baden, Jacob Müller zu Eltville undHeinri chTrom- betta zu Limburg wiederum gewählt.
Deutschland.
0 Hochheim, 1. Mai. Die warme Witterung im Anfänge Aprils erweckte in den Bewohnern der Maingegend frohe Hoffnungen, jedoch die eingetretene Kälte hat diese Aussicht bedeutend gemindert, indem die Weinberge und namentlich die Nußbäume mehr oder weniger gelitten haben. Den Früchten und dem Kohl scheint der Frost noch nicht geschadet zu haben. Bei der jetzt theuren Zeit sind Alle, namentlich die ärmere Classe, wegen ihres Unterhaltes, von banger Besorgniß erfüllt. — Während der verflossenen Wintermonate hat ein Frauenverein, ins Leben gerufen, durch den seligen Pfarrer Möhler, den Bürgermeister und vorzüglich durch wohlthätig gesinnte Frauen der Noth der hiesigen Armen kräftig gesteuert, indem monatlich die nicht unbedeutende Summe ■ von ungefähr 112 fl. für Lebensmittel an die hiesigen Armen verausgabt wurden. Nicht allein hierdurch, sondern auch durch die mit Erfolg abgehaltene Mission und besonders durch die herrliche Erneuerung der Kirche lebt Pfarrer Möhler bei den Gutgesinnten in beßtem Andenken. Am weißen Sonntage wurden Alle, welche in der schön gebauten und prachtvoll ausgeschmückten Kirche sich versammelt hatten, durch den feierlichen Gottesdienst und besonders durch die ausgezeichneten mit Glaubenswärme und tief in das Gemüth der Kinder und Eltern eingreifenden Reden unseres dermaligen allgemein ge» schätzten Pfarrverwaltcrs Schenck ergriffen. Dieser Eindruck wurde aber um so mehr gesteigert, als am Schluffe der Feier derselbe in seiner Anrede an die Kinder der Verdienste, durch welche sich Pfarrer Möhler bei den Bewohnern Hochheims unvergeßlich gemacht habe, in kurzen Zügen erwähnte. Nach dem Nachmittagsgottesdienste begaben sich die Erstcom- municantcn in Begleitung ihrer Geistlichen und Lehrer auf den Friedhof, wo unser Pfarrverwalter am Grabe des guten nun in Gott ruhenden Hirten Gebete für denselben barbrachte. Diese Darlegungen geben hinlänglich Zeugniß, daß die Gemeinde zu Hochheim von einem wahrhaft religiösen Sinne durchdrungen und belebt ist.
Zweibrücken, 28. April. BemerkenSwerth ist, daß aus Frankreich ausgefübrtes Getreide gestern hier zu Markt kam.
München, 29. April. Der König und die Königin werden einen Theil des Sommers in Franken — Nürnberg, Würzburg re. — residiren. — Am 1. Mai wird Herr v. d. Pfordten das Portefeuille des Staatsministerium des königl. Hauses und des Aeußern wieder übernehmen, jenes des Handels und der öffentlichen Arbeiten aber einstweilen noch durch den Staatsrath v. Pelkhoven fortgeführt werben.
Berlin, 1. Mai. Nach dem „F. I." überbrachte der Oberstlieutenant v. Manteuffel, welcher heute hier eintraf, den vom Kaiser Fr a n z Joseph vollzogenen Bündnißver- trag zwischen Preußen und Oesterreich. Die Ratfication des Vertrages von Seiten unseres Königs wird dieser Tage er*- folgen. — Der russ. Generalmajor Herzog Georg von Meck- lenburg-Strelitz hat seine Rückreise nach Petersburg angctre- ten. Wie wir hören, wird der Herzog ein Commando in Reval übernehmen. — Wie die „N. Pr. Z." von mehreren Seiten hört, hat die russ. Regierung der preußischen bedeutende Anerbietungen auf dem hanbelspoliitschen Gebiete gemacht. — Der diesseitige Gesandte in Kopenhagen Frhr. v. Werther wird heute oder morgen hier erwartet. Wie ver- lauret, ist Hr. v. Werther hierher berufen worden. um wegen interimistischer Uebernahme der Geschäfte der diesseitigen Gesandtschaft in Petersburg gehört zu werden.
