ersinnen oder anhalten wollen, die natürlich, als später die Polizeiwache anlangte, sich langst Davon* gemacht hatten.
Nach einem Briefe aus Malta vom 2. Febr. hat sich die letzte Abtheilung der polnischen Legion in Ungarn (360 Polen) in Konstantinopel auf einem sardinischen Schiffe eingeschifft, um sich nach England und von dort nach Amerika zu begeben. Der Sultan hat die Reise derselben bis nach Amerika bezahlt. Die Zahl der sich noch in der Türkei auf* haltenden Polen beträgt 500, die der Ungarn 400,
Marokko.
Briefe aus Mogador melden den Ausbruch einer schrecklichen H u n g e r S n o t h in dieser Stadt, und in dem ganzen westlichen Theile von Marokko. DaS in Mogador herrschende Elend soll täglich 40 Menschen dahinraffen. Dieser traurige Zustand veranlaßte die dortigen Konsularbehörden, denen die Ucberwachung der öffentlichen Gesundheit deS Lande- obliegt, die Regierung auf Abhilfe der Uebel- stände aufmerksam zu machen. Der Kaiser Mulei- Abderhaman scheint auch gesonnen, den Bewohnern von Mogador einige Erleichterungen dadurch zu gewähren, daß er auf daS Monopol deS Leder-, Schaf- und ZiegenfellhandklS Verzicht leistet, und dafür die Ausgangsgebühren auf diese Artikel um daS Doppelte erhöht. UebrigenS glaubt man all. gemein, daß binnen kurzem der Handel gänzlich freigegeben werde und die Regierung sich nur den Verkauf einiger Lebensmittel Vorbehalte.
Aus den Mittagsposten.
Kassel, 19. Febr. Den hessischen Offizieren ist der Befehl zugegangen , dem »Fürsten von Thurn und TariS Abschiedsbesuche zu machen.
Den Grafen von Leiningen erwartet man morgen Abend von Dresden zurück.
Stuttgart, 19. Febr. Einer uns zugegangenen Versicherung zufolge sollen bei unS bereits Vorbereitungen für den Fall getroffen werden, daß eine deutsche Beobachtungsarmee an die Schweizer Grenze vorzurücken hätte, woran auch einig tausend Mann Würtemberger Antheil nehmen würden.
München, 18. Febr. Abg. Kolb hat bezüglich deS Zollanschlusses an Oesterreich und beziehungsweise der etwaigen Einführung deS Tabakmonopols eine Interpellation an daS Staatsministerium eingereicht. — Einer Ministerialentschließung zufolge haben die Arbeiten zur Herstellung der Telegraphenlinie von hier über LandShut nach Regensburg so* fort zu beginnen.
Am 15. ist im Kriegsministerium feit langer Zeit wieder einmal KriegSrath gehalten worden. ES wird mir ganz bestimmt versichert , daß die Frage über die bevorstehende Aufstellung an der Schweizer Gränze erötert wurde. So viel ist ganz gewiß, daß dermalen die sämmtlichen Spezialkarten der Schweiz und angrânzenden Länder, welche im Hauptkonservatorium Der Armee vorrätig sind, den Generalen und GeneralstabSoffizierrn temporär hinauögegeben wurden.
Hannover , 16. Febr. (H. Pr.) Hauptmann Basson ist von seiner beim Sturm auf Friedrichstadt erlittenen schweren Verwundung so weit wieder hergestellt, daß er im Laufe der nächsten Tage
bei seinen hiesigen Angehörigen erwartet wird. Leider fürchtet man eine bleibende Verkürzung De« Beins.
Berlin, 19. Febr. Wie man hört, berichtet die „Spenersche Zeitung". soll die neue BundeSge- walt, sobald der darauf bezügliche Beschluß in Dresden gefaßt ist, ohne weiteres Zögern eingesetzt werden; daß über den Sitz derselben verschiedene Meinungen obwalten, bestätigt sich nicht. Sie wird in Frankfurt restdiren. Von dem betreffenden Akte wird Den europäischen Mächten durch eine Zirku- larnote Nachricht gegeben, und dürfte in Folge derselben die längere Zeit unterbrochen gewesene Vertretung der Mächte beim Bunde wieder erneuert werden.
Zu Der Nachricht von der Rückreise deS Ministerpräsidenten nach Dresden macht die „N. Pr. Z.* Die folgende Bemerkung: „Man erwartet hier in wohlunterrichteten Kreisen, daß, wenn bei einer Neugestaltung der Bundesgewalt Preußen nicht vollständige Parität mit Oesterreich zugestanven wird, die diesseitige Regierung die Vorschläge der österreichischen für eine solche Neugestaltung definitiv ablehnen wird."
Wien, 17. Febr. Der BanuS von Croatien, F.Z.M. Freiherr v. Jellachich, hat nach dem „Neuig- keilSbureau" seine Rückreise nach Croatien um einige Tage früher, alS dies ursprünglich festgesetzt war, angetreten, da die Unruhen in Bosnien seine schleunige Rückkehr erheischen.
