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abamift und wird Abends hier eintref- Innsbruck avq-re verweilen feine Reise ohne -n, und nach "ch bAchönbrunn fortsetzen. Hier- ^^^^vie ^srüher Ihnen mitgetheilte Reiseroute S^en Talstationen Unken und WelS abqeân» dert S^ kNajeftät hat sich alle Empfangsfeierlich­keiten verbeten.

Nraa 15. Oktbr. Die Verordnung bezüglich ftnftiaen politischen Organisation Galiziens w d r ?! veröffentlicht werden Danach zerfällt Kronland in drei Regierungsbezirke und zwar n Reaierungsbrzi-rk Krakau, 2) Regierungsbezirk Lemberg, 3) Regierungsbezirk Sianislawow.

Wien, 15. Oktober. (D. R.) Man darf sich »ickt verhehlen , daß über der Bevölkerung unserer eine dumpfe Stimmung lagert. Die Konsti­tutionellen sind in Besorgniß vor den immer noch nickt schwindenden Gerüchten über drohende Attentate aeaen die unschuldig schlummernde Märzverfassung, die Männer Mr Börse Übel gelaunt durch die Nach­rickten über den piemontesischen Handelstraktat, und man will selbst wissen, daß die ZorneSstimme in dem halboffiziellen Corriere Jtaliana dem Mini­ster deS Handels gehöre. Dieses Organ versichert, daß trotz aller Bestrebungen Englands, Europa in einen Markt seines Freihandels zu verwandeln, Oesterreich beim mäßigen Schutzsysteme verbleiben werde. Ueber den Inhalt des Traktates aber weiß auch der Corriere nichts Bestimmtes zu sagen, nur vernimmt man, daß durch diesen Traktat England den Hafen von Spezia in eine militärische Station verwandelt, daß es sich für seine Produkte mittelst der projektirten Eisenbahn von Genua nach der Schweiz einen ausgedehnten Markt verschafft hat, daß endlich die österreichischen Manufakte fast gänz­lich durch erhöhte Zölle aus Piemont ausgewiesen werden sollen.

Die von einigen Blättern gegebene Nachricht, daß auf der Insel Samos neuerdings Unruhen aus­gebrochen seyen, erweisen sich als falsch.

Wien, 15. Okt. ES gibt wenig Neues in Wien, außer daß von den Vorstädten gegen die Gültigkeit der Wahl deS Hrn. v. Czapka zum Ge- meinderath durch eine Deputation beim Statthalter prötestirt worden ist. Morgen beginnt die Synode der griechischen Bischöfe aus Siebenbürgen, Serbien und Dalmatien. Die Polemik gegen die Broschüre deS Herrn von Babarczy hat in den Blättern der Residenz endlich aufgehört und wird nur in der Provinzialpresse fortgesetzt. Bedeutend ist die Aeu­ßerung des Magyar Hirlap, welcher ganz unbefan, gen gesteht: Der Absolutismus bei Erhaltung der alten nationalen Zustände wäre dem zentralistren- den KonstitutioNaliSmuS vorzuziehen.

Wien, 16 Okt. (Allg. Ztg.) Die jetzt obschwe­bende Frage über Einführung der Zivilehe macht den hiesigen katholischen Verein sehr besorgt und er hat bereits, damit sie eine vielseitige Erörterung findet, einen Aufruf an katholische Schriftsteller und Gelehrte erlassen, Aussätze gegen die Zivilehe und deren Einführung einzusenden. Die zwei besten sollen , wenn sie in vier bis sechs Oktavseiten die Frage erschöpfen, entsprechend honorirt werden.

Die dem Ministerium vorgelegten Entwürfe bezüglich der Errichtung von Gewerbbanken zur Unterstützung deS kleinen Gewerbstandes, wie solche in allen größern Staaten bestehen, sollen, wie ich höre, berücksichtigt worden sein.

