Einzelbild herunterladen
 

Generallieutenant v. Peucker und General-Feld- Marschall-Lieutenant Graf v. L e i n i n g e n find be­reits vorgestern Abend nach Kurhessen abgereist. Den letzteren ersetzt als Oberbefehlshaber der ge- sammten hiesigen Garnison der öfter. General von S ch m e r l i n g.

(Vom 16.) Die ausgewiesenen drei Redakteure derNeuen Deutschen Zeitung" haben heute unsere Stadt verlassen. *

Von der mittleren Fulda, 14. Dez. (Fr. I.) Ein tragischer Fall, der sich vorgestern Abend auf der Eisenbahn zwischen Rotenburg und Bebra ereignet, gab gestern viel zu sprechen. Ein russischer Feld­jäger, der eine Depesche an den Fürsten Gortscha- koff hatte, ist, nach allen Anzeichen und Angaben von Mitreisenden, in einem Anfalle von Jrrsein, mit Zurücklassung seiner Effekten, auS dem Wagen ge­sprungen und ganz spurlos verschwunden. Man glaubt, daß er in den Fluthen der nahen Fulda den Tod gefunden habe.

Würzburg, 14. Dezember. Durch magistra­tisches Ausschreiben vom gestrigen ist der hiesige Verein zur Unterstützung der kurhessischen Offiziere geschlossen.

Gotha, 13. Dez. AIS Abgeordneter für die zu Dresden beginnenden freien Konferenzen für die thüringischen Staaten wird daS seitherige Mitglied deS provisorischen Fürstenkollegiums, StaatSralh Seebeck, genannt.

Braunschweig, 11. Dezbr. In der heutigen Sitzung der braunschweigischen Abgeordnelen-Ver- sammlung wird auf Hollandi's Antrag zuvörderst die Debatte über die Regierungsproposition, die Verpflegungskosten deS Truppenkorps im vorjährigen Feldzuge in Schleswig betreffend, wieder ausge­nommen. Hollandt trägt zugleich darauf an, dem Schreiben an die Regierung hinzuzufügen, daß die Versammlung vorauSsetze, daß die den Herzog- thümern zu erstattenden Verpflegungsgelder in der Weise gezahlt würden, daß sie der Statthalterschaft und nicht etwa der dänischen Regierung zu Gute komme» würden, ein Zusatz, der bei der jetzigen Lage der Sache nicht überflüssig erscheint. Die Ver­sammlung schließt sich dem Anträge nach kurzer De­batte an.

Hannover, 13. Dez. (Z. f. Nordd.) Der Ma­gistrat hat den Vorschlag der Bürgervorsteher, daS Ehrenbürgerrecht, statt Herrn Stüve allein, allen Märzministern zu verleihen, wie vorauözusehen war, abgelehnt.

Erfurt, 18. Dezember. (Erf. Ztg.) Die in unserer Stadt liegenden L an d w ch rl e u te zwei­ten Aufgebots sind heute in ihreHeimath ent» lassen worden.

Berlin, 14. Dezember. (N. Pr. Z.) Oester- reichischer SeitS war der 30. d. Mts. als Tag der Einberufung derfreien Konferenzen", von Preußen dagegen der 25, d. M. vorgeschlagen worden. Preu­

ßen wünsch le den Zusammentritt möglichst früh und Oesterreich bat sich dem augeschlvssen, so daß nun­mehr der 23. d. M. alS Tag deS Zusammentritts betfreien Konferenzen" festgesetzt worden ist. Die dahin lautenden, von Preußen und Oesterreich ge­meinschaftlich unterzeichneten Einberufungsschreiben an die übrigen deutschen Regierungen sollen heute bereits abgegangen sein.

Rom, 4. Dez. Die Differenzen mit Portugal scheinen ausgeglichen zu sein ; der portugiesische Ge­sandte ist hier angekommen.

DaS Projekt von einer fortdauernden französisch­neapolitanischen Besatzung mit Ausschluß von Oester­reich soll aufgegeben fein.

