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gleich, welche in periodischen, wenn auch unregel­mäßigen Fristen erscheinen.

Die Preußische Zeitung meldet: Lon dem mit einer Schaar der aufgelösten schleswig-Holsteinischen Armee in brasilische Militärdienste getretenen Hrn. v. d. Heyde, der längere Zeit auch hier lebte, find jüngst Nachrichten auS Brasilien hergelangt, welche die Lage dieser Truppen sehr ungünstig schil- dern und deren Rückkehr nach Deutschland in gar nicht ferne Aussicht stellen.

Nach derLoss. Z." hofft man, die Zollcon- ferenz zum 1. März hier eröffnen zu können. Die Propositionen für dieselbe sind bereits auSgearbeitet, und werden sich auf die Erneuerung der frühern Verträge mit den durch den preußisch-hannoverschen Vertrag nothwendig geworbenen Modifikationen, auf daS Stimmenverhâltniß, Consulatwesen u. f. f. beziehen. Durchgreifende Aenderungen sollen nicht beantragt werden.

Berlin, 30. Jan. (Tel. Dep. d. Köln. Ztg.) Die zweite Kammer hat heute in Betreff deS Besel er'schen Antrags (daS Verhältniß Preu­ßens zum Bundestag betr.) den CommissionSan- trag (auf motivirte Tagesordnung) mit 139 gegen 133 Stimmen angenommen.

Bremen, 29. Jan. Nach derHannov. Ztg." könnte man sich der Hoffnung hingeben, daß der Bestand deS NorbseegeschwaderS erhalten werde. Die Nordseestaaten waren entschlossen, den preußi- schen Intentionen auf daS Entschiedenste sich zu widersetzen. Sie würden die Flotte nicht herauS- geben und sie nöthigenfallS bis zur Regelung der Angelegenheiten erhalten und Bayern habe seine Geneigtheit zur Unterstützung deS Planes zu er­kennen gegeben, die deutsche Flotte als einen von den Nordseestaaten zu stellenden integrirenden Theil deS BundeSconlingentS zu erklären.

Altona, 28. Jan. (H. B.-H.) Die gestern von denAlt. Nachr." gebrachte Nachricht von der Verurtheilung Ruöcfak'S ist gänzlich unrichtig. Die Verhöre sind allerdings geschlossen, ein Urtheil ist jedoch überall noch gar nicht in dieser Sache er­folgt.

Wien, 26. Jan. DieFreimüthige Sachsen­zeitung" glaubt verläßlich mittheilen zu können, daß zur Ausgleichung der schwankenden Geldzustände eine Anleihe nicht nur beschlossen, sondern daß der Fi­nanzminister bereits dazu autorisirt sei. Ueber die Beschaffenheit derselben verlaute zur Zeit nichts Ge­wisses, nur dürfte die Summe derselben der Größe des Uebelstandes, welchen sie zu beseitigen bestimmt ist, angemessen sein. Herr v. Baumgartner hat daS frühere Anerbieten der Bank, zu dem Anlehen vom vorigen Jahre zehn Millionen beizusteuern , abge­lehnt, und schon dieß deutet auf die neue Finanz« Operation. Der General Frhr. v. Perin ist Hier mit Tod abgegangen.

Die Commission, welche beauftragt ist, nach Arabien zu reisen, um dort auf Staatskosten acht arabische Hengste zur Veredlung der inländischen Pferdezucht anzukausen, hat sich bereits eingeschifft.

Wien, 27. Jan. In einer der letzten Sitzun­gen des Gemeinderaths erhob sich bei Gelegenheit einer Verhandlung über die Verhältnisse der Israe­liten der den Verhandlungen beiwohnende Regie- rungScommissar und erklärte, ermächtigt zu sein, dem Gemcinveralhe bekannt zu geben, daß eS nicht in der Intention der Regierung Sr. Majestät deS Kaisers liege, die in der Märzverfassung bewilligte Gleichstellung der Juden in politischer sowie in re­ligiöser Hinsicht wieder aufzuheben. ES wurden demnach die hierauf bezüglichen Verhandlungen von dem Gemeinderathe wieder ausgenommen und mehre ZustândigkeitSgesuche bewilligt.

