ruUß gesprochen , die nächsten- ausgeschrieben werden dürfte. - Der Polizeimeister der eine Stunde von Brody entfernten Grenzstadt Radziwilow und andere Beamte jenes OrteS, endlich auch die Grenzwächter, die in Rußland immer nur ans beurlaubten Soldaten gewählt werden, sind zur Armee einbe- rufen worden, und alle Kriegsrnstungen werde» mit größtem Eifer betrieben.
Die Mission des Herrn V. Czörnig nach London soll dort bereits den beßten Erfolg gehabt haben. Man svricht von 12, nach einer andern Version von 15 Millionen Pf. St. Metallgeld, welches durch die in London vermittelte Finanz- Operation zu Zwecken unserer Valuta-Aufbesserung flüssig gemacht worden sei.
Zum Beweise, wie sehr die orientalischen Wirren auch auf die Geldverhältnisie des Auslandes hemmenden Einfluß üben, führt die „Oest. Corr." die Thatsache an, daß die Vergütung, welche Rußland für das aus Oesterreich bezogene Salz am 1. d. mit dem Betrage von circa 150,000 fl. zu entrichten hatte, nicht wie früher in Wechseln bezogen werden konnte, sondern in klingender Münze übermacht werden mußte.
Wien, 12. April. Der kaiserlich russische,Gesandte,. Freiherr v. Meyendorff, hatte im Laufe des gestrigen Vormittags eine Conferenz im Ministerium des Aeußern, deren Gegenstand, wie man vernimmt, das am 9. d. M. von den Gesandten der vier Großmächte unterzeichnete Protocoll gewesen, wovon dem Herrn Gesandten eine Abschrift mitgetheilt wo» s den ist.
Triest, 12. April. Die zweite russische SchiffSdivision ist i heute zu Lande abgegangen.
Frankreich
Paris, 12. April. Der Herzog von Cambridge hat, wie das „Pays" mittheilt, dem Kaiser ein eigenhändiges Schreiben der Königin Victoria überbracht. — Die große Revue, welche der Kaiser diesen Mittag zu Ehren des Herzogs von Cambridge auf dem Marsfelde hielt, ging aufs Beste von Statten. Der Kaiser war von dem Herzoge von Cambridge und Lord Raglan, und einem überaus zahlreichen Generalstabe begleitet. Eine ungeheuere Volksmenge wohnte dem glänzenden militärischen Feste bei.
Eine telegr. Depesche meldet, daß der Prinz Napoleon Bonaparte vorgestern Abend in Lyon eintraf und gestern Vormittag um 11 Uhr seine Reise fortzusetzcn beabsitigle. — Baron Bremer ist von seiner Mission nach Italien wieder in Paris zurück.
Man hat Instructionen abgeschickt, um zu verhindern, daß die Soldaten die Marseillaise singen. Die Regierung hat mit vielem Verdrösse in Erfahrung gebracht, daß sie in Malta als nationales Lied, nachdem die Engländer ihr God save the Queen gesungen, ihr Allons enfans de la patrie! anstimmten. — Die türkische Regierung hat bei Frankreich und England von Neuem auf rasches und energisches Handeln gedrungen und sogar die Besetzung Griechenlands verlangt.
Paris, 13. April. Der heutige Moniteur meldet aus Athen von Freitag, 7. April, daß der Aufstand nicht weiter um sich greife.
Großbritannien
London, 10. April. Die Nachricht, daß Preußen daS Wiener Protokoll unterzeichnet hat, wird von der Presse sehr günstig gedeutet; auf der Börse machte sie die beste Wirkung; nicht nur die ConsolS steigen (also nicht in Folge des erdich- teten Sieges der Türken über die Russen am TrajanSwalle?), auch auswärtige Fonds sind alle fester.
