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aus den beiden untersten Klaffen, der Zoologie auS allen Klaffen hat die Lehrer dieser Fächer mit Un­willen erfüllt, und die Einführung des Alt- und Mittelhochdeutschen hat nicht die allgemeine Stimme für sich gewinnen können. Außerdem wollen Viele in dem neuen Schulplan viel Planloses und Ver- verworrenes finden und in den Erläuterungen dazu viel Unklares, ja sogar Widersprüche. ES wäre zu wünschen^ daß die mit diesem Plane nicht einver­standenen Lehrer ihre Ansichten darüber in öffent­lichen Blättern freimüthig aussprächen. Es sol­len sogar Mitschöpfer dieses Werkes sich geäußert haben, sie wüßten sich nicht zu erklären, wie so manche Bestimmungen, die durchaus nicht ihre Zu­stimmung erhalten, in diesen Plan Eingang gefunden hätten. (?)Auch diese Herren sollten sich öffentlich da­rüber auSsprechen.

Aus Kurhessen, 26. November. Am Sonntag soll Fürst Taris dem preußischen Oberbefehlshaber angezeigt haben, daß er sich genöthigt sehe vorzu­rücken. Auf die Erwiederung deS Grafen von der Gröben, daß man preußischer SeitS nunmehr um keinen Schritt weiter zurückgehen werde, ist Fürst TariS jedoch einstweilen in seiner bisherigen Stellung verblieben. In Hanau erzählt man mit möglichster Bestimmtheit, daß die noch im Dienste befindlichen kurheff. Offiziere Befehl erhalten hätten, dem Kur­fürsten einen Fackelzug zu bringen.

Gencrallicutenant v. Haynau ist durch höchste Ordre in den Ruhestand zurückversetzt, mit der Er­laubniß, die Armeeuniform zu tragen.

München, 25. Nov. . Der bisherige außeror­dentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister der französischen Republik, Hr. Armand Lefevre, ist gestern Abend, nachdem er noch vorher zur königl. Tafel war gezogen worden, auf seinen neuen Ge- sandtschastSposten nach Berlin abgereist.

Braunschweig, 25. Nov. (D. R. Z.) Die in mehreren Zeitungen gemachte Mittheilung, daß die Preuß. Regierung der hiesigen auf den Antrag wegen deS Durchmarsches einer österreichisch-bayerischen ErekutionSarmee nach Holstein bereits eine Antwort ertheilt habe, ist sicherem Vernehmen nach unrichtig.

Hannover, 23, Nov. (Ns. Z.) In der lang- dauernden Sitzung des Gesammtministeriums ver­gangenen Donnerstag Abend ist dem Vernehmen nach der Beschluß gefaßt, ein mobiles Korps von 6 bis 7000 Mann an der Elbe (wahrscheinlich bei Stade) zusammenzuziehen. Vorbereitende Maßre­geln zu einem solchen Schritte sind bereits ausge­führt. Nach unserer Militärorganisation dürften kaum 3 bis 4 Tage dazu nöthig sein, um eine solche Truppenmacht an irgend einem Orte in der Nähe einer Eisenbahn zu konzentriren.

Hannover, 24. Novbr. (Wes. Z.) Es wird versichert, die hiesige Regierung habe nicht nur zum Durchmarsch eines österreichischen ErekutionskorpS nach Schleswig-Holstein die Genehmigung ausge­sprochen, sondern eine Beihilfe zu demselben von 2000 Mann Infanterie zur Verfügung gestellt.

Osnabrück, 24. November. DasTageblatt" stellt heute in einem Artikel über Kinkel's Flucht entschieden und, wie cs hinzufügt, auS dersicher­sten" Quelle die Ansicht in Abrede, als sei diese Flucht durch die Regierung begünstigt. Am Schluß dieser Mittheilung gibt dasTageblatt" noch die denneueren Nachrichten" abermals widerspre­chende Notiz, daß nach einem Briefe Arnold Ru- ge's Kinkel und OSkar Reichenbach in London ange­kommen seien.

