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auch wirklich mit 30,000 Mann in Marsch setzte und die Stadt angreisen ließ. Die dort befindliche Besatzung ergriff die Flucht, die Talaren setzten ihnen biS jenseits deS Pak scha-ka nach, wo sie Halt machten, als die Rebellen aus ihrem Hinterhalte heroorbrachen. Sie faßten indeß bald wieder Muih und drangen vorwärts, alS sie die geringe Zahl der Gegner wahrnahmen. Kaum hallen sie aber 67 Li zurückgelegt, als sie sich plötzlich in einer Thal« fchlucht, die nur einen AuSgang Halle, von allen Seiten durch die Aufständischen umzingelt sahen, die ein lebhaftes Kanonenseuer gegen sie eröffneten. Mehr als 1000 Kaiserliche blieben aus dem Platze, etwa 3000 wurden zu Gefangenen gemacht. Ein pani« scher Schrecken bemâchiigte sich der ganzen Armee, die sich nun in aller Eile und in Unordnung znrück- zog. Auch das Chinese Repository spricht von ver­schiedenen Vortheilen, welche die Rebellen besonders durch die Einnahme von Ping-nan-chan, etwa 40 Meilen westlich vom Casfinflusie, errungen haben, indem sie hier eine feste Position gewannen. Ihre eigentliche Stärke kann nicht mu Genauigkeit ange, geben werden, indem die Behörden AlleS anwenden, um die Verbreitung der Nachrichten vom Kriegs­schauplätze zu hindern; dennoch gehen von dort fort­während ziemlich bestimmte Berichte eiu, die fast durchgehends ungünstig für die Tarlaren lauten, welche unter Anderm in der Nähe der Stadt Chaou-ping-k>n, die ebenfalls von den Rebellen besetzt ist, 6000 Mann verloren, so daß ihr Ge­neral von der Absicht, ihnen entgegenzurücken, ab­gehen mußte.

Auch bei King-chow-fu waren mehre Schar­mützel. Die Rebellen flohen, die Soldaten setzten ihnen nach, allein zwölf Tage waren bereits ver­gangen, ohne daß man wußte, was aus ihnen geworden sei. Auch dem General Seu erging eS sehr schlecht. Auf dem Marsche mit 4000 Mann wurde er unvermuihet von den Aufständischen an­gegriffen. Dadurch entstand unter den genügen eine so große Unordnung, daß er sich mit Verlust

von 2300 Mann in die Stadt King-chow-fu zurück­zog und sich daselbst einschloß, während die Reb.llen alle Kaufladen in der Vorstadt in Brand steckten. AuS Peckmg wird gemeldet, daß die Aufständischen sich mit den Gebirgsbewohnern von Meoulsch ver­einigt haben und bereits ein 20,000 Mann starkes Heer bilden und da die Regierung nur 10,000 M. gegen sie absenden konnte, so ist eS nicht wahr­scheinlich, daß man wirksam gegen sie operiren werde. Auch in der Provinz She-chuen herrschte die größte Verwirrung. Die Rebellen halten die Wafferverbindung zwischen Kanton und Woochow abgefeimten, so daß alle Nahrungsmittel zu fehlen anfingen. Auch wild erzählt, daß die Aufstânvi- schen beim Durchbruche eines Tunnels eine reich­haltige Silbermine gefunden haben, welche sie mit Geldmitteln versteht und in den Stand setzt, die ihnen nöthigen Lebensmittel baar zu bezahlen.

Neueste Nachrichten.

* Wiesbaden, 23. April. Auch in der zweiten Kammer iheiiie Slaiöminister Prinz Will gen- stein im Auftrage Sr. Hcheit deS Herzogs das freudige Ereigniß der Geburt eines Erbprinzen mit und wurde dort beschlossen, eine Glückwunschakreffe an Se. Hoheit den Herzog zn richleu; zur Ueber« reichung derselben wurden dem Bureau durch daâ LooS zugeselll die Abgeordneten Heydenreich, Metzler, DomboiS und Reichmann.

* Wiesbaden, 23. April. In einer heute Mor­gens abgrhaltenrn Sitzung deS GemeinderaiheS wurde beschlossen Sr. Hoheit dem Herzog durch eine Deputation, bestehend auS dem Bürgermeister und 4 Gemeinderäthen die Glückwünsche der Bürgerschaft zu dem für alle so erfreuliche Ereigniß der Geburt eines Erbprinzen barzubringen unv ferner Sonn­tag AbendS 8 Uhr baS RalhhauS festlich zu be­leuchten und so das Signal zu einer allgemeinen Illumination zu geben.

München, 19. April. Der offiziöse Correspon- derAugSb. Abvzlg." behauptet wiederholt, daß auf bas Placatin rein kirchlichen Fragen" verzich­tet worden sei.

