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waren, zurückkehrte», ohne eine Spur der englischen Flotte aefebcn au haben." .

Bremen 31. März. Dic russischen Capilaitie in unserm Hafen suchen ihre Schiffst zu veräußern, und eS ist u. 91, wie wir veruebmen, die russische Bark '.Sylphide" für 45,000 Mark Hamburger Banco von einem Kanimann in Bremerbaven angekauft worden.

Berlin, 31. März. Se Majestät der König haben Allernächst folgende Ernennungen vollzogen: Sc. kgl. Hob. der Prinz Carl sind zum Generalieldzengmeister und Cbef der Artillerie mit dem Range eines Generaffe-lLmarschalls und und Se königl. Roheit der Prinz Adalbert, unter Ent» bmdung von der Generalinspedtion der Artillerie, zum Ad­miral mit dem Range eines Generals der Infanterie, ernannt worden. Ferner haben des Königs Majestät den Comman­deur der 12. Division, Generallieutenant v. Werder, zum LFMMndirenden General des 1. Armeecorps (Königsberg) (rminnt. Baron v. Heß wird als österreichischer Militär-Bevollmächtigter wahrscheinlich längere Zeit in unseren Manern weilen , um fortwährend mit unserem Kriegs Ministerium in directer Beziehung zu bleiben. Der General Y. Grö en verweilte gestern längere Zeit bei dem k. österreichischen Feldzeugmeister Baron v. Heß. In der Stadt ist allgemein das Gerücht verbreitet, daß in der diplo- m a t i s ch e n Vertretung Oesterreichs am hiesigen Hofe eine Aenderung stattfinden werde. Wir geben, bemerkt dieN. Pr. Z." dieses Gerücht, ohne es irgend vertreten zu wollen, nur als einen Beitrag zu den verschiedenen Auf­fassungen , welche jetzt über die Verhältnisse des KalserstaateS in hiesigen Cirkeln sich bemerklich machen. Die neueste Nummer der Volkszeitung erwähnt eines aus der Börse ver­breiteten Gerüchtes, welchem zufolgedie Mobil m a ch u n g des 1, und 5. Armeecorps. (Preußen und Posen beschlossen sei." Die osficiöiePr. Corr." kann mit voller Bestimmtheit versichern, daß auch dieses Gerücht unbegründet ist.

Wir haben bereits mitgecheilt, daß die An leih e>C om­ni iss ion der zweiten Kammer die Bewilligung des geforderten Credits , von 30 Millionen beantragt. Auf diesen Beschluß der Commission hätte so schreibt man dem Hamburger Corrcspondenten" von hier namentlich eine A n s eina ndersetzuug des KriegSministerS Gen. v. Bonin eingewirkt. Der Letztere hob danach hervor, daß -ein Anschluß Preußens an Rußland bei der Ge- sammtlage der Dinge zu den Unmöglichkeiten gehöre. Ein Zusawmengthey Preußens mit Rußland würde Deutsch­land ^znm Haupischauplatze des Krieges mit allen seinen schreck­lichen Folgen machen, und wer noch einen Funken von deutscher oder wügifd'tr Vaterlandsliebe in sich füble, könne einer fol« chen Politik nicht das Wort reden. General v. Bonin ge­brauchte bei seiner Daistcllung der Sachlage das Bild, daß, wie alte Gesetzgeber cs vermieden hätten, in ihren Gesetz­büchern des Verbrechens deS Vatermordes zu erwähnen, mit sie dieses unnatürliche Verbrechen für eine Unmöglichkeit gehalten hätten^ so könne onch der urigerweije melsacb besorgte. Fell eines Anschlusses Preußens an Rußland gänzlich außer Betracht gelassen werden, weil ein solches Zusammengehen einem an Deutschland und Preußen verübten M or de ziemlich gleich gestellt werden könne.

Man schreibt jetzt aus Bromberg: Mit Bezug auf die Nachricht wegen des Transports von 1600 Clr. Ge wehren bringt daS Bromberger Wochenblatt die Notitz, daß die dem Spediteur Rosenthal zugegangenen OrdreS seitens der königlichen Regierung wieder zurückgenommen sind. Die Wcitertransportirung ist also gestattet.

Wien, 27. März. (A. Z.) Nachrichten aus Verona zufolge soll der Fcldmarschall R a d e tz k y bis zum 17. April hier eintreffen, tbeils um militäusche Besprechungen zu pflegen, thlilS um der Vermâblungsfeier Sr. Maj. des Kaisers, bei­zuwohnen. Von andern erlauchten Gästen nennt man außer dem Erzherzog Maximilian von Este den Großherzog von Toscana und den Herzog von Modena.

