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fremder Staaten zu unterhalten, zu überwachen oder in neue gegenseitige Beziehungen zu bringen haben. Sehr bemerkenSwerth ist es, und ein Zei­chen der Zeit, wie fast überall, zumal in America, das Verlangen, sich mit Rom durch engere Bande zu verknüpfen, nicht dieffeit, sondern jenseit seinen Ausgangspunkt nahm. Wie ich Ihnen meldete, sandte der heilige Vater auf Bitten der betreffenden Regierung vor nicht langer Zeit einen NunciuS, und zwar den ersten, nach Merico. Dieselben Gründe veranlaßten ihn darauf, auch eine Nunciatur in der lHauptstadt Neugranada'S, Santa Fe de Bo­gota, zu begründen und dem Monsignor Barili an­zuvertrauen. Monsignor Barili hat Rom bereits vor mehreren Wochen verlassen, um sich nach sei­nem neuen Bestimmungsorte zu begeben. Allein die unterdessen von dort hier eingegangenen Nach­richten von den immer mehr in Neugranada um sich greifenden Parteikämpfen und die bestimmte Vor­aussicht, die jetzt obwaltende Faction werde den NunciuS schwerlich in dem Sinne zu Santa Fe de Bogota schalten und walten lassen, wie man eS in Rom wünscht, hat im Vatican die Maßregel er­scheinen lassen, dem Monsignor Barili den Befehl nachzusenden, seine Weiterreise für den Augenblick aufzuschieben.

Der Bischof von Hildesheim, Monsignor We­dekind, kehrte am 1. Oktober von hier in seine Diö« «fe zurück. Auf die grobe Uebertreibung deS Wie­nerCorriere Jtaliano", eS circulirten im Kirchen- staat 25 Mill. Thlr. Papiergeld, antwortet das gestrige officirlleGiornale di Roma", eS feien Ende Juli d. I. genau nur 3,651,250 Scudi im Lande Sr. Heil, im Umlauf gewesen. ES ist seit dem 1. October eine Specialcommission für eine gründliche Revision aller im Kirchenstaat gegenwär­tig geltenden Gesetzbücher, wie auch der Tribunale niedergesetzt. Ihre Mitglieder sind: der StaatS- srcretär Cardinal Antonelli (Präsident), die Cardi­nale Marini, Bofondi, Roberti, Monsignor Mertel, Uditore der Rota und Minister ohne Portefeuille, und Monsignor Bartoli, Generaladvocat deS FiS- cuS. Auch bei diesem bedeutungsvollen Geschäft in höchster Instanz wurden so ganz und gar die Laien ausgeschlossen.

hen sich nur auf die Eventualität einer Nichterneue­rung der Zollvereinsverträge im bisherigen Umfange. So wird namentlich festgesetzt, daß das Präcipuum Hannovers fortfällt, wenn die Bewohnerzahl deS aus dem Zollverein eventuell ausscheidenden Terri­toriums 4 Millionen übersteigt.

Breâen , 11. October. Wie man glaubt, wird die Lösung deS hiesigen VerfassungSconflictS durch ein Compromiß herbeigeführt werden, wenig­stens werden bereits regieruugSseilS unter der Hand die der Bürgerschaft gemachten Proposttionen als modificirbar dargestellt.

Wien, 10. Oct. Der Kaiser hat so eben eine Commission ernannt, welche über die künftige Con- stituirung der Monarchie berathen soll. Sie besteht auS den Ministern des Innern, des Handels und der Finanzen und aus den ReichSräthen Baron Krieg, Purkhart und Salvotti.

Diese Ernennung überrascht deßhalb, weil ge­rade die beiden Minister (Bach nnd Krauß), von denen man sehr zuversichtlich behauptete, daß ihr Einfluß zu Ende sei, nun mit diesem so höchst wich­tigen Auftrag beehrt werden. DieOester. Corr, läßt sich auS Turin telegraphisch daS Gerücht eines Ministerwechsels mittheilen, der den Grafen Cavour an die Spitze der Geschäfte brächte. Jedenfalls werden die Minister einen harten Stand vor der Deputirtenkammer haben, wenn sie den Handels­vertrag mit Oesterreich vorlegen. Der König hat sechs österreichischen Generalen Orden verliehen.

Wien!, 12. October. Eine telegraphische De­pesche aus Krakau meldet die gestern Abend dort erfolgte Ankunft des Kaisers. Der Rückkehr deS Kaisers sieht man am 25. d. M. entgegen.

