Einzelbild herunterladen
 

Nassauische Allgemeine Zeitung.

As 182, Domerstag den 5. Angnst 1852.

DirNaffauisckc Allgemeine Zeit»»»" mit dem belleeristischen BeiblattDer Wanderer" trfditint, SonntaftS ausgenommen, tägiiL und beträgt der PränuMerationSpreiS für Wiesbaden und, nach dem neuen Postregulaiiv nunmehr anch für den ganzen Umfang des Thurn» und TariS'schen Verwaltungsbezirks mit Inbegriff des PostaufschlaqS 2 fl., für die übrigen Länder des deutsch-österreichischen PostvereinS, wie für das Ausland 2 fl. 24 fr. Inserate werden die dreispaltige Petit, zelle oder deren Raum mit 3 kr. berechnet. Bestellungen beliebe man in der Buchhandlung von W. Friedrich, Langgaffe 42, auSwäriS bei den nächstgelegenen Postämtern, zu mache».

Amtlicher Theil.

Ad Num. L. B. D. 5068.

Nachweise über die Resultate des Geschäftsbetriebs und über den Stand der Landesbank am Schlüsse des 1. Semesters 1832.

N°

Nähere Bezeichnung.

Conto der Anlehen durch Annuitäten rück­zahlbar

2

3

4

5

6

7

8

9

a. gegen Schuldscheine auf den Inhaber Namen

b. Conto Conto Conto Conto Conto Conto Conto Conto

10

11

12

Conto Conto Conto

der Landescreditkassen-Scheine der Depositen

der Sparcasse-Capitalien

der Anlehen ans kurze Zeit

der Activ-Capitalien

der acquirirten Forderungen

der Zinsen

für Provision, Wechselstempel, compto, Agio rc.

der Verwaltnugskosten

Es-

13

14

Mit Bankhäusern

mit Privaten und Gewerbetreibenden in laufender Rechnung

15

Conto mit H. Staatscassen-Direction

Conto der Wechsel

Conto der Landesbank (Gewinn und Ver­lust Conto)

Einnahme«

Ausgaben,

Verglichen die Einnahme mit der Ausgabe, so verbleibt Ende des 1. Semesters 1852 ein Mehrbetrag der

Vortrag aus dem Jahre 1851.

Weitere Ein­nahmen im 1.

Semest. 1852.

Zusammen.

Vortrag aus dem Jahre 1851.

Weitere Aus­gaben im 1. Semest. 1852.

Zusammen.

Einnahme oder Pasfivbestand

Ausgabe oder Aktivbestand.

fi.

tr.

fl. fr.

fl.

kr.

fl.

fr.

fl. fr.

fl-

fr.

fl.

fr.

fl. ft.

2,689,300

2,689,300

30,700

30,700

15,495

_

2,658,600

5,625,027

33

432,460 5

6,057,487

38

6,114

52

9,380 8

6,041,992

38

. ______

804,201

" -

804,201

- "»

--

804,201

---------------------------------------------

173,325

20

81,803 6

255,128

26

69,126 14

69,126

14

186.002

12

174,616

52,557

227,173

27,558

27,558

199,615

2,705,838

38

334,107 18

3,039,945

56

1,774

25

148,040 7

149,814

32

2,890,131

24

28,555

326,687 36

355,242

36

11,413,808

40

743,790 54

12,157,599

34

11,802,356 58

.

» ' ------

1,820

58

1,820

58

11

1,820 58

37,703

10

209,971 14

247,674

24

102,052

44

149,662 31

251,715

15

4,040 51

-

1,978 49

1,978

49

337 1

337

1

1,641

48

6,063 3

6,063

3

6,063 3

203,954

43

3,059 19

207,014

2

207,014 2

87,299 41

87,299

41

179,125

110,074 48

289,199

48

201,900 7

1,311,671 42

1,311,671

42

689,265

19

1,535,245 11

2,224,510

30

912,838 48

8,378 37

8,378

37

" -

12,278 37

12,278

37

3,900

Gewinn

359,350

_

1 45

359,351

45

---

_

1,601

1,601

Gewinn.

357,750

45

-**

2,846,916(53(15,444,833(34(13,139,934(47(13,139,934(47

12,597,916|41|2,846,916 (53(15,444,833(34112,597,916(41

Bei der Veröffentlichung der vorstehenden Nachweise haben wir nur Folgendes zu bemerken:

1) Die Conti,

8 der Zinsen und

9 der Provision, Wechselstempel rc.

werden am Jahresschlüsse mit ihren Ergebnissen in dem Conto über Gewinn und Verlust vereinigt.