Der D. A. Z. meldet man aus Wien vom 29. v. M. Cin soeben aus den untern Donaugegenden a»langender Mi­

silberne Medaillen er»ie ten für cingesendcte (Einerarten H rr R eu dt a ter aus Nancy uhd Frau v. Lernar aus R ü v eo- heim; ür klnqescnbete Pganzen und Blätter der Victoria Regia Herr Oppen he, in er in Cöln, für diverse Cultmpltanzeu, Hr. v. D e et d m a n n in Frankfurt, für künstlich gezogene Trope ollen der k. k. öfbrr. Hauptmann und Auditeur, Hr. S rdi n k o in Mainz, für neue Einführungen M van Geest in Gent, für cingesendcte Aurikeln Hr, Kölle aus Ulm, für Wachsfrüchte Hr. v. Becken in Wiesbaden, für ausgezeichnete T h o II v a s e N und Amvtln Hr, Schneider u Sohn in Mainz, für cingesendcte Hyacinthen Hr. Lcovold Fauü in Ulm.

Ferner haben die Preisrichter die durch die Gnade Sr. Hoheit des Herzogs ihnen zur Verfügung gestillten Medaillen noch einigen Pflan- zen und Pganz , sammluugcu ertheilt, die nach dem Programm nicht in vorschrisismäkiger Zahl oder weil dieselben den allgemeinen An- forverunqcn des Programms nicht entsprachen, u. A. den Azaleen- -Lämlingen der Herrn M a r d t n e r in M a i n z.

Sechs die'er Sämlinge wurden hierselbst gekauft und erhielten die Na men: Herzog Adolph, Herzogin Adelheid und Herzogin

c von Nassau, Prinzessin Hilda, Bathilda und Fricd>-'ich von Anhalt Dessau.

.b1 veröffentlichten Protokoll äußern sich ferner die PrciS- , anerfennenbften" äßeife über die Einiichtung des Herzog!. u ^ü allenthalben sich kundgebende hohe Stufe der " ""b sprechen schließlich Sr. Hoheit unserem kunstsinnigen ^^sskfühlten Dank aus für die hohe Gnade, wclche das kommen der Ausstellung ermöglicht und der Hebung und Bei- geg-ben""'"'^ Ccr Gartenkunst wieder eine so mächtige Anregung

Zur Tagesgeschichte.

NM 2^^dg?,^'^â fft Vch-Dhkn am Schluffe ihrer .Vorstellungen, haltet. 60,1 den Berliner Langfingern er- Theater biir*^h?> E ^ innern die Zuschauer von Krolls sich kecke Erstellungen in s heiße Afrika versetzten, stahlen »onemit^C und hießen alles Werth- 1500 Sparpfennige der Afrikaner an

' b b ein Raub der Einbrecher geworden. Wenn die

litär bringt die wichtige Nachricht, daß die österreichischen Truppen bei Semlin eine Brücke über die Donau nach Belgrad geschlagen haben.

Ein Brief aus Semlin melket ferner, daß in Neusatz, Peterwardein gegenüber, wo daS österreichische Graf Schaff gottfche Corps eingetroffen war, am 21. März große Pro- vlantUHtrungen ausgeschrieben worden sind, und zwar im Be­trage von 30,000 österreichischen Metzen Brodfrüchte und 50,000 österreichischen Metzen Hafer.

Wien, 30. März. Für den französischen Gesandte« Baron Bourqueney, der vorgestern eine fünsviertelstündige Audienz bei Sr. Maj. dem Kaiser hatte, sind heute wieder dringende Depeschen auS Paris durch einen Courier über­bracht worden. Dem Erzherzog Wilhem geht es beute etwas besser, so daß Dr. Oppolzer, der den hohen Kranken seit Sonntag in Behandlung genommen hat, an dessen Ge­nesung nicht verzweifelt. Wie aber auch der Verlauf der Krankheit sein möge, so wird deßwegen die Vermählung des Kaisers seinen Aufschub erleiden. Für den erkrankten Erz. Herzog Wilhelm führt dermalen der Armee' Landes Coiw Mandant Graf Wratislaw den Vorsitz im Militär - Admini- strationsratbe, und Graf Swlick, von Brünn dierder berufen, hat provisorisch das Armee Lande« - Kommando übernommen. Der BanuS J. Uachich und Graf Gyulay sind gestern hier ang.kommen. Der parmesamiche Staats - Minister Baron Ward ist heute aus Gratz, wo ibn das Verbot des Eintritts in Parma auf telegraphischen Wege ereilte, hierher zurückge­kehrt.

