Fulda, 18. Nov. Aus Kassel wird gemeldet, daß sich die Preußen der Eisenbahn gewalisani bemächtigt haben und sie zu zerstören drohen, wenn sie den BundeStruppen Lebensmittel zuführe oder diese selbst auf der Bahn befördere. (?)
Kassel, 17. November. (N. H. 3-) Die seit einigen Tagen durch die politischen Verhältnisse sichtlich niedergedrückte Stimmung unsrer preußischen Gäste erheiterte sich heute durch die rem Vernehmen nach eingetroffenen kriegerischen Befehle. Die Armee hat ihre Linie weiter ausgedehnt nach Gießen hin, hat auch ihre Vorposten weiter gegen Fulda vorgeschoben bis Neukirchen (wo sich die preußischen und bayerischen Quartiermacher trafen, von denen die letzeren sofort räumten) und scharfe Be, fehle für den Fall eines Konfliktes erhalten. Aus den getroffenen Anordnungen geht hervor, daß sich die Preußen in ihrer dermaligen Stellung jedenfalls zu behaupten gedenken.
Gotha, 16. Nov. (N. H. 3 ) Koburg und Hildburghausen werden in den nächsten Tagen durch die Preußen besetzt; dieselben werden heute schon in Schleusingen erwartet, wo gestern für zwei Regimenter Quartier angesagt worden ist. Alle Vor- râthe von Schießwaffen sind aus Suhl nach Erfurt geschafft, sogar die noch in Arbeit gewesenen Flin- tknlâufe ; auch soll die Fabrik aus Sömmerda nach Magdeburg oder Spandau verlegt worden.
Von der sächsisch-böhmischen Grenze, 15. Nov. Wir erfahren, daß das österreichische Armeekorps im Norden Böhmens demnächst seine Standquartiere verlassen wird, um nach Vereinigung mit einem Theile der bayerischen Truppen alsbald gegen Schleswig-Holstein vorzurücken.
Leipzig, 18. Nov. (D. Z.) Die böhmische Grenze bei Zittau ist nicht besetzt und die Besatzung von Reichenberg ist nach Josephstadt abgezogen. Dagegen sollen in Görlitz 8000 Preußen schlagfertig stehen.
Aachen, 18. Nov. In der heutigen Ersatzwahl für die zweite Kammer wurden die HH. G. von Vincke und Dr. Cremerö gewählt.
Berlin, 18. Nov. In der heutigen im Schlosse Bellevue gehaltenen Sitzung deS MinisterrathS wurde die Thronrede berathen. Gestern hat Hr. v. Persigny Sr. Majestät dem König sein Abberufungsschreiben in feierlicher Abschiedsaudienz üebrreicht.
Kiel, 14.Nov. (Fr. I.) AuS Tondern wird als zuverlässig gemeldet, daß die Dänen die Westküste von Schleswig beinahe von allen ihren kleinen Garnisonen und zerstreuten Detachements entblößt haben, um ihre Macht am Dannevirke zu verstärken. ES scheint also, daß sie die Chancen eines Angriffs auf ihre Linien ernsthaft in Betrachtziehen und sich zu möglichster Gegenwehr rüsten.
Salzburg, 18. Nov. Selbst der Rest des 6or aribergitwen Truppenkorps hat die tyrolifche ' passirt und sich nach Bamberg in Marsch gesfh,
Wien, 15. Novbr. Fortwährend kommen Gloggaitzer Bahnhöfe neue Grcnzcrbataillvne die alle von dem Kaiser inspizirt werden. m1 wöhnlich richtet dabei der Ban eine Anrede ? die Mannschaft. ________________
N achsehrift.
* Wiesbaden, 20. Nov. Anstatt der angelü« digten 13 preußischen Infanterie-Bataillone werd,» nur 8 Bataillone durch das Herzogthum marsch,., ren, und zwar statt, wie festgesetzt, über Schwalbe und Nassau zu gehen, sich in Biebrich nach lenz einschiffen. Durch diese veränderte Marsch, route wird die Einquartirung für unsere Etari bedeutend geringer, indem ein großer Theil d,, ankommenden Truppen in Erbenheim und Biebrich untergebracht werden wird. Die Kavallerie ut» Artillerie wird den Landweg über Königstein ti» schlagen. Der Durchzug der Truppen beginnt
25. d. M. und dürfte sechs bis sieben Tage bautu
Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Boczfl
Für den abgebrannten Arzt in Grafenau find 4 gegangen: von Hrn. Dr. Menges in Weilburg 1 fl. 45 s von Hrn. Dr. Gräfer in Montabaur 1 fl. 45 fr.
Bekanntmachungen.
1233]
Bekanntmachung
f ü r In- und Ausländer.
Di- unterzeichnete Behörde vergibt die Lieferung von circa 12,400 Frankfurter Ellen % breite weißflâchfene Hem- denleinen im Submisstonswege an den Wenigstnehmenden; der Ablieferungstermin ist auf 6 Wochen vom Tage der Ratifikation an gerechnet, festgesetzt.
Die Lieferungsbedingungen und das Muster liegen biS zum 2 9. d. M. bei der Behörde zur Einficht offen; die Submissionen müssen bis längstens den 30. d. M. verschlossen, mit der Aufschrift „Leinwandlieferung" an die Behörde abgegeben sein, später eingehende bleiben unberücksicht.