München, 21. April. (Tel. Ber. der A. Allq. Ztg.) Die Abgeordnetenkammer hat vaS DiSciplt: nargefttz verworfen; 54 stimmten dagegen, 63 da­für, während zu der erforderlichen zwei Drittheil« Majorität 78 Stimmen nöthig gewesen wären.

Triest, 19. April. Die Erzherzogin Sophie wird nebst ihren jüngern Söhnen auS Venedig hier eintreffen.

London, 19. April. General RosaS ist mit Familie und Gefolge auf dem DampsbootConflict" in Queenstown in Irland angekommen und nächster Tage in Cpuheav erwartet, um von dort nach Lon­don zu reifen.

Athen, 10. April. DaS Nationalfest ward festlich begangen. In der Abgeordnetenkammer und im Senate kamen nur Interpellationen wegen der bekannten VerschwörungSgeschichten vor. Wieder­holt versprach der Justizminister strenge gerichtliche Untersuchung und Mittheilung der Resultate. Eine sehr stürmische Senatösitzung, worin die Politik deS CadinelS auf MS Heftigste angegriffen wurde, mußte vom Präsidenten aufgehoben werden.

Der Senat hat am 2. b. M. den Vertrag mit der Gesellschaft deS österreichischen Lloyd genehmigt.

Konstantinopel, 10. April. Fuad Effendi er­hielt die Weisung, vorläufig einen entscheidenden Schritt in Aegypten nicht zu unternehmen.

Von der Redaction der Raff. Allg. 3fg für die Noth- leideneen deS HerzogthmnS Nassau das derselben von einem Ungenannten zugegaugene (f. Z. in diesem Bl. erwähnte) Ge­schenk von 10 Gulden erhalten zu haben quittirt

Das Comite zur Unterstützung der Noth- letdeudeu im Herzogthum Nassau.

Verantwortlicher Redacteur Dr. A. Boczek.

Bekanntmachungen.

761] Bekanntmachung.

Die Aufhebung der in Dotzheim an­geordneten Viehhandelssperre betreffend. Ta nach der Anzeige deS H. BezirkSlhierarzteS seit 8 Wochen eine Spur der Longenseuche bei dem Rindvieh zu Dotzheim sich nicht mehr gezeigt hat, die Krankbeit somit als verschwunden betrachtet werden muß, wird die für Dotz­heim angeo.dnete Sperre Hiermi wieder aufgehoben.

Wiesbaden, den 22. April 1852.

Herzog!. Nass. Kreis-Amt.

Dr. Busch.

762] In Folge RescriptS Herzog!. Ministerialabtheilung des Innern vom 15. l. M. No. 13 205 ist dem I. C Grun zu DtUenbiiig die Erlaubniß zum gewerbmäßigen Betrieb der Vermittlung deS Transports von Auswanderer» auS dem Herzogthum als Hauptagenten für den Schiffsmakler I. H. Buscymann zu Bremen, unter den in der Verordnung vom 31. Januar 1849 enthaltenen Bestimmungen ertheilt worden.

Herborn, den 21. April 1852.

Herzogl. Nass. KreiS-Amt.

P h i l g u S.

751] Ein brauner Porcellan-Ofen, erst 4 Monate ge­braucht, ist zu verkaufen Louisenstraße No. 6.

750] Wilhblmstraße No. 5 wird ein braver Kutscher gesucht; auch ist daselbst ein fehlerfreies Reitpferd zu ver­kaufen.

760] Bekanntmachung.

Montag den 3. und Dienstag den 4. Mai l. I, (sowie erforderlichen Falles am folgenden Tage) Vormit­tags 1 0 Uhr anfangend, kommen im Domanialwalddistrict Sannen st lief ir und 2r Theil, Oberförsterei Chauffechaus, zur öffentlichen Versteigerung:

82 rothtannene Stämmchen,

2220 Stück rothtannene Gerüsthölzer (meist Leiierbâume),

2625 Hopfenstangen,

17000 Bohnenstangen,

^8600 Wellen 5 Fuß lang),

200 buchene Etbsenreifer-Wellen.

Wiesbaden, den 20. April 1852.

Herzogl. Nass. Rcecptur.

Schenk.

758] Anordnung einer Curatel.

Ueber den Wittwer Philipp Eonrad Schönborn von Heftrich ist wegen verschwenderischer Lebensweise in Folge Verfügung deS Herzoglichen Hof- und AppellationSgerichtS in Wiesbaden, Civiljenat, eine Euratel angeortnet, und Johann Eonrad Hartmann von Heftrich zum Enrator bestellt worden.

Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß in Zukunft Rechtsgeschäfte nur mit dem Curator Johann Conrad Hartmann gültig abgeschlossen werden können.

Idstein, den 17. April 1852.

Herzog!. Nass. Iustiz-Amt.

