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Minister Royer Hovyn'S Interpellation .und gibt die versöhnlichsten Erklärungen, wobei er bemerkt, daS Ministerium sei nur transitorisch; eS wird da- rauf die einfache Tagesordnung mit großer Majorität beschloffen. Dieses Votum ist auS Odilon Darroi'S Abfall erklärbar, der gänzliches Schweigen beobachtet. Riga! beantragt die Zurückführung des Wahl­rechtes auf ein einjähriges Domicil. Leon Faucher erklärte im MinoritâtSvercine , die Bildung eines parlamentarischen Ministeriums sei an der Spaltung der Majorität gescheitert, waS einen versöhnlichen Eindruck machte.

Italien.

Turin, 23. Jan. Die Deputirtenkammer hat in ihrer heutigen Sitzung den HandelS- und Schiff- fahrtSvertrag mit Frankreich mit 109 gegen 84 und den Vertrag über das literarische Eigenthum mit 99 gegen 43 Stimmen angenommen; beide Ver­träge begegneten in der vorhergehenden Debatte hef­tigem Widerstand.

Gestern passirte ein von Paris kommender Kourier durch Turin, von wo er unverweilt seine Tour nach Venedig fortsetzte. Er halte Depeschen an den Grafen Chambord, die Herr Berryer an ihn spebirte.

Rom, 17. Jan. (BreSl. Z.) AuS verläßlicher Quelle will man wissen, daß daS Konkordat deS päpstlichen Stuhles mit dem Königreich Spa, ien auf dem Punkte steht, abgeschlossen zu werden. ES wird nur noch zum definitiven Abschlusse die Rück­kehr der spanischen Gesandten Herrn Martinez della Rosa abgekartet, der gegenwärtig bei den Sitzun­gen des Cortes zu Madrid beschäftigt ist. Eine Hauplbestimmung deS Konkordats besteht darin, daß einige eingegangene Orden wieder reftaurirt werden sollen; übrigens haben die Kapuziner jetzt schon Eingang in ihr Kloster bei Madrid gefunden, auch die Jesuiten sind seit einiger Zeit zurückqe« kehrt. Ihr heurigeS Verzeichniß weist bereits 353 Mitglieder auf, welche blos auf spanischem Terri­torium thätig sind.

Aus den Mittagsposten

Darmstadt, 29. Jan. (O.-P.-A.-Z.) Beim Beginne der heutigen Sitzung der 2. Kammer ver*

laS der Präsident eine Mittheilung deS StaatS- ministeriumS, wonach Se. königl. Hoheit der Groß- Herzog den Ministerpräsidenten, Frhrn. v. Dalwigk, bevollmächtigt, in Verhinderungsfällen Deputationen der Kammern in seinem Namen zu empfangen.

In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurden mehrere Anträge zur Kenntniß der Kammer gebracht. Abg, Georgi beantragte, die StaatSre- gierung zu veranlassen, daSDetl der Nahe zwischen Kreuznach und Bingen zu rektifiziren, um den Ver­heerungen dieses reißenden Flusse- eine Grenze zu setzen.

Aeußerem Vernehmen nach wird gegen die Taunuseisenbahngesellschaft, wenn sich dieselbe nicht bald der von Hessen und Nassau verfügten Tarif- ermäßigung fügt, mit Zwangsmaßregeln von diesen Staaten vorgeschritten werden.

Derselben Quelle entnehmen wir Folgendes? Die öffentlichen Blätter haben im Herbst deS vori­gen JahreS berichtet, daß der Vater deS Mörders der Gräfin v. Görlitz, Heinrich S ta uf f, in Als­feld verhaftet worden , weil er unter verdächtigen Umständen Schmucksachen verkaufen wollte. Die eingeleitete Untersuchung zog noch seinen jüngsten Sohn, Jakob St a uff, und dessen Geliebte, Eli, fabele Guntrum, in ihren Kreis und ergab, daß die Angeschuldigten sich einer Unterschlagung schuldig gemacht haben.

Die Guntrum wurde im Prozeß Stauss als Zeugin eidlich vernommen, und die neuere Unter­suchung ergab erheblichen Verdacht, daß sie damals nicht die volle Wahrheit gesagt, sich also eines Meineides schuldig gemacht habe.

Es wird demnächst eine aktenmäßige Mitthei­lung erfolgen, welche ein neues Licht über den vor­erwähnten großen Prozeß verbreiten wird. Auch lebt man noch immer in der Hoffnung, daß Johann Stauss ein volles Bekenntniß ablegen wird.

München, 27. Jan. Dem Vernehmen nach wird dem nächsten Landtag ein Gesetzentwurf zum Bau einer Eisenbahnstrecke von der baierischen Grenze bis Aschaffenburg zum Anschluß an die Hanau- Frankfurter Bahn vorgelegt.

Der bisherige Kommandant der BundeStruppen in Kurhessen, General der Kavallerie, Fürst Taris, hat von dem Kaiser von Oesterreich daS Großkreuz deS LeopoldordcnS erhalten.