Der Kaiser geht denn doch nach Warschau. Bereits ist der Slaatsrath Bose dahin abgegangen um die Ankunft Sr. Mai. zu melden. Der Kaiser trifft, wie ich höre, übermorgen von Bregenz ein und begibt sich in einigen Tagen in Begleitung des Ministerpräsidenten Fürsten Schwarzenberg, des Gra­fen Grünne und des russischen Gesandten Herrn V. Meyendorff nach der polnischen Hauptstadt. Nach der Rückkehr des Fürsten Schwarzenberg wird die Organisation deS Königreichs Ungarn nochmals zur Schlußberathung kommen. Der innere Bau dieser Verfassung ist analog der von Galizien.

Wien, 17. Okt. Die direkten Steuern für 1851 sind im Verordnungswegc ausgeichrieben. Ein Ka- Pitalisirungsgesetz für Grunventlastungsrentcn ist erschienen, vermöge dessen Obligationen im Betrag von 200 Mill. fl. emitlirt werden können, wodurch die Fonds heute gedrückt sind. Babarczy soll vom Hoflager entlassen worden sein. Reichszeitung und Wanderer deuten auf die Errichtung einer Pairs- fammer.

F r a n § r e l eh.

Paris, 17. Okt?) (K. Z.) Der Appellations- Gerichtshof Hai die Verurtheilung des Journals Le Peuple" bestätigt. Es heißt, in der Verta- gungskommission werde Barocke wegen deS besann« ten Abdruckes deö Artikels aus demConstitulion- nel" imMoniteur" interpellirt werden.

DerKonstitutionnell" soll in nächster Zeit Ar­

*) Wiederholte Nachrichten.

tikel gegen Changarnier bringen. DieMorning Post" erklä.t die Nachricht, die Herzogin von Or­leans und Thiers seien fürs die PräfidenlschaftS« Verlängerung, für falsch.

Paris, 18. Oktober. Die Vorgänge in der gestrigen Permanenz - Kommission stnd wieder sehr geheim gehalten worden. Daher rühren die auch heute noch sehr von einander abweichenden Erzählungen über die Verhandlungen in dieser Sitzung. Die Angaben, daß der Permanenz-Ausschuß einen einfa­chen Tadel über die Insertion deS bekannten Arti­kels desConstitutionnel" in denMoniteur" in in das Protokoll ausgenommen habe, müssen wir heute auf Grund eingezogener Erkundigungen be­zweifeln. Wenigstens glauben wir uns dazu durch folgende Aeußerungen einer cingewcihten Person berechtigt:Der Permanenz-AuSschuß hat durch den neulich in sein Protokoll gesetzten Tadel über die verfassungswidrigen Kundgebungen bei der Revue von Satory und über die denselben gewährte Straf­losigkeit seine Kompetenz nicht überschritten. Denn die Verfassung gibt ihm das Recht, unter Umstän­den die National - Versammlung einzuberusen. Um diese Umstände zu würdigen, muß er deliberiren. Ohne Protokoll ist kein Deliberiren möglich. Wenn daher der Permanenz-AuSschuß wegen der durch die Revue von Satory entstandenen Umstände deliberirt hat und das Sitzungs-Protokoll daS Mißfallen sei, ner Mitglieder über die verfassungswidrigen Rufe wiedergibt, so kann von einem Üebersckreiten der Kompetenz nicht die Rede seyn. Der Permanenz, Ausschuß würbe aber seine Kompetenz überschritten haben und man würde ihm mit Recht einen Vor­wurf daraus machen, wenn er wegen eines unbe­deutenden Faktums, wie die Wiederholung eines Journal-Artikels imMoniteur", das niemals Ver­anlassung zur Einberufung der Nalional-Versamm- lung werben konnte, eine förmliche Kritik der Re­gierung in sein Protokoll hätte aufnehmen wollen."

Italien.