Die römische Universität, welche am 26. Nov. eröffnet wurde, zählt jetzt schon 500 Hörer.

Nachschrift.

* Wiesbaden, 16. Dez. (Assisenverhandlung gegen Anna Maria Schäfer.) Die Geschwornen haben die Angeklagte deS zur Last gelegten Ver­brechens überwiesen erkannt; die Zusatzfrage dagegen verneint. Das Erkenntniß deS Gerichts­hofes lautet (wegen beschränkter Geisteskraft der An­geklagten) auf eine dreijährige Zuchthausstrafe und auf Ersatz der Untersuchungskosten im Betrag von 41 fl. 48 kr. Der Antrag der Staatsbehörde ging auf 5 Jahre Zuchthaus.

Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Boczek.

1329] Durch das Verweisungsurtheil des Anklagcsenats des Herzog!, Hof- und Appellationsgerichts dahier vom 12. Okto­ber d. J. ist Joseph Rudraufs von Biebrich, dermalen flüch­tig, 24 Jahr alt, angeklagt der Verletzung des OffenbarungS- Eides und deS versuchten Betrugs vor die Asfisen deS vierten Quartals d. J. verwiesen und die Verhaftung desselben ver­fügt worden.

Da dieses Urtheil, in soweit es die Haft des Angeklagten verordnet, nicht vollzogen werden konnte und nachdem dasselbe nebst der Verfügung der Staatsbehörde vom 12. ». M., wo­durch der Angeklagte aufgefordert wird, sich ungesäumt bei dem Herzog!. Criminalgericht dahier zur Haft zu stellen, der Schwägerin deS Angeklagten, Ehefrau des Peter Rudrauf- zu Biebrich unterm 15. 5. M. zugestellt worden ist, wird auf den Antrag der Staatsbehörde und nach Ansicht des Artikels 204 der Strafprozeßordnung

in Erwägung:

daß nach Zustellung des oben bezeichneten VerweisungS- Urtheils mehr als zehn Tage abgelanfen sind, und der An­geklagte fich bis jetzt nicht sifiirt hat, verfügt:

daß das Vermögen des Angeklagten Joseph Rudrauff von Biebrich mit Beschlag zu belegen, ihm jede Klage bei Gericht, sowie die Ausübung seiner staatsbürger­lichen Rechte zu untersagen, und diese Verfügung durch Einrückung in die Nassauische Allgemeine Zeitung und daS Jntelligenzblatt, sowie an dem Wohnfitz deS An­geklagten auf übliche Weise bekannt zu machen sey.

Wiesbaden, den 2. Dezember 1850.

Der Vorsitzende des Anklagcsenats. v. Bierbrauer.

1187] Bei Hennigs 8? Hopf in Erfurt ist er­schienen und in neuester Auflage wieder vor- räthig in der Buchhandlung von C. W. Kreidel in Wieöbaden , Langgasse Nr. 25:

Charlotte Leander

Häkelschule für Damen, oder die Kunst alle vorkommenden Häkelarbeiten auszuführen.

Als vollständige Anweisung ohne Beihülse die verschiedenen Häkelarbeiten zu erlernen. Zum Schul- und Hausgebrauch. 9te Aufl. 11 Hefte mit 225 Ab­bildungen. Brosch. 6 fl. 36 fr.

Einzelne Hefte find ohne Erhöhung deS Preises zu 36 fr. zu haben.

64n Für Lehrer, Aeltern und Erzieher.

In der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden ist zu haben:

«Hülfsbueh

beim Religionsunterricht in der Unterklasse der

Volksschule

von J. G. Kurth,

Freiberg bei Graz 8f Gerlach. brochirt. Preis 36 fr.