In aristokratischen Kreisen will man zuverlässig wissen, die Königin werde auf dem großen Ball costumö erscheinen, den Gräfin Malewski am 12. Mai im neugemietheten französischen Gesanvlschaftshotel veranstaltet. ES wäre dieses das erste Mal, daß die Königin in den SalonS eines auswärtigen Gesandten erscheint, und würde als ganz besonderes Complimenl für Kaiser Napoleon angesehen werden müssen, gleichzeitig natürlich als eine Demonstration gegen den russischen Hof. Eine andere Demonstration, die von der Aristokratie ausgeht, wird darin bestehen, daß sie es ablehnen wird, den jährlich vom
von London nach Aberdeen. Zn dem Coups neben ihm befand sich ein Betrunkener, der sich höchst unanständig aufführte, und den, als er auf der Station Stafford ausgestiegen war, seine Reisegefährten nicht wieder in ihre Gesellschaft aufnehmen wollten. Der Bahnhof-Znspec- tor willfahrte ihrem Wunsche und suchte den Betrunkenen in den Wa- gen zu schieben, in welchem sich Oberst Gorron befand. Dieser aber war keineowegs geneigt, sich einen solchen Nachbar gefallen zu lassen. Der Inspektor seinerseits bestand aus Zulassung des Betrunkenen. Der Oberst weigerte sich nochmal» und überreichte dem Bahnhof-Beamten seine Karte, indem er erklärte, die Verantwortung für alle etwaigen Rot gen seiner Opposition übernehmen zu wollen. Der Beamte jedoch nahm die Karte nicht an, stürzte sich auf Hru. Gordon, legte Hand an ihn, und drückte ihn mit solcher Gewalt gegen die Wand des Wagen«, daß der Oberst endlich mit erlöschender Stimme autruf: „Nun, so laßt den Menschen herein!" Der Betrunkene ward somit in den Wagen ausgenommen und verhielt sich fortan höchst ruhig. Der Oberst aber war, als man an der nächsten Station ankam — todt. Er hatte schon seit längerer Zeit an einem Herzübel gelitten und die Todten- schauer erklärten, daß dieses in Folge einer heftigen GemüthS-Aufre- gung seinen Tod herdeigeführt habe. Gegen den Bahnhofs-Beamten ist eine Klage auf Todt chlag (manslaughter) eingeleitet. Beiläufig bemerken wir, daß der Oberst in dem aristokratischen England an je« "^ unheilvollen Tage in der dritten Wagenclasse fuhr, wobei wir
""Erlassen wollen, zu erwähnen, daß die zweite Classe auf den englischen Bahnen in der Regel nicht bequemer ist, als bei unS in Deutschland die dritte. a
Mutter war die Nachricht ausgetaucht, daß von Teile noch zwei Enkel Schiller'» eristiren sollten. Gegen "seiche Enkel Schiller's der kaiserl. Rittmeister Ach keinem Berichte leben noch zwei Rach« lâr mit- eine Frau v. Gleichen-Nußwurm.
Äauftlfr, ter sich fälschlich für einen Enkel Schil- ^nmaßiinn^infr Erbe dieses Namens eine Klage wegen
"«er Abstammung enigereicht.
Jahren wohlfeile Heilmittel gegen die seit mchrcren
zu fein • bi ""'"stocke .^^^^o Krankheit scheint endlich gefunden unt ;®^ Munstcrium des Handels, Ackerbaues
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telS einks^Rl^m^i "ls solches trocken gepulverten Schwefel, der mit-
BlaöbalgeS dreimal un Jahre, zur Zeit der ersten Schöß
Kaiser von Rußland als Preisstück zu den Wettrennen von Ascolt geschickten goldenen Pokal in diesem Jahre zuzulassen. Der Pokal ist zwar schon bestellt und beinahe fertig; aber die Vorsteher der Jokey-Clubs sind vorgestern zu dem Entschlusse gekommen, das kaiserliche Geschenk in diesem Jahre nicht anzunehmen.
Der preußische Gesandte, Rilter v. Bunsen, soll abberufen und die Effecten des Lord Seymour in Petersburg wirklich mit Beschlag belegt sein.
London, 12. April. DaS Parlament ist bis zum 27. April vertagt. — Der Globr meldet, daß Ritter Bunsen bis heute Nachmittag noch keine amtliche Anzeige von seiner Abberufung erhalten hatte.
Einer Privatdepesche aus Turin zufolge ist der Fürst von Monaco, Herzog von Valentinois, nebst seinem Adjutanten als Gefangener nach dem Fort Villefranche bei Nizza gebracht worden. Zu Mentone haben einige Verhaftungen stattgefunden.
Die piemontesische Regierung bar beschlossen, dem zum österreichischen Konsul in Genua ernannten Hru. v. Weckbecker das Exequatur zu verweigern, weil sie befürchtet, daß seine Verwaltung dieses Postens Anlaß zu Ruhestörungen geben könnte.