Aus Düsseldorf schreibt man der „Nat. Ztg.": So wenig sonst auch die geographische Lage und die Bedeutsamkeit des hiesigen Ortes als Provinzialstadt zu Mittheilungen über größere politische Fragen geeignet machen können, so glaube ich Ihnen dennoch diesmal nicht vorenthalten zu dürfen, daß hier, ganz zuverlässigen Quellen zufolge, die Nachricht bekannt ist, daß Oesterreich schon seit einiger Zeit nur auf Grund dringender, freundschaftlicher Vorstellungen von einem feindlichen Bruch mit Rußland abgehalten wurde, und daß diese
langen Winterabenden wird cs mit allen seinen Theilen wieder abgebrannt und vererbt sich so auf die kommende Generation fort. ©tu« wer ^atte bsts auch begriffen, und sich mit dem heutigen Feuerwerk gleichsam ein Monument in der freundlichen Erinnerung von Tausen-
sto nAtAt A A bS lestanb nur ans
iw» Fronten; doch d e Qualität lreß auf die Quantität gänzlich vergessen; nachdem Raketen aller Art, blendend in Farbe und Feuer die Einleitung gebildet, folgte dre erste Front, eine kühn und aeschmack- voll gezcignete Arabeske, glänzend und sprühend im herrlichen Farben- spielc; und dieser nach kurzer Abwechslung vor einigen Raketen die zweite, die wohl großartig, würdig deS heutigen Abends zu nennen in glühenden, harmonischen Farben entrollte sich ein luftiger Bau - ein riesiges Tempelgebilde, zu dem offenbar ein correctcr Geschmack die Zeichnung entworfen, während eine kunstfertige Hand diese ausgeführt; in der Mitte prangten die Nanicnschiffern Ihrer Majestäten und diesen zur Seite strahlten die Kronen von Oesterreich und Baiern während gleichzeitig ein glänzendes Bonquet mit seinen Feuerblumcn' zum Himmel strebte.
Die versammelte Menge erwies sich auch dankbar; das „Bravo- ^iuder"! ist in Wien bereits traditionell geworden; heute aber ging . allgemeinen dauernden Ah! und Oh! spurlos unter. Hunèert- r Zungen riefen dem wiederhallcndkn Wald, dem nächtlichen es m entzückte Bewunderung zu, es waren aber nicht Worte, „ £‘n Chaos von LauSen, das nur in seiner Allgemeinheit eine sro .n^nrmonU gefunden.
„ Feuerwerk neigte sich das Volksfest allmälig feinem Ende fd>n)e>ifh>n ver Rückzug angetreten. Auf den Tanzplätzen im immer noch wohl an die Hunderte von Paaren batte feigen und das Schock von Gasthäusern des Praters zu Ivfri!* »C/. °'e Hre inneren und äußeren Räume occupirenden Gäste Wen ^"" Viele Privatfeste nahmen erst um diese Stunde gesunaen ? «un wurde erst recht au$ voller Kehle gejubelt, £aa Ba 5 ^dgebradjt und zugetrunken, und der kommende secbt und Schläfer auf seinem Wege, der sich müde ge- ihn unwiderstehlich creilw "" ^ ^ ^ Vort ergeben hatte, wo sie niit^ihiein vaS Fest zwei Mal im Verlaufe des TagcS unter dem freuen'«um 4 ^^ waren sie im offenen Wagen sodann in den ! tti c vks Volkes erschienen und hat.cn sich Kaiscrgartcn des Praters begeben, allwo ein Diner
Vorstellungen bei Anwesenheit des kaiserlichen Monarchen in München erst kürzlich verstärkt und erneuert wurden.
Admiral Napier hat, nach einem der „N. Z." aus Lübeck zugekommeuen Schreiben vom 30. April, bei seinem Besuche der schwedischen Hauptstadt von der Bevölkerung eine fast enthusiastische Ausnahme gefunden; auch am Hofe war sein Empfang ein sehr freundlicher und der König selbst geleitete ihn beim Abschiede bis an die Stufen des Palastes. Die Mi- litärcommandantur auf Gottland war durch eine irrige Auslegung ihrer Instructionen veranlaßt worden, der englischen Flotte die Landung zur Uebernahme frischen Wassers zu ver- weigern, worauf ihr sofort vom Ministerium der Befehl ertheilt ward, derartigen Verbindungen mit dem Lande nicht entgegenzutreten.
Berlin, 2. Mai. Heute sind die Ratificationen des österreichisch-preußischen Schutz- und Trutzbündnisses ausgewechselt worden.