Die SnbmisfionSerössnung ist auf den 2. Dezember, Vormittags, festgesetzt.
Wiesbaden, den 19. November 1850.
Herzog!. Nass. Militär-Verwaltungs-Kommission.
1106]
Dam
1232] ©öffentlicher Dank.
Hiermit beattestire ich, daß durch den Gebrauch der von Herrn Carl Leyendecker in Wiesbaden getauften Goldb er- gerschen Kette das gichtische Uebel meiner Frau vollkommen verschwunden ist.
Kiedrich im Rheingau, am 25. Oktober 1850.
________________ Perscheid.
Aerztliches Zeugniß
Die aus Kupfer, Zink und harzigen Bestandtheilen geformten galvano - elektrischen Rheumatismus-Ketten de« Herrn I. T. Goldberger in Berlin gefertigt, habe ich gegen chronische, rheumatische, gichtische, sowie gegen nervöse Anfälle, namentlich Zahn-, Gesichts- und Magenschmerzen mit günstigem Erfolge angewendei. Nicht minder anzuempfehlen sind diese Ketten gegen die nach apoplektischen und para- litischen Anfällen zurückgebliebenen Schwäche der befallen gewesenen Theile. Dieselben müssen nur mit dem leidenden Theile so genau als möglich in Verbindung gesetzt werden.
Groß-Breitenbach, den 3. März 1849.
Dr. Finn, praktischer Arzt.
für den Meder- und Mittel-Rliein.
Düsseldorfer Gesellschaft.
Tägliche Abfahrten von Biebrich;
8 Uhr Morgens nach Cöln ^ im Anschluss an die Cöln-Mindener Bahn; 4 Uhr Mittags nach Düsseldorf, Elberfeld, Hamm und an die Rheinische Bahn nach Aachen.
10 Uhr Morgens nach Cöln-Düsseldorf.
Sonntags, Mittwochs und Freitags direkt nach Bolterdam • Sonntags und Mittwochs direkt nach hondon.
3 Uhr Nachmittags nach Mannheim.
Nähere Auskunft auf der Agentur, Marktplatz, gegenüber dem Herzoglichen Palais, und bei Hrn. F. Vv. Käsebier in Wiesbaden.
Biebrich, den 16. Oktober 1850. Der Agent: J. K. l^einbacli.
Großherzogl. Badische 35 fl. Loose.
Ziehung am 30. November a. c.
Haupttreffer 20 â 1000 fl. — 480 â 70 fl. re. Die Auszahlung im Ganzen 74,600 fl.
Loose covrsmäßig und für diese Ziehung gegen Abschlags- Zahlung das Stück zu 30 Kreuzer bei
Hermann Strauss.
Wiesbaden, den 19. November 1850. [1231
1191] Ein braves Mädchen, welches mehrere Jahre in einem Spezerei-Geschäft servirte, sucht in einem solchen thu Stelle als Ladenmädchen. Näheres in der Expedition d. Bl.
Frankfurt a. M., den IS. Nov. Mittags 1 Uhr
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Geld
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Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . .
„ 3'4 % StaatSschuldsch. L 105 kr
Bayern, 3'4 % Obligationen . . . . Berbacher-Eisenbahn-Actien . . Würtemberg, 3'4% Obligationen. .
„ 4'4% neue Obligationen
Baden, 3'4% Obligationen von 1842 .
„ Lotterie-Anl. fl 50 ff. bei G. u. S.
„ 35 ff. Loose vom Jahr 1845 . .
Darmstadt, 3'4 % Obligationen . . .
„ 50 fl. Loose .....
„ 25 fl. Loose .....
K ur Hessen, Friedr.-Wilh.-Nordbahn-Actien „ 40 Thlr. Loose bei Rothschild
Nassau, 3'4% Obligationen bei Rothschild „ 5 „ „ „ „
„ 25 ff. Loose.......
Frankfurt, 3 % Obligationen ....
von 1839 . von 1846 .
Taun uS-Eisenbahn-Actien â 250 fl.
Holland, 2'/, % Integralen ....
Spanien, 3"/, Innere Schuld ....
„ 5 „ Ardoin incl. 17 Coup.
Polen, 300 fl. Lotterie-Loose ....
„ =00 fl. „ „ ....
Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Bethmann D i S c o n k o...........
Gold. fl. kr.
Pistolen .... Pr. Friedrichsd'or Holl. 10 fl. Stücke Rand-Ducaten 20 Francsstücke Engl. SouverainS
9
9
9
5
9
11
42 V, 55
47 36
27 49
737,
637,
1055 146’/, 91»/«
80
74 ’/, 80’/, 96 V. 78'/, 51 30’4 84’/, 89
77 V, 27’4 35'/, 30'4 86
101’4 25'4 80
92’4 88'4 300
73‘/, 63'/, 39 1050
I461/, 917, 117 79% 82'7 717 «
777 507, 307, 847, 887, 77'/, 27%
35 30 85%
101%
25
33'/
92%
87%
298
55'4
33 V,
136 33’/, 3
Silber, i fl.
Gold al Marco Laubth., ganze Preuß. Thaler 5 Frankenthaler Hochhaltig Silber Geriira u. mittelst
382
1
2
24
fr.
45
21
30
Hierbei als Beiblatt „Der Wanderer'
3 7, °
3 V, ,
34 V.
Druck und Verlag der L, Scheflenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.