Nassauische Allgemeine Zeitung
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Samstag hm 1), Inst
Bestellungen auf das brüte Quartal der Nassauischen Allgenieintn Zeitung werden baldigst erdete
Die,,Nassa«ische Allgemeine Zeitung" mit dem beNelnAischen y„dsätt „Der Wanderer" erscheint, Egnntags ausgensmmen. «Lglzch und beträgt der Ptanum,<al«nn^piet< für Wiesbaden
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Amtlicher Theil.
I>ienKnachrichten.
Seine Hoheit der Herzog haben den Professor Bellinger zu Montabaur und den Professor Dr. Greiß zu Wiesbaden von ihren Functionen als Mitglieder des SchulcollegiumS zu entbinden , den Diurnisten Heinrich Brugmann zum Probator bei der Ministen«!-Abtheilung der Finanzen und den Justiz« amts-Attesfisten ThöngeS zu Königstein zum Prccu» ratet bei dem Hof» und ApprllattonSgaicht zu Tillen burg zu ernennen geruht.
Hi^tamtli^tr Theil.
3tituunsld)au.
TrwLewè Hoffnungen. — Die Theorie deS europäischen Gleichgewichtes.
" Ein Berliner Lorrespondevt der „A. Allg. 3 " schreibt: W««nn mit dem Herbst die Flotten vor den Dardanellen keinen haltbaren Stand haben, so ist an-
dererseilS auch ei« russischer Feldzug in solcher Jahreszeit nicht mehr möglich. Bringen also nicht die nächsten Wochen die Entscheidung, so ist, für dieses Jahr wenigstens, fei* Krieg mehr zu befürchten. Die Besetzung der Fürstenthüwer würd« ihn allerdings im
" n Jahr bequemer machen. Daß aber der Krieg nicht m den Absichten Rußlands liegt, ist, aller Geges-
n.
Weisungen ungeachtet, das Wahrscheinliche. Im Lärm der englischen Journale liegt für Rußland nichts zwingendes; ob aber sicht für England? ist eine andere Frage. Aber so groß die Abhängrgkeit der cngüschen 1 Regierung von der Meinung deS Landes auch sein mag, die Frcchcit her Ueberlegung muß fie doch in Anspruch nehmen sonnen. Diese aber muß ihr sagen, daß die Politik Lord PalmerstosS daS Vertrauen keines einziges .Cab iuctS deS Festlands, nicht einmal bei französischen, England
hindern könnten. Die Saaten dieser Politik aehen auf Es haben weder Oesterreich noch Preußen dabei zu ge.
und England s in Konstantinopel am ärgsten gefährdet. So wie das diplomatische Gleichgewicht am Bosporus verloren geht, so stürzt die ganze Theori« des europäischen Gleichgewichts, welche noch di« Türkei aufrecht hält, in Trümmer zusammen. Wenn Rußlands Gesandt« nichts mehr in Stambul gelten, so werben bald seine General« vor Stambul Geltung behaupten müssen. Eine heftige parlamentarische Debatte wirb dieser Tage im englisch«» Parlamente stattstuhen. Die Meinung bet beiden Häuser wirb sich in kräftigen, in heftigen, in let- denschaftlicheu Worten Lust machet, uod eine Masse an- gebansten Gases in einer lob ernten Debatte verpuffen lassen. Währeud der Zeit wirb das russisch« Kabmet sich mit dem englischen und französische», zu verständigen ©efegeubeit stoben. Xie «lusachc Thatsache, daß Admiral Ham«!»'« den Adnural d« la Susi« ersetzt, be* weist fchoa daß Frankreich nicht gewililgt ist, England wider besten Wille« in einen voreilige» Kampf zu verwickel«. Admiral de la Susie wurde kraft seiuer As« cienultät, im Fall er auf seinem Pc sieu verbliebe» wäre, ben Oberbefehl über die vereinigten Flotten geführt habt« ; jetzt ist der englische Admiral Tuudas der Senior Hub befehligt als solcher auch die frauzöfische Flotte. Wir siuL heute auch der Meinung, der wir stets wareu c in weniges Wochen weiß Europa, daß der Friede des WelttheilS vollkomme« sicher gestellt ist.
Ve«tschlaud.
Wiesbaden, 8. Juli. In der heutigen Sitzusg der vereinigtes Kammern stellt Abg. Heydenreich zwei Fragen an die Herzogl. Reg.» Kommiffare: 1) Ob Spielpächter Gunz bie Summe von 100,000 fl. für Erbauu »g einer Tri« k- Halle in Wies bad es bezahlt und sich zur Zahlung ciueS gleichen BettagS für deuselb«« Zweck verpfiichtel habe? sowie bejahenden FalleS: aus w«lche« Ursachen jener Bau bis jetzt verzögert worden ? ob die Herzogl. Regierung nunmehr sobald als thonlich für die AuS- &*IW einer Trinkhalle zu sorge» beabsichtige? — 2) ob nichr Lie baMge Einfsthrvna einer Hundesteuer, sowie einer Brau utweiusteuer in der Absicht der
Herzozl. Regierung liege? und ob dieselbe gesonnen
Es haben weder Oesterreich noch Preußen dabei zu ge» >.
