Wiesbaden. 1851
Mr Mauifät annctttefne Britun« «rfätint, Senn, â ouäqrnommrn, tâql iâ Wi H«-llahn« für o üksbadkn und den $6nrn und TariS'icken 'poubejl-rk 2 fl., sonst 2 fl. 24 tr.
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Nr. 122.
Freitag, 26. Mai.
9ü*lUbC!)i'vtfliM der indischen Regierunij.
(Fortsetzung.)
Der Schwäbische Merkur beginnt seine NWestensummtung" über die neuesten Maßnahmen der badischen Negierung gegen den hnchwürdigsten Herrn Erzbischof mit folgender bocktraden- der Tirade: „Wegen der jüngsten Verfügung des Herrn Erzbischofs in Betreff der Verwaltung und Verwend,'»g des LOr- chenguts wird nun gegen denselben gerichtlich eingeschtitlen. Kestern ist die Verfolgung bereits «ngèleitet worden." Wahrlich gut gebrüllt Löwe! das ist das rechte Wort: „Verfolgung." Unwissentlich bezeichnet der Schreiber dieses Artikels aus Freiburg die ganze Bedeutung aller seitherigen Maßnabmen. Es hat H seit Monaten, um es rund heraus zu sagen, ein Netz von Verfolgungen über das katholische Volk gelegt, von welchem die Geschichte deS Landes bisher kein Beispiel kennt, ein Netz, an welchem das Ministerium, die KreiSregieruttgen, die Bezirksämter, die GeuSd'armen, die Polizeidiener bis zum Ortsbüttel herab in jämmerlicher Rüh- rigkeit, und kleinlichster Bedrückung gezerrt haben. Die Negierung versucht nach den neuesten Erlassen, den Erzbischof mit den Nadelstichen des „Gesetzes" zu martern. Was soll die eingeleitete Criminaluntersuchung? Was ist selbst im Fall einer Veiurlheilung gewonnen? was in Bezug auf den Streit selbst entschieden? ES wird Höcksteus der Beweis geliefert, daß wer die Gewalt hat auch Gewalt üben kann. Die Regierung verspricht sich von der eingeleiteten Criminäluntersuchung eine durchgreifende gewaltige Wirkung und doch erkennen die ofp» cieücii Stimmen, die sich vernehmen lassen, das Unzuläiig icke dieser Maßregel. Die bekannte Halbmond^Correspondenz des Merkurs , welcke, als aus dem Ministerium biuct fließend, auf Authenticität Anspruck macken kann, läßt sich also vernehmen: „Daß die jüngsten Verordnungen des Erzbischofs end lick die Geduld unserer Regierung ermüdet unb denselben vor die Schranken des Strafgerichts geführt haben, ist eine That fache, bei wclcker, wie traurig sie auch erscheinen mag, Jeder — Freund wie Gegner — sich gewissermaßen dadurch beruhigt, daß Das Gesetz nickt blos den unmittelbaren Träger der Schuld, sondern auch die intellektuellen und moralischen Urheber derselben erreicht, die sich seither hinter dem Schild der Würde des wohlwollenden und greisen Oberhirten verborgen hielten und sicher glaubten. Freilich würde sich der Arm der Gerechtigkeit selbst über die Gränzen unseres Landes hinausstrecken müssen, um die H a u p t a n st i f t e r dieser unseligen Wirren zu ergreifen. Leider, daß es so weit yarlontme» m»>ieu! Mâ sicherlich wäre es auch bei uns nicht so weit gekommen, hätten die vereinigten Negierungen den bischöflichen Üebergriffeu zugleich eine ge- jchlojsene Phalanx enlgegeng.stellt. Darum ist so lief zu beklagen, daß es der Weisheit der übrigen Negierungen der oberrheinischen Kirchenprovinz entsprechend schien, eigene Wege zu gehen, als in Baden zuerst die Fahne der geistlichen Aufiehuuug gegen die Staatsgewalt aufgepflanzt wurde." Der gute Mann hat noch Eroeodilslhräncn' für den verbrecherischen Rilcheusürsten, bedauert, daß man die eigentlichen Urh.ber des Coufltcles nicht. tr.ffe» sonne, die sich hinter den Sckiid des greisen Oberhirten verbergen I Glaubt er mit solcher caplalio benevülenliae etwas zu gewinnen? Warum greift man die Urheber uichi? Wie wenn eine badische greif la ar in Rom landen und den Heil. Vater entthronen würde? Was meint der Halbmond hiezu? Doch er erkennt seine Schwäche. Mit unmäcktiger Wuth rüttelt er an den gelbrolhen Grenzpfählen und jammert, daß der Arm der badischen Gerechtigkeit zu kurz ist, um die Hauplanstister zu ergreifen , und wie es ein Er- fah.uugssatz ist, daß man die Schuld nie bei sich, jonbern nur
△ Whittington und seine Katze.