Während das die wirkliche Einnahme und Ausgabe enthaltende Zinsen-Conto eine Mehrausgabe an Zinsen von 4040 fl. 51 kr. nachweist, hat die Landesbank unter den am Schluffe des ersten Semesters vorhandenen Annuitäten-Rückständen aus 1851 und vorher .................. ff. 68,930. 43 kr.

und ans 1852 ................... 170,660, 2 kr.

im Gesammtbetrag von .................. fl. 239,590. 45 kr.

noch ein Zinsenguthaben von 149,118 fl. 6 kr.

2) Neben dem unter pos. 13 der vorstehenden Nachweise berechneten Guthaben an der Herzogl. Staatskasse von hatte die Landesbank am Schluffe des ersten Semesters die vorhandenen Vorräthe der Centralfonds rc. mit . zusammen also . . . . .

zur Disposition, welche bestanden:

A. in geleisteten Vorschüssen

1) an die H. Staatskasse

a. für den laufenden Dienst ............

b. zur Regulirung des Kur- und Oberrheinischen Kreisschuldenwesens.....

fl. 912,838. 48 kr.

477,903. 28 kr.

fl. 1, 390,742. 16 kr.

fl. 332,621. 17 kr. 265,574. 53 kr.

2) an die Centralfonds nach §. 18. des Bankgesetzes . . . .

B. in dem Activ-Saldo der H. Staatskassen-Direction bei Bankhäusern in zu 3% verzins­licher laufender Abrechnung .......

C. in den am 30. Juni 1852 bestandenen Kassenvorräthen in der Hauptkaffe und in den Recepturkassen an Landescreditkaffenscheinen ........ und in baar ......... - ...

fl. 89,869. 352,063. 10 kr.

fl. 598,197. 10 kr.

fl. 221,865. 30 kr.

128,827. 26 kr.

fl. 441,852. 10 kr.

fl. 1,390,742. 16 fr

Wiesbaden, den 27. Juli 1852.

Herzog! Nass Landesbank - Direction

Reuter.

*dt. Weimar.

1

Nichtamtlicher Theil

Vie -Vollfrage.

DieLeipziger Zeitung" bemerkt: Die neueste Neue Preußische Zeitung erklärt, freilich auf Gründe hin, die in bloßen Wünschen und in falschen Auffas­sungen wurzeln, die Erneuerung des Zollvereines in seinem früheren Bestände für kaum noch zweifelhaft, er­klärt aber zugleich eine Veränderung seines Wesens für nothwendig. Sie fällt wieder in ihren alten Wahnsinn, indem sie immer wieder die dreiste Lüge in die Welt schleudert, daß Preußenjährlich vier oder fünf M.ll. Thaler Tribut in der Form von Zollvereinsantheilen an die kleinen Staaten herauszahlen müsse. Die ökono­

mische Einrichtung des Zollvereines erklärt sie für ganz, entschieden abzulehncn.Die Unwiffenheit des Ministers eines einzelnen Staates, sagt sie, der nur wenige Qua­dratmeilen umfaßt, oder in welchem ein Paar Fabrican­ten Einfluß haben, kann den ganzen großen Lânder- complex an einer nothwendigen Veränderung seiner Handelspolitik verhindern". (Wächst der Verstand der Minister mit den Quadratmeilen?)Preuße n kann kein Band sich gefallen lassen, welches sein Schicksal in die Hände irgend eines ausrangirten Professors oder verdorbenen (sic) Fabricanten, der da oder dort Mi­nister wird, legen würde". (Hat man das Jahr 1848

schon vergessen?) Das ganze Geschwätz ist sehr un­klug. Es ist ganz geeignet, auch die Listigsten Freunde der Erneuerung des Zollvereines irre und wankend zu machen, da diese eben den Zollverein, wie er seither war und nicht eine unbestimmte, neue Gestaltung nach der Kreuzzeitungspolitik haben wollen, auch den.Tri­but" gern ferner beziehen, am wenigsten einen solchen an Preußen bezahlen möchten und rechtfertigt jedenfalls die Bestrebungen Derer, welche den Verein mit Preu­ßen nicht um jeden Preis erneuert wissen wollen, son­dern sich dagegen zu sichern begehren, daß der Verein keine societas leoaina werde.