Die Herzogin von Parma hat, wie der „Conciliatore" meldet, für sich eine sehr mäßige Civilliste festgesetzt; sie wird zu ihren Bedürfnissen ihre eigenen Einkünfte beiziehen. Man glaubt, daß der Mensch, welcher als des MordeS an dem Herzog verdächtig verhaftet worden, nicht der Mörder ist.
Aus Rom, 31. März, meldet man, daß der Gerichtshof der Consulta in der Ros fischen Angelegenheit bereits das erstinstanzliche Urtheil gefällt hat. ES soll mehrere Todesstrafen, sechs zum wenigsten, ausgesprochen haben. Dieses Urtheil muß den bestehenden Gesetzen nach durch die vereinigten beiden Kammern dieses CriminalgerichtS revidirt werden und ist dann erst endgültig. Der vor Kurzem verhaftete Hauptangeschuldigte soll die vollständigsten Gcstäudniffe gemacht haben.
Einer Meldung aus Rom zu Folge hat Monsignore Amici das ihm angeborene Portefeuille des Handels nicht angenommen.
Rußland.
St. Petersburg, 6. April. Eine an den Kriegsminister gerichteter Utas deS Kaisers besagt, daß wegen drohender Rei chSgefahr die vierten Ersatz re- ser v c b atai llo n e in active umzuwandei n seien. Zugleich wird die Formation von zwei Reservebatterien jedes Corps befohlen. Diese kaiserliche Verfügung ist sofort in Ausführung zu bringen.
Ein der „Preuß. Corresp." zugehender Brief aus Warschau bestätigt die bereits gemeldete Abreise des Feldmar- schaüs Fürsten Paskiewitsch, welche in der Nacht vom 8. April erfolgt ist. Derselbe wird sich zunächst nach Fok- schau in der Walachei begeben, wo er, wie eS scheint, sein Hauptquartier aufzufchlage» beabsichtigt, und wohin ihm der Generalquartiermeister General Froloff vorangegangen ist.
Die „Weser-Ztg." meldet aus Petersburg vom 4. April. Die hiesige Kaufmannschaft hat in ofsiciöser Weise die bündigste Versicherung erhalten: daß die A u Sfu hr vo n Getreide aus den Häfen des baldischen Meeres nicht verboten werde.
Vonaufnrstenthvmer
Wie dem „Sieb. B." aus Bukarest vom 4. d. gemeldet wird, hat in Folge der von Frankreich und England an Rußland erfolgten Kriegserklärung Baron Budberg an den Postelnik den Befehl erlassen, alle Residenten dieser zwei Nationen aufzufordern, die Fürstenthümer binnen acdt Tagen, vom Tage der Kundmachung an gerechnet, zu verlassen.
Vom Kriegsschauplätze in der kleinen Walachei reichen die l Nachrichten bis zum 8. Die beiden Armeecorps haben ihre ! beobachtende Stellung nicht verlassen. Recognoscirungen, ; Streifzüge Scharmützeleien fallen täglich vor.
Nach den neuesten Nachrichten vom Kriegsschauplätze an
linge, dann nach der Blüthe und endlich etwas vor der Lrauben-Reifc auf die ganze Pflanze gemengt wird.
** In Paris eröffnet man gegenwärtig im Museum des „Louvre' einen neuen Saal, in welchem eine großartige Sammlung von Waffen, Verzierungen, Fetischen und allerlei andern Gegenständen, welche bei den wilden Völkerschaften im Innern von Afrika, in Nigiitien, an den Ufern des weisen Nil, im Gebrauch sind, ausgestellt ist. Alle diese Gegenstände hat Herr von Laporte, französischer Eonsul in Kairo gesammelt und sie bilden ein ethnographisches Museum der am wenigsten durchforschten Theile von Nigritien.
** Arnold Ruge — schreibt ein Correspondenl der „B-eslaucr Zeitung" — will in London eine deutsche Universität funden ; die Fonds dazu sollen in den Vereinigten Staaten gesammelt werden. — Wer würde da studiren?
** Frl. Rachel und Hr. begönne haben sich ausgcsöbnt. Die große Künstlerin wird sich den Pariser» als „Mekca" jeigen, — eine Rolle welche für Frl. Rachel wie geschaffen ist.
** Die Gesammlsummc der norkauiericanischen Fonds und Znku- striepapiere beträgt 235,900,000 Pfd. St., wovon sich 36,865.000 Pfd. (nach einer andern Berechnung 45 MillZ in Europa befinden.
