stein und Lauenburg mit demselben Friedrich VII. als König von Dänemark Frieden schließt.
Kiel, 17. Oktober. (Fr. I.) Von Rendsburg her brachten Reisende die Kunve mit, vaß daS 8. Bataillon der Unsrigen, welches bei Sehestadt steht, gestern von ven Dänen angegriffen, und daß auch heute Morgen ein lebhafter und anhaltender Kanonendonner gehört worden sey. Ueber den näheren Hergang und den Ausfall des Gefechts verlautet indeß nichts Gewisses.
Mona, 17. Oktober. (H. C.) Gestern sind zwei dänische Infanteristen in Wolfskrug gefangen und eingebracht, auch sind eine dänische Kriegsflagge, eine dänische Wimpel und sechs Räder von einem Langboote bei Wollcrsum angelrieben.
Es scheint, als wenn englische Schiffenden Dänen als Transportschiffe und zu ähnlichen Zwecken dienen. Wenigstens wird uns von Soldaten, die aus der dänischen Gefangenschaft zurückkehren, erzählt, daß die Mannschaft z. B. eines Dampfschiffes, dessen Namen bisher auch nicht in der dänischen Marine vorkam, nur aus Engländern bestanden habe. —
Rendsburg, 17. Dftbr. (H. C.) Unter den vielen Braven bei dem Sturm gegen Friedrichstadt ist auch der jetzt a!S Major in unsern Diensten stehende Heinrich v. Gagern vorzugsweise zu neunen, indem er unverdrossen todcSkühn mitten in dem dichtesten Kugelregen sich stelS an der Spitze der Stürmenden befand, die er durch Wort und That anfeuerte und denen er durch sein heldenmü- thigcS Beispiel unablässig voranging. DaS Schicksal hat ihn hoffentlich für glücklichere Tage unserem Heere erhalten.
Innsbruck, 12. Oktober. Der bekannte Depu- tirte der Nationalversammlung, gegenwärtig Stadt- Pfarrer zu Frankfurt, Beda Weber, ist gestern auf einer Vergnügungsreise hier angekommen. Er geht nach Meran.
Kopenhagen, 15. Okt. (B.-H.) Die „Ber- ling'sche Zeitung" bringt einen Artikel über des franz. Oberstlieutenants Latour du Pin Anwesenheit beim dänischen Heere. Derselbe sei nach der Schlacht von Idstedt erst angekommen und wohne auf seinen Wunsch, welchen Major Harbou, den er
von Algier her kenne, dem Kriegsminister vermittelt, dem Kriege als Zuschauer bei, nicht als aktiver Theilurbmer und nicht im Auftrage der französischen Regierung; übrigens sei er auch nicht bei Missi,nde gewesen, sondern habe nur dem abgeschlagenen Sturm auf Friedrichstadt beigewohnt.
Am 15. Oktober ist der Kaiser Nikolaus in Warschau angekommen.
DaS „China Overland Register" berichtet von der großen Sterblichkeit, welche fortwährend unter der Besatzung auf Hongkong herrschte. 50,000 Insurgenten, von einem Prätendenten der Dynastie Ming befehligt, hatten, so hieß eS, die chinesischen Truppen geschlagen und waren auf dem Marsche nach Kanton, ja von dort nur noch 5 Tagmärsche entfernt. In der Zeitung von Peking richtete der Kaiser eine ernste Ermahnung an seinen Minister Kaying, wegen seines HangS zu Neuerungen. Die Overland Regierung lobt aber den Minister und tadelt den Kaiser.
Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Boczek.
Bekanntmachungen.
Veröffentlichungen des Herzoglichen Kreis.
Amts zu Wiesbaden.
1113] Das
Hcrzogl. Kreis-Amt zu Wiesbaden
an
die Herren Bürgermeister des KreisamtSbezirks.
Dic Anschaffung von Schulbüchern für arme Kinder betreffend.
Von vielen Lehrern wird darüber geklagt, daß von Seiten der Herren Bürgermeister und Gemeinderäthe für die Anschaffung der nöthigen Schulbücher für arme Kinder nicht gehörig gesorgt werde. Sie werden daher die Listen der wirklich armen Schulkinder durch die Schulvorstände einziehen und die fehlenden Bücher auf Kosten der Gemeindekaffe alsbald anschaffen.
Wiesbaden, den 19. Oktober 1850. Ferger.
1082] Edictalladung.
Ueber den Nachlaß des verstorbenen Valentin Stroh- schnitter zu Mittelheim ist der Concursprozeß erkannt worden, weßhalb hiermit alle Gläubiger zur Liquidation dinglicher und persönlicher Ansprüche bei Vermeidung des von selbst eintretenden Ausschlusses von der Masse auf
Freitag den 2 9. November l. I., Mo r gen 'S 8' anher vorgcladcn werden.
Eltville, den 9. Oktober 1850.
Herzog!. Nass. Justiz-Amt.
W enckenb ach.
1114] Bei B. F. Voigt in Weimar ist erschienen und in der L. Schellenberg'schcn Hof-Buchhandlung vorräthig:
Neues Taschenbuch für
Natur-, Forst- und Iagdfreundc. Angefangen von C. v. S 4 ul t eö; seil dem 8. Jahrgang fortgesetzt von I. C. L. Schultze, herzoglich braunschweigischer Forstsekrelär. II. Jahrgang auf das Jahr 1851. Mit 2 folotirten und 6 schwarzen Bildertafeln. 12. in sinnigem, sehr elegantem Umschlag. Preis 2 fl. 42 fr.
Dieser Jahrgang wird eröffnet durch eine etwas pikante und scharfe Polemik gegen den Hrn. Oberforstrath Pfeil; es folgen dann gegen 30 Abhandlungen, Aufsätze und Erzählungen aus dem Gebiete der. Jagd und des Forstwesens, sowohl ernster und lehrreicher , als unterhaltender , humoristischer und scherzhafter Natur. Eine spezielle Aufzählung würde die Aufmerksamkeit sehr spannen und diese» Jahrgang wesentlich empfehlen, nur fehlt dazu auf diesem beschränkten Raum leider der Platz. Zur besonderen Zierde gereicht dem diesmaligen Jahrgang der reiche Bilder und Karikaturenschmuck, der seine komische und aufheiternde Einwirkung auf den Leser nicht verfehlen kann.
Um die Anschaffung kompleter Eremplare zu erreichen, so bleibt der Preis der ersten 8 Jahrgänge, der 9 Rthlr. 20 Sgr. war, noch für die Dauer dieses Jahres auf 4 Rthlr. herabgesetzt, und können sie dafür, jedoch nur wenn sie zusäm- me»genommen werden, durch alle Buchhandlungen bezogen werden.
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Den aus Lebenszeit Versicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn-Antheil von 50 Prozent oder ein Rabatt von 10 Prozent auf die Jahresprämie bewilligt.
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