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alisirung zu finden, denn es gestalten sich hiezu nicht nur die Witterungsverhältnisse günstig, sondern dafür spricht auch der Umstand, daß sowohl neue Verstär­kungstruppen in der kleinen Walachei anlangen, wie auch, daß wieder größere Abtheilungen gegen die Tür­ken selbst vorgeschoben werden. So eben erhalten wir Nachrichten, wonach dem G.-L. d'Anrep der Befehl ge­worden sein soll, mit einer Infanteriedivision und einer Cavalleriebrigade zur Cernirung Kalafat's von Kra- jowa abzurücken.

Die Nachrichten derKronstädter Ztg." aus L n - karest gehen bis zum 30. Dec. Ein großer Theil der russischen Armee war bereits nach der kleinen Wa­lachei abgerückt; an täglichem Geplänkel zwischen Russen und Türken fehlte es nicht; bis zur Stunde haben diese Plänkeleien aber keinen ernsthaften Character an­genommen. Der Correspondent sah mit jedem Tag der Nachricht eines Zusammenstoßes von Russen und Türken zwischen Kalafat und Krajowa entgegen. Es hieß am Borabend deS letzten Tages im verflossenen Jahre, daß Omer Pascha seine Armee bei Kalafat auf 40,000 Mann in den nächsten Tagen verstärken werde. Für die Zuzüge der nach Kalafat bestimmten Truppen war in Widdiu bereits Quartier gemacht. Auch heißt e-, Omer Pascha selbst würde bei Kalafat die Offensive ergreifen. Eben so wurde behauptet, die Türken wür­den den Sturm auf Matschin rächen und an mehreren Puncten der untern Donau einen Uebergang bewerk­stelligen. In den letzten Tagen war dieses bei dem starken Eisgang eine reine Unmöglichkeit, aber wenn die heftige Kälte mit dem starken Nebel noch einige Tage anhält, so geht die Donau zu und der Uebergang ist dann ganz leicht.

Türkei.

Von der Donau, 5. Jan. Wenn auch über kein kriegerisches Ercigniß vom Kriegstheater des untern Donau - Gebiets berichtet werden kann, weil dort keines vorgefallen ist, sind doch die Nachrichten aus Rustschuck und Widdin sehr beachtenswerth. Seit dem 16. Dec. folgt aus den Landstraßen von Stambul - Adrianopel nach Rustschuck und Widdiu-Belgrad ein Courier dem andern, nicht selten begleitet von einem Ordonnanz-

Offizier des türkischen Kriegsministers. Es scheint fast, daß die sogenannte Kriegspartei eine in ihrem Sinn vorzunehmende Demonstration der Donau - Armee an- zetteln wolle. Die letzte Post aus Conflantiuopel vom 26. Dec. allarmirte das türkische Lager in einem sehr bedenklichen Grade. Sie lautet:daß der Scriasker die Ruhe in der Hauptstadt hergestellt habe, und zwar mit Hülfe der türkischen Truppen, welche noch unter den Waffen stehen; die Hotels der Gesandten seien bis­her nicht insultirt worden; die Aufregung gegen Lord Redcliffe und Reschid Pascha sei groß; die Majorität des Ministerraths (nicht der Kriegs- minister) habe 600 Rebellen nach Kreta deportirt; der Großherr verlasse sich auf die siegreiche Donau-Armee." Nebst diesen allgemein veröffentlichten Nachrichten circu, liren aber viele'Gerüchte von Aufforderungen an Omer Pascha und andere hohe Kriegsoberste: die Sache der Kriegspartei zu unterstützen und die den Sultan beherrschende Reaction zu vernichten. Diese neuesten Gerüchte stimmen mit den in meinen früheren Briefen bereits gegebenen Signalen über die Stimmung der in der türkischen Armee dienenden Fremd­linge vollkommen überein. Es fragt sich nun: wird Omer Pascha die Sache des Sultans im friedlichen Sinn führen ?. Bei ihm treu ausharren? Schon einmal hat der Renegat Omer als k. k. österreichischer Feldwe­bel LattaS einen Wohlthäter arg getäuscht, den k. k. Major Kuezicj, bei welchem er in Zeugg als Schrei­ber commandirt war. Nachdem er die Cassageschäfte dieses für ihn väterlich besorgten Staabsosfiziers auf eine unverantwortliche Weise verwirrt hatte, machte er bei einem dem Major nahestehenden Kaufmann in Zara auf den Namen seines Gönners Schulden, und entfloh mit dem erschwindelten Geld nach Banjaluka und Sa­rajewo, wo er Hauslehrer bei'm Pascha wurde. Dort nahm er die mohamcdanische Religion an, übersiedelte mit dem Pascha nach Stambul, kam als Zeichner in eine türkische Militärschule und schrieb im Auftrag des vorigen Sultans Mahmud grviuetrische Wandtafeln für den jungen Prinzen Abdul Medschid; später wurde er dessen Schreiblehrer, und machte, wie bekannt, eine glänzende Laufbahn in der türkischen Armee. Von dem