Winnen, wenu Constantinopel für die Londoner Propa- sei, der Stâudcversammluog bei ihrem nächsten "Zusam- gauda eine Freistätte wird, um Ungarn und Polen zu mznfrift hie attianeten ^rlaaen han'ifvr in m<i*fn 2 unterwühleu, unbie dort siegreiche Revolution ihr Haupt um desto kühner auch in Italien hebt. ES kaun nicht
mentrüt die geeigneten Vorlagen darüber zu machen? — Die erste Frage wird mollvirt durch bk Kluges
einmal der Kaiser der Franzosen fich dadurch befestigt glauben. Kostutb und Mazzini die eine Haud zu geben
der Kurgäste, über mangelhafte Einrichtung der Kuran stalteu gegen andere Lader und durch die große Wich
tigkeit deS Gedeihens der Kurorte für daS gauze Laird;
______ — die zweite durch dir Nothwendigkeit , hei den in ^"Tiil'rfirAitt und bleibt ein Wahn. Diesen Stand Folge unserer neueren Einrichtungen geminderten Eiu- muß England erkennen, und daher überlegen, waS eS nahmen und vermehren Ausgaben des Staals neue für sich allein thun kann. Tas aber dürfte eine Bürg- - Einnahmequellen zu suchen, welche möglichst wenig beschaff deS Friedens sein. ’ lästigen und namentlich den kleinen Gewcrbestanb we.
* Der „Lloyd" bringt eine neue, aber nicht unrichtige Auffassung der orientalischen Frage. Er sagt: Daß Rußland den Frieden wünscht, ist keine diplomatische Floskel. Die Occupatios der Donaufürstenthü-
Niger unverhâltnißmäßig bedrücken, als die bitteren
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d Wiesbaden , 9. Juli. Nach einer in bul Tagen hier eingegaugenen Nachricht ist bie ti« April J. anSgaranderte Gemeind« SeSpenreth am ü Mai zu Ntw'Aork angekommen. Die Leute hatten « glücklich« uub schnell« lieberfahrt, und worden am & nach ihrer Ankunft durch Vermittelung des Nassausich Konsuls Koble per Eisenbahn nach Milwaukee bei bett, woselbst ihnen Arbeit bei einer im Bau begvJ neu Eiseubah« schon vor ihrer Abreis« dorthin zu fUhert war.
8 Wiesbaden, 9, Juli. Die Setdeozüchttr St. Jlg«o bei Heidelberg haben bereits eine fceb tenbe Quantität KoecuS au bie Fr!«da versauft u ab geliefert. — Me»tag ben 11. Juli wird die Hasp anstatt tn da Filauda eröffnet.
X Gltville, 8. Joli. B«i«ah« hätten wir st legenhk t erhalte«, ben Lesers Ihres Blattes eit
Cravall zu bericht,«.
bereits deS
Die Heuttßc Zt^s. 9ir. erwal
ckießeoS, das u der Nacht vom L'.esf
auf Leu Mittncch stattfand; mit Befried'cnug kann Ihnen nun meLbeu, daß der Pürgtrmertzrr ^er u Psticht feiert eiugeschntteu ist Hub den nächtlichen Siti steter (Lex Seidenwaarevhändler Salomon Marx, Wiesbaden aus früherer Zeit unter dem Name« „Adolp bekannt, welch<t ein Landhaus dahier bewohst und i jetzige Besitzer der s. g. v. Laogwerchsi'chen Au« is in eine entsprechende Strafe verurtheitte. Mac^ i zwar dagegen temo: stritt und gedroht, sich in sein Vergnügen am nächtlichen Bombardcment durch sei auch nicht durch bie schärsesteu Geldstrafe« bei treu lassen und diese Drohung in der folgenden Nacht bw Wiederholuug de- Schießens bereits ausgeführt. ' der Renitenz ging Marx noch weiter und brabschird alle, bei ihm beschäftigten Geschäfts- unb Arbeusleu zog alle Rechnlluge« ein und zahlte sie aus mit d B-merkeu, daß sich die Leute bei ihrem Bürgermeck Arbeit geben lasten möchten. Der vernünftige T? gab nach, auf die Taglöhuer - Classe machte es jed« einen übler» E'ndruck: gegen Abend grunrinen f ganze Mastes mit ai etrunfenra Jndfrikuen auf r Straße usd sprachen Trohui.zeu gegen dev Büraitmern auö; nur der Ldäiglett der Landjäger und bei Ori Polizei ist es zu^ danken, das Gcwattthäi;kcUen unt« blieben find. Der Bürgermeister wird ir sten, sich Sch»
zu Beriet neu und die Gerichte trerbei sein Ver-ahr nicht wtßdklllgeu. Ob Lie Anfwiegelung von Ma ausgisg, wollen irr nicht behaupten, eher j^eufai dürfte ihm bei seiner ferneren Renitenz eine Freiheik strafe grinsten. WaS seinen Auèlrrtt aus dem Arme UllterstutzungSverein betrifft, den er in seiner Wuth f fort auzeigte, so wird Elwille denielben um so leicht I verschmerzen als es die Gewißheit hat, daß, da ib auch vor dem Hiersein des rc. Marx die Möglichke nicht fehlte, feinen Armen Hilfe zu leisten diese ch auch dann nicht abgeheu wird, wenn Marx nicht irres da ist.