Eine englische Sage aus kein vrcrzebnten Zahrhunkert.
!«ü>tuß.)
Bli ihrer Ankunit war das Miitagessen gerade fertig. Dem Gebrauche res Haares gemäß setzte man sich auf reich mit Gold nur «über gestickte Teppiche. Der König und die Königin saßen im Hrn- tergrunre rea Saaiea und ließen nie Frenrden vurch einen Dolmetscher. einen alten chriülrchen Renegaten, Der kie Sprachen Europas gut genug verstand, degrußen. Man. trug viele Schüsicta auf i et
Engländer fanden die Gier, mit welcher der König liiiv die Kvmgln über die Speisen bersteten, sticht we äg anstößig, da auf ein- mal brachen aus dem Geräte!, mit welchem lie Wäuee des Saales nittdet waren, eine Unzahl 'bariiger Aalten und glattfelliger Mäuse
11116 ^"zcbrtcn oder verdarben in riiicin einzigen Augenblicke ttf. ' sich an "Spelten auf der königlichen Tafel voiranpz Nun ter Schrfföfactor die unziemliche Hast, die ibn vorbin in $ üeützt hatte; voll Tseilnadine wandte er sich an die saßèß '?iciäcs, welche ebenfalls mit dem Monarchen zu Tische
Q u,b fragte sie, ob riese Thiere denn so ssirchterlich seien.
würoc aer' ^"^^te der Dolmetscher, „'ehr fürchterlich. Der König von ihnen ü ??^âlste seiner Schätze darum geben, wenn ihn Jemand fei|ie , m könnte, denn nicht allein verzehren sie alle Tage Bett f ' sondern sie verfolgen ibn und die Königin bis in das »ermünfS rings um dasselbe eine Wache stellen muß, um die (den Hk^",, ^sr abzupalten und das ist sehr anstrengend für die armen'^^l'e der Factor vor Freude und gedachte der Katze des soiu-krn ; *lnW°n- welche während der Uebkifahrt nicht umgekommen, kannt ^rgnitheile dick und fett genwrdcn war, denn cs ist be- imm-i ^ riuefeee Marine, sei sie für den Handel oder den Krieg. Söniae „ ff Qtlfn âls Ideen nährt. Der Faetor ließ also dem wissen tüi "^"ru thun, daß er und der Capilän im Besitze eines ß?« lluaeckl!» " Geschöpfes seien, welches sie auf der Stelle von diesem
K befreien vermöge.
tjsi 'der,61CÖ ^°lcr bierher", befaßt alsbald der Monarch. „Ick Martert, ^glücklichste der Söhne Gottes nnd mein Hof ist nur eine
* atnmfr. Wenn das Geschöpf wirklich das vermag, was ihr
bei andern sucht, so werden die andern Negierungen der ober» rheinischen Kuchenprovinz an geklagt, daß sie sich den badischen Maßregeln gegen die Kirche nicht airgeschloffen haben. Diesem zur Seite steht der bekannte offieuUe Artikel der Freiburger Zeitung, welcher bedauert, daß das badische Strafg'setzbuch nicht ausreiche, den greisen Ob-lhirten der oberrheinischen . Kirchenprovinz nach Verdienst zu bestrafen. Wir vertrauen jedoch zu den Handhaber n der Gerechtigkeit, daß es ihnen gelingen wird, ihren Zweck auch ohne, ende pönal franejais, sogar trotz den entgegenstehenden Paragraphen der Landesverfassung zu erreichen. Wenn man aber in Baden so sehr nach den Fleischtöpfen des französischen co de pénal seufzt, so erinnere man sich auch, daß der Schöpfer dieses beliebten Rechtsmittels seiner ZU in einer fulminanten Oidonnance der badischen Regierung zu verstehen gab, er habe dem Fürsten die mit den neu erworbenen Landen zu- gewachsenen katholischen Unterthanen nickt zu- getheilt, um sie als Sclaven zu behandeln. Nach den neuesten Nachrichten ist der Erzbischof von Freiburg in der Nacht vom 22. d. verhaftet worden, obgleich weder das „Verbrechen", dessen er ang fiagt ist, noch die Bcsorgmß eines Fluchtversuches die V.ryäugung einer Untersuchungshaft rechtfertigt. Die badische Regierung hat wahrscheinlich durch den Kölner