jetzigen mit vortrefflichen Eigenschaften des Herzens aus­gerüsteten Sultan wurde Omer Pascha im .eigentlichen Sinn des Worts mit jWohlthaten überhäuft. Ungeach­tet dieser Geschenke und trotz seines reichlichen Einkom­mens steckt aber Omer Pascha' in Schulden bis über die Ohren. Seine Schwägerin, die bekannte Simonis, bestellte vor drei Jahren in seinem Namen in Wien Kleider, Möbel und Schmucksachen die noch heute nicht bezahlt, daher auch Gegenstand von Reclamationen sei­tens der Gläubiger bei der k. k. Jnternuntiatur sind. Man sollte nun fürchten, der Muschir könnte leicht der Macht irgend einer groben Bestechung unterliegen. Zu seiner Ehre sei es aber gesagt: Omer schlägt den Werth des Geldes nicht hoch an; auch hat er sich bisher in der That keine Erpressungen in den ihm unterstehenden türkischen Ejalets schuldig gemacht. Es ist daher zu vermuthen er werde seinen Herrn nicht verrathen, es werde vielmehr irgend ein begeisterter Osmanli die Worte aus­rufen:In deinem Lager ist die Türkei." Dem sei, wie ihm wolle, die Stimmung der Donau- Armee ist nicht für den Frieden, und wehe dem Lande wenn die Pascha's unter einander uneinig werden sollten! Eine Intervention der Großmächte in der Türkei wäre in diesem Falle unausbleiblich, und es dürfte das vierhun­dertjährige Provisorium des in Europa bestehenden Osmaneureichs in dem allgemeinen Aufstand der auch gegen die Engländer und Franzosen empörten südslavi- schen Christen sein Ende erreichen. Von der Haltung der Donau-Armee hängt daher das Schicksal der Tür­kei ab. Wendet Omer seinen ganzen Einfluß an, um den Untergang der Osmanli zu steuern, so hat er für seinen Ruhm genug gethan und kann immerhin von sei­nen Mühen ausruhen auf den Lorbeeren von Oltenitza in dem Schatten der englisch-französischen Linien- schiffe derselben Linienschiffe, welche die Flotte sei­nes Herrn bei Navarin in den Grund bohrten und in die Luft sprengten.

Lord Duley Stuart, der, wie erwähnt, in Constan- tinopel cingetroffen ist, hat bei der Emigration daselbst eine sehr begeisterte Aufnahme gefunden! Man sieht ihn stets in Begleitung der Generale Chrzanowsky und Wisockv.

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Nach'- '° Uhr, M

NbklNFan (Elln)aeren ) Morgens 7 Uhr 30 Min. Molaenâ Nachm. - Uhr 4L Min. Mm L $n9tif die Post

MomenS 10 Uhr. Nachm. A-t Uhr, Abends » Uhr 0 Min. Abens 8 Uhr. Französische Post.

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Oesterreich, 5% Met. (b.R.)

5°/, L.-B. ib.RZ

//

U

5% Mctalliqucs 5% do. 1851. A. 5°/o ditto 1852.

47,% Mctalliq. Bank-Actien ... 250 fl. Loole ...

Abgang und Ankunft der LisenbahnzSge.

Abganft von Wiesbaden. '

Morgrnâ:

G u.

8 u.

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Nachmittags: 2 U. 15 M.

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-21 n f u-nf t in Wirsdadra.' MorgknS: Nachmittags: 7 u. 15 M. 2 U. 45 M.

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500 fl. Loose. ..

Preußen, 3%% Staatssch. Bayern, 3%% Obligation. Berbacher Eisenbadn-Actien Würtemberg, 3'4% Oblig.

47,% neue D.

Baden, 3%%£)bL ». 1842 L.-AüâOfl.b.G.mS. _ 35 fl. Loose v. J. 1845 Kurheffen, Fr.-W..R.-Acticn _ 40 Thlr. L. b. R.

D"mstadt, 3%% Obligat.

Pavier 90

73% 73 7a 73% 65'

1275

408'4

186

91% 90

89%

101%

89% 70% 38% 44% 34% 92%

Geld

80%

73%

1261

115%

38%

Darmstadt, 4% Obligation.

50 fl. Loose ...

25 fl. Loose . . .

Nassau, 5°/» Obl. b.Rothsch.

,/ * /o // v u

3'/ 2 %

25 fl. Loose......

Frankfurt, 3% Obligationen

3%% O. V. 1839

3%% O. V. 1846

Taunus-Eisenbahn-Actien . . Franks.-Hanauer-Eisenb.-Act. Holland, 4% Sertiftcate. ..

2%% Integralen .

Spanien, 3% innere Schuld

1% Reue......

Disconto..............

Vereintz 10 fl. Loose..... Darmstädter Bankactien ... Weimarische Bankactien ...

Papier 98% 96% 33

102% 100 92% 287, 85% 94 94 305 95% 93 61% 38%

8%. 227

Geld 98'4

303 95

38% 20%, 4%%

225

Reue Louisd'or . . .

Pistolen ....... Preuß. Friedrichsd'or Holl. 10 fl. Stücke . Randducaten . - - - 20 Francsstücke . . . Engl. Souveräns . Gold al Marco . . . Preuß. Tbaler . . . 5 Frankenthaler . . . Hochhaltig Silber. .

Gold und Silber.

... fl. 10 50 kr.

- - - 9 36%-37% . . . 9 57-58 . . . 9 42-43 . . . 5 34-35 . . . 9 19-20 . . . 11 41 kr. . . . 374-376

. 1 45%-%

- - - 2 20-7, . . . 24 30-32

DörfenLourse.

Wien, 10. Jan. 5pCt. Metall. 91%. - 4'ApSt. do. 80%. - 5pCt. L.-Ven. 100%. - Bankac ien 1316-, 250 fl. Loose 131. K.-F.-Nordbahn 221'/,. Wechsel auf London 11 fl. 58 kr.

Paris, 10. Jan. 4%pSt. 9t. 99, -. - 3pCt. R. 70, 50. - Oester. 87%. Span, neue Diff.--. Innere Schuld 38/,. Darmst. Bankactien--.

^ru^ und Expedition von Wilhelm Friedrich in Wiesbaden, Langgaffe 42.