Leipzig, 24. Nov. (D. R.) Aus dem Erz­gebirge find hier Nachrichten eingelaufen, welche sehr interessante Details über die Truppenbewegun­gen in Böhmen geben. Die sächsische Gränze wird immer dichter mit den Kriegern auS den verschie­densten Nationalitäten deS Kaiserstaats besetzt. Na­mentlich scheinen die Kroaten dazu bestimmt zu sein, Sachsen zu observiren, denn eS ist amtlich in den böhmischen Gränzbezirken bekannt gemacht worden, daß bis zum 27. Novemb. noch mehrere Bataillone Kroaten auf der Eisenbahn über Prag nach Lobositz geschafft und dann an der Gränze »ertheilt werden sollen. Jellachich wird in Reichenberg, Elam-Gal­ias in Friedland erwartet. Mittlerweile halten die sächsischen Truppen die Verbindung mit den öster­reichischen durch eine starke Besetzung der Festung Königstein und deS Lustschlosses Pillnitz aufrecht, während das Hauptkorps sich nördlich von Dresden noch in seinen alten Stellungen befindet.

Berlin, 25. Nov. Eine vor mehreren Tagen erlassene KabinetSordre beauftragt den Präfibenlen v. Puttkammer mit der Wahrnehmung der speziell!» Angelegenheiten des Departements deS Innern, weil Herr v. Manteuffel durch das auswärtige Amt zu sehr in Anspruch genommen wird.

Berlin, 25. Novbr. (D. Z.) ES wird eine fast vollständige Modifikation des Kabinets an der

Börse verkündet, und versichert: Graf Dohna werde Ministerpräsident, Hr. v. Uechtritz Kultus­minister an der Stelle deS austretenden Ladenberg, und Herr von Selchow an v. b. Heydl'S Stelle Handelöminckter werden, Herr von Manteuffel aber in seiner Stellung verbleiben. Man versichert ferner, d i e Partei der zweiten Kammer, an deren Spitze Herr von Vincke getreten, verlange ent­schiedene Aufklärung über die Rüstungszwecke und wolle dem Ministerium bezüglich der geforderten Er­klärung nur noch eine Feist von acht Tagen gönnen. Nach Aussagen von Reisenden, die auS Oesterreich kommen, werden dort die Rüstungen in umfassen* ster Weise fortgesetzt und cS befestigt sich immer mehr die Ueberzeugung , daß eS nicht mehr in den Intentionen Oesterreichs liege, den Frieden unter annehmbaren Bedingungen mit Preußen aufrecht zu erhalten, daß vielmehr die Zeit der Verhandlungen neuen militärischen Rüstungen zur Basis diene, um dann, wenn in Preußen die erste Frische deS En­thusiasmus vorüber, mit um so entschiedener Kraft hervorzubrechen.