Die ganze Armee in Ungarn soll auf den Kriegsfuß ge­setzt werden. An der Börse der günstigere Stand der Va- lutenpreise rückgängig.

Der Csrrejpoudeut derAgramer Ztg.".von der m ou­ten c g r i n i s che n Gränze schreibt unterm 18. v., cs sei am 10 ein Courier eingetroffen, der die Reise in zwölf Tagen zurücklegte. Derselbe brachte Depeschen für den Fürsten und den Obersten Kowalewski, worin den Mouienegriuern auge­deutet worden sein soll, ohne Verzug die Feindseligkeiten an der Gränze zu beginnen, um auf diese Art die Kraft der Türken zu schwächen. (?) Auch der Senat von Montenegro soll geneigt sein, die im Süden von Albanien entstandene Erhe bring zu unterstützen, w.Shalb man demnächst eine Bewegung von dieser Seite erwartet.

Am 23. März wurde die neue Eisenbahnstrecke von Ve­rona bis Brescia und C o c c a g l i o zum erstenmal be­fahren.

Triest, 29. März. (A. A. Z.) Der Levante-Dampfer bringt aus Athen vom 24. d. folgende Meldungen: Die Antwort der Regierung aus die tüikiiche Note wurde von den Kammern genehmigt. Eine Collectivnote der vier Großmächte unterfinge die türkischen Reklamationen. Der türkische Ge­sandte ist abgereist. Eine französische und eine englische Note wurde gestern der Regierung übergeben, die darin für die Unterbrechung deS diplomatischen und des Handelsverkehrs mit der Türkei veraiâorUrch gemacht ^wtrd^ Die Garunon von Arta bat Verstärkung erhalten. Vor Janina fand ein blutiges Gefecht statt, auch vor Arta ward wieder gekämpft. (Alle Berichte stimmen darin überein, daß nach zchuwöcheutlichen Anstrengungen noch kein fester Platz in den Händen der In­surgenten ist.) Aus Teheran vom 6. Febr. wird berichtet: Persien habe strenge Neutralität beschloffen. Nach Berichten aus Trapez u n t vom 13 März. herrscht unter der türk. Besatzung von Kars der Typhus. Die Russen standen bei Achalzich couceutrirt. Fünf türkische Schiffe batten Munition und 30 Geschütze für Kars gebracht. In Erzerum wurden 20.000 Mann erwartet. In Sivas soll ein Corps von 20,600 Mann Reserven zu stehen kommen. Aus Consta n< tinopel vom 20. März wird die Unterschreibung des von der Pforte mit England und Frankreich abgeschlossenen Ver­trags bestätigt Er enthält die Grundlagen einer Gleichbe­rechtigung der Unterthanen. Die Flotten waren zum Aus­laufen bereit. Der österreichische Schutz der russischen Unter­thanen hatte aufgehört. Wieder wurden mehrere Griechen verhärtet. Griechische Propagandisten hatten Unruhen in

armen Zulu's ihr Eigenthum nicht wiedererlangen, so haben sie iore VorsteUungcn zum Besten der Berliner Spitzduben gegeben. Nach­träglich erfährt man, daß Tags darauf das gestohlene Geld bis auf etwa 100 Thlr. in der Nähe der Sommerbühne, wo es die Diebe vergraben geoabt, wieder aufgefuuden worden ist. Ein Hund war eS der zufällig die ersten Kassenscheine aus der Erde herauswüvlte, und die darauf angesteüteir Nachgrabungen förderten das übrige Geld wieder zu Tage.

** Was den Fleischverzehr betrifft, so ste^t Wien unter allen Städten der Welt obenan, indem hier jährlich auf d n Kopf die enorme Snnime von 162 Pfd zu rechnen ist, da roch selbst London cs nur bis zu 107 Pf. (ungerechnet das Schweinefleisch), Paris bis 86 Pfd., Berlin (incl. des Schweinefleisches) es bis 96 Pfund bringt. Der Bcrzcyr auf dem platten Laure stellt sich ganz an­ders. Hier ist er so gering, daß der Antheil eines Kopfes, auf 17 Millionen Einwohner repariert, in Preußen nur auf 32 35 Prunv jährlich zu veranschlagen ist. Noch geringer ist er in Frankreich, wo man auf den Kopf 30 Pfd. rechnet, wogegen in England 50 Pfd. ver­anschlagt wird.