DieL. Z. C." will wissen, daß der vorgestern auS Paris eingetroffene Courier der Gesandtschaft eine Instruction über die von Seite Frankreichs künftig einzuschlagenbe Politik überbracht habe. Man versichert, der Inhalt der Note gebe dieun­trüglichsten" Zeichen, daß daS Streben Frank­reichs auf Erhaltung des europäischen Friedens ge­richtet sei.

DieTriester Ztg." berichtet:Die kriegSrecht- liche Commission in Venedig sprach am 23. v. M. daS Urtheil über die Mitschuldigen an der Ermor­dung deS Obersten Marinovich (der bei dem Aus­bruch der Bewegung in Venedig im Frühjahr 1848 im Arsenal ermordet wurde.) Zwei derselben wurden zum Tode durch den Strang und einer zu zwölfjähriger Kerkerstrafe verurtheilt, der vierte Angeklagte ward freigesprochen. Die Hinrichtung der beiden ersteren wird übermorgen auf dem MarS- felde stattfinden. Der Hauptschuldige NamenS Confort befindet sich gegenwärrig in Malta".

Wie auS Zara vom 23. Jan. gemeldet wird, find Collisionen zwischen dem Senat Montenegros und Danil Petrovich entstanden; sie sind friedlich gelöst worden.

AuS Arad wird derTiester Ztg." geschrie­ben : Wegen einer in Breöcia aufgefundenen Cor- «spondenz mit einem der Staatsgefangenen dieser

Festung wurden letztere mancherlei Beschränkungen unterworfen; so z. B. wurden ihnen die Schreib- Requisite abgenommen. AuS Siebenbürgen kommt ein neuer Zuwachs von 38 solcher politischen Ge­fangenen.

Wie dieBreSl. Z." meldet soll der Kaiser dem Minister Bach bei Gelegenheit der Verleihung deS GroßkreuzeS deS Leopold-OrdenS, womit zugleich daS Baronat verknüpft ist, eine Dotation von 200,000 Fl. C.'M. zugewendet haben, wie sie be­reits den Feldherrn Windischgrätz, Radetzky, Jellachich und Haynau zu Theil geworden.

Wien, 28. Jan. DaS Gesetz gegen den Miß« brauch der Presse hat soeben die allerhöchste Sanc­tion erhalten. Im ganzen wird daS Gesetz man­chen Tavel entkräften und voreilige Verdächtigungen beschämen; von der Wiedereinführung der Censur oder ähnlicher Maßregeln ist nicht die Rede. Die Verpflichtung der Buchhändler zur Einreichung von Pflichtexemplaren ist beibehalten.

Wien, 31. Jan. (Tel. Bericht d. A. A. Z.) Am 3. Febr. werden 20 Millionen SlaatSpapiere verbrannt werden. Ein Handelsvertrag mit Peru eingeleitet.

Schweiz.

Bern, 30. Jan. Ueber den neuen in Fässern verpackten Ausfuhrartikel, Dej für Neapel bestimmt war, enthält dasSt. Galler Tageblatt" folgenden Bericht:Am 24. d. M. kam von Lachen her ein Fuhrwerk mit 6 Salzfässern und einer großen Kiste oben darauf, über welches eine Plahe (Leinwand) gespannt war, so daß vom Innern nichts sichtbar wurde. Dasselbe soll schnell Tag und Nacht gefah­ren sein. An der Steige von WildhauS ging ein Mann bei dem Wagen vorbei, der aus den Fässern Zurufe an den Fuhrmann hörte:Fahr etwas ge­schwinder" ! Die Sache war ihm verdächtig und er machte dem Gemeindöammann Anzeige, der das Fuhrwerk anhalten ließ. In jedem der 6 Fässer war ein Mann, in der großen Kiste waren aber zwei Männer verborgen, die nach Neßlau und von dort an daS BezirkSammannamt abgeführt wurden. Dem vorausfahrenden Werber wurde ein Cavallerist nachgeschickt, der ihn nach einer Stunde einholte. Es ist Weber, Pfauenwirth von Lachen, der daS Werben längst als Nebengeschäft betreibt. Die ganze Gesellschaft nebst dem Fuhrwerk ist arretirt".