—r Frau Sonntag ist gegenwärtig in Louisiana.
Literatur.
** Ein ungarisches Blatt bringt folgende traurige Zusammenstellung der vcrdäiignißvoUcn Schicksale der Eoryphöen der ungarischen Literatur: Garap starb halb erblindet in größter Armuth ; Nagy Jgnâz hinterließ nicht das geringste Vermögen; Czakü, unser erster Dramaturg, erschoß sich aus Nadrungösorge»; Bsranky, Mitglied der ungarischen gelehrten Gesellschaft, fristete im hohen Greisenaltcr sein Leben nur durch das Almosen einiger Menschenfreunde und hat einst fünf Tage lang keine Nahrung zu sich genommen; Bajza ist sinnvcrwirrl und Börösmarty gezwungen, am Abende seines Lebens die Schollen eines kleinen Baucrugütchens zu bebauen.
** Frl. Celeste Benard, genannt Mogador, die zuerst auf einem der kleinen Pariser Theater spielte, dann als Reiterin im Hippodrome auftrat, dann Tänzerin im VariötöS-Theatcr wurde, dann einen der glänzendsten aber ruinirten — Löwin von Paris heiratbcte und mit demselben nach Australien ging, hat sechs Bände „Mémoi r es,
der untern Donau vom 7. d. M. haben am TrajanSwalle bis zum 6. weder Russen noch Türken eine Offensivbewegung gemacht, Vier Schiffe der vereinigten Flotten sind am 3 d. bei Kustendsche erschienen. Am 1. haben die Russen die Recognoscirungen der feindlichen Stellung zwischen Silistriaund Czernawoda begonnen. Die über die Donau entsendeten Streif- corps sind wiederholt mit türkischen Detachement- zusammen- gestoßen, haben sich aber stets nach kurzem Gefechte wieder zurückgezogen. Dabei sind auch wiederholt Angriffe der Russen auf die türkischen Schanzen am Donauufer vorgekommen, die aber stets vereinzelt blieben und ohne große Kraftentwicklung ausgeführt wurden.
Nach einer Mittheilung auS Orsowa vom 6. d. hat Omer Pascha durch einen Eilboten, der am 27. Constantinopel verließ, die Weisung erhalten, so lange in der Defensive zu bleiben, bis die Auxiliartrappen am Kriegsschauplätze erscheinen würden.
Türkei.
Nachrichten aus Varna vom 1. melden, daß die englischfranzösische Flotte am 24. auf der Höhe von Varna erschienen sei und daselbst verbleiben werde. Die ersten Landungstruppen erwartet man am 3. April. Nach erfolgter Ausschiffung aller nach Varna bestimmten Auxrllarcorps wird sich dre vereinte Flotte nach Sebastopol begeben, und die Blockirung deS Hafens beginnen. Die russischen Trnppen in der Dobrudscha macheu nur langsam Vorwärtsbewegungen; der Mangel an Straßen, der sumpfige Boden, und endlich der Umstand, daß alle VerpflegSbedürfnisse den Truppen nachgeführt werden müssen, gestatten keine fercirten Märsche. Omer Pascha hat am 26. Varna verlassen, um die bei Basandschik gesammelten Truppen persönlich gegen den TrajanSwall zu dirigiren, und Mustafa Pascha, der Czernawoda, Kustendsche und Karasiu behauptet, zu unterstützen. Diese Nachrichten bestätigen, daß die Russen am 30. vor Czernawoda und Kustendsche erschienen seien, jedoch nur mit sehr geringer Truppenzahl, meist Kosacken. In Parna hatte man keine Besorgniß wegen einer Annäherung der Russen. In Kavarna sind zwei englische und zwei französische Schiffe postirt.