Basel, 19. Febr. Der Personalverkehr zwi, schen Baden und Der Schweiz ist wieder hergestellt, eS darf wieder Jedermann ohne besondere Schriften die Grenze passiren.
Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Boczek.
134] (Weilbach.) Philipp Reitz von Weilbach beabsichtigt mit seiner Familie nach Amerika auszuwandern, welches nach der Verordnung vom 24. März 1849 zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Höchst, den 14. Februar 1851.
Herzog!. Nass. Kreis-Amt v. Wintzingerode.
irol • Edictalladung
Den ConcurSprozeß über daS Vermögen der Katharina geb. K öls, Wittwe des Hubert Mahling er von Limburg betreffend.
Nachdem über das Vermögen des Rubrikaten der Con- cursprozeß erkannt worden ist, werden Alle, welche dingliche oder persönliche Forderungen an der vorhandenen Masse zu machen haben, aufgefordert, solche
Montag den 17. März d. I., Morgen« 8 Uhr, vor dem unterzeichneten Amte zu liquidiren, bei Vermeidung des von selbst eintretenden Rechtsnachtheils des AuSschlusses von der vorhandenen Masse.
Limburg, den 11. Februar 1851
Herzog!. Nass. Justiz-Amt.
Wollweber.
Bekanntmachungen.
In der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandluttg in Wiesbaden ist vorräthig:
Der Bauer als Vieharzt
bei den Krankheiten der Pferde, des Rindviehes, der Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, des Feder, viehcS und der Stubenvögel. Nebst den erprobtesten Mitteln und Rezepten der berühmtesten Thierârzle.
Ein Hausbuch für Landwirthe, welche, fern von einem Thierarzte, selbst Hilfe schaffen müssen. Dritte sehr vermehrte Auflage von Dr. Lentin, Landthierarzt zu Weimar. 8. Geh. Preis 1 fl. 12 fr.
Der Herausgeber der iten Auflage dieses Buches, durch welches schon so vielen hundert braven Landwirthen aus der Verlegenheit geholfen worden ist, hat in einem Zeitraume von 30 Jahren Alles gesammelt, waS sich in einem zahlreichen Kreise von Oekonvmen, in deren Mittelpunkt er lebte, dnrch eine lange Erfahrung mit ihren kranke» Thieren wiederholt bewährt hatte. Es ist daher dieses Volksbuch nicht aus der Phantasie, sondern aus vieljâhriger praktischer Beobachtung und Anwendung hervorgegangen und man kann fest behaupten, daß jedes der hier angegebenen Mittel sich längst und vielfach als bewährt erwiesen hat und mit Erfolg gebraucht worden ist. In der hier angezeigten neuen Auflage dieses Buch durch wesentliche Verbesserungen des durch seine thierärztlichen Schriften bekannten Dr. Lentin noch ungemein gewonnen. Er hat die veraltete Sprache und die in der Thierarzneikunst vorkommenden Kunstausdrücke zeitgemäß verändert, manches Uebeiflüsfige und nicht mehr Paffende weggelaffen und durch bessere« Neues ersetzt, auch einige Kapitel, z. B. das über HnndSwnth, die man neuerdings ganz anders behandelt, völlig umgearbeitet. Weniger glaubte er an den Rezepten ändern zu dürfen, weil sie sich bis auf den heutigen Tag bewährt haben, und weil er der Ansicht ist, daß man die alten Formeln beibehalten muß, wenn man aus den früheren guten Erfahrungen Nutzen ziehen will.
185] Soeben erschien und ist in allen Buchhandlungen zu haben, in Wiesbaden in der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung:
Memoiren der Lola Montez.
I. Band. 3. Heft. Preis 15 kr.
»^■^ Mit dem 6. Hefte wird ein schönes, sehr gelunge- neS Portrait der Lola Montez — gratis — veigegeben.
'n Bitte.
Da ein großer Theil der an die Herzoglichen Dekanate mb Schulinspektionen gesendeten Subskription« - Einladungen auf meine Präludien bis jetzt noch nicht zurückgekommen ist, wodurch sich der Druck derselben nur immer weiter hinau«- schiebt, so erlaube ich mir die ergebene Bitte an die Herren Geistlichen und Lehrer, den Umlauf dieser Einladungen möglichst beschleunigen zu wollen, damit ich dieselben nunmehr bald zurückerhalte. ^ Schmidt,
Lehrer und Cantor zu Dillenburg.
107] Bei Meißner 8? SchirgeS in Hamburg ist erschienen und in der L. Schellenberg'schen Hof-Buch- Handlung zu haben:
Oehlrich, Deutschland zur See, seine Schifffahrt und sein
Handel.
Nebst einer genauen Darstellung deS
See-Verkehrs aller übrigen Länder.
257, Bogen gr. 8., geh. 3 fl. 36 kr., geb. 4 fl.