mer — so sonderbar es lautet — findet eben statt, um den Frieden, nicht um den Krieg vorzubereiten. Das ist wenigstens die Absicht des russischen Kabinetts. Rußland will und kann keine Demüthigung erleide«, auch nichr eine selbstverschuldete. Es darf seinen Einfluß in Coastastinopel, sein Ausehen im Morgenlaude nicht vou Lord Redcliste in den Staub treten laste». Es wäre aucb -ür Europa nicht bekam — so laut und so un« bebiC; auch Manche darüber jubeln würdes — wenn solches gestabt. T.e an’ieintr.be Aussöhnung nire dann nur ein sehr kurzer Waffesstillstand, und di?Flam- men der Zwiettacht würden bald gräßlich emporfebern, trotz dem Häuflem Ä-Le, weitem man sie bedeckt, aber richt ermckt batte. Das Wohl, der Fried« »ad die Ruhe Eureraè rorlauge» eS, Laß Rußland stets seiner Mach: würdig, groß »nd gesirr, -„. Ccr.stacrcroxel cufrreie. Wenn das osmasisLe Reich Lberhanpt fernab « Zukusst fick er fern wird, so sann cs sk bau fiter Kin. Rwßlaad eure i-ecte Stelle in Cosstanrisepel
M« glaube auch nuLt, daß die lrtte^be
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Sleuern. Bezüglich der Branntweinsteuer wird bemerkt, daß nach zuverlässigen Mitthellungen die jährliche Ein- fuhr aus Preußen allein im Durchschnitt etwa ,6000 Ohm, die sonstige Einfuhr und Production 13,000 Ohm, im Ganzen 19,000 Ohm betrage, und daß durch Einführung der Branntweinsteuer etwa 1'/, Simpel directer Steuern gespart werden könnte. Der Fragesteller fügt hinzu, wenn die H. Regierungs-Commiffâre nicht in bet Lage seien, in der heutigen und (egten Sitzung eine Antwort zu ertheilen , so wolle er die _____ ________ri......,
Herzog!. Regienmg wenigstens bitten, die Zeit bis zum Zache blieb, und zwar aanz so, wie ebedem; namentri uächsten Zusammentritt des Landtags zu nöthigen Der- find die Gebühren bieitfreu, und wenn diese — wi
arbeiten bezüglich der angeregre« Gegenstände za be- der Hr Corresxcadenr anM — jährlich 1000®eLb<i
nutzen. — Reg.« Comminär Vollpracht erwiedert: und baubet ausmaebe« -eu , so kenae ich — 7vßer
Er bebaute, von der ersten Frage nicht eher Leuntaiß dem in Wiesbaden — feinen Gerichts»«. ^--r«, be
erbatttn zu habe«, indem er sonst aus den Acten die tiefe anständige Znmme zu beziehen so glück.ich :n Hiuderrin«, welche sich der Erbaunnz eiset Trinkhalle -------- ' '
bis jetzt in des Weg gestellt, wichgewiesen haben würd«.
A Dom Rhein. Der Artikel -f- Vom Weste wald in Nr. 156 vom 6. Juli gibt der Verwulhuv Raum, daß deffeu Derfasier das GerichtSvollzieherinß tut nicht genau kennt, denn sonst würd« er bageti rächt als eine „Märzenuszenschail- bezeichnet Habel Der Herr Correspondeot scheint nicht zu wisseu, da auch vor 1848 der Gaichlsvollzug bestand, mit bei alleinigen Uuten'chied, daß die Personen wechselten, di
wenigstens iu Hkrar Gegend md bu Gebü re» spâch
IccLe^e« sonne er versicher», daß btt Herzogliche Regierung ernstlich tara» f bedacht fa, jene graben;ine za bist rige».
H'eraas nagt Lâg. Ka» des Lsssch-ßbericht jiSe:
cher und die Llagro nianche» Gerick!ss:l
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Legier Zeit ieüentr, so Sag % vr n'tcht mehr sovÄ sbr-efM,
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