Dänemark.

Kopenhagen, 25. Jan. Ergänzend zu den bis­herigen Mittheilungen über die gegenwärtige Krisis meldet dieBörsenhalle": Der Erbprinz, det der dänischen Verfassung zufolge (die er auch nicht be­schworen hat) nicht im dänischen StaatSrath sitzen kann, wird dem engern StaatSrath für die Herzog« lhümer präsidiren Morgen wird eine Proklamation deS Königs , die neue Ordnung der Dinge, sowie die Veränderungen des Ministeriums mitgetheilt.

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Paris, 29, Jan. Durch ein heute imMo­niteur" veröffentlichtes Decret werden der Mar­schall Jerome zum Präsidenten, Hr. Meynarv zum ersten Vicepräsidenten und die Herren Drouin de l'HuyS, Troplong und Baraguay d'HillierS zu Vicepräsidenten , sowie General d'Hautpoul zum Großreferendar deS Senates ernannt. DerMoni­teur veröffentlicht außerdem die Zusammensetzung jeder der sechs Sektionen, in welche der StaatS­rath, nach den Bestimmungen des organischen De« crelS, getheilt wird. Das amtliche Blatt enthält die Namen sowohl der Räthe, als der Assessoren und Auditoren, welch» zu jeder dieser Sectionen gehören sollen. Der StaatSrath wird unverzüglich in Function treten. Ein anderes präsidentliches Decret spricht die Auflösung der in Folge der Ereignisse des 2. Dec. ernannten consultativen Commission auS. Hr. Boilay, Hauptredac­teur deSConstitutionnel", ist zum Generalsekretär des Senats ernannt worden an die. Stelle des Hrn. August Chevalier, der durch ein im gestrigen Moniteur" eingerückteS Decret zu diesem Posten ernannt wurde, denselben jedoch nicht annimmt, um Generalsekretär der Präsidentschaft zu bleiben. Hr. Persigny ist diesem Entschlusse übrigens nicht fremd, indem ihm daran gelegen sein mußte, jetzt, wo er selbst nicht immer in der nächsten Umgebung LouiS Napoleons sein kann, den feindlichen Einflüssen ge­genüber eine ihm ergebene Person in unmittelbarer Nähe deS Präsidenten zu haben.

Der neue Polizeipräfect Pietri hat an die Be­wohner von Paris eine Proklamation erlassen, in welcher er erklärt, daß er sich der ihm durch Ueber- tragung eines wichtigen Postens erwiesenen Aus­zeichnung durch Eifer und Ergebenheit für die In­teressen seines Verwaltungsbezirks würdig machen

wolle und hierin von dem Vertrauen der Bewohner von Paris unterstützt zu werden hoffe.

Constitutionnel" veröffentlicht ein Schreiben deS Hauptmann Baudier von der Nationalgärde, in welchem mitgetheilt wird, daß Obrist Vieyra, Chef des Stabes, den ihm zugedachten Ehrenfäbel abgelehnr habe und deshalb die zu jenem Behufe gesammelten 600 FrS. dem Fond für Unterstützung der im December verwundeten Soldaten überwiesen worden feien.

Es befinden sich gegenwärtig nicht weniger als 22 Prâfecte in Paris. Man vermuthet, ihre An­wesenheit in der Hauptstadt stebe mit den demnâch- stigen Wahlen zum gesetzgebenden Körper im Zu­sammenhang.

Die Aufnahme Montalembert'S in die fran­zösische Akademie ist auf den-5. Februar festgesetzt. Man kündigt die nahe Errichtung von Banken an, welche auf Ehrenwort darleihen werden. DerConstitutionnel" sagt kein Wort über daS so derbe Dementi, dessen Gegenstand der gestrige Artikel Veron'S von Seiten der Regierung war.