Wien, 30. April. In der österreichischen Corresp. ist folgendes zu lesen: Se. königl. Hoheit der Herzog von C a m» bridge verläßt heute Wien, nachdem höchstderselbe den Feierlichkeiten aus Veranlassung der Vermählung Sr. Maj. des Kaisers angewohnt und die Glückwünsche Ihrer Maj. der Königin von England dem Allerhöchsten Kaiserpaare dargebracht hat. Diese Sendung eines Prinzen des königl. HauseS von Großbritannien zur Theilnahme an der Feier eines für Oesterreich so beglückenden Ereignisses ist ein erfreuliches Zeichen der zwischen den beiden hohen Höfen bestehenden Freundschaft. Der Prinz wird sich sicherlich überzeugt haben, wie sehr die Erhaltung und Förderung dieses Verhältnisses diesseits gewürdigt wird, nist) die Absendung Sr. kön. Hoheit selbst deutet zur Genüge an, daß man auch an den königl. großbrit- tanischen Hofe von den gleichen Absichten durchdrungen ist.
Der Empfang der Landes-Deputationen von Seiten des kaiserlichen Paares dauert noch fort. Eines besonders huldvollen Empfangs hatte sich die ungarische Deputation zu erfreuen. Der Kaiser erschien in der Uniform des seinen Namen tragenden Husaren-Regiments, die Kaseriu im ungarischen Kleide mit der ungarischen Haube. Die aus 180 Mitgliedern bestehende Deputation begrüßte das kaiserliche Paar mit lebhaften Eljens. Der Kaiser erwiederte die Ansprache und wurde bei den Worten „Eure künftige Königin" aufs Lebhafteste unterbrochen. Der letzte Hofball wurde von der Kai« serin mit dem Herzog von Cambridge eröffnet. Die Börse fand darin den Beweis einer westlichen Zuneigung der Regierung. Der Herzog wird erst am Montag, abreisen. Die Rückkehr des russischen Fügel-Adjutanten Hrn. v. Grünwald nach Petersburg ist vorläufig auf Montag festgesetzt.
Auf der Werfte in Altofett sind für Rechnung der k. k. Donauflottille zehn Raketenboote im Bau begriffen und werden in kürzester Frist vollendet sein. Ferner werden 15 bis IG Schleppkähne zu schwimmenden Lazarethen (Ambulanten) hergcrichtel und dazu drei Remorqueure disponibel gemacht, um «Htm^e^tth^rgrn-tör^ südöstlichen Be- obachtungscorpS und den Hauptspitälern in Pest-Ofen zu organisiren.
Frankreich.
Paris, 1. Mai. Der Moniteur meldet, daß die französische Ostseeflotte, unter dem Oberbefehle des Vice-Admirals Parseval- Deschenes, die am 27. April in den Dünen anlangte, bis zum 20. daselbst durch Gegenwinde zurückgehalten wurde, an diesem Tage aber, nachdem sie Piloten an Bord genommen hatte und das Wetter weniger ungünstig war, wieder die Anker lichtete und die Fahrt fortsetzte. — Aus sämmtlichen Departementen gehen die befriedigendsten Mittheilungen über den Stand der Saaten ein.'Der in letzterer Zeit gefallene Regen hat die günstigste Einwirkung geübt.'
Das Cabinet, schreibt man der A. A. Z., ist immer getheilt über die Stellung die man Oesterreich gegenüber ein- zunehmeg, habe. Hr. Dronyn de Lhuys beruft sich auf die Depeschen des Grafen Buol und die Versicherungen deS Hrn. v. Hübner, und glaubt an die Möglichkeit einer Verständigung gegen Rußland. Auch soll in diesen Tagen auS Wien eine Antwort des Grafen Buol eingetroffen sein auf die Anfrage,
stattfand; Abends geruhten sie gleichfalls im offenen Wagen und gefolgt von £>öd> stieren Eltern und Geschwistern, die Beleuchtung in Augenschein zu nehmen, und kehrten sodann um halb S Uhr Abends durch die festlich erleuchtete Jägerzeile unter ehrfurchtsvollem Vivalru- fen in die k. k. Hofburg zurück.
** Am 5. Mai treten einige 70 Mitglieder des Männer - Gesangvereins ihre Sängerfahrt über Calais nach London an. Die in London zu veranstaltenden zwölf Concerte sollen alle in Hanover Square RoomS Statt finden; auch sollen Concerte in Liverpool, Manchester und Birmingham gegeben werden.
Zur Tagesgeschichte.