Kirchen st reit belehrt, baß die Verhaftung von B i s ch'v j e u b e n R e g i e r u n- g c n nicht wohl bekomme, mit dieser Maßregel bis jetzt gezögert. Jetzt scheint sie in einem verzweifelten Versuch und im Wahn, die tief gefährdete Autorität dadurck zu retten, diesen extremen Sdmit gethan zu haben. Den Erzbischof wird biete Gewaltmaßregel kaum Zn Erstaunen versetzt oder verletzt haben, er hatte dieselbe längst voransgesehen und war wie bekannt, einst seiner Verhaftung entgegenschend, vier Näckte nickt zu Bett gegangen. Den Erzbischof hat woyl Alles andere, was geschehen, tiefer getroffen. W,r haben an die Redensarten der ojfuieUe» Kundgebungen: Schonung der a l lv e r c h r t e n Person des Er zb if »o fs, Achtung «eines hohen Alters nie geglaubt, aber wir halten an der Möglichkeit eines solchen Vorgehens gezweifelt, denn ab- gcieheri von Allem, ist die Verhaftung des greisen Kirchen- fürsten mehr als ein Gewalt st reich, es ist— ein Mißgriff; eine solche schmachvolle Behandlung muß ihm auch die Herzen der Lauen zuwenden , sie macht i h u zum Märtyrer seiner Pflicht. (Schluß folgt.)
^piWchtuâ
* Wiesbaden, 24. MM iY. Sitzung ter Vcreungren Kammern.
Gegenstand der Tagesordnung bildeten zuerst folgende Capitel des Ex genzelats des H, Staals-M.Nincriums Äbkhö des Inner».
Cap. ll. Kreisäinter. In 1853 waren an gefordert 62,489 fl. 40 fr., in 1854 64,704 fl. 40 fr., allo mehr 2215 fl., was in Lejolbungszuiagen und einer, um 1000 st. erhöhten Anforderung für Diäten seinen Grund hat.
Der Abg. Müller beantragte den Strick M an dem Kre samt Höchst dermalen angestellten zweiten Seereiärs. Reg.- Co in ui. Faber versuchte diese Besetzung, mit dem Bedürf- »iß und daß andernfalls ein diiller Accefstst dorr angestellt werden muffe, zu rechlfeiligen. Die Abg. v. Eck, Braun, König und Rau unter finkten den Antrag; Reichmann .sprach dagegen. Nach einer längerN DtSrulsiou wurde der Antrag ab^elehut. (i6 gegen 15 Stimmen.)
Der Abg. König sprach sich gegen die Remuneration des Polizei Eommisjärö zu Ems aus, welche von Seiten der H. Regierung mit dem Wegfall der Rusekosten, Diäten und
von ihm sagt, so will ich euer Schiff mit Gold und Elfenbein beladen. Ich schwö.c es Euch bei dem Stabil des Acwp"!
Das war ter Uebliugsschwur des Königs.
Scknell lief der Facioe an Boro des Schiffes zurück und kam mit der Katze gerade in dem Augenblicke wieder, als die Ratten und Mäuse an den wiederum reichlich aufgetragenen Gerichten ihrer Bcr- uichtungswuth Genüge leisteten. Die Tafel des Königs bestand nam- lich aus sieben oder acht Gängen. Als Puß die unverschämten Tdicre er. lickte, stieß er zuerst eimge bezeichucuve Katzentoiic aus. Dann sprang er von dem Arm dès Factors und röstete i.rcr eine große Zahl; die Uebrigen crgiiffen die Flucht.
Da gab es ein großes Freud, „fest im Pal ane : Gnadeuacte und Tanzbeluftiguiigcii , wie nach einer gewonnenen Schlacht; die Glocken wurden ß. tautet und ein Feuerwerk abgebrannt. Der König und die Königin, so glücklich, als man es nur immerhin fein kann (denn es ist roch etwas Herrliches um tie Ruhe beim Mittagessen !), stifteten einen Ritterorden, reffen Band in zwei Rattenschwänze ane lief, an denen eine getreue Katze hing. Man trägt dies Orveusband heute i.oib in dem Vance: Die ganze Schlffsla üng wu-de auf «laarskoue.i gekauft und ohne alles Marktkn überreichlich bezah l; für die Stay allein übergab der König außerdem noch sechsiual mehr, alb" alles Andere weich wa.