Nach einem heute imMoniteur" veröffent­lichten Berichte deS Er-FinanzministerS Fould über die Lage des öffentlichen Schatzes beträgt daS De­ficit 630 Millionen, wovon 292 noch eine Erbschaft der Julimonarchie sind. Im Jahre 1848 , wo die Zusatzsteuer von 45 Centimes aushalf , belief sich das Deficit nur auf 3, dagegen im Jahre 1849 auf 214, 1850 auf 36, und 1851 auf 86 Millio­nen. Die Decemberereignisse haben den Schatz nur für 500,000 Fr. belastet. Als erfreulich hebt eie Patrie" aus dem Berichte hervor, daß der Ertrag der indirecten Steuern von den Gegenständen, welche die Masse des Volkes verbraucht, und namentlich von Lebensmitteln, während der letzten Jahre fort­während zugenommen habe, woraus sie auf stei­gende Wohlfahrt der arbeitenden Classen schließt. DiePatrie" weist ferner darauf hin, daß die schwebende Schuld (400 Mill.) jetzt geringer sei, als in den ersten Jahren der Julimonarchie, und auS der Gesammtheit deS Berichts folgert sie, daß die Finanzlage des Landes eine beruhigende sei, in­dem die DeficitS seine HülfSquellen nicht übersteige. DaS wahrscheinliche Deficit für 1852 veranschlagt Fould auf etwa 10 Millionen.

Dr. Veron hat gestern Persigny besucht und beide haben Frieden geschlossen. Ersterem ist unter der Bedingung, fernere Seitenhiebe zu unterlassen, die Befreiung von der Vorcensur belassen worden. Der Bruder Beron'S ist angeblich zum Direktor der Tabakniederlage ernannt worden.

Gestern ging die Zuschlagung der Lieferung ausländischer Tabake für die StaatSsabriken vor sich; unter denen, die Angebote gemacht hatten, war auch Hr. v. Rothschild, dem die Lieferung von Maryland zugeschlagen warb.

Nach derD. A. Z." wird mit Herrn Dupin unterhandelt, um ihn zur Rücknahme seiner Ent­lassung zu bewegen. Indessen ist daS einfach un­möglich, da weder die Entlassung noch der Brief, in welchem dieselbe so entschieden motivirt ward, in den höheren Kreisen ein Geheimniß mehr ist. In der That soll dieser unerwartete Schritt deS Herrn Dupin einen tiefen Eindruck auf den Präsidenten gemacht haben.

Der König der Belgier hat gegen die Decrete vom 22. Jannuar im Namen seiner Kinder alS Enkel Ludwig Philipp'- protestirt. Aehnliche Pro­testationen erwartet man auS Neapel, Spanien und Brasilien. Einem auf der Börse verbreiteten Ge­rüchte zufolge hatte der Präsident dem belgischen Gesandten erklärt, er werde diese Decrete dem Se­nate unterbreiten. Ob dieses Gerücht wahr ist, muß vorläufig dahingestellt bleiben; seinen Zweck, die Fonds in die Höhe zu treiben, hat eS erreicht.

Paris, 30. Jan. (Tel. Dep. d. Köln. Ztg.) Der heutigeMoniteur" enthält ein Decret, wodurch die sofortige Freilassung der bloß irregcsührten Ver­hafteten angeordnet wird. Der Zeilpunkt, wann Die Wahlen zu dem gesetzgebenden Körper stattfin« den sollen, ist noch ungewiß.

Paris, 31. Jan. (Tel. Dep. d. K. Z.) Der Moniteur" enthält ein Schreiben deS Prinz-Präsi­denten an den Polizei-Minister, in welchem er sich über die Bedeutung dieses neuen Ministeriums auSspricht, daS wesentlich schützend und wohlwol­lend sein und nur die Feinde der Gesellschaft ein» schüchtern solle. ___________________

Spanien.

Madrid, 25. Jan. Unser Ministerium , daS einen Augenblick durch die Napoleonischen Decrete, betreffend die Güter der Familte Orleans, außer Fassung gerieth, hat sich bald wieder erholt und den Grundsatz angenommen, weil die Sache keine LanveSangelegenheit sei, sie dem Minister deS könig­lichen HanseS zu überlassen. Der Herzog von Montpensier soll sehr entrüstet gegen L. Napoleon und bei der Königin eingekommen sein, energisch gegen die bekannten Dekrete protestiren zu wollen. Die Königin Mutter aber hat davon abgerathen und gesagt: eS würde doch NlchtS nützen ; man solle abwarten , was England in der Sache thue.

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