** Ein gewöhnlicher Arbeiter hat in Brüssel eine Stempelpreffe erfunden, die von Einem Manne gehandhabt, so viel und mehr Arbeit verrichtet, als die bisherigen Slcmpelmaschincn mit drei Menschen^ Die Maschine schwärzt die Stempel, bringt das Papier unter dieselben und wieder fort, so daß keine Unterbrechung in der Arbeit Statt findet. Zwei dieser äußerst geschickt combinirten Pressen sind im Finanzministerium in Thätigkeit und liefern so viel Stcuipelbogen, als sonst drei Pressen mit neun Mann fertigen konnten. Der Mann, welcher die Presse leitet, braucht sich nicht auzustrengen, denn ein Zwanzigstel seiner Kraft reicht hin.
** Der schon wiederholt genannte Prinz Komnenos hat an Se. Majestät den Kaiser von Rußland eine zweite Denkschrift gerichtet, in welcher er seine Ansprüche auf den Thron des oströmischen Reiches mit einer für ihn unerschütterlichen Ueberzeugung darlegt.
Theater.
** Sophie Cruvelli hat am 27. April in der Londoner italienischen Oper zu Cvvcntgarden die Desdemona in Rosini's Othello gesungen. Es war dies ihr erstes Auftreten in England während der diesjährigen Saison. Am selben Tage war» die Reihe der deutschen Opern im Drury-Lanc-Theatcr — der Impresario, Herr Seager- OSwald, bringt dort'abwechselnd italienische und deutsche Opern zur Aufführung — durch den Freischütz eröffnet. FormcS sang den Caspar, Reichart den Mar und Madame Caradori die Agathe ; Link- paintner dirigirte.
wann das kaiserl. Cabinet thätig einzuschreiten gedenke. — Wir können, auf glaubwürdige Londoner Briefe, versichern, daß sich Kossuth dort voch aufhâft. Allein es ist Aussicht vorhanden, daß er nach Constantinopel gehen werde, Klapka nämlich war schon im Begriff diese Stadt zu verlassen, ist aber geblieben. Früher wurde er von Reschid Pascha frostig, von dem englischen und französischen Gesandten gar nicht empfangen. In neuerer Zeit aber hat sich die Stimmung geändert, Reschid ließ ihn mehrmals kommen, Lord Stratford und General Baraguey gewährten ihm lange Unterredungen. Man gab ihm Hoffnung, daß der Bildung einer ungarischen Legion bald nichts mehr im Wege stellen werde, oder daß die ungarischen Offiziere in den Dienst der Pforte treten könnten.
Das Uebereinkommen bezüglich auf den Bau der 1*4 stündigen Eisenbahnstrecke von dem StraßburgrPariscr Bahn- Hufe bis zu dem in Kehl ist endlich zu Stande gekommen und begreift den Bau einer stehenden Brücke über den kleinen und großen Rhein in sich. Die Ausführung dieses Unternehmens bleibt indessen noch von der Genehmigung desselben seitens der großh. badischen Regierung und der deutschen Bundesmilitärcommission abhängig.
Die Franzosen fangen an, auf die Kapereien der Engländer in der Ostsee eifersüchtig zu werden, und sie sagen schon, daß John Bull sich von vorn herein für die Kriegskosten bezahlt machen will, während es für sie wieder heißen werde: La France est assez riche pour sa gloire! Wie dem „Staatöanzeiger für Württemberg" geschrieben wird, liegt in der Absicht der beiden Regierungen, den Ertrag der Pilsen unter sich zu theilen. Es ist auffallend, daß die französische Marine zu Brest und Cherbourg nicht auch ein wenig Jagd auf die von den Hesperiden her vorbeifegelnden russisâ'en Schiffe gemacht hat. — D^r General Canrobert hab sebr dringend um den nervus rerum gerendarum geschrieben, da er die Fonds für den Sold der Truppen hat antasten müssen, um die Lebensmittel und sonstigen dringenden Bedürfnisse zu bezahlen. Die Türken haben viel versprochen, und es fehlt ihnen auch nicht an gutem Willen, aber es ist schlechterdings kein Geld vorhanden, und das Lieferanten wesen,' wodurch eine Armee sich alles was sie braucht nöthigenfalls auf Credit verschaffen kann, ist ihnen gänzlich unbekannt, so daß z. B. Brod und Fleisch, so zu sagen auf der Stelle bezahlt werden mußte.
— Sir Hamilton Seymour, derselbe, der ein für den Kaiser Nikolaus so genaues Gedächtniß besitzt, speiste kürzlich in den Tuilerien, wo er obne Zweifel noch aüergdieimite Zusätze zu seinen geheimen Enthüllungen zum Besten gegeben hat. Die Errichtung einer kaiserlichen Garde ist nun definitiv unterzeichnet und wird bald im Moniteur stehen. Verhehlen kann man sich nicht, daß diese Maßregel in der durch und durch demokratisch eingerichteten französischen Armee einigen Anstoß erregen wird.