Turin, 14. Oktbr.Römische Briefe melden, daß Ritter Pinelli zu Land nach Turin abgereist sei. Diese Nachricht wird durch andere Nebenum­stände unzweifelhaft. Die Sendung hat, wie wir vorauösahen, nicht zu dem mindesten Erfolg geführt, ohne damit sagen zu wollen, daß sie ganz unnütz gewesen wäre, denn sie ist ein neuer Beweis, daß Piemont nichts was mit seiner Würde vereinbar gewesen, versäumt habe, um dem römischen Hof Achtung zu erweisen und ihm den wahren Verhalt der Dinge zu zeigen.". So schreibt bas Risorgi­mento, und man erinnert sich unwillkürlich dabei, was vor Wochen schon der Korrespondent der Ti­mes über Pinelli's Sendung schrieb, nämlich, daß sich die schlauen Italiener immer bemühten vor Eu­ropa den Schein der Versöhnlichkeit zu erhalten. Vers anlaßt wurde Pinellüs Abreise dadurch, daß der Papst in dem Konsistorium vom 30. Septemb. sehr harte Worte über den Streit mit Piemont geäußert hatte. Man wußte vorher, daß auf diesen Fall Pinelli seine unverzügliche Abreise von Rom ver­kündet hatte. Die italienischen Blätter wollen zwar behaupten, in dem Konsistorium sei PiemontS nicht erwähnt worden, und oer römische Hof habe nur in einer neuen Note seinen Klagen Luft gemacht, allein der gut unterrichtete Modeneser Bote und nach ihm der Risorgimento sagen ausdrücklich, daß der heilige Vater in seiner Ansprache auf die pie- montefische Frage gekommen sei.

Amerika.

Washington, 30. Septemb. (Schluß der Kongreß-Session. Vertagung beider Häuser). Heute Nachmittags wurde die erste Session beider Häuser des 31. Kongresses beendet und die Vertagung beschlossen. Die diesjährige Session ist unstreitig eine der wichtigsten, die je in den Annalen der vereinigten Staaten verzeichnet worden sind. Durch den merikanischen Krieg er­folgte für die Union eine bebrütende Gebietövergrö- ßerung, welche sie bis an die Gestade des stillen OzeanS ausbehnte; aber durch diese Machterweite­rung gerieth das Land in eine Krisis, welche gefahr­voller als der Krieg selbst zu werben drohte. Die beiben großen Parteien, Süden und Norden, nach­dem sie die neuen Gebiete gemeinsam den iw.erifa» nern abgerungen halten, geriethen nun unter ein­ander in Fehde, um zu entscheiden, ob die eroberten Staaten dem ersteren oder dem letzteren, dem Skla­vengebiete oder dem freien Boden angehören solle. Dicier innere Kampf nahm bald einen wahrhaft beunruhigenden Charakter an; der Fanatismus Der Extremen, die fast gleiche Stärke der beiden Par­teien, die Verwickelungen der Hauptfrage durch eine Masse unentwirrbarer Nebenfragen, alles das schien eine friedliche Lösung in weite Ferne zu rücken, und ängstliche Gemüther sahen schon im Geiste die Auflösung der Union und den Bürgerkrieg.

Aus den Mittagsposten.

Aschaffenburg, 20. Oktbr. Unsere heutige Zei­tung berichtet: Henle früh traf hier ein Reskript des Kriegsministeriums ein, aus dem wir vorerst Folgendes mittheilen können:In Franken wird ein bedeutendes Armeekorps zusammengezogen und zwar unter dem Kommando deS Fürsten Thurn und Taris, welcher seinen Sitz in Würzburg erhält. Dasselbe besteht auS zwei Divisionen, die erste un­ter dem Befehl des Generalmajors Dambör, in Aschaffenburg und Umgegend bis nach Gemünden, die zweite unter dem Befehle deS Gencrallieutc» nantS Lefuire, in Bamberg und Umgegend. Der Sitz der ersten Division kommt nach Aschaffenburg, derber zweiten nach Nürnberg. Die einzelnen Bestand­theile jeder Division werden wir nachträglich mit* theilen. Nebstdem kommt das erste bayerische Jä­gerbataillon, welches gegenwärtig in Kirchheimbo­landen liegt, nach Frankfurt; dagegen ist das in Frankfurt befindliche österreichische Bataillon Kaiser- jäger der ersten Division deS benannten Armeekorps zugelheilt, und kommt nach Aschaffenburg. Schließ­lich bemerken wir noch, daß nach der ergangenen Ordre sämmtliche Truppen Angesichts dieses ihren Marsch anzulreten Haden, demnach dieselben jedenfalls bereits unterwegs sind".