Berlin, 25. Nov. (F. I.) Eine gelegentliche Aeußerung deS Justizministers in der heutigen Sitzung der zweiten Kammer bei der Debatte über Bildung der Justizkommission stellt in Aussicht, daß in der bevorstehenden Session die Vorlage eines neuen Strafrechts erfolgen wird. Die Hauptthätig- feit der Abgeordneten konzentrirt sich vorläufig noch auf die FraktionSverfammlungen und Berathungen der Abreßkommisfion. In Bezug auf letztere hat gestern eine lange Sitzung stattgefunden, an welcher das Ministerium aufgefordert worden war, Theil zu nehmen, um unumwundene Aufklärung über die Lage der Finanzen und den Stand der über die deutschen Fragen schwebenden Verhandlungen zu geben. Hr. v. Vincke soll sofort mit einem schar­fen Angriff auf die Politik deS Ministeriums be­gonnen haben. In Beziehung auf die Haltung der Parteien in den Fraktionen geht unS die Mit­theilung zu, daß eine Spaltung in zwei große Parteien fich entschieden herauszustellen beginne und die anfängliche Hoffnung, die Kammer zu einem einstimmigen Beschluß und Auftreten zu bringen, schwinde. Das eine der beiden Lager dringt auf Entfernung des Ministeriums Manteuffel 5 tout prix und besteht auS den beiden Fraktionen der libe­ralen Oppositionen und der Fraktion Riedel; im zwei­ten Lager, welches durch die vereinigten Fraktionen aer Konservativen (Geppert-Bodeljchwing) und der der Fraktion der äußersten Rechten gebildet wird, drängt man die Ministerfrage zurück und die Frak­tion Geppert will nur als Programm die Forderung einer entschiedenen und konsequenten Politik, deren Durchführung, ob vom gegenwärtigen oder von einem andern Ministerium ihr gleichgültig ist, falls nur Dai Ministerium zu einem bestimmten deut« I sch en Programm sich bindet. Die Fraktion Geppert, I welche auf circa 90 Stimmen zählen kann, hat so- I mit die Entscheidung zwischen der äußersten Rech- I ten (einige 60 Stimmen) und der vereinigten Op­position (circa 130 Simmen) in ihrer Hand. Es kommt nun alles auf die Eröffnungen an, die das Ministerium in den geheimen Sitzungen der Adreß- kommission geben wird, um die Haltung der Kon­servativen fester zu bestimmen. Erfolgen die Eröff­nungen nicht, wie eS heute heißt, daß daS Mini­sterium sich gestern nicht dazu bereit erklärt, so I steht ein Bruch mit dem Ministerium in Aussicht und eine Verweigerung der außerordentlichen Geld­forderungen. Man verhehlt sich bei Allem auch nicht Die Eventualität einer Kammerauflösung durch das Ministerium, oder einer Vertagung, was viele Abgeordnete veranlaßt hat, ihre Quartiere noch nicht auf feste und längere Zeit zu miethen. Daß das Ministerium es liebt, eine ihm unbequeme Op- vosition durch Wegschickung sich vom Halse zu schaffen, haben wir an der demokratischen Opposition in und außerhalb der Kammer erlebt; mit der Kon­stitutionellen beginnt es bereits ebenso zu verfahren, indem heute Dr. Haym, Redakteur derKonst. Zeitung", plötzlich aus gewiesen ist und Berlin in 24 Stunden verlassen soll. Dem Vernehmen nach haben sich mehrere Abgeordnete zum Minister des Innern begeben, um die Maßregel der Aus­weisung des Dr. Haym rückgängig zu machen. Hr. v. Radowitz hat Berlin verlassen, nachdem er sich vergeblich bemüht, eine Audienz beim Könige in Sanssouci zu erhalten.

In der heutigen Sitzung der ersten Kammer war ein Antrag des Abg Baumstark (unterstützt von etwa 40 Mitgliedern) eingegangen, sofort nach Konstituirung der Kammer eine A n t w orts ad resse auf die Thronrede zu beschließen, und eine Kommis­sion von 10 Mitgliedern dafür zu ernennen.Mo, tive: 1) Die Thronrede und deren Inhalt. 2) Die bedrohte Lage deS Vaterlandes." Ein Amendement des Abg. Zander beantragt die Zahl von 15 Mit­gliedern für die Kommission. Ueber denselben kann aber noch nicht verhandelt werden.

Berlin, 25. Nov. DieDeutsche Ref." er­wähnt unter ihren heutigen bevorzugten Neuigkeiten nicht den Eingang einer neuern drohenden Note deS russischen KabinetS, ihr Leitartikel aber läßt kaum

noch einen Zweifel über deren Eintreffen Nachdem dieser Artikel an Hardenberg erinnert Den es trotz seiner großen Friedensliebe endliche keine freie Wahl mehr gegeben, wird dieBess ? tnng" ausgesprochen, daß Preußen unter seine auch den Kaiser von Rußland zählen dürfte, reihen sich Die nachstehenden bedeutungsvollen

Niemanden als Rußland, unserem treuen $ kündeten , der selber im eigenen Lande die kraft und Volksbegeisterung gegen die Invasion ei«,« fremden Heerfürsten aufrief und mit den eines ungeheuren Brandes die Niederlage eines Golt und der Volksverzweiflung geschlagenen obererS beleuchtete, kann deutlicher sein, Daju Krieg gegen Preußen bedeutungsvoll, für die eigenen Landen werden bürfi( als man eigentlich erwarten möchte. ^ einem r u s fischen Heerlager wurden 1812 Grundzüge eines deutschen Nationalaufstandes « worfen; wir werden Die Erfahrung davon Dem schichtSkundigen Leiter der russischen Weltmacht nift zu erläutern brauchen.