Sarajevo, 29. März. (Austria.) Die am 25. hier eingetroffene türkische Post brachte einen großherrlichen Ferman, der die Errichtung einer neuen Provinzialbehörde in Sarajevo unter dem Namen Uutcrsuchungsgericht (tahkik Medsliß) verordnet. Vor diese Behörde gehört die Untersuchung und Ab- urtheilung der Criminalfälle und schweren Polizeiübertretungen. Die Zeugenschaft der Christen und Juden, auch gegen die Muselmänner, ist dabei zulässig, und das Verfahren geschieht nicht nach dem Koran, sondern nach der sogenannten Kauun- nameh (weltlichen Strafgesetzen), weßwegen auch die Beiziehung der eigentlichen Gerichtspersönen vom geistlichen Stande, der Kadi's und Ulcma's nicht stattfindet. Die Zeugen werden, je nachdem sie Christen, Muselmänner oder Juden sind, auf Evangelium, Koran oder Toma beeidet. Den Vorsitz führt der jeweilige LandeSgouverneur selbst, und es ist ihm auch die Auswahl der Beisitzer, sowie die Bestimmung ihrer Anzahl überlassen. Gestern ist der erwähnte Ferman in dem Regierungsgebäude im Beisein des Generalgouverneurs Churschild Pascha, der zahlreich versammelten hiesigen Einwohner, Christen sowohl als Türken, vorgelesen worden. Man unterließ aber, dessen Inhalt, wie es sonst gewöhnlich zu geschehen pflegt, zugleich in der illyrischen, den Anwesenden mit äußerst seltenen Ausnahmen einzig verständlichen Landessprache zu verdolmetschen. Nach Verlesung des türkischen Textes hieß ein Regierungsbeamter die Versammlung 'auseinandergehen, mit dem Beisatze, diejenigen, die etwas davon verstanden haben, sollen es den Anderen mittheilen.
Nach Berichten aus Cattaro vom 3. d. MtS. Hat sich der kais. russische Oberst, welcher einige Zeit in Cattaro und Ragusa veoweilt, nach Cettinje begeben. In Montenegro war die Ruhe ungestört. Die Rüstungen dauern wohl fort, aber eine Einberufung der kampffähigen Männer, wie dieS vor jedem Feldzüge zu geschehen pflegt, ist noch dicht erfolgt, i Dagegen zeigt sich in den an Montenegro grenzenden christ- I lieben Gemeinden Bosniens, Albaniens und der Herzegowina
hinterlassen , die jetzt unter ter Presse sind. In dieser Läster- und Laster-Schule soll alles, was von der Contemporaine und Lola Montez erschien, bei Weitem übertroffen werden.
Charivari.
** In England ist eine Revolution auâgebrochen, welche das stolze Albion in feinen Grun festen zu erschüttern droht. Zn verschiedenen Städten und Gegenden werden Volksversammlungen und Meeting» abgevalteii. Die . Presse" schürt das Feuer, welches ein drohender Brand zu werden verspricht. Es handelt sich um nichts Geringeres als um eine Einführung der Bärte. Bis jetzt mußte ein echter Gentleman nur ein kahles Gesicht zeigen. Gegen viele Kahlheit ist die «»t- standenc Revolution gerichtet. Es haben sich Schnurr-, Backen- und Knebelbart-Vereine gebildet. Die Engländer wollen es nämlich de« Franzosen gleich thun. Entente barbale.
** Alâ wirk.ich musterhaften Türkentreuud hat sich, äußerlichem Vernehmen nach, ein reniokratlscher Schneider bewiesen. Er hat allen seinen K»nr-n in einem Rundschreiben die ergebenste Anzeige gemacht daß er und seine Gesellen ihre Nadel und Scheerc, sowie den Helm ihres Fingers, vulgo Fingervut, nicht ferner so entwürdigen würd«, auch nur ncch einen einzigen russisch« grünen Rock zu machen.
** Die „Fliegenden Blätter" machen sich über den englischen Admiral im Bosporus lustig. Ein baierifdrer Philister liest vie neueste« Nachrichten aus C-mstantinopel und murmelt: „Da schickt ter Admiral der türkischen Flotte drei Kreuzer zur Verstärkung. Wenn ihnen mit so wenig gedient ist, da geh' ich auch in d' Türkei da mußP enorm billig unten fein!"
** Ein französischer Uetersener von Goethe S „Faust" übersetzte die Worte Mepbisto'S: .Her zu mir!" äußerst höflich durch: „Passez de- vant Monsieur le docteur!“ Etn anderer sagte statt „Fahr' zur Hölle Nabensohn," auS ten Räubern: „Allei en voilure aux enfers, Ll» d'un eorbeau!“ —
♦* Da ter Osten jetzt ten einen, und nach ter Ankunft der HülfS- truppen der Westen ten andern Theil der Türkei besetzt, möchte in Folge dessen der Divan nicht ein west-östlicher werden?