Kassel, 18. Okt. Bei einem heute Abend statt« gefundenen unbedeutenden Feuerlärm wurde MS Militär plötzlich zufammengetrommelt und, dem Be­fehle gemäß, auch die Buchdruckereien befetzthalten« den Wachen. Diese Gelegenheit benutzten wieder einige Buchdrucker, indem sie schnell die Thür ab- schloffen und die Soldaten, als sie wiederkamen, auf der Straße stehen ließen.

* Düsseldorf, 18. Okt. Der Dichter Ferdinand' Freiligrath ist aus den preußischen Staaten verwie« fen worden.

München, 16. Okt. (Leipz. Z.) Wir chören aus einer glaubwürdigen Quelle zuversichtlich be­haupten, daß eine Note Namens Oesterreichs und seiner Verbündeten nach Berlin abgegangen sei, welche, die Zustände in Hessen zunächst in'S Auge fassend, nur wenig geeignet ist, die neuesten Zei- tungSgerüchte zu bekräftigen, nach denen Oesterreich und Preußen der Verständigung plötzlich ganz nahe gerückt fein sollten.

München, 18. Oktober. König Otto von Grie« chenlanv wird morgen mit dem ersten Bahnzuge nach Hof abreifen, zum Zwecke einer Zusammen, f unft mit seinem erlauchten Schwiegervater, dem Großherzog von Oldenburg. Vorgestern wurden endlich zwischen hier und Aschaffenburg die ersten Versuche mit dem elektrischen Telegraphen angc- ftefit; sie sind, wie ich höre, befriedigend ausgefallen

* Hannover, 18. Oktober. DieZeitung für Nordd." berichtet:Nach der neuesten Version würde Francke Finanzminister. DaS bestätigte denn unsere übrigens auch ganz zuverlässige Nachricht, daß Herr v. Bülow daS FinanzportcfeuiUe nicht wollte. Wenn MS neue Kabinet mit Lindemann, Th. Meyer und Francke zu Stande käme, so würde es die vertrautesten Freunde Stüve'S aufnehmen." DieNieders. Ztg." will wissen, daß der König das Programm der neuen MinisterauS äußeren politischen Gründen" nicht annehmen werde, daß Hr. v. Münchhausen abgereist und Hr. v. Scheele an­gekommen sey. Nach derZ. f. N." dagegen soll der König bestimmt erklärt haben, M6 jetzige Mini­sterium nicht entlassen zu wollen.

Berlin, 19. Okt. Die Einberufung der Kam« mern soll, wie die£. Z." meldet, in den nächsten acht Tagen bevorstcheii. In Betreff deS Inhal­tes jenes Schreibens, welches der Kurfürst von Hessen durch Herrn von Dörnberg an Seine Maje« stät den König gerichtet, will die Lith. Korr, er« fahren haben, daß der Kurfürst sich befremdend über die damit allgemein in Verbindung gebrachte Ab­sicht Preußens, in Hessen ohne ausdrückliche Auf, forderung einzufchreiien, ausgesprochen habe. Zu« gleich soll der Kurfürst sich dahin geäußert haben, daß wenn einmal eine Regelung der kurhessischen Verhältnisse durch eine auswärtige Macht nöthig werde, er eS am liebsten sähe, wenn Preußen an Stelle Oesterreichs oder eines andern StaateS dies übernehme.

* Von der Niederelbe, 18. Ost. Vor mehreren Monaten ging das Gerücht, daß die dänische Re­gierung sich den Anspruch auf die für die Ver­pflegung der Rcickstrnppen rückständig gebliebenen Summen Vorbehalte. DaS Gerücht ist jetzt zur Wahrheit geworden. Freiherr Bernhard v. Bülow hat, nachdem der Bundestag in spe in Frankfurt den Preuß.-dän. Frieden ratifizirt, jenen Vorbehalt zu Protokoll gegeben, ein Sporn mehr für die Unionsregierungen, mit der Bezahlung jener Ehren- schuld an die Statthalterschaft nicht länger zu säumen. Ein Seitenstück dazu ist, daß Hr. v Bülow im Namen Friedrichs VII. als Herzog von Hol«