Berlin, 25. November. Wir vernehmen fi« richtet dieNational-Zeitung"), daß am vergaß neu Sonnabende eine neue österreichische Note gegangen ist, welche nochmals auf Der sofortigst Räumung KurhessenS mit Einschluß der Stapps straßen besteht. Diese Nachricht wird bestätigt tn^ Frankfurter Mittheilungen, nach welchen die einzig Genugthuung für die preußische Ehre darin befo hen würde, daß der Bundestag die Okkupati,, KurhessenS nur für eine temporäre erklärt, um in Betreff der Etappenstraßen Preußens Durchs zu gS recht anerkennt, welches jedoch nicht in eine dauernde Besetzung auSarten dürfe. Wir wissen ni^ ob unsere Regierung die Herabstimmung der Geiß« bereits so weit gediehen glaubt, um sich mit dieß, Satisfaktion zufrieden zu stellen, und wir wollet daher eine Nachricht noch nicht als verbürgt » sehen, nach welcher wirklich bereits gestern Abm telegraphisch der Befehl zur Räumung Kurheffenj abgegangen wäre.

Oldenburg, 24. Nov. Der Erbgroßherzog Hai heute in aller Frühe eine längere Reise nach Italien, -Griechenland und Kleinasien angetreten, und will ! erst im Juni künftigen JahreS zurückerwartet.

Altona, 24. Nov. (Weser-Z.) Morgen wird j unsere Landesversammlung in Kiel wieder eröffne!. I Man sieht schon in den ersten Sitzungen interessante» j Verhandlungen über die gegegenwârtige Lage unfi I reS Landes entgegen. ES wird auch gewiß ein Ain trag auf eine von Der Landesversammlung an den Herzog von Braunschweig zu erlassende Dankadresse gestellt werden. Auch von Seiten der flüchtigen Schleswiger eine solche an den Herzog zu richten, ist dem Vernehmen nach, bereits in Anregung ge- bracht worden.

Rendsburg, 24. Nov. (H. C.) Gestern mürben j sieben gefangene Dänen vom 13. Linienbataillom I eingebracht, die in dem Dorfe Esbrehm von Den Unfrigen unter Befehl des Lieutenants Voigt auf­gehoben worden. ES hatte sich nämlich eine dä­nische Patrouille von 12 Mann während der Nacht ins Dorf hineingewagt, wovon die obigen sieben abgeschnitten wurden, während die übrigen entka­men. Heute Nacht will man in der nördlichen Richtung ein starkes Feuer wahrgenommen haben. AlS Gerücht wird erzählt, daß unsere Patrouil­len vom 11. Bataillone mit den dänischen zusammen gewesen und daß Letztere daS Dorf Lottorf au­gezündet hätten, wobei ein Theil deS Dorfes in Flammen aufgegangen fei. Näheres haben wir beim Abgänge der Post noch nicht erfahren uns selbst im Generalkommando war kein authentisch« Bericht darüber eingegangen.

Dem Kieler Korrespondenz-Blatt entnehmen wir Folgendes: Mehrere in diesen Tagen in Apen­rade angekommene Schleswiger bestätigen, daß alle Lazarethe der Dänen überfüllt sind, und daß die Zahl Der Lazarethkranken auf 12 14,000 Mann angegeben wird; sie bestätigen ferner, daß die Miß­stimmung in Nordschleswig täglich zunimmt und die dänisch gesinnten Bauern des langersehnten GlückeS herzlich müde sind, namentlich ist es ihnen empfind­lich, zu bemerken, daß, nachdem sie vom Süden ab- geschniiten sind, Alles, waS sie verkaufen wohlfeiler, und was sie kaufen, theurer geworden ist.

Wien, 21. Nov. (Bresl. Z.) Der Pferdeankauf, der unablässig fortgesetzt wird, zu welchem Zweck ambulante Remontirungskommissionen alle Kronlân- der deS StaateS durchreisen, hat bereits 40,000 Stück geliefert, doch der Bedarf erstreckt sich auf 60,000 Stück, und wird zum Theil auS Rußland gedeckt werben müssen.

Empfindlicher indeß als dieser theilweise Pferdc- mangel ist die E r schöp fu ng der kriegspflich­tigen V o l k S k l a s s e n, indem schon jetzt der Feld­bau, die Gewerbe und Fabriken, zum Theil über Mangel an Arbeitskräften klagen, die noch lauter ertönen werden, wenn, die Urlauber insgesammt und die ueue Aushebung von 76,000 Rekruten voll-