Der mit Frankreich von Seiten Oesterreichs verabredete Vertrag über eine Posteinrichtung steht auf dem Punkte, zum Abschlusse zu kommen.

DaS unter dem General Lang in Böhmen stehende ArmeecorpS soll nach Tyrol verlegt werden.

London, H. Oct. Es heißt, der österreichische Gesandte Graf von Buol-Schauenstein werde in den nächsten Tagen eine Reise nach dem Kontinent un­ternehmen, ohne Zweifel, um nicht während deS Empfanges, den man Koffuth bereitet, gegenwär­tig zu sein.

men der Wiesbadner deutschkatholifchen Gemeinde oder zur Ehrenrettung seiner eigenen vermeintlich angegriffenen Ansichten zu einer Erklärung veranlaßt gesehen, und unS zugemuthet, dieselbe in dieNass. Allg. Z." aufzunehmen.

Wir haben diese Aufnahme verweigert, weil der fragliche Artikel einen persönlichen Angriff nicht enthielt, weil die Frage über den Werth oder den Unwerth deS Deutschkatholicismus unseres Wissens zu den offenen Fragen des Blattes nicht gehört, und weil, abgesehen davon, die Erklärung in einer Art abgefaßt war, welche wir geradezu als eine unanständige bezeichnen müssen.

Der genannte Vorstand veröffentlichte nun seine Erklärung in der Dienstagsnummer derFreien Ztg." mit dem Bemerken, daß er diesen Weg der Veröffentlichung nur gezwungen betrete, weil erin dem Vertrauen, daß der erste Grundsatz öffentlicher Erörterung dem Angriff die Entgegnung zu ge­statten, auch von derNass. Allg. Ztg." anerkannt werde" sich getäuscht sehen mußte.

Wir beschränken dem g. Vorstand daS Recht der öffentlichen Erörterung durchaus nicht, er möge in den Blättern, welche sich mit der Vertretung seiner Ansichten befassen, schreiben und erörtern, so viel er will; eS kann uns aber Niemand zumuthen, mit seinen Deductionen, die für ein ganz anderes, gläubigeres Lese-Publikum berechnet sind, die Spalten unseres Blattes zu füllen.

Dem mit der Sache weniger vertrauten Vor­stand der deutsch-katholischen Gemeinde wollen wir die Verdächtigung unserer Unparteilichkeit gerne nach­sehen, daß aber die Redaction derFr. Z." den genannten Vorstand auf daS Unpassende und Un­gerechtfertigte der seiner Erklärung vorangeschickten Bemerkung nicht aufmerksam gemacht und daß sie durch Aufnahme derselben der Ansicht, alS sei dem genannten Vorstande unsererseits Unrecht geschehen, einen scheinbaren Anhaltspunkt gegeben, müssen wir für Böswilligkeit oder Albernheit halten, wenn wir überhaupt im Stande wären, Jemanden ohne die vollgiltigsten Beweise etwas Böses zuzumu- then. Die Redaction.

Verantwortlicher Redacteur: Dr. A. Boczek.

Neueste Nachrichten.

Berlin, 13. October. Die geheimen Verabre­dungen zu dem Vertrag vom 7. Sept, lassen, wie der OberpostamtSzeitung geschrieben wird, den Con- rrahenten keineswegs freien Rücktritt, sondern bezie.

Der Vorstand der hiesigen deutschkatholischen Gemeinde hat sich durch die in unserem Blatt mit­getheiltenAufschlüsse über die wahre Natur der freien Gemeinden", wir wissen nicht ob im Na­men deS DrutschkatholiciSmuS überhaupt im Na­

Frankfurt, 14. Ott. Bei der heute stattge­habten eilften Ziehung 6. Klasse der 120. Hiesigen Stadtlotterie gewann Nr. 2067 6000 fl., Nr. 4197 2000 fl. , Nr. 20,795 1000 fl., Nr. 4612, 9778, 9803, 11,118 jede 300 fl.

Bekanntmachungen.

642) D e e r e t.

Den Concursproceß über das Vermögen des Witt­wers Heinrich Werner von Runkel betr.

Durch das nunmehr rechtskräftig gewordene Urtheil des unterzeichneten Gerichts vom 28. September d. I. ist über das Vermögen des Wittwers Heinrich Werner von hier der ConcurSprozeß erkannt worden.

Dingliche oder persönliche Ansprüche an die vorhandene ConcurSmaffe find unter dem Rechtsnachtheile deS von selbst eintretenden Ausschlusses von derselben, Montag den 2 4. November, Morgens 8 Uhr, zu liquidiren.