Güll.

763] Im Jahr 1847 erhielt Heinrich Thielmann von Dillenburg die Erlaubniß, auf einer Wiese in der Marbach, Gemarkung Dillenburg, eine Mahlmühle anzulegen. Statt der Mahlmühle beabsichtigt setzt der Gemeinrerath Wilhelm Haas von Dillenburg daselbst eine Lohmühle und bei dieser einen Weiher anzulegen. Etwaige Einwendungen hiergegen sind innerhalb. 14 Tage» dahier vorzubringen.

Herborn, den 21. April 1852.

Herzog!. Nass. Kreis-Amt.

PhilguS.

Wien, 22. April. 5% Metall 94%. 4%% Metall. 84%. Bankacuen 1263. Lombard. 101/a. 250 fl. Loose 221. Wechsel auf Lon­don 12 fl. 10.

Paris, 21. April. 471% Rente 101, ; 3% Rente 72, ; 3% span. inl. 42%.

Frankfurt a. M., den 22. April. Mittags 1 Uhr.

759] Vom Westerwald. <

Danksagung!

Die beiden Aerzte, Herr Rath «antlus in Wester­burg und Herr Dr. Weyer in Marienberg, nahmen einer armen Frau tabier, welche schon fiit_ 12 Jahren an einem Fußübel litt, und von den frühern sie behandelnden Aerzten aufgegeben war, unter den schwierigsten Verhältnissen ein Bein ab. Der Geschicklichkeit und Aufopferung dieser beiden Herren, die auch für die Bedürfnisse der armen Kranken Ruth schafften, ist die Heilung vollständig gelungen. Im Namen der Kranken und der Gemeinde ipricht der Unter­zeichnete hierdurch seinen wärmsten Dank auS.

Hölzenhausen, Amts Marienberg, den 18 April 1852.

Der Bürgermeister.

Carl ZaiS.

Oesterreich, 5*/. MetalliqueS . . .

47,7.

5 7o Lomb.-V. (C. h. Roths.)

3 7# Bankactien 0. D. . .

500 ff. Loose .....

250 fl. Loose.....

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . .

37, 7. StaatSschuldsch. â 105 kr

Bayern, 3'/,°/. Obligationen . . . . Berbacher-Eisenbahn-Actien . . r t e m b erg, 3'/>"/, Obligationen . .

4'/.% neue Obligationen

Baden, 37»% Obligationen von 1842 .

Lotterie-Ant. â 50 fl. bei G. u. S 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . .

Darmstadt, 3'/, V. Obligationen . . .

470 ff ...

50 fl. Loose .....

" 25 fl. Loose.....

Kurhessen, Friedr.-Wilh.-Nordbahn-Actien

Pap. Geld.

78]

78}

70}

- 84}

1257 1232

18t

101} 101$

91

92]

97 96}

90} 90}

101] 101]

90]

101

7581 Die Ausstellung

der zur Lotterie für die Uoth!eidcnden des Herzogthums

eingeqangenen milden Gaben findet

Donnerstag, Freitag und Samstag,

den 22./ 23. und 24. d. M./ von Morgens 10 bis Nachmittags 5 Uhr,

in dem

Concertsaale des Theaters

Statt. Wiesbaden, den 20. April 1852.

Das Comite zur Unterstützung der Nothleidenden im Herzogthum Nlffau.

6

38]

- 9-7 98} 98] 93] 93

- 29]

40 Thlr. Loose bei Rothschild 37*

#/ 91z

103} 10;

- 27j

86] 86 97] 97 96} 96, 314 311

61

43

89} 88: 40] -

2

8

Nassau, 37, 7. Obligationen bei Rothschilt » ff *

25 fl. Loose.......

Fra nkfurt, 3 7# Obligationen ....

37, % von 1839 .

n 37, von 1846 .

TaunuS-Eisenbahn-Act ien â 250 fl. Holland, 27,7# Integralen . . . . Spanien, 3 7# Innere Schuld . . . .

5. Ardoin inci. 17 Coup.

Polen, 500 ff. Lotterie-Loose .... Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Bethmann DiSco n t o . . . . ....... Vereins st. 10 Loose........

Gotd.

Pistolen ....

Pr.FriedrichSd'or

si. kr.

T 46}

10

Pr.Friedrlcysv or

Holl. 10S. Stücke 9 56]

Rand-Ducaten

20 Francsstücke Enal SouverainS

56

39

34

3

38]

92]

981

29}

46]

36]

103

27J

43A

40:

88]

8]

Gold al Marco Laubth., ganze Preuß. Thaler 5 Frankenthaler HochhaltigSilber Gering u. mittelst.

fl. I kr. 384 1

1 45]

2 23]

24 36

24

Hierbei als BeiblattDer Wanderee"^

® i l D e r.

II

9

5

9

12 l

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.