Der in Villers-Collerets wohnende Scherif Bu-Maza, der kaum 30 Jahr alt ist, bgt bk Erlaubniß machgesucht, in das olto manische Heer einst ereil zu dürfen. Sie wird ihm zugc- standen werden.
Schweiz.
Cbur, 29. April. Die Caution von 100,000 Fr. für die L u k m a n i e r b a b n soll auf der Reise nach Bellenz begriffen sein und am 30. dort eintreffen.
Dänemark.
Kopenhagen, 30. April. (Tel. Dep. d. H. N.) Vier wahrscheinlich Kriegsschiffe passirten vorgestern, den 28., den großen Belt.
Vroßdritanttten.
London, 28. April. Gestern trat das Parlament zusammen. Im Oberhause interpellirte Lord -Ellenborough das Gouvernement wegen der mangelhaften Vorkehrungen, die zu Gallipoli zum Empfang der Truppen getroffen worden. Der Herzog Newcastle versichert darauf, daß das Gouverncmcut alle Maßregeln getroffen und daß die Mittheilung, welche die „Times" gebracht, größtentbeils unrichtig sei. — Ohne sich durch, die öffentlichen Dementi's irre machen zu lassen, ver- ! öffentlicht „Times" heute einen zweiten Brief aus Gallipoli, i worin dieselben Klagen über mangelhafte Verpflegung sich gMWWjMBW! U 1 URygREBM* BRnamiAWMh" AJ » ^S-L.i-i^?^/^:?^SL«U-IMLN^?'-L^'-^'rT^SL«-»âS^- L-rcrBPg-giCTgryrr^
** Wie erwähnt ist es Herrn Dingelstedt in München gelungen, die ersten dramatischen Künstler Deutschlands zu Gastsviclcn während der Industrieausstellung zu gewinnen. LessüchS „Emilia Galotti", zu einer der Münchener Julivorstellungen bestimmt, har folgende Rollen- Verteilung gefunden: Prinz, Herr Hendrich; Marinelli, Herr Kaiser; Ordoarc», Herr Grunert; Appiani, Herr Emil Devrient; Angelo, Hr Döring; Camillo Rota, Hr. La Roche; Orsina, Frl. Damböck; Claudia, Frau Rettich; Emilia, Frl. Fubr.
** In München ist Gricpenkerl's neues Dran,a „Ideal und Welt" ohne Erfolg aufgeführt worden: man vermißt darin durchaus das Talent dramatisch-künstlcrischer Gestaltung.
Charivari.
- X Dem „Kladderadatsch" scheint der Witz auszugehen. In seinen Wochensprüchen figurircn sechs auf die jetzigen Verhältnisse angepaßte „alte Sprüchwörter in neuen Formen aus dem vorletzten Kladarnkâlsch- Kalendcr". Der einzige ziemlich gelungene Witz der letzten NuMmer ist wohl der folgende: Schulze: Na wenn dcö aber wahr sein sollte mit des Betrunkenmachen der Englischen Matrosen, denn kriegt Napier aber doch'ne jehörigc Nase!— Müller: Die muß er ooch haben; was soll er denn sonst mit die Villen Prisen anfan gen?
** Arm Mannheim bringt das „Frankf. Journ." einen Artikel, in welchem als bestes Mittel zur Beilegung vcS badischen Kirchen« streiteS der Austritt aus der katholischen Kirche M der Eintritt in die sogenannten deutsch-katholischen Gemeinden zu Stockach, Constauz, Heidelberg und Mannheim empfohlen wird. Das sicherste Mittel nicht zu ertrinken ist sich zu erhängen.
♦* Es heißt, Kossuth werde sich nächstens nach Constantuwpel begeben und am Kampfe theilnehmen. Hr. Justus Köperle zweifelt daran; Kossuth ser zwar der „Leader" der ungarischen Beweaurg gewesen, aber er habe sich wie bekannt, stets so viel als möglich unter dem Spritz l cd er gehalten.
Punch ist so glücklich, folgendes gute Omen berichten zu können: „Die ersten von uns genommenen russischen Prisen sind Schiffe, die mit Salz beladen waren, also gerade mit dem Artikel, welchen wir dem Adler auf den Schwanz streuen wollen."