Diese Schrift enthält diejenige Auswahl der Glaubeiis- und Pflichtenlehren, welche sich für die Unterklasse, also für Kinder von 6 bis 9 Jahren, eignen, geordnet »ach der Fas­sungskraft und erläutert durch zweckmäßige Beispiele. Es ist in einer so gemüthlichen und kinderfreundlichen Weise ge­schrieben, daß Jeder, weß Standes er auch sey, mit Vergnügen darin lesen wird; und wenn überhaupt eine größere Bethei­ligung der Aeltern an dem ErziehungS- und Unterrichtswesen gewünscht wird, so möchte dieses Buch allen Vätern und Müt­tern, denen religiöse Erziehung ihrer Kinder die höchste Auf­gabe ist, zu empfehlen seyn, um in stillen Stunden mit ihren Kindlein darin zu lesen und sie nach des Verfassers Art und Weise zur Religiosität zu erziehen.

Bekanntmachungen.

In der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden sind vorrâthig und dürften sich zu Festgescheuken eignen:

Glaube, Liebe, Hoffnung. Blüthen vaterländischer Dichter. Den deutschen Frauen und Jungfrauen gewidmet.1 Eleg. mit Goldschnitt geb. Preis 1 fl. 45 kr.

Albion und Erin. In Liedern von Th. Moore, Lord Byron, R. Burns, P. B. Shelley, Th. Campbell, I. Thomson rc. Im Versmaße der Originale übertragen von Viktor von Arentsschildt. Mit beigedrucktem Originaltext. Eleg. mit Goldschnitt geb. Preis 4 fl. 12 kr.

Hebel s, J. P., allemannische Gedichte für Freunde ländlicher Natur und Sitten. Ins hochdeutsche übertragen von R. Rei nick. Mit Bildern und Zeichnungen von Ludwig Richter. Eleg. geb. Preis 3 fl. 36 kr.

1331) Von der bei Engelhorn 8> Hochdanz in Stuttgart erscheinenden Allgemeinen Muster-Zeitung,

Album für weibliche Arbeiten und Moden.

Preis vierteljährlich 54 kr.

ist die erste Nummer des ersten Quartals für 1851 bereits ausgegeben, und werden hierauf, so wie auf die verflossenen Quartale von jeder Buchhandlung und allen Postämtern Bestellungen angenommen; namentlich von der

L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.

911] Die Fra ns futter Lebens-VerfirberunaS- Geselllchaft mit einem Grundkapital von drei Millionen Gulden, leistet Versicherungen zu äußerst billigen Prämien.

Den auf Lebenszeit Versicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn-Antheil von 50 Prozent oder ein Rabatt von 10 Prozent auf die Jahresprämie bewilligt.

Bei rem Eintreten von epidemisch'« Krankheiten, wie z. B. der Cholera, werden ohne Präinien-Erhöhung unver­ändert Versicherungen angenommen.

Die Prämien können in halb« oder vierteljährlichen Raten entrichtet werden.

Die Gesellschaft übernimmt auch Kapitalien aus Leib­renten und gewährt dafür außergewöhnlich hohe Renten.

Versicherungen werden durch den unterzeichneten Haupt- Agenten , bei welchem auch Prospektus und Antragsformulare unentgeltlich zu haben sind, auf'S Promteste vermittelt.

Wiesbaden, den 24. August 1850.

Der Haupt-Agent Weychardt.

13341 Honig.

Bei Unterzeichnetem ist Westphälinger Honig, beste Qualität, â 15 Kreuzer pr, Pfund zu haben.

Biebrich, den 14, Dezember 1850,

J. Ä. Lembach.

1337] Jeden Tag frische Berliner' Pfannkuchen, sowie eine große Auswahl frischer Thee-Bäckereien bei

Heinrich Wagner, Conditor, Webergaffe Nr. 28.

1295] So eben sind erschienen und in arten Buchhandlungen, in W i eSbaden in der L. Schellenberg'schen Hof-Büch- handlung zu haben:

Festpredigten, Casualpredigten und

Casualreden,

gehalten in den Jahren 1832 bis 1849 von Dr. Carl Zimmermann, Prälat zu Darmstadt, 2 Bände (48 Bogen) in gr. 8, geh.

Preis 3 fl. 36 kr.

Verlag vonF. A. Eupel in Sondershausen.

Hierbei als BeiblattDer Wanderer ft

Druck und Verlag der 8. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.