Als am andern Morgen eben ein günstiger Wind sich erhoben hatte, zogen die Schiffsleu e, sehr zufrieden mit dem Erfolge ihrer Reise, eie Segel zur Hcimfahrr nach England auf und brachten ihr Fahrzeug, mit Goldstaub und Elephameuzahnen bis zum Sinken be» laden, nach Vonren zurück. Herr Fitzwar,eii wollte an demselben Morgen ge are sich auf sein Comptoir begebin, da börte er leise an der Thüre klopfen uns war sehr erstaunt. feinen Kapitän und feinen Faetor, die er noch Gott meist wie weit entfernt glaubte, bet sich ein» treten zu sehen. Mit vergnügten Gesichtern wünschten sie ihm einen guien Morgen und legten ibm genaue Rechnung ab über beu Gewinn, den die Reise ihm gebracht. Bcionders u.errascht aber war Herr Fitzwarren über kcn ungcheüepn Preis, den der König für tue Katze gegeben.. Man erzählte ihm, wie raS gekommen.
„Ist Herr Whitliugtou zu Hause - ? sprach hierauf der Kaufmann. Sehen Sie doch, Herr Smoke (so hieß der erste Commis), wo Sie Herrn Whitiington zu dieser Stunde wohl sinken werden uns sagen Sie ihm doch, er möge sich in das Aesuchzimmer verfügen, damit ich ihm dort bei meiner Familie im tue Glückwünsche carbringen könnte."
der Vergütung für einen Privatgehilfen und daß nicht mehr wie früher verlangt werde, vertheidigt wurde.
In besonderer Abstimmung ist darauf die Anforderung u. bei der sckllcßlickeii der angeforderte Betrag von G4 704 fl.
40 kr. abzüglich der Diäten- Mehranforderung von 1000 fl. verwilligt worden.
Cap. IH. Landjägercorps. Die angeforderten 49,685fi. 29 fc.(25 fl. 2Gfr. mehr als in 1853) wurden nach kurzer Discussion und nachdem die Versammlung sich für die Verminderung der Berittenen und Vermehrung der Landjäger» rei zu Fuß ausgesprochen hatte, verwllllgt.
Es folgte ferner aus dem
Cap. VIII. Landstraße »bau eine nachträgliche Anforderung von 600 fl. als Zuschuß für die Bestreitung der Kosten der Herstellung eines Weges von Weltersburg bis nach W.llmenrod, die unterstützt von Braun, Rau, Schäffer und Andern verwilligt wurde.
Cap. IX. Berg- und Hü ttenverw altung. Angefordert und verwilligt wurden : 17,986 fl. 40 fr., 850 fl.40 fr. mehr als in 1853, die durch Aushilfe in der GrnbenrechnungS- rcvision nothwendig geworden sind. Der Antrag, die Regierung ^n ersuchen, daß das in Aussicht gestellte Berggesetz und Bergwerksprobuclen - Besteuerungs-Gesetz sobald als möglich vorgelegt werde, erhielt gleichfalls die Zustimmung der Versammlung. _
Cap. XIII. Landesbibliothek u. Museum. Rau spricht sich für Verbesserung und Erweiterung deS dermaligen LocalS der Bibliothek und Entferuuttg der Rechnungskammer aus dem irämlichen Gebäude, dann für Erleichterung bet Verkehrs mit der Bibliothek durch zu erwirkende Portofreibeit deren Versendungen aus. Die angeforderten 4298 fl. 13 fr. (.3899 fl. 20 kr. weniger als in 1853) wurden verwilligt.
Es folgte» dann aus der Exigenz der Ministerial-Adthl, der Justiz.
iLect. VIII Strafanstalten, deren Exigenz mit 26,935 fl. 28 fr. für däs Zuchthaus zu Diez u. 36,332 fl.
36 fr, für das CorreclionshanS zu Eberbach, sodann Secl. IX. Staatsarchiv wofür 4530 fl. 55 fr. angeforderl waren, verwilligt worden ist.
Sa li.ß ich wurden auch die von der Herzogl. Regierung als außerorkcutliche Unterstütznugen der niedern Civil- und Diilüäibuner angeforberlen 11 670 fl. verwilligt, wovon die ständigen TiurrriMn je 40 fl. die übrigen verheiraihetcu niederen Civil- und Mililärdiener je 30 fl. erhalten sollen.