In einem Schreiben an Lord Stanhope sagte Gentz über den damals (1828) ausgebrochencu russisch-türkischen Krieg:Der gegen­wärtige Krieg wird entmecer der vorletzte oder der letzte fein, den Rußland gegen ie Pforte zu führen hat. Der vorletzte, wenn ber Sultan im ersten oder zwciien Acte der Tragödie nachgcben sollte, der letzte, wenn er den drillen Act erwartet. Daß dieser Krieg ein Paar« malhundcrttausend Russen das LebenEcht ausblascu wird, ist nicht zu bpzw' iselu, aber die Uebriggcbucbcncn und der Autokrat werden in Evnstaniinopkl thronen. Auch Gentz bczciâiucte schon damals eine feste Einigung ces übrigen Europa'S gegen Rußland als das einzige Äkttirngsmiitel gegen riefe Gefahr, verzweifcl-r jedoch bei der vama- ligen politischen tage an tiefer Einigung.

** Das Consisto'ium der preuSiftben Provinz Pommern hat den Geistlichen unr Gemeinden die Vorschrift ber pommerschtn Kirchen- ngenbe vom Jahr 1568 in Erinnerung gebracht, wonach Trauungen an Sonntagen nicht v rrichtet werden dürfen.

** Am 2K. März ist der sicbcute Band der höchst interessantenMe­moiren des Königs Joseph" in Pa r le erschlencn Derselbe banv>lt von den spanischen Angel-genheiten von der Schlacht bei Ceana (Siuc bcs Jahres 1810) bis zum Zähre 1812.

SamoS gestiftet, der Gouverneur hatte sich geflüchtet. Am 21. Jollen zwei Dampfer mit Truppen dahin abgeben.

Triest, 30. März. Aus Odessa sind drei sardinische Kaufleute, welche sich ungebührliche Ausdrücke über die Re- gierung erlaubten, ausgewiesen worden. Der Sckacv von Persien hat sich neueste» Nacbrichien zufolge streng neutral zu bleiben, entschlossen. Zwei Dampffregatten der combinirtea Flotte haben am 11. d. von Siuope au6 eine Recognos-- cirung der russisch-tschcrkessifchen Küste vorgenommen.

Frankreich.

Paris, 1. April. Gestern Abend ist folgende ckekegr. Depesche deS Admiral Druat an den Marineminister Ducos hier eingetroffen: Toulon, 31. März. Die Truppen sind e i ii g e s ch i f f t^ das Geschwader geht unter Segel. Das Wetter läßt sich günstig an.

Nach den Debats existirt ein auf den von Frankreich, England und der Türkei unterzeichneten Allianzvertrag sich be­ziehendes Protocoll, Griechenland betreffend, in welchem fest- gestellt ist, daß die drei eben genannten Mächte der Regie­rung des Königs Otto eine gemeinschaftliche Note zusenden werden, um sie aufzusordera, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln den in Griechenland organiftrten Insurrectionsversu- chcn gegen die benachbarten türkischen Provinzen entgegen zu wiiken. Geicdehe dies nicht, so werde der griechische Minister in Constantinopel feine Pässe erhalten, die politischen und Haudeisbeziehungeii zwischen der Türkei und Griechenland wür­den abgebrochen werden, und die beiden Westmächte würden entstehenden Falles dem Sultan ihren vollen Beistand ge­währen. Der Gkiieralgouverneur von Algier, Randon hat am 21. März an die nach dem Orient bestimmten Truppen, welche sofort eingefebifft worden sind, eine sehr anseuernde Anrede gehalten, welche heute von allen Blättern veröffent­licht wird.

Sroßbrètünnie«. £

London, 30. März. Im Oberhause theilte Lord Cla­rendon mit, die russischen Schiffe wären von Sebastopol abgesegelt, aber nicht nach der ljcherkessiichen Küste; eine Ab­theilung der vereinigten Flotte, die im schwarzen Meere kreuze, sei keinen russischen Schiffen begegnet. Im Unterbaust er­klärte die Regierung, russische Schiffe, dir an Aeulrast ver­kauft worden, würden nicht in Beschlag genommen werden, wenn sie auch mit russischen Seeleuten bemannt seien; das Recht indessen, die Neutralen zu Lurchjuchen wird aufrecht erhalten.

