleueu der britischen Majestät behandeln solle. Man brachte das Schiff ciustwei' len nach Varna, wo es daS Urtheil bcS Admirals erwartet.

Die Befestigung von Gallipoli, welche so solid betrieben Winde, datz sogar die alten Genueser Thürme sich einer R-Peratur zu erfreuen hatten, bildet, wie dem N, C. geschrieben wird. .nur den mit dem Rück, u an das Marino- r ante er und .die Da rituellen gähnten Kern (Réduil) des Lagers, biffen Wellen die flachen Kuppen der umliegenden Höbe« und zwar in norböstlidKr Richtung zu beiden Sollen der alten und ncmn Straße von Bnlayr bis zu einer E»t- f sinnig von 3 Stunden von der ©rabt krönen, also die Landzunge des ChersonneS mit den DaldaneUenschlössirn vor jedem Angriff von der Landselte schützen. Dieser Punct ist mithin von größter strategischer Wichtigkeit, die durch die 9!âbe der gut erhaltenen Veste Rodosto noch erhöht wird; denn ein hier anfgesteUtrs Heer sann, besonders wenn es von einer Flotte unterstützt wird, jeden Angriff eines sogar über Adrianop.l vorgebiungeiien Gegners am Constantinopel in die Flanke nehmen, im schlimmsten Fall dieses wieder erobern, I kurz er ist d.r Schlüssel zu Offensiooperalioneii, für ein ge­schlagenes Heer aber der beste Znfluchtsoit, von welchem auS j begangene Sünden sich wieder gut mach.» lassen. Es war i ein guter Gedanke des franz. GeueialS, sich hier ein zeit­weiliges Glbigltar zu schaffen, daS sein Heer vor allen Wech-

g'swvffen werden, uns schlagt mit Sicheraeu auf einer Entfernung von über einer rent'wen Mèile ein. .. E^1 kann aaP io ane einer Kanone geschossen wervrn, da« sich die Masse , wie ür au« demJtoure fliegt, sofort regkiischirmarlig entfaltet mio Aii S, was in hinein Bereiche liegt, vernichlet Die cSewalt bei öüUimg fort >o gross fein, daß lyr fein tftbiff wiversteoen taun , uns mit 2 bi 3 ^chnsseu a'aubt ter Eifiiiber , gaitv (ioionnen van Truppen nieeerschnrelier > zu können. Wir müsse 11 «na ubri len« gifait «rachen, fegt in feder -Woche von neuen Idnlrchen crrsrnvuna » zu pörer, uno mau w ro wohl tnun, den Beichrcivunae» ptMiben kein übergross » Gewi et beiziliegeii, so lange man nicht über ihren Werts officw ie BMAschaftrü oat.

** N ich Berichten englischer B aller gragwt in verschiedenen Aeien« den Norwegens der AnsaA die Lepra, eine asiatische Krankheit, weicht ie t dein Mittelalier Europa AM mehr vrrüarl hat.

Sir haben kürzlich über die me k nürvige Rettung deS verschüt­teten GiubenarbeiicrS (Si r aii o berichtet. Die retren riese» >ing nck- lichen Mannes, welche nach seiner Be'ieiiing lehr neblig «Wen, lie­ßen doch Hoffnung ioii bi ui lieben zu er b ten. Reiien irurre i diesel­ben aber von Tag zu Tan schliiiiiuer, so daß der Oberarzi res Lyo­ner Spitals das Schliinnisie ürguete. Man nnüie zur Amputation oberbalo des oussknöchelS Zuflucht nehmen, welche iuor Giraud bi reus überstanden hat, nachdem er vorher chtvrotormil worden war.

** 3n einer Ti'chlerw. rkssälie zu Hamburg brach in der Nacht vom 19. Mai durch Unvorsi Vilgkeit F ner aus , das so 'chnelf um sich griff, daß Die neben der ®etMatte schlar'e-de» drei G selten und ein Lehrling verbrannten. Zwei andere Gesellen, von den n si v einer durch vas Sinadspringen inS Fleth vom Feuerlore errettete, wu-ren -o er. beblich verlest, daß sie in vas allgemeine 'kraukeuyaus geschafft wer­den mußten.

* gn Darin stadt ist nach fast et >j übriger Abwesinheit der groß- derzogl. Hofmaler, Hofrato Frisch, v>n feiner zweiten Reise in den KankasiiS wieder einget-offen. Q>ne eie kiieqeri<»en Ereignisse wurde er feine Thier- und (andsch nts-Studien noch fortgesept ha een. Den Weg von TlstlS bis Darmstadt legte er in 4 Tagen zurück.

** N ediere engl.lebe Sieoffiiicre ha^eu in ElgSn l'ben mit m hreren die Flotte besuchenden schwedischen Damen Ui.ifirb.-h -n ' in Siuuf' mai. d! u gegessen, euiio.-bar na