Berlin, 28. Jan. Der dänische Finanzmini­ster Graf v. Sponneck ist auf seiner Reise von Wien nach Kopenhagen hier angekommen, und wurde heute vom Minister - Präsidenten empfangen. Der geheime Finanzrath Delb ück ist aus Kassel hier eingetroffen. Derselbe wird nicht, wie daS Gerücht geht, nach Wien, wohl aber nach Dresden gehen.

Hamburg, 29. Jan. (Tel. Dep. d. Fr. I.) Uebermorgen werden die drei Kommissarien (der österreichische, preußiiche und der dänische) die Re, gierung von SchleSwig-Holstein antreten (hierzu, wie eS heißt, vom Bundestage bevollmächtigt). Zu Ministern sind ernannt: Hr. v. Blöhme; daS frühere Mitglied der gemeinschaftlichen Regierung Frhr. von Heintze; der frühere Lanbkommiffar Thom. Prehn und der OberappellationSrath MalmroS. Sie bilden die DepartementSchefS, welche unter den RegierungSkommissarien stehen. MalmroS saß in der letzten Landesversammlung auf der äußersten Rechten. Heute sind in unsere freie Stadt 2000 Mann Oesterreicher eingerückt.

Rendsburg, 25. Januar. Am gestrigen Tage sollen zwei dänische Bataillone von Schleswig auS nach dem Norden zurückgezogen worden sein, wie auch auf der Linie nach Rendsburg nichts für ein Vorgehen ihrerseits spricht, da sie nach wie vor ihre alte Stellung behaupten, und nur Sorgbrück mit einem unbedeutenden Detachement besetzt haben. Allerdings haben aber am 22. d. M. dänische In­genieure unsere Sorgbefestigung ausgenommen.

Nachschrift.

* Wiesbaden, 29. Januar. Der k. sächsische Zollkonserenzbevollmächtigte, Herr Oberzollrath Leh­mann, ist hier angekommen. Der kön. bayerische Zollkonferenzbtvollmächtiqte, Hr. Oberzollrath Meir- ner wird stündlich erwartet.

Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Boczek.

721 Bekanntmachung.

In Gemäßheit deS Art. 44 deS Gesetzes vom 14. April 1849 wird hiermit bekannt gemacht, daß die Ziehung der Geschwornen auS der unter dxm 24. Dezember 1850 öffentlich bekannt gemachten Liste für die am 3. März l. I. beginnenden Asfisen

Montag den 10. Februar d. I., Vormittags 11 Uhr, im Sitzungszimmer deS unterzeichneten Gerichts stattfiuben wird.

Wiesbaden, den 25. Januar 1851.

Herzogl. Nass. Hof- u. Appellationsgericht.

Flach.

vdt. Bernhardt.

75J Bekanntmachung.

Montag den 4. Februar, Morgens 8 Uhr, läßt Reinhard Schneider in Biebrich in seiner in der Schloßgaffe gelegenen Behausung zwei gute acht- bis neun­jährige" braune Stutpferde, zum reiten und fahren gleich gut zu gebrauchen; ferner 5 Kühe, 3 fette Schweine, sämmtliche Oekonomiegeräthschaften, alt: 1 Wagen, 1 Karn, 3 Pflüge, eine eiserne Egge, eine Windmühle, ein sehr schöner Schlitten, Fahr- und Reitzeug, wobei ein sehr guter Sattel u. s. w., gegen gleich haare Zahlung an den Meistbietenden versteigern, wozu höflichst einladet Reinhard Schneider.

Biebrich, den 29. Januar 1851.

Bekanntmachungen.

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Galanthomiiie,

oder: der Gesellschafter wie er sein soll.

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Kassau, 37, % Obligationen bei Rothschild 3 ff ff ff ff

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Holland, 2 V,"/, Integralen ....

Spanien, 3°/, Innere Schuld ....

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500 fl. , .. . . .

Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Bethmann DiSconto......... . .

Gold.__ Pistolen .... Pr. Friedrichsd'or Holl. 10 fl. Stücke Nand-Dueaten 20 Francsstücke Engl. Souverains

.'. tr.

T 30

9 i 56

9 40

5 30

9 23

11 40

It.

5

9

Silver.

Gold al Marco Laubth., ganze Preuß. Thaler

Pap.

Geld.

727.

727,

637.

63'/,

387.

387,

1065

1060

1547,

154

887,

88

127

857,

85

847,

84

807.

797.

847.

83%

987,

977,

837,

83

547.

517.

327.

827,

877.

87'/.

28'/. 37/,

377, 37'/, 317, 31 89'/, 88»/,

91

747.

787.

277. 37'/,

25/.

1037.

257.

817, 987.

82'/.

847.

92 7. 917.

300 298

577« 337,

298

817«

347,

57

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81%

347,

1%

ü. ; kr.

372 I -

1 45'/.

5 Frankenthaler 2 207*

Hochhaltig Silber Gerina u mittet b

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hierbei als BeiblattDee Wanderer ^.

Druck und Verlag der £ Schellenberg'schen Hof,Buchhandlung in Wiesbaden.