Runkel, den 10. October 1851.

Herzog!. Nass. Justiz-Amt.

Krekel.

9411 Christian Abel auS Dorchheim will nach Nordamerika auswandern, was mit Bezugnahme auf die Verordnung vom 24. März 1849 hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.

Hadamar, den 13. October 1851.

Herzog!. Nass. Kreis-Amt.

S chüP.

943] Rad Rippoldsau.

Das Rippoldsauer Mineral-Wasser-Salz wirkt ähnlich wie daS sogenannte CarlSbader Salz, und ist den ge­bräuchlichen salzigen Abführungsmitteln, wie Glauber-lind Bittersalz zum gewöhnlichen Gebrauche vorzuziehen.

Eine genaue Gebrauchs-Anweisung ist jeder Schachtel beigepackt. BalUi. Geringer.

Die Schachtel mit 12 Portionen dieses Mineral-Waffer- SalzeS kostet 36 kr. und ist zu haben in Wiesbaden bei

Heinr. Wens, Konditor.

9°8] Wohnungsveränderung.

Von heute an wohne ich in der kleinen Burgstraße Nr. 3 bei Schuhmachermeister Dörr.

Wiesbaden, den 1. October 1851.

Heinrich Bitter, Corsettenmacher.

703] Das Landhaus Nr. 5 a in der angenehmsten Lage an den Kurhausanlagen ist zu vermiethen und kann gleich be­zogen werden. Auch ist dasselbe aus freier Hand zu verkaufen.

9141 Rheinische Dampfschifffahrt.

Tägliche Fahrten vom 15. October an:

Von Riebrich Morgens W« nach Köln»

9% nach Köln.

IT * 4 nach Köln.

11% nach Mannheim.

Nachmittags 3% nach Mannheim»

Abfahrt der Omnibus von Wiesbaden

Morgens 6'/,, 8 7, und 11'/, Uhr.

I^* Näheres in Wiesbaden bei dem Agenten Carl CeyendecKer,

- Marktplatz Nro. 38 neben dem Rathhans.

Frankfurt a. M., den 14. October. Mittags 1 Uhr.

Oesterreich, 5*/» MetalliqueS . . .

4% 7. ...

2 % ...

3 "% Bankactien o. D. . .

500 fl. Loose.....

250 fl. Loose.....

Preußen, Thaler Prämienscheine. .

37, % StaatSschuldsch. â 105 kr.

Bayern, 3% % Obligationen .... Berbacher-Eisenbahn-Actien . . Würtemberg, 3'/,"/, Obligationen. .

4 % % neue Obligationen

Baden, 3%% Obligationen von 1842 .

Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. u. S.

35 fl. Loose vom Jahr 1845 . .

Darmstadt, 3'/, "/« Obligationen . . .

/o ff

50 fl. Loose .....

25 fl. Loose .....

Kurhessen, Friedr.-Wilh-.-Nordbahn-Actien 40 Thlr. Loose bei Rothschild

Nassau, 3 % %, Obligationen bei Rothschild 5

25 fl. Loose......

Frankfurt, 3 %, Obligationen ....

3*/i 7» von 1839 .

371 von 1846 .

TaunuS-Eisen bahn-Actien â 250 fl. Holland, 27i % Integralen .... Spanien, 3% Innere Schuld ....

5 Ardoin incl. 17 Coup. .

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose ....

500 g. ....

Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Bethmann DiSconto...........

Gold. I 11. 1 fr.

Pistolen .... Pr. FriedrichSd'or Holl. 10 fl. Stücke Rand-Ducaten 20 Francsstucke Eng!. Souverainâ

37%

Silber.

Pap.

Geld.

76

75 %

66%

66-/,

38/,

1180

1177

1677,

1007,

5

88%

88%

95

94%

84%

84%

88

87%

101

1007,

88

87%

59-/,

59%

34%

34%

90

89%

957.

95

81%

-

28%

28

37%

37%

33

32%

907,

90

105%

26%

25%

84

83%

94%

94

927,

92%

297

294

58%

..

35%

84%

84%

36

3

9 37% Gold al Marco 379 i

9 57 Laubth., ganze

9 48% Preuß. Thaler 1 45'/.

5 35% 5 Frankenthaler 2 21/

9 27 Hochhaltig Silber 24 31

11 51 Gerina u. mittelb.

11

51

Gering n. mittels».

Hierbei als BeiblattDer Wanderer".

J kr.

I

Druck und Verlag der L. ScheÜeuberg'schcn Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.