Die Abg. R a « nud Hr h d e n r e i ch halten gleichzeitig iWrMMgf, die H. RegKrmig um eine weitere Vorlage und AuMderung zur Unterstützung der noihleidendcn kleinen Bauern, Taglöbner und Handwerker durch Haare Vorschüsse gegen Bürgschaft der Gemund-n zu ersuchen; welcher Antrag nach längerer Diseussion von der Kammer angenommen wurde.
ch Wiesbaden, 25. Mm: Die projectute große Ausstellung von SckMgeKirständeu in London, deren wir schon in einer früheren Nummer dieser Blätter erwähnten, schreitet in großartigem .Maßgabe ihrer Ansführuiig eiikgegeu. Nicht allein, d.ch sie durch Beschickung von Euglaud selbst an Ausdehnung g.wlni.t, werden auch in andern Ländern, der Schweiz, Schweden rc. rc bedeutende Vorkebruugen getroffen, sie reichhaltig zu mache». So hat, laut Zuschrift, das Departement des Jnuern in der Schweiz an alle Cantone Anfforderuuae» zur Belhsitigui g an dem schönen Unternehmen ergeben lassen, Hub sind nun scholl in Holge derselben nicht unbedeuleude Sendungen von Gegenstände aller Art, namentlich perschiekcn- artiger Sckniapparate , Sckulplâiie, Modelle, Ka>leuwerke, Bücher 2C. tu Bern zur späteren Beförderung *iiach Lorrdon eingegangen. In Schweden w rd die Sacke ebenfalls oiftcieH
Der arme Junge war gerade daran, bic Knche zu reinigen;. auf den Knieen rmlepte er aus dem Fußboden hm und riev ihn nur chwar- tem Seifenwasser. Da er sich von dem ersten Commis auf einmal mit Herr an reden hörte, wagte er wirkliw wec er mit ihm zu geben, noch fortzulaii'en. Herr Smoke sah sich gezwungen, ein wenig fauste Gewalt an wen den zu müssen, um ihn so w.e er war in das Hei'ig» tbum des Bcmcbziunners zu füh cn, aus welchem man ihn, meint er sich noch am Abenee vorher hlneingewant. ohne allen Anstand mit kein Besen g fagt hätte. Herr Fitzwarren ergriff feine Hand, obgleich sie sehr schmutzig war (der Reichthum iß p bekanntlich das beste Sckön« heitemilicl) und sprach zu ihm die Worte, die man lange Zeit noch im Manston-Honse*- zu London am Fuße des Gcuiäloes, kaS diese kenkwurkige Umcrre; ung darstellt, lesen konnte:
„Herr Wdlltingwu , ich habe Sie zu mir gebeten, um Ihnen zu Jbrein glänzenden Erfolge Glück zu wnufcheu. Jbre Katze hat Ihnen einen größeren Reiwthuni geb.achr, a'd ich femals auf dieser E,d» besessen habe und besitzen werde. Möchten Sie vensetben lange und glücklich gcnießen können"!
Der gute Riwark batte keine von den Häringsseelen und Safe» herzen, feie sich nach einem Eintreffen glücklicher Umstänke vor lauter Hockniutd selbst nicht mear kennen. Wenn er in tiefem Hauss auch gar nicht sehr rücksichtsvoll bevanvelt, sonkeru sowohl an feinem Selbstgefühle, alö an seinem Leibe tüchtig war gefsbannen und gepufft worden, so war es koch kie erste Regung seines Herzens, feinen Schatz rem Maune anpb'eten, per einst in seiner bejammernswertben Lage sich feiner erbarmt batte. Als tiefer sich hochherzig weigerte , auch nur eilten Tdkil seines Reichthums anzunchmen, bot er ibn ber theuren Miß Alice. Diese aber begnügte sich mit einer herzlichen Umarmung. Der Kaufmann erinnerte fteb . als er tue Zärtlichkeit feiner Tochter fab, gewisser Beweise Der Aufmerksamkeit, Die Whittington von Alice geworve» unk Durch Cicelp zu feinen Ohren gekommen waren. Nach einigen Augenblicken Der Ueberlegunz mich e er m.t berechnenvcin- Wohlwollen Den Bors.blag, Den türep Fortunas Hulk beglückten Wai- seuknabeii mit Der bescheidenen Erdlu s ines HauseS zu ver inden. Dieser Vorschlag ward von beiden Se.ten mit freudiger Dankbarkeit angenommen.
Wie man sich wohl cinbilken kann, war die Hochzeit prächtig und glanzvoll; Der ganze Adel von LSneon war gcladc» uns erschieuen.
•) HauS deS Vortmapet«