In der Unterbaussitzung vom 29. v., einer MittagSsitzung, zeigte Lord Russcl (wie der Londoner Correjpondent der Hamb. Börsenh." meldet) an, daß er die Vertagung be6 Hauses während des Osterfestes am 11. bis zum 24 April, beantragen werde.

Fürst Czartoryiski ist in London angekommen und wird beute Abend dem Polendiner beiwohnen, welches unter dem Vorsitz des Lordmayors stattfiiiden wird. Es ist kaum zu teufen, daß der greife Fürst ohne politische Nehenansichten die Reise nach London unternommen hat; und das Diner, obgleich zu einem rein wshUhârigen Zseck oenntzallst, wird ohne Zweifel mehr oder weniger den Charakter einer De­monstration annehmen.

Italien.

Parma. Ueber die Ermordung des Herzogs Karl HL von Parma können wir Folgendes melden. Man hält sich für überzeugt, daß der Mord ein politischer gewesen, daß po­litischer Haß die Hand deS Mörders geführt; in ganz Italien gäbrt eS, Mazzini ist bekanntlich in Genua; in höchst bedroh­licher Weise zeigte sich auch zu Parma seit einiger Zeit ein Theil der Bevölkerung. Der Herzog ging am 26. d. Mts. Rachmittags von der Residenz (Palazzo Farnese) nach der Siradone (dem Spaziergange, der um einen großen Theil der Stadt läuft). Der Her;og-Jnfant kam in kaiserlich öster­reichischer Uniform, in feiner Begleitung befanden sich der Ge­neral Major Graf de la Roche Pouchi« , General Adjutant, und ein Ossizier bei Gardes du Corps bis in die Straße Santa Lucia (eine breite Straße wie fast alle Straßen Par- ma's). Es war da kein eigentliches Gedränge, aber die Pas­sage war sehr belebt; von hinten mit einer raschen Bewegung

Theater.

** Die neu infernirfe Aufführung von Sponiini'SVestalin" im Hcfoperntheater in Wien soll eine völlig mittelmäßige uns dem gro­ßen Werke nicht im mindesten entbrechende gewesen sein, sowohl bin» sichtlich der Gesangauösührung als überhaupt ter musikalischen Leitung. Eden so sehr ist die neue Aufführung - dieses Werkes in der Pariser .großen Oper miß-ungcn; man erwartete d rt dieselbe als ein musi­kalisches Ëreignist von bcfonbeier Bedeutung und hoffte eine glänzende Leistung der Cruoclli alsJulia . Diese Hoffnung ist jedoch nicht er­füllt worden ; die Künstler sowohl als das Orchester blieben weit hin­ter der Erwartung dcö Publicums zurück. Man wollte wissen. bast Fräulein Cruvelli nur deßhalb darauf gedrungen, diese Partie zu über- mbmen, um Gelegenheit zu haben. Ihre wunderschönen Arme zu zei­gen. Dies ist nun geschehen und raS PubUenm hat fir sd. b. die schönen Arme) gebührend bewundert; al ein es bat auch Die Bc er. fung gemacht, daß Frâul. Cruvelli Spoiit ni's Mussk nicht singen kann.

** Herr Rosini in Pisa hat Mich. Beer'sStruensee" in daS Italienische übersetzt. Es soll (mit der Musik) auf zwei italienischen Theatern gegeben werden.

>p Dem. R a chel befindet sich seit Kurzem in Bruyel. Man glaubt nicht, daß sie daselbst auftrctkn werde. Es heißt tast die Künstlerin die Bühne ganz verlassen wolle.

Charivari.

* Die Schneirer find in Verzweiflung wegen her Früblingsmoden. Der Berliner Zuschauer schlägt ihnrn folgende Kleidungsstücke vor: Für verschiedene Kammcruutgiicdcr Mäntel, die sich nach dem Winde drehen; für Türken freund, weite Bcinki-ider, um zu verbergen, auf wie schwachen Füßen sie stehen; für Diplomaten Röcke mit weiten rauben, denn sie müssen jetzt viel einstecken; für die Anhänger der Wrstmächte Westen von Manchester oder gerissenem Sammt, bis oben hinauf zugeknöpft, von wegen der Wäsche darunter.

In vielem Jahr hat die ,,R. P. Z." den Sieg über dieÄ Z." davon getragen In diesem Jahr ist erstere so glücklich, das Erscheinen ünb'Stn treffen desersten Maikäfers" melden zu können,