Diese« anerkannt vorzügliche Buch behandelt in seinen verschiedenen Kapiteln: Das Gesammtgebiet deS See- Handels Deutschlands und der fremden Handelsmächte, deren Handels-Politik und SchifffahrtS- gesetzgebungen, und kann besonder« Denen empfohlen werden, die an der Neugestaltung der dentschen HandelS-Politik Interesse nehmen oder wirksam dabei betheiligt sind, es liefert ihnen viel nutzbares Material.
Frankfurt a. M., den 20 Februar. Mittag« 1 Uhr
Oesterreich, 5 % Metallique«
27,
, 3 7» Bankactien 0. D. . .
„ 500 fl. Loos« .....
„ 250 fl. Loose .....
Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . .
„ 37, 7« Staatsschuldsch. â 105 kr.
Bayern, 3% 7« Obligationen .... Berbacher-Eisenbahn-Actien . . Würtemberg, 37,7. Obligationen. .
„ 4 V, 7» neue Obligationen
Baden, 37,7o Obligationen von 1842 .
„ Lotterie-Anl. i 50 fl. bei G. u. D
„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . .
Darmstadt,
K urhessen,
3 7, 7, Obligationen . . .
4 7. „ ...
50 fl. Loose .....
25 fl. Loose .....
Friedr.-Wilh. -Nordbahn-Aktien 40 Thlr. Loose bei Rothschild
91] Ganz neu ist erschienen und in der L. ScfieUeuberfl’« schen Hof-Buch Handlung in Wiesbaden zu haben: M. A. Pomieu (vormals Präfekt) der Cäsarismus
oder die Nothwendigkeit der
Säbelherrschaft, erwiesen durch geschichiliche Beispiele von den Zeiten der Cäsaren bis auf Die Gegenwart. Nach Der zweiten französischen Originalauflage.
8. Geheftet. Preis »4 fr.
Diese Schrift ist unstreitig eine« der geistreichsten Preß, erzeugnisse neuester Zeit. Schwerlich werden sich die derma- ligen politischen Wirren ander« al« durch eine stabile Soldatenherrschaft auflölen. In Frankreich hat da« Original eine solche Sensation erregt, daß zwei Auflagen schnell vergriffen waren. In Deutschland bürste diese Uebersetzung unter den dermaligen Umständen wohl noch mehr Anklang finden, aber es wird ihr bei den schönen Hieben, die der geistvolle Verfasser allen Parteien versetzt, auch nicht an Anfechtungen fehlen.
Bei uns ist ferner so eben erschienen:
Ueber den Einfluß der Eisenzölle auf die Landwirthschaft. Preis 21 kr.
Kalender für deutsche Arbeit für 1851.
PreiS 18 kr.
Nassau, 37,7» Obligationen bei Rothschild „ 3 „
„ 25 fl. Loose .......
Frankfurt, 3 7. Obligationen ....
37,7
3 7, .
von 1839 . von 1846 .
138] Auswärtigen Bekannten zeigen wir das am 13. d. M., Morgens 6 Uhr, stattgehabte plötzliche Dahinscheiden unserer vielgeliebten Tochter und unvergeßlichen Schwester Auguste hiermit an. Ganz unvorbereitet auf ein so schmerzliches Ereigniß, schied sie nach einem dreitägigen unbedeutenden Leiden auS unserer Mitte. Tief trauernd über eine so gute Tochter und Schwester bitten wir durch stille Theilnahme den herben Schmerz zu lindern.
Obrist Freiherr V. Normann.
Lieutenant Freiherr v. NormaNN.
Louise Freiin v. Normann. Caroline Freiin v. Normann. Josephine Freiin v. Normann.
aBHK^^saranHaHBBHBH
Taunus-Eisenbahn- Actien « 250 fl.
Holland, 27, "/, Integralen ....
Spanien, 3 7» Innere Schuld ....
„ 5 „ Ardoin incl. 17 Coup. .
Polen, 300 fl. Lotterie-Loose ....
„ 500 fl. „ „ .....
Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Bethmann
D i S c 0 n t 0...........
Gold
Pistolen .... Pr. Friedrichsd'or Holl. 10 fl. Stücke Rand-Ducaten 20 Francsstücke Engl. SouverainS
fl.
9
9
9
5
9
11
fr.
82
57 42% 34
247, 45
Silber.
Gold al Marco Laubth., ganze Preuß. Thaler 5 Frankenthaler Hochhaltig Silber Gerina «. mittels)
Pap.
Geld
74»/,
74%
35
64%
407,
39%
1165
1160
154'/,
154
93
927,
—
129
86
857,
—
887,
82%
82%
867,
85'/.
1007,
997,
867,
85%
557,
54%
337,
32%
88%
88
94%
>4%
75%
75%
28
27%
38'/,
38
327.
32
90'/,
907.
104%
—
25%
247.
■■•
82
94*/,
94%
92%
927,
305
303
577,
577,
33%
337
—
—
—
_
827,
82
847,
347
1%
kr.
372
1
2
24
45'/,
21
28
Hierbei als Beiblatt „Der Wanderer